Mensch, wo bist du?
Liebe Freunde der Berliner Stadtmission,
„Mensch, wo bist Du?“ Diese Frage kann man sehr wohl mit einem tiefen Stoßseufzer stellen. Man braucht jemanden dringend – und er ist nicht auffindbar. Spurlos verschwunden. Das Telefon bleibt stumm, der Handykontakt funktioniert nicht. "Mensch, wo bist Du bloß?!“
Ich denke, jeder hat schon solch eine Situation erlebt. Was aber, wenn nicht wir die Suchenden, sondern die Gesuchten sind? Jemand ruft uns, fragt nach uns – und wir sind nicht auffindbar, bleiben stumm, drücken den Anruf weg oder überhören ihn geflissentlich.
Gott ruft Adam, den Menschen, das lesen wir auf den ersten Seiten der Bibel. Gott fragt nach uns, nach Ihnen und mir. Das ist die sehr persönliche Botschaft des Evangeliums. Es geht wirklich um uns persönlich, weniger um ein „Wie siehst Du denn aus?“, „Was hast Du wieder gemacht?“. Nicht warum, wieso, weshalb, sondern schlicht „Wo bist Du?“.
Und christlicher Glaube beginnt nicht mit einem frommen Augenaufschlag oder anständigem Benehmen (ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen), sondern mit einem schlichten „Hier. Hier bin ich – und ich will hören, was Du, Herr, mir zu sagen hast.“
Jesus Christus kann ich gut verstehen. Er begegnet mir deutlich und liebevoll. Jetzt ist die Zeit, auf den Anruf Gottes zu antworten. Vielleicht beginnen wir unser nächstes Gebet mit einem einfachen: „Ja, bitte?“ Der Glaube kommt nämlich aus dem Hören.
In herzlicher Verbundenheit und Gott befohlen
Ihr
Pfarrer Hans-Georg Filker
Direktor der Berliner Stadtmission
Diese Andacht stammt aus dem Informationsheft der Berliner Stadtmission, SM Panorama, Ausgabe 3/2009. Bestellen können Sie unser regelmäßig erscheinendes Panroama durch das Ausfüllen und Zusenden dieses Formulares oder unter der Telefonnummer 030-690 33-3.
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Tageslosung
„Ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal.
“
1.Könige 19,18
„Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden.
“
Epheser 3,14-15


