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Aktuelles

12.12.2018

„Social Inclusion Games“ sollen 2020 nach Berlin geholt werden

Sehen, beurteilen, verurteilen, einordnen, ausgrenzen. Schubladendenken, Vorurteile und Diskriminierung anhand von äußeren Merkmalen, Verhaltensweisen, Einstellungen, Lebensentwürfen und Zugehörigkeiten haben Gesellschaften und das Miteinander stets geprägt und sind immer noch allgegenwärtig. Sozialer Ausgrenzung und Marginalisierung begegnen wir tagtäglich, sei es der Wohnungslose, der bei Minusgraden auf offener Straße nächtigt, oder der junge Mann, welchem der Ruf des „Ex-Knastis“ stets drei Schritte vorauseilt. Sie sind nur zwei Beispiele für Menschen, denen der Zugang zu gesellschaftlicher, kultureller, politischer und sozialer Teilhabe oftmals verwehrt bleibt, welche an gesellschaftlich konstruierten Hürden scheitern und mit Ablehnung konfrontiert werden.

Die „Social Inclusion Games“, welche bereits 2018 in Enschede, Niederlande, stattfanden, wollen genau auf dieses Thema aufmerksam machen und ein Zeichen für soziale Teilhabe und gegen Ausgrenzung setzen. Dazu sind Betroffene aus ganz Europa eingeladen, welche selbst soziale Exklusion erfahren haben oder immer noch täglich erleben, um ihnen die Möglichkeit zu bieten durch Sport ihre Potenziale kennenlernen, entfalten und nutzen zu können. Ganz unabhängig von Wohnungslosigkeit, Suchterkrankungen, seelischen Behinderungen oder anderen Themen. Somit verstehen sich die „Social Inclusion Games“ praktisch als alternative Olympiade, welche Menschen über eine Woche hinweg in vielerlei verschiedenen Disziplinen antreten lässt und eben jenen dadurch den Zugang zu Sport, Reisen und internationalen Begegnungen, sowie bleibenden Freundschaften ermöglicht. Dabei wird Toleranz, Teamgeist und Fair Play großgeschrieben und gelebt.

Mitglieder der Gründung

Nun sollen die „Social Inclusion Games“ 2020 nach Berlin kommen. Um dies realisieren zu können, haben sich am vergangenen Donnerstag, dem 6. Dezember, sieben gemeinnützige Träger Berlins getroffen, um den Verein „Social Inclusion Berlin e.V.“ zu gründen, welcher sich dann um die konkrete Planung, Vorbereitung und Durchführung der Spiele kümmern wird, beispielsweise auch dem Einstellen von Personal und dem Einwerben von finanziellen Mitteln. Unter den Gründungsmitgliedern befinden sich der Verein der Berliner Stadtmission, die Bürgerhilfe, die GEBEWO, der Internationale Bund, die Neue Chance, der Sozialdienst Katholischer Männer, sowie das Unionhilfswerk.

Auch ein Treffen mit dem regierenden Bürgermeister Michael Müller ging dem Unterfangen voraus, so dass eine Unterstützung von Seiten der Berliner Landespolitik bereits zugesichert wurde.

                                                                                                                                                                      Lissy Kraft