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Aktuelles

13.08.2020

Kaufhaus der Zukunft: Unsere Vintage-Mode am Hermannplatz

drei Models an einer Säule

Gebrauchte Klamotten in einem kommerziellen Warenhaus erwerben? Klingt schräg, ist es aber nicht: Auf der dritten Etage von Karstadt am Hermannplatz eröffnet am Mittwoch, 9. September, um 13.30 Uhr das „Kaufhaus der Zukunft“. Dieser auf Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz entstandene „Re-Use-Store“ will Konsum unmittelbar mit Umweltschutz und Abfallvermeidung verknüpfen: Dazu sind fair produzierte Upcycling-Teile aus Berlin im Angebot – darunter auch Vintage-Mode aus dem Textilhafen der Berliner Stadtmission. Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zu diesem Termin eingeladen. Staatssekretär Stefan Tidow wird dann bekannt geben, wer den Namenswettbewerb für den Pop-Up Store gewonnen hat.

Anschließend dürfen Interessierte täglich montags bis samstags immer von 10 bis 20 Uhr nach Herzenslust im Re-Use-Store einkaufen – und das bis Ende Februar 2021. „Die Berliner Stadtmission bietet mit dem ,Vintage 4 Charity‘ des Textilhafens beispielsweise Ballonseide-Jogginganzüge, Polyester-Kleider und Hemden im Hippie-Design“, erklärt Ana Lichtwer. Die Chefin des Textilhafens in der Storkower Straße sorgt mit ihrem Team dafür, dass jeden Monat riesige Berge an gespendeten Textilien von Berlinerinnen und Berlinern sortiert werden: Alles, was geeignet ist, wird in der Kleiderkammer der Berliner Stadtmission an Bedürftige verteilt. Der Rest landet unter anderem in den Secondhand-Läden des gemeinnützigen Vereins oder eben beim ,Vintage 4 Charity‘.   

Einkaufen im Kaufhaus der Zukunft

Die Berliner Stadtmission ist auch Mitglied im Verein „Re-Use Berlin e.V.“. Dieses Netzwerk ist ein Zusammenschluss bestehender Gebrauchtwarenhäuser. „Wir wollen Gebrauchtwaren wieder verwenden, dadurch Abfälle vermeiden und das Klima schützen“, sagt Ana Lichtwer, die auch Vorstandsvorsitzende der Initiative ist. Gestartet wurde „Re-Use Berlin“ 2018 von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Ziel ist es, das Wiederverwenden von gut erhaltenen Gebrauchtwaren für Berlinerinnen und Berliner attraktiv zu machen und mit „Re-Use Berlin“ eine wiedererkennbare Dachmarke zu entwickeln.

 

 

zwei Frauen im Kaufhaus

Im Vorfeld der Eröffnung des Kaufhauses der Zukunft wurden in zahlreichen Kiezen der Hauptstadt und auf unterschiedlichen Märkten Gebrauchtwaren gesammelt. Ana Lichtwer erklärt: „Sie wurden anschließend gewartet, gereinigt und repariert, um danach als individuelle Neuware verkauft zu werden. Neben festen Ausstellenden wie der Berliner Stadtmission werden im Kaufhaus der Zukunft regelmäßig wechselnde lokale Shops neue Artikel aus Gebrauchtwaren anbieten und Besuchende können sich auf Workshops, Vorträge und Diskussionen freuen“, verrät Ana Lichtwer.

Die Berliner Stadtmission versteht sich mit ihrem ,Textilhafen‘ und weiteren Projekten als Testfeld für ein neuartiges Konzept als UpcyclingLAB zur regionalen Kreislaufwirtschaft. Die Idee: Kleiderspenden sollen ganzheitlich integriert werden, um den Textilkreislauf zu schließen. Sortierung – Verkauf – Handwerk: Der Textilhafen ist dabei eine Ergänzung zu der Kleiderkammer und den Kiezläden der Berliner Stadtmission. Werden Textilien nicht mehr benötigt und weitergegeben, so wird damit in der Regel auch die Verantwortung dafür mitgegeben: Ziel ist es so, einen regionalen, textilen Kreislauf zu entwickeln.