Ein Haus mit Geschichte
Das Gebäude in der Joachim-Friedrich-Straße 46 hat eine fast hundertjährige Geschichte. 1912/1913 erbaut, wurde es im Zweiten Weltkrieg durch Bomben beschädigt. Das Dachgeschoss brannte völlig aus – immerhin blieb der Rest des Hauses stehen. Das Nebenhaus nämlich fiel komplett den Flammen zum Opfer. An der Stelle steht heute ein Kinderspielplatz.
In den 1970’ern begann Lissy Kühl-Jeschke (damals noch unverheiratet als Lissy Kühl) die Arbeit mit wohnungslosen Menschen als Hausdame des Foyer an der Gedächtniskirche. Sie mietete Wohnungen an und vermietete diese weiter an Betroffene aus dem Foyer-Projekt. Das Projekt wurde nach und nach ausgeweitet und es kam zu 80 Wohneinheiten, die dann Walter-Jürgen Ziemer (heute unser Leitender Diakonischer Mitarbeiter) in Betreuung übernahm. Entstanden aus dieser Arbeit ist die City-Station der Berliner Stadtmission in der Joachim-Friedrich-Straße 46. Mehr Infos zur City-Station hier
Lissy Kühl-Jeschke (nun in Rente) wohnte aus großer Verbundenheit heute in der Joachim-Friedrich-Straße 46. Was sie und andere Bewohner des Hauses freuen dürfte: Die Berliner Stadtmission hat nun dieses Haus, welches die City-Station, den City-Laden „Komm und sieh“ und mehrere Mieter beherbergt, komplett modernisiert und saniert.
Wiederherstellung des Dachgeschosses
Es ist etwas Besonderes, wenn etwas Zerstörtes wieder hergestellt wird. Es ist, als wenn etwas „gerade gerückt“ wird. Daher baute die Berliner Stadtmission das ursprüngliche Dachgeschoss wieder aus. Dafür wurden mehrere der Dachbalken abgetragen, die seit dem Zweiten Weltkrieg ihren Dienst taten.
Stadtmissionsmotto
Eine Modernisierung hat sicher viel mit einer Aktualisierung der Wohnstandards eines Hauses zu tun, aber für die Berliner Stadtmission ist es mehr. Das Gebäude sollte auch ein Ausdruck unserer Arbeit sein. Kann ein Gebäude etwas ausdrücken? Es kann!
An der Außenfassade steht zum Beispiel das weltweite Stadtmissions-Motto aus der Bibel. Aus Platzgründen wurde das Motto etwas verkürzt ausgedrückt wie folgt: „Suchet das Wohl der Stadt und betet für sie zu Gott“ (Jeremia 29,7).
Kunst am Bau
Auch von innen sollte grafisch deutlich werden, dass es sich um ein christliches Haus handelt. Der Berliner Grafiker Herbert Müller wurde gebeten, das Haus mit christlichen Motiven zu verschönern und zu verzieren.
Die Hausbewohner betreten einen ansprechend gestalteten Hausflur, in dem seit der Modernisierung ein Fahrstuhl mit Glasfenster in jedes Geschoss fährt. Gäste, die im Erdgeschoss in den Fahrstuhl einsteigen, blicken durch das Glasfenster auf ein kunstvoll gestaltetes Schild „Berliner Stadtmission“ inmitten eines kleinen Dschungels.
Auf den nächsten vier höheren Etagen erblicken die Fahrstuhlfahrer jeweils einen der vier Evangelisten: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes (hier links im Bild Mätthäus). Die Evangelisten werden so genannt, weil sie die Berichte von Jesus Christus und seiner guten Nachricht (Evangelium) nieder schrieben. Diese vier Berichte sind die ersten vier Bücher des Neuen Testamentes der Bibel.
Im Dachgeschoss thront die Taube als Symbol für den Heiligen Geist über allem. Gott behüte und segne dieses Haus!
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Kontakt
Berliner Stadtmission
Lehrter Str. 68
10557 Berlin
Tel.: 030-690 33-3
Mail: info [ät] berliner-stadtmission.de
Tageslosung
„Ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal.
“
1.Könige 19,18
„Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden.
“
Epheser 3,14-15



