Bienen-Blog


1. August 2011

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 


In der aktuellen Ausgabe unseres Info-Heftes "SM Panorama" geht es in der Titelgeschichte um unsere Bienchen. Sie können das Heft downloaden hier

Es grüßt Ihre Internet-Redakteurin
Sabine Jaeckel-Engler


5. Mai 2011

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 

im Zentrum am Hauptbahnhof gehören ja besondere Begegnungen zum Programm und zum guten Ton. Hier zwischen Knast und Kanzleramt kommen sich die verschiedensten Bevölkerungsschichten sehr nah. Seien es die quirligen Jugendgruppen und die ruhigen Rentner in den Gästehäusern oder die Konferenzteilnehmer im Saal und die Gäste der Notübernachtung eine Etage tiefer.

Dieser Tradition verpflichtet fühlten sich wohl auch unsere Bienen am letzten Donnerstag. Unser zweiter Schwarm dieses Jahr hatte sich wieder Richtung Gästehaus aufgemacht und sich auf einem hohen Baum Nähe Lesser-Ury-Weg niedergelassen. Da dieser nicht per Leiter zu erreichen war kletterte unser Kollege Uli in den Baum und sägte den Ast kurzerhand ab. An einer Schnur gesichert sollte der Ast dann vorsichtig heruntergelassen werden. Diesen Gefallen tat er uns jedoch nicht und mit einem lauten "Knacks" segelte er schlagartig zu Boden.

Der ansitzende Schwarm fand das natürlich nicht sehr gastfreundlich und machte sich auf die Suche nach einem neuen Quartier. Dieses fand er auch einige Meter weiter in einem gut zu erreichenden Baum direkt in der Hecke zwischen unserem Zaun und dem Lesser-Ury-Weg.

Als wir uns mit Schleier, Eimer und Leiter bewaffnet durch die Hecke zu unserem Schwarm kämpften, fanden wir hier eine sehr unerwartete Situation vor. Im Schutz der Hecke hatte sich ein älteres obdachloses polnisches Pärchen ein Lager eingerichtet und direkt über ihrem "Wohnzimmer" hingen nun circa 18.000 Bienen. Fünf Kilometer weiter in der einen Richtung fuhren die Autos vorbei, dahinter spielten Kinder, 30 Meter in der anderen Richtung befindet sich unsere Cafeteria und unser Gästehaus und das alles mitten in Berlin am Hauptbahnhof.

Aktueller Stand unserer SchwärmeDank unseres Hausmeisters, welcher der polnischen Sprache mächtig ist, konnten wir die sichtlich unbeeindruckten Bewohner der Hecke dazu bewegen sich körperlich etwas vom Geschehen zu distanzieren. So konnten wir doch noch unsere Bienen wieder einfangen und sind nun stolze Besitzer von sechs Bienenvölkern, welche zur Zeit rasant an Bienenmasse zunehmen.

Im Juni werden dann in jedem unserer vier Wirtschaftsvölker über 40.000 Bienen leben. Bei unserem stärksten Volk konnten wir schon den zweiten Honigraum aufsetzen und freuen uns jetzt schon auf die erste Ernte dieses Jahr.

Es grüßen Ihre Stadtmissionsimker
Steffi Stangl und Christian Schilitz
- und unser Schwarmjäger Uli Neugebauer!


21. April 2011

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 

schnell, schneller, Stadtmissionsbienen! Unglaublich aber wahr - wir haben gestern unseren ersten Schwarm eingefangen! Eigentlich war alles so gut geplant und vorbereitet. Die neuen Bienenkästen standen bereit, Rähmchen war gebaut, Mittelwände aus eigenem Wachs gegossen und in der kommenden Woche wollten wir den ersten Ableger bilden um damit den Schwarmtrieb der Bienen zu bändigen. Denn normalerweise ist Mitte Mai mit den ersten Schwärmen zu rechnen. Doch es kam mal wieder anders als gedacht.

Nach der Mittagspause stürmte ein Kollege in mein Büro und erzählte von Tausenden von Bienen die bei der Cafeteria im GiZ (Gästehaus im Zentrum) rumflogen. "Kann gar nicht sein." meinte ich, "Viel zu früh für einen Schwarm!". Im letzen Jahr war es Ende Mai bis die ersten Schwärme auszogen. Aber unsere Bienen waren anderer Meinung, anscheinend wurde es Ihnen jetzt schon zu eng in ihrer Behausung und so machten sich rund 15.000 Bienen auf den Weg ein neues zu Hause zu suchen und landeten erstmal in einem Baum hinter dem GiZ (welches ja für seine Gastfreundschaft bekannt ist).

Gott sein Dank haben sie sich nicht den allerhöchsten Baum ausgesucht und waren per Leiter noch relativ gut zu erreichen. Mit einem kräftigen Ruck ging es dann in den Eimer, schnell kam ein Absperrgitter oben drauf und wir hofften, dass wir die Königin mit eingefangen hatten. Nach einigen Minuten warten und hoffen fingen die umherfliegenden Bienen an, sich um den Eimer zu sammeln - wir hatten die Königin also erwischt.

offene WeiselzelleIn der Wartezeit haben wir noch schnell geschaut welches Volk uns diese viel zu frühe Bescherung gegönnt hat. Und in Volk Nummer 1 fanden wir dann auch die offene Weiselzelle aus der die neue Königin geschlüpft war. Nun hatte sich ein Großteil des Schwarms im Eimer bei der Königin eingefunden, also Deckel drauf und ab aufs Dach damit. Hier hatten wir bereits die neue Beute vorbereitet, die frischen Mittelwände hatte Steffi erst am Vormittag, aus unserem eigenen Wachs vom letzten Jahr, gegossen und in die Rähmchen gelötet.

Der Schwarm wird dann ganz einfach in die neue Beute gekippt, Deckel drauf, Absperrgitter vor das Flugloch (die Königin soll ja diesmal auf jeden Fall drin bleiben) und fertig. Die Bienen haben sofort angefangen zu sterzeln und damit den Duft Ihrer neuen Königin zu verbreiten um auch noch die letzten umherfliegenden Bienen des Schwarms den Sitz der neuen Behausung anzuzeigen.

Damit ist der Völkerbestand des Stadtmissionsbienenstandes, sehr viel früher aus erwartet, auf fünf gestiegen. Wir bedanken uns ausdrücklich bei unserem aufmerksamen Kollegen, der auch noch am eigenen Leib erfahren musste das es unter so vielen Bienen immer auch eine schlecht gelaunte gibt, und bei der Hausmeisterei welche uns mit Leiter und Tatkraft zur Seite stand!

Ihre Stadtmissions-Imker
Steffi Stangl und Christian Schilitz


19. April 2011

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 

endlich haben wir es geschafft und in der vorletzten Woche die erste Durchsicht unserer Stadtmissionsvölker erfolgreich durchgeführt. Diese präsentierten sich uns gegenüber sehr entspannt und wir konnten ohne jeglichen Schutz an die Arbeit gehen, lediglich ein wenig Rauch wurde eingesetzt um die Bienen von den Waben zu vertreiben.

Und im Frühjahr geht es nun wirklich rasant los. Eine gute Königin legt bei ausreichendem Platzangebot und guter Pflege durch ihr Volk bis zu 2.000 Eier am Tag. Nach 21 Tagen schlüpfen daraus die jungen Bienen. Die Entwicklung unserer Völker schreitet also rasant vorwärts und damit es ihnen nicht jetzt schon zu eng wird bekommen sie auch gleich einen Honigraum oben drauf.

Dieser ist jedoch durch ein Gitter vom unteren Brutraum abgesperrt. Das Gitter ist so ausgelegt, das die etwas größere Königin nicht durchpasst. Nur die Arbeiterinnen können durchschlüpfen und den gesammelten Honig dort einlagern. Dies hat mehrere Vorteile: zum einen weiß der Imker, dass sich die Königin nur im unteren Teil der Beute, im Brutraum, befinden kann und zum anderen, dass sich oben nur reiner Honig ohne Brut oder Pollen befindet.

Gleichzeitig haben wir unseren Völkern auch noch einen leeren Baurahmen gegeben. An diesem können die Bienen Ihrem Bautrieb freien Lauf lassen und ohne Vorlage genau das bauen was das Volk gerade braucht.

Die Stadtmissionsimker wünschen allen eine frohe österliche Festzeit.

Ihre Stadtmissions-Imker
Steffi Stangl und Christian Schilitz


4. April 2011

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 

es grünt und blüht wieder in Berlin! Und auch unsere Bienen haben das natürlich schon längst bemerkt und sind bereits wieder fleißig unterwegs. Für den Imker zeigt sich jetzt erst wie wirkungsvoll die Spätsommerarbeiten (Varroabehandlung und Einfüttern) wirklich waren. Fliegen alle Völker? Nach den Bildern der eingeschneiten Beuten während des Winters im vorherigen Blog-Eintrag kaum zu glauben - aber sie fliegen, alle!!!

Und es gibt auch viel zu tun. Als erstes steht der Frühjahrsputz, bzw. der Toilettengang, an. Denn trotz mehrmonatigem Verweilen in der Bienenbeute besteht eine eiserne Regel - die Wohnung muss sauber bleiben! Dies ist für die bereits Ende Februar einsetzende Aufzucht der jungen Bienen absolut wichtig.

Wenn dies erledigt ist wenden sich die größeren Bienen den nächsten Aufgaben zu: Wasser und Blütenpollen für die junge Brut muss besorgt werden. Diesen Einsatz für das Weiterbestehen des Volkes bezahlen die nun bereits über sechs Monate alten Winterbienen mehr und mehr mit ihrem Leben.

Dies ist noch mal ein kritischer Moment für das Volk: War die Legetätigkeit der Königin am Winterende zu schwach? Schlüpfen zu wenig junge Bienen und die alten können nicht schnell genug ersetzt werden? Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, den nur leistungsstarke Königinnen für ihr Volk gewinnen können.

Wir Stadtmissions-Imker freuen uns jedenfalls schon auf die erste Durchsicht der Völker, um diese auf die Obstblüte vorzubereiten und auch gleich wieder den Kampf gegen die Varroamilbe aufzunehmen. Wie diese Vorbereitungen laufen und was uns die erste Durchsicht über unsere Völker verraten hat erfahren Sie im nächsten Blog-Eintrag.

Bis dahin wünschen wir allen ein erfreuliches Frühjahrserwachen.

Ihre Stadtmissions-Imker
Steffi Stangl und Christian Schilitz


5. Januar 2011

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 

was machen unsere Stadtmissions-Bienen eigentlich im Winter? Eigentlich warten sie nur in aller Ruhe auf das Frühjahr. Bei diesen Temperaturen wagt sich natürlich keine Biene aus dem Flugloch. Selbst wenn sie wollte - bei diesen Witterungsverhältnissen und Schneemassen - keine Chance. Denn wie auf den Bildern zu erkennen ist haben sich die Bienenbeuten mit einer beachtlichen Schneehaube bedeckt und alle Fluglöcher sind zugeschneit.

Wie überleben unsere Bienen den nun bei dieser Witterung? Im Herbst hat sich die Anzahl der Bienen drastisch von sommerlichen 40.000 bis 60.000 auf winterliche 5.000 bis 8.000 pro Volk reduziert. Dieser Rest hat sich zu der sogenannten Wintertraube zusammengezogen und wärmt dadurch die Königin, welche sich ganz im Inneren befindet. Futter haben die Bienen ja im Spätsommer von uns bekommen und in den Waben eingelagert. Die Varroamilbe wurde von uns - hoffentlich ausreichend - bekämpft und Luft bekommen die Bienen durch einen offenen Gitterboden.

Also heißt es jetzt für den Imker: warten und die Bienen in Ruhe lassen. Jede Öffnung des Bienenstockes und jede Störung beunruhigt die Bienen und sie verbrauchen mehr Futter als geplant, bei dem prognostizierten langen Winter könnte es dann im Frühjahr mit der Futterversorgung eng werden. Gerade für den dauernervösen und ungeduldigen westeuropäischen Imker ist dieses Nichtstun fast unerträglich! :-) 

Im Sommer ist immer etwas an den Bienen zu tun und sei es nur die Beobachtung des Flugbetriebes am Bienenstand. Und jetzt: absolute Ruhe! Nicht nur eine Entschleunigung (einen Ausdruck den ich übrigens zu den Feiertagen das erste Mal in Bezug auf unseren Lebenswandel gehört habe und den ich wirklich sehr schön finde -Christian) der sommerlichen Hektik, sondern ein Stillstand, ein Abwarten, ein Luftholen bevor im Frühjahr wieder der Sturm losbricht.

Unsere Stadtmissions-Bienen halten sozusagen Ihren wohlverdienten Sabbat. Und auch der moderne Imker kann jetzt nur warten und auf Gott vertrauen. Und für das Jahr 2011 wünschen Ihnen die Stadtmissionsimker genau das: Gottvertrauen, Gesundheit, Ruhe und ausreichend Energie um alle großen und kleinen Aufgaben zu bewältigen.

- Steffi Stangl und Christian Schilitz, Stadtmissions-Imker


22. November 2010

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 

nun ist es endlich soweit, unser erster Stadtmissionshonig steht zum Verkauf bereit und wird morgen nach der Mitarbeiterandacht das erste mal offiziell zum Verkauf angeboten. Für Mitarbeitenden der Berliner Stadtmission werden 40 Gläser zum Sonderpreis von 3 Euro angeboten. Damit auch jeder der möchte ein Glas von unserer allerersten Ernte abbekommt, wird pro Mitarbeiter nur ein Glas verkauft. Das restliche Kontingent wird dann im Laden in der Lehrter Str. 68 und/oder im Jugendgästehaus für 4,90 Euro verkauft.

- Christian Schilitz, Imker


16. August 2010

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 

nachdem wir unseren Völkern nun einen Großteil Ihres Honigs geklaut haben kommt es nun noch viel härter für die Kleinen. Die Behandlung gegen die Varroamilbe muss durchgeführt werden. Auch hier gibt es so viele Methoden wie es Imker gibt. Bei unseren Stadtmissions-Bienen verdunsten wir 60-prozentige Ameisensäure mit dem Nassenheider Verdunster.

Da die Verdunstung jeden Tag kontrolliert wird haben wir ein Gitter aufgelegt, welches die Bienen vom Verdunster trennt. So kann ganz schnell ohne Rauch und Schutzkleidung der Fortschritt kontrolliert werden. Die Ameisensäure hat den Vorteil, dass sie nicht nur die Milben auf den Bienen tötet sondern auch in die Brutzellen eindringt und die dort befindlichen die Milben erreicht.

Für die Bienen selbst ist das natürlich nicht gerade angenehm über ein bis zwei Wochen in einer Säurewolke zu leben. Durch die langsame und relativ witterungsunabhängige Verdunstung wird die Belastung im erträglichen Bereich gehalten und Bienenverluste sind nicht zu erwarten. Eine Behandlung gegen die Varroa muss jeden Spätsommer durchgeführt werden um die Völker vor der Einwinterung großteils von diesem Parasiten zu befreien. Ohne eine solche Behandlung würden unsere Bienen den Winter kaum überleben.

Als kleine Entschädigung werden wir gleich nach der Behandlung anfangen die Völker für den Winter aufzufüttern, dazu jedoch beim nächsten mal mehr.

Übrigens, durch die freundliche Unterstützung unserer "Komm und sieh"-Läden ist der Stadtmissionsbienenstand nun Besitzer von zwei Waagen. Somit konnten wir endlich unsere Honigernte abwiegen. Dieses Jahr konnten wir fast 25kg ernten! Der Verkauf wird voraussichtlich Anfang September starten.

- Christian Schilitz, Imker


23. Juli 2010

Hallo Stadtmissions-Bienenfreunde, 

heute war es nun endlich soweit: unser erster Stadtmissionshonig konnte geerntet werden! Und es war sehr aufregend: hält das neue Material was es verspricht, wie viel Honig ist nun wirklich drin, reichen unsere Behälter, wie bekommen wir das alles vom Dach in unseren Bienenkeller?

Aber wir haben es geschafft, etwa 15 kg Honig konnten wir unseren vier Völkern abgewinnen. Das ist nicht so wahnsinnig viel aber für diesen regenarmen Sommer und unsere nun nicht mehr ganz so kleinen Völker eine akzeptable Ausbeute. Zu dieser Jahreszeit merken die Bienen schon deutlich, dass die Blütenzeit vorbei ist und verteidigen Ihren Wintervorrat schon vehement. Also musste heute der Vollschutz her. Dank der tatkräftigen Mithilfe unser Imkerin Steffi ging alles recht zügig und Dank unserer Fotografin Karen konnten wir uns auf die Bienen konzentrieren und haben trotzdem tolle Fotos bekommen.

Nachdem wir die Ernte in den Keller geschleppt haben mussten die Waben entdeckelt werden, den dort gewonnenen Wachs gibt es im Winter als Kerzen. Unsere tolle Selbstwendeschleuder erledigte dann den Rest und aus einem kleinen Rinnsal wurde ein großer Honigstrom. Für alle Besucher der Glocke am Dienstag wird es danach eine kleine Kostprobe unserer ersten Ernte geben. Wir freuen uns sehr über unsere erste kleine Ernte und danken allen für den großen Zuspruch und die vielen Gebete für dieses Projekt. Wir halten Sie weiter auf dem laufenden.

- Christian Schilitz, Imker


16. Juli 2010

Hallo Bienenfreunde,

nach langem Warten ist sie nun endlich angekommen - die große Materiallieferung. Unter anderem können wir nun eine automatische Edelstahlselbstwendeschleuder dem Stadtmissionsbienenstand zurechnen. Diese ist gerade noch rechtzeitig vor der ersten Ernte eingetroffen, zusammen mit viel Kleinwerkzeug ist auch einen Smoker, einen Entdecklungsgeschirr und ein 70 Liter Abfüllbehälter eingetroffen - natürlich alles in Edelstahlausführung. Ein paar alte Waben haben wir bereits aus den Völkern entfernt um Platz für die wichtige Winterbrut zu schaffen.

Dieser Honig wird auch aus den Waben geschleudert und den Bienen als Winterfutter wieder zurückgegeben, da wir nur Honig aus frischen unbebrüteten Waben ernten wollen. Den 70 Liter Behälter werden wir dieses Jahr leider noch nicht komplett füllen können. Da unser Bienenstand im Frühjahr nur mit Schwärmen bestückt werden konnte, werden wir in diesem Jahr zwar etwas Lindenhonig ernten können aber nicht so viel wie wir gerne hätten. Wie viel es genau sein wird, wissen wir nächsten Freitag. Dann werden wir die Völker abschleudern und damit unser erstes Bienenjahr beenden.

- Christian Schilitz, Imker


13. Juli 2010

Was machen Bienen eigentlich bei diesen heißen Temperaturen (bei uns in Berlin waren am Wochenende 38°C im Schatten)? Bei der Hitze machen Bienen genau das gleiche wie wir Menschen auch, sie fächeln sich Luft zu. Nur das sie das nicht für sich selbst tun sondern für den Bienenstock, die Innentemperatur wird dadurch konstant auf ca. 37°C gehalten. So hat die Brut optimale Wachstumbedingungen und die Waben schmelzen nicht ein.

- Christian Schilitz, Imker


4. Juli 2010

Der Umzug des letzten Bienenvolkes hat gut geklappt, ich war schon schweißgebadet und es lag nicht nur am Wetter. Ich war auch heute nochmal dort und habe beobachtet, dass einige Bienen ein Pollenhöschen anhatten. Sie sind also schon aktiv und bewegen sich in ihrer neuen Heimat!

- Steffi Stangl, Imkerin


2. Juli 2010

Steffi Stangl ist sehr aufgeregt, weil am Wochenende ihr Bienenschwarm zu uns ins Zentrum am Hauptbahnhof umziehen wird. Sie macht sich Gedanken, ob es den kleinen Tierchen, für die sie Verantwortung trägt, gut gehen wird... Ein Umzug ist für uns Menschen ja auch Stress!

- Sabine Jaeckel-Engler, Referentin Ehrenamt


25. Juni 2010

Hallo Stadt(missions)bienenfreunde! Ein Blick in die Seydlitzstraße zeigt es uns ganz deutlich - die Linde hat angefangen zu blühen. Rechtzeitig dazu konnte nun auch unser letztes Volk einreisen, so das sich nun alle vier Völker einträchtig auf dem Dach versammelt haben. Bei einer ersten Durchsicht konnten wir uns von der Stärke und Sanftmütigkeit unserer Völker überzeugen. Bei zwei Völkern konnten wir die Königin sichten, leider war der Fotoapparat jedoch nicht so schnell zur Hand um die wunderschönen Tiere abzulichten. Auf ein Volk haben wir einen Honigraum aufgesetzt und hoffen nun auf eine lange Lindenblüte, dann könnte es auch in diesem Jahr schon eine kleine Honigernte geben. Der Beginn der Lindenblüte zeigt uns aber auch deutlich das nahende Ende des Bienenjahres an, mit dem Abblühen der Linde endet die letzte Massentracht in unserer Umgebung und die Arbeiten zur Einwinterung der Völker müssen beginnen. Dazu berichten wir in den kommenden Wochen mehr.

- Christian Schilitz und Steffi Stangl, Imker


16. Juni 2010

Hallo Bienenfreunde! Für alle die unsere Bienen auch mal in Aktion sehen wollen bietet sich nun die Möglichkeit. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Jugendgästehaus sind unsere Kleinen gerade sehr damit beschäftigt vom rot blühenden falschen Indigo Pollen als Futter für die Kinderstube zu sammeln. Pollen lagern die Bienen zum Transport an Ihren Hinterbeinen um diesen dann zum Bienenstock zu bringen, wo er erstmal in den Waben zwischengelagert und bei Bedarf an die junge Brut verfüttert wird.

- Christian Schilitz, Imker


7. Juni 2010

Steffi Stangl, eine Ehrenamtliche der Stadtmission in der City-Station - und begeisterte Hobby-Imkerin - schreibt mir: "Ich bin seit Pfingsten stolze Besitzerin eines ersten eigenen Bienenschwarms: das heißt ich habe ein Volk in einem Bienenkasten, der auf dem Land steht. Ich möchte die Bienen gern näher bei mir haben. Das ist sooo wundervoll: die Gerüche, die Klänge, die Tiere, das Wachs, der Honig... Und nun bin ich auf der Suche: gibt es einen Hinterhof, Dachterrasse oder ähnliches wo die Bienen stehen können? Gerade ist es mir wie ein Blitz durch den Kopf geschossen: die Berliner Stadtmission! Dort gibt es doch einen Garten bzw. etwas Gartenähnliches! Und würde so ein Bienenvolk nicht zu der Stadtmission passen? Ich finde prinzipiell ja. Was meinen Sie?"

Richtig getippt, Frau Stangl, wir finden auch, dass Bienen zu uns passen. :-) Da wir ja selbst gerade Bienenvölker hier eingeführt haben, bringe ich die beiden Imker Christian Schilitz und Steffi Stangl zusammen. Jetzt haben wir ein Volk und eine Imkerin mehr!

- Sabine Jaeckel-Engler, Referentin Ehrenamt


28. Mai 2010

Nun hat der Stadtmissionsbienenstand seine volle Stärke erreicht. Vorgestern lag Schwarm Nummer 4 bei meinem Nachbarn im Beet und wartete nur darauf von mir eingefegt zu werden. Gestern Abend wurde er dann in sein neues Heim einlogiert und reit sich sehr gut in das Gesamtbild ein. Die Gitter vor den Fluglöchern soll die, eventuell immer noch schwarmlustige, Königin davon abhalten nochmal die Beute zu verlassen. Dieses ist nämlich genau so angelegt, dass die Arbeiterinnen durchpassen, die etwas größere Königin aber nicht.

- Christian Schilitz, Imker


25. Mai 2010

Nachdem es dieses Frühjahr unmöglich war Bienenvölker zu kaufen, ist es nun endlich soweit. In einer Woche hat sich die Völkerzahl der Stadtmission von Null auf Drei erhöht. Den Anfang machte ein Schwarm meiner eigenen Völker, dieser hing natürlich im höchsten Baum der ganzen Umgebung. Aber die Mühe hatte sich gelohnt, ein prächtiger starker Schwarm wurde eingefangen - die Nummer 1. Zwei Tage später erhielt ich einen Anruf vom meinem Imkervater, er wurde benachrichtigt, dass in der Nachbarschaft ein Bienenschwarm im Kirschbaum hängt. Diesmal war nur eine kleine Leiter notwendig - unsere Nummer 2. Letzten Samstag, beim morgendlichen Gang zu meinem Bienenhaus, zeigte mir mein Nachbar einen weiteren Schwarm der bei Ihm im Baum hing - unsere Nummer 3. Nun stehen die drei kleinen Schwärme friedlich nebeneinander und wachsen bis zur Lindenblüte hoffentlich zu starken Völkern um Honig für die Stadtmission eintragen zu können. 100 Honigwaben wurden von der Wohnstätte Gussow bereits vorbereitet und warten auf Ihren Einsatz in diesen Völkern.

- Christian Schilitz, Imker

Bienen-Kontakt

Berliner Stadtmission
Imker Christian Schilitz
Lehrter Str. 68
10557 Berlin
Tel. 030-690 33-460
schilitz [ät] berliner-stadtmission.de

Was Gott von Bienen hält

Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
- 1. Mose 1,25.31, die Bibel

Besucherzähler

Besucher seit dem
7. Juli 2010:

Counter

zur Startseite