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Aktuelles

24.07.2017

Ein FSJ mit Gott

„Ich wollte während des FSJ etwas in einer Gemeinde machen – christliche Kinder- und Jugendarbeit hat mich sehr gereizt.“

Mit diesem Wunsch begann Jonas Wunder sein FSJ bei der Berliner Stadtmission vor ungefähr einem Jahr. Eine seiner Einsatzstellen, die er sich also bewusst ausgewählt hat, war die Junge Kirche Berlin Lichtenberg.  Aber Arbeit in einer Stadtmissionsgemeinde im FSJ? Klingt vielleicht eher öde und langweilig, wenn man hört, was andere Freiwillige in der Ambulanz für Wohnungslose oder in der Arbeit mit Flüchtlingen erleben. Doch was macht diese Arbeit genau aus? Gibt es auch spannende Bereiche zu entdecken?

Die gesamte Jugendgruppe.Die Jugend in der JKB.

 

„Ich arbeite in der JKB in verschiedenen Ressorts, wie zum Beispiel im Ordnungsdienst. Das heißt erst einmal ganz banal gesagt: Klo putzen, aufräumen und auf Sauberkeit achten.“ Im Gottesdienst übernimmt Jonas Dienste wie die Moderation, dazu kommt die Kinder- und Jugendarbeit. Das bedeutet Kinderbetreuung während des Gottesdienstes, einmal im Monat auch die Betreuung von Flüchtlingskindern und der wöchentliche Jugendkreis, bei dem Jonas (nicht ganz selbstverständlich) als Jugendleiter berufen wurde, ab und zu Thema macht und von Zeit zu Zeit kocht.

Jonas beim Essen gehen mit Freunden aus der JKB.

Doch, was ist jetzt das Besondere daran?

„Das Besondere ist das Verschmelzen zwischen Arbeit und Privatem. Weil man mit den Jugendlichen ja nicht nur während der Arbeitszeit befreundet ist, sondern sich ja auch mal privat trifft und etwas gemeinsam unternimmt. Diese coole Beziehung zwischen Jugendlichen und Mitarbeitern, das ist das Besondere. Man baut automatisch eine enge Beziehung zu den Jugendlichen aus, wenn man viel Kontakt mit ihnen hat.“

Doch das ist nicht immer nur einfach. Denn gerade deshalb muss man viel Zeit investieren, und in die Arbeit stecken, um dort gute Beziehungen entstehen zu lassen, meint Jonas. Schwierig ist für ihn darum die Frage „Wo ziehe ich meine Grenzen?“ „Das ist generell in diesem FSJ so eine Sache. Man muss sich genau überlegen, wo kann ich noch eine Aufgabe übernehmen, und wo sage ich stopp, das kann ich nicht mehr machen. Was gehört noch zu meinem Arbeitsgebiet, und was übersteigt meine Kapazitäten?“

Während des FSJ konnte Jonas unterschiedliche Projekte leiten und mitorganisieren, wie der Hilfsaktion "Weihnachten im Schuhkarton" oder beim Jugendnetzwerk "Youth United" mitarbeiten. Auch bei Freizeiten konnte er viele Kontakte herstellen und wertvolle Einblicke in die Gemeindestrukturen bekommen. Das Gussower Erlebniscamp, das GEC reloaded und die Jugendfreizeit waren für ihn Höhepunkte im FSJ.

Gott im FSJ

„In meiner alten Gemeinde hatte ich das Gefühl, dass ich im Glauben nicht mehr weiter komme. Deshalb wünschte ich mir eine neue Gemeinde, eine neue Stadt, neuen Wind. Ich wollte also in die Gemeindearbeit bei der Stadtmission. Und ich kann sagen, dass ich mich im Laufe des Jahres geistlich, aber auch persönlich weiterentwickelt habe. Nach der Abi-Flaute hat die JKB ein neues Glaubensfeuer in mir entfacht.“
Jonas hat so in der JKB eine geistliche Heimat gefunden, die für ihn ganz wichtig war in diesem Freiwilligenjahr. Er hat sich mit vielen Leuten über den Glauben unterhalten und so war auch Pastor Ben Sieber eine entscheidende Person.

Mit Pastor Ben Sieber.Mit Pastor Ben Sieber.


Doch auch sonst hat Jonas viele neue Freunde gefunden, die nicht nur geistlich bereichernd waren. So war er auch abseits der Arbeitszeit auf Geburtstagen eingeladen oder mit Leuten aus der JKB nach dem Gottesdienst in Bars unterwegs. Diese Freundschaften prägten sein FSJ und machten es ein Stück weit anders als andere.

Kleine Dinge, die wertvoll waren

Es gab bei Jonas nicht den einen Moment, der ganz speziell war. Stattdessen kann er insgesamt an eine Zeit zurück denken, in der er durch viele kleinere Dinge wertvolle Arbeit geleistet hat, und auch davon profitieren kann. „Wenn man sich zum Beispiel mit einzelnen aus der Jugendgruppe bis spät in die Nacht über wirklich persönliche Dinge unterhält, dann ist das sehr wertvoll und einfach ein gutes Gefühl da zu sein.“

Jonas in seiner Kleingruppe.Jonas in seiner Kleingruppe.


Gerne erinnert sich Jonas auch an die Anfangszeit, wo er sehr herzlich begrüßt und aufgenommen wurde. „Die Gemeinde wollte mir definitiv eine Heimat geben, und mich nicht als „billige Arbeitskraft“ sehen. Und dafür bin ich unglaublich dankbar!“

Jonas neben Pastor Ben Sieber in der JKB bei der Verabschiedung im Gottesdienst.

Jonas schaut gerne zurück: „Ich bin sehr froh, dass alles so gelaufen ist, wie es war. Ich konnte und kann mir wirklich nichts Besseres vorstellen. Für mich war es genau das Richtige im FSJ. Ich kann jedem weiterempfehlen ein FSJ in einer Gemeinde zu machen oder sich in einer Gemeinde zu engagieren, weil man viel fürs Leben und für den Glauben lernen kann. Sich selbst besser kennenlernen und seine Stärken und Begabungen einbringt.“

Jonas Wunder macht noch bis Ende August 2017 ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Berliner Stadtmission. Zu seinen Einsatzstellen gehört neben der Jungen Kirche Berlin Lichtenberg, auch das Direktorat und Veranstaltungsmanagment im Zentrum am Hauptbahnhof.

Mehr über das Freiwilligenjahr:

berliner-stadtmission.de/freiwilligenjahr