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Aktuelles

06.12.2017

Advent, Advent – ich hab keine Zeit eine Kerze anzuzünden!

Die meisten empfinden die Adventszeit als stressigste Zeit des Jahres, wo man zahlreiche Geschenke kaufen muss und von einer zur nächsten Advents-/Weihnachtsfeier läuft. Doch eigentlich ist die Bedeutung des Festes eine ganze andere. Warten statt Hasten. Freude statt Ärger.

weihnachtliche Krippe

Advent (lat. adventus) bezeichnet die Zeit der Ankunft. Wir als Christen gedenken an die Geburt Jesu zurück. Früher in einer anderen Weise als heute: Bis 1917 war die Adventszeit eine Fastenzeit, in der auch Tanz und aufwendige Feiern verboten waren. Heutzutage ist der Dezember eine Phase der Neubesinnung, um sich nach Gott auszurichten. Dazu muss man sich nicht Ruhe erzwingen, manchmal reicht es schon sich in ein paar Minuten des Alltagsstresses auf Gott zu besinnen und neu oder das erste Mal zu erkennen, dass Gottes Möglichkeiten weiterreichen als meine eigenen.

Eine Zeit des Wartens

Adventskerze

Hauptsächlich ist die Adventszeit aber eine Zeit des Wartens auf Jesu Geburt am 24. Dezember, was wir jedes Jahr groß feiern. Quasi die Geburtstagsfeier-Vorfreude. Um diese Warte-Zeit zu überbrücken, gibt es verschiedene Bräuche, die wir jedes Jahr ausführen:

In den meisten Familien findet man einen Adventskranz, wo die Zunahme der Lichter (der Kerzen) als Symbol für die steigende Erwartung der Geburt Jesu steht, da Jesus auch als „Licht der Welt“ bezeichnet wird. Dazu werden am häufigsten rote Kerzen benutzt, die die Liebe innerhalb der Familie, zu Jesu Christi und zu Gott widerspiegeln. Diese Lichter findet man jedoch nicht nur auf Adventskränzen, sondern in der dunklen Jahreszeit in jeder Stadt.

Adventsdeko an Tür

Den Adventskalender gibt es nun auch schon über 100 Jahre und dient als ein Mittel, um hauptsächlich Kindern die Vorweihnachtszeit und das „endlose Warten“ auf Heilig Abend zu verschönern. Für die älteren gibt’s dafür den Christstollen, der die Zeitversüßen soll. Um uns auf Weihnachten einzustimmen, besinnen wir uns immer wieder neu, arbeiten die Weihnachtsgeschichte noch mal nach und erleuchten unsere Zimmer, Wohnungen, Häuser und alles, was uns in die Finger kommt, mit Kerzen, Lichterketten und allem anderen, was man heutzutage bekommt. Außerdem suchen wir auf verschiedene Weisen Gemeinschaft zu leben. Mit Freunden, Familie oder mit ganz neuen Bekanntschaften, ob beim Plätzchen backen, Weihnachtslieder singen, dem Weihnachtsmarktbummel oder beim Geschenkekaufen. Niemand möchte in dieser Zeit gerne alleine sein und jeder versucht sein Umfeld so schön wie möglich zu gestalten.

Hoher Anspruch an uns selbst

Und den ein oder anderen Weihnachtsstress machen wir uns auch ein wenig selbst. Weil wir viele der Bräuche einfach selbst schön finden und einen Anspruch an uns selbst haben, wie die Adventszeit zu sein hat. Gott erhebt zumindest keinen Anspruch darauf, ob Plätzchen gebacken werden, der Braten noch größer ist als letztes Jahr, die Geschenke noch mehr sind und macht auch keine Strichliste, wie viel Weihnachtsfeiern wir besucht haben. Gott freut sich, wenn wir uns auf Jesus‘ Geburtstag freuen und uns hin und wieder von ihm unterbrechen lassen, wenn er uns etwas oder jemanden zeigen will.

Weihnachtsplätzchen

Wir wünschen als Berliner Stadtmission allen eine schöne und segensreiche Adventszeit und eine Begegnung mit Gott.