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Aktuelles

23.03.2017

Job-Navigation für Geflüchtete und Unternehmen

Die Jobnavigation für Geflüchtete.

„Suchet der Stadt Bestes.“ Das ist ein Teil des Leitwortes der Berliner Stadtmission. Zur Stadt Berlin gehören auch Flüchtlinge - 2015 waren es circa 70000, die aus Krisengebieten dieser Welt kamen. Sie sind, nach oftmals gefährlicher Flucht, hier in Deutschland angekommen und erst einmal in Sicherheit. Doch viele Herausforderungen liegen dann noch vor ihnen, wie das Erlernen der deutschen Sprache, das Finden einer Wohnung oder sich selbst den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Das ist vor allem für die Integration und das eigene Selbstwertgefühl wichtig, und viele der Geflüchteten sind hochmotiviert und möchten arbeiten.

Seit einiger Zeit gibt es bei der Berliner Stadtmission deswegen das Projekt „Job-Navigation“. Dabei werden Flüchtlinge individuell auf ihrem Weg in die Arbeitswelt oder eine Ausbildung tatkräftig unterstützt.

Die Jobnavigation für Geflüchtete.

Coaching bei der Arbeitssuche

Das Programm hat zwei Phasen á sechs Wochen, das Ziel ist am Ende der drei Monate ein Arbeits- oder Ausbildungsvertrag. Doch es gibt einige Grundvoraussetzungen, die der Teilnehmende mitbringen sollte. Zuerst ist es wichtig, dass derjenige gute Aussichten hat, längerfristig in Deutschland bleiben zu dürfen. Die Sprachkenntnisse müssen auf einem Mindestniveau sein und natürlich sind Einsatzfreude und Motivation unabdingbar.

Die Job-Navigatorinnen stellen dabei eine Mittlerfunktion zwischen Geflüchteten, Unternehmen, Behörden uvm. dar. Dabei wird Schritt für Schritt vorgegangen. Am Anfang werden die beruflichen Vorerfahrungen ergründet und eingeschätzt, denn: In vielen Herkunftsländern wie beispielsweise Syrien gibt es kein vergleichbares Ausbildungssystem. So werden die Kompetenzen individuell durch Erfragen und in der Praxis herausgefunden. Weiter werden Praktikumsplätze gesucht, Bewerbungsformalitäten geübt und besprochen, gesetzliche Regularien geklärt, ebenso wie das Verhalten im deutschen Arbeitsalltag. Individuelles Coaching steht dabei an oberster Stelle.

Unterstützung für die Betriebe

Doch auch die Praktikumsbetriebe und potenziellen späteren Arbeitgeber werden individuell und zielorientiert unterstützt. So gibt es interkulturelle Coachings für die Mitarbeiter, Unterstützung bei bürokratischen Hürden und Unterstützung bei der Stärkung einer „Willkommenskultur“ im Unternehmen. Mit Praktikumsbetrieben wird ein enger inhaltlicher Austausch betrieben. Potenzielle Arbeitgeber werden in Personalfragen rund um die Einstellung oder Ausbildung von Geflüchteten, Fördermöglichkeiten und -programme sowie die Auswirkungen der Arbeit mit Geflüchteten auf das eigene Unternehmen beraten. Die Job-Navigatorinnen stehen dafür gern zur Verfügung.

Das Logo zur Förderung der IHK Berlin.

Gefördert durch "Wirtschaft finanziert Bildung und Wissen"

Über die Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK Berlin) finanziert die Berliner Wirtschaft Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Die Job-Navigation wurde in der zweiten Förderperiode aus einer Vielzahl eingereichter Projektideen ausgewählt. 75 % der Gesamtkosten bis 2019 werden gefördert, die Berliner Stadtmission ergänzt die fehlenden 25 %, um ihren Anteil am Gelingen der Integration von geflüchteten Menschen in Berlin beizutragen.

Die Job-Navigation gibt beste Chancen für Geflüchtete, auch beruflich erfolgreich in Deutschland anzukommen.

Kontakt: jobnavigation(at)berliner-stadtmission.de