Tagebucheintrag Januar/Februar

FSJler

Hallo liebe Interessierten,

noch haben wir nicht ganz so viel von unserer Bucketlist abgehackt, aber was nicht ist, kann ja noch werden! 
Auch wir FSJler:innen sind gut in das neue Jahr gestartet, obwohl unser Wasserdruck für kurze Zeit nicht existent war. Von dem Durcheinander auf den Straßen von Berlin haben wir von unserer WG aus aber zum Glück recht wenig mitgekriegt, weswegen wir Silvester entspannt mit Freunden und anderen FSJler:innen genießen konnten.
Genossen haben ein paar unserer Mitbewohner: innen auch den Tequila, der zwei Tage nach Jahresbeginn getrunken wurde und die so ihren Versuch eines Dry Januarys gleich wieder verworfen haben.

Mittlerweile hat sich die Seydlitz-WG zum Treffpunkt für andere FSJler:innen hochgearbeitet und wir bekommen regelmäßig Besuch von unseren Kollegen. Ob gemeinsames Chillen, spontane (oder nicht so spontane) Übernachtungen, Kochabende oder kleinere Partys, mindestens einmal die Woche werden Schuhe, T-Shirts, Zahnbürsten oder eben Kritzeleien an unserer Wand hinterlassen.

Ab und zu wird der ein oder andere dann doch auch in eine Bar, in Secondhandläden (die Kiezläden und der Textilhafen der Stadtmission sind dabei nur zu empfehlen!) oder zu irgendwelchen Foodspots mitgeschleppt.

FSJler

So kann es schon mal vorkommen, dass sieben FSJler:innen beim ersten Schneefall in Berlin an einem Corndogstand stehen, weil eine von ihnen sie alle dahin gezwungen hat und gemeinsam brainstormen, was jetzt dem einen Typen zurückgeschrieben werden soll. Später konnte man fünf FSJler:innen dabei beobachten kann, wie sie ihren ersten Schneemann namens Waldemar im Jahr bauen und sich freuen wie die Schnitzelkönig:innen (bei uns heißt das so!).

Dank unserer internationalen Mitbewohner feiern wir gemeinsam auch Feste aus den verschiedensten Ländern. Diesen Monat war Galette de Rois dran, der französische Dreikönigsbrauch. Mit ein bisschen Verspätung bereitete unsere allseits geliebte französische Mitbewohnerin also Kuchen mit Figürchen darin vor, lud ehemalige und derzeitige FSJler:innen und unsere Betreuer ein und wir kürten unsere König:innen für einen Tag. Danke an Mathilde an der Stelle!

FSJler

Im Januar war dann doch viel los. Zu sechst starteten wir dann in unseren ersten WG Urlaub nach Prag! Unsere Challenge war: Wie viel Chaos kann man in einem Airbnb mit wenig Budget und viel Langeweile anrichten? Die Antwort: Viel!

Natürlich haben wir die meiste Zeit in den Straßen, Läden, Straßenbahnen, Parks und Clubs von Prag verbracht und es nicht darauf angelegt, unser Airbnb unbewohnbar zu machen, aber der Cola-überschüttete Boden und eins der Betten waren nach unserem Aufenthalt nicht mehr dieselben (Bitte erkennt die Übertreibung hier, wir waren ganz brave Gäste)! Unser erster (von hoffentlich vielen) WG-Urlauben war sehr toll und Ulli hat sich total über seine neue Mütze gefreut!

 

Kältebus

Ansonsten waren wir auf verschiedenen Demonstrationen vor der Bundestagswahl, haben spontan eine Heißluftfriteuse mitgenommen und eine WG-Party gefeiert, um gebürtig in den Februar hinein uns aus dem Dry January hinaus zu feiern! Ein paar Sachen, besonders der Redekorken und die Redegurke sind noch in Erinnerung geblieben und werden für immer in unseren Herzen sein.

Nach wie vor befinden wir uns in der Kältehilfesaison und haben, besonders durch die Kälte- und Schneewelle in Berlin, einige neue Stories in petto, die wir in 10 Jahren immer noch als Funfact auf Feiern und in 60 Jahren unseren Enkelkindern erzählen können. Obdachlose haben oft richtig gute Musiktipps! Habt ihr schon mal von der Band Ruperts Kitchen Orchestra gehört? Wenn nicht, dann hört da mal rein!

Eine neue Aufgabe ist diesen Monat auch auf uns FSJler:innen zugekommen, besonders auf einen von uns, wir durften nämlich von Notübernachtung zu Notübernachtung gurken und Bettzeug transportieren (Man munkelt, es wurde erst zu der falschen Kopenhagener Straße gefahren, aber das ist alles nur ein Gerücht!).

FSJler

Ansonsten war der Februar der Monat des WG-Chillens, mit viel Spazieren gehen und neue Ecken und Food Spots in Berlin erkunden (hier gibt es wirklich zu viele tolle Sachen). Die Entspannung tat uns sehr gut, denn sonst hatten wir auf der Arbeit schon einiges zu tun. Gerade in der Zeit der Schulferien ist Haus Leo zum Beispiel eine Nummer für sich, weil sehr viele Ausflüge mit den Kindern unternommen werden. Das heißt eine Woche voller Bastelaktionen, Trampolinhallen, Museen, Kinobesuchen oder Judoturnieren, das kann schon anstrengend werden.

Zum Glück kam dann auch schon das Zwischenseminar, das viel Ruhe und Natur versprach! Eine Woche Fokus auf uns und unsere Zukunft inmitten der schönen Natur rund um die martas Gästehäuser Groß Väter See, Entspannung pur! (Ich sollte vielleicht meine Karriereplanung mal umdenken und ins Marketing gehen) Als gebürtige FSJ-Tradition musste natürlich auch eisgebadet werden. Also haben wir die recht dicke Eisplatte über dem Groß-Väter-See in Angriff genommen und ein Loch der Größe von 4 Menschen ausgehoben. Uli hatte einen Herzinfarkt nach dem anderen, als seine Schützlinge ins kalte Wasser „gesprungen“ sind. Wir haben es aber alle überlebt und konnten gemeinsam schön Halbzeit im FSJ feiern!

Gefeiert wurde auch Lauras Geburtstag, inklusive einer kleinen Verfolgungsjagd durch die U-Bahn bis hin zu ihrem Arbeitsplatz und einer kleinen süßen (sowie fruchtig-bitteren) Überraschung. Diese ist sicherlich gelungen! So ging unser Monat Februar mitsamt Feiern, Filmen, Wahlsendungen und Wahlen, sowie einer Badrenovation und neuen Waschmaschinen und das erste halbe Jahr FSJ zu Ende.

Mal sehen, was wir aus den nächsten Monaten zu berichten haben!