Das Segnen der Kinder
Was ist eigentlich Segen? Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "mit dem Zeichen [Gottes] versehen". Gleich zu Anfang im Schöpfungsbericht in der Bibel steht, dass Gott den Menschen schuf und ihn segnete (1. Mose 1,28). Es ist ein Ausdruck des Wohlwollens und der sich verschenkenden und der vergebenden Liebe Gottes gegenüber den Menschen.
Von befragten Gottesdienstbesuchern geben 70% an, dass ihnen der Segen das wichtigste am Gottesdienst ist. Die Pfarrerin oder der Pfarrer - in manchen Regionen Deutschlands heißen sie Pastoren - breitet in der Regel seine Arme aus und segnet die Gemeinde. Er oder sie gibt den Segen Gottes durch die Gestik sichtbar weiter.
Zu der Zeit des Wirkens von Jesus Christus war es nicht üblich, Kindern besondere Beachtung zu schenken. Deswegen hat diese Begegnung seine Jünger zunächst besonders irritiert:
Jesus ist unterwegs und eine Kinderschar wird zu ihm gebracht. Die Jünger versuchten sie zu verscheuchen. Jesus widersprach und sagte, "Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich." Danach legte er ihnen die Hände auf und segnete sie. (Matthäus 19, 13-15)
Das ist doch nachahmenswert! Ein Ehrenamtlicher berichtet über seine Erfahrungen damit: "Meine Frau und ich haben unsere Kinder gesegnet, bevor sie das Haus verließen. Manchmal ist es im morgendlichen Trubel auch in Vergessenheit geraten. Dann haben die Kinder gesagt, `Papa,´ oder `Mama, du hast mich noch nicht gesegnet.´"
Keine Familie ist perfekt! Stellen Sie sich vor, in Ihrer Familie gab es am Tage Streit zwischen den Eltern und den Kindern - und die Eltern segnen trotzdem ihr Kind. Dies kann ein Auslöser für Gespräch und Versöhnung sein, denn das Kind versteht im Grundsatz: Meine Eltern und Gott meinen es gut mir mir.
Hier finden Sie eine Beispiel-Formulierung für einen Kindersegen:
"Jesus Christus segne und behüte dich, er gebe dir ein fröhliches Herz und tröste dich, wenn du traurig bist. Er lasse dich wachsen und mache dich zu dem Menschen, den er sich in dir gedacht hat. Amen."
Übrigens: Anders als beim Aberglauben bedeutet das Segnen nicht, dass dem Kind niemals etwas Böses widerfahren wird. Es bedeutet vielmehr, dass Gott für das Kind in allen Situationen präsent ist und Trost und Hilfe spenden wird - egal, was kommt.
Text: (c) 2008 S. C. Jaeckel-Engler, Foto: Wikimedia Commons, zeigt US-Präsident John F. Kennedy und Familie im August 1962
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Tageslosung
„Ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal.
“
1.Könige 19,18
„Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden.
“
Epheser 3,14-15


