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02.06.2022

Pfingsten - Fest gegen die Furcht

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ 2. Timotheus 1,7

Eine Freundin schrieb mir in einer Nachricht: „Ich warte wirklich auf Pfingsten, denn vielleicht erlebe ich dann ja wirklich etwas von diesem Heiligen Geist und fürchte mich dann etwas weniger…“

„…von diesem Heiligen Geist“, schreibt sie. Also eher distanziert als von etwas, das nicht recht zu fassen und nur schwer zu glauben ist. Dabei ist sie seit vielen Jahrzehnten gläubige und praktizierende Christin, geht fast jeden Sonntag in den Gottesdienst und redet leidenschaftlich gern über biblische Texte. Aber sie fürchtet sich. Vor Krankheit allgemein und Corona im Besonderen, vor Gewitter und Unglück in jeder Weise, und der Krieg in der Ukraine bringt sie völlig aus der Fassung – weil sie fürchtet, dass sie demnächst aus Deutschland und ihrem gewohnten Umfeld fliehen muss. Von „diesem Geist“ erhofft sie sich ganz persönlich, dass ihre ständige Furcht von ihr genommen wird.

Genau das wird verheißen in einem Brief aus dem Neuen Testament, der an einen Empfänger namens Timotheus geschrieben wurde. Der Autor des Briefes, ein geistlicher Lehrer und Mentor dieses jungen Mannes, ermutigt ihn mit den Worten: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Bemerkenswert dabei ist die Zeitform: „Gott hat gegeben“. Du musst nicht mehr warten. Du hast ihn schon.

Buch mit Titel "You are loved"

Der Mentor bezieht sich auf ein Ereignis, das ebenfalls im Neuen Testament, genauer in der Apostelgeschichte steht: Die Jünger Jesu saßen beieinander in einem Raum, sie beteten und warteten auf ein Zeichen, das ihnen ihren zukünftigen Auftrag offenbaren sollte. Jesus war fort, „aufgefahren in den Himmel“ und sie waren allein. Und vermutlich auch ein bisschen furchtsam. Und da geschah es, dass der lebensschaffende und alles durchdringende Geist Gottes sie erfüllte und sie einander und alle anderen plötzlich wirklich verstehen konnten. Sie fühlten sich zuinnerst verbunden mit allen Menschen und der ganzen Schöpfung, redeten frei und offen und fürchteten sich nicht mehr. Das ist „Pfingsten“, 50 Tage nach Ostern, eine weltumspannende Offenbarung der bleibenden Gegenwart Gottes und der Liebe Jesu Christi.

Aber meine Freundin fürchtet sich trotzdem noch. Und ich auch manchmal. Manchmal hilft es dann, das eigene Herz weit zu öffnen, die Angst anzunehmen und um diesen Geist zu bitten, der uns doch schon gegeben ist. Darum zu bitten, dass wir es glauben, spüren und erleben, wenigstens immer wieder: Dass uns nichts und niemand von Gott und der Liebe Seines Sohnes trennen kann, keine Krankheit, kein Krieg, keine Macht dieser oder irgendeiner anderen Welt. Denn Gott hat sich mit uns verbunden in Seinem Geist. Amen.

Stadtmissionarin
Katharina Schridde