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Aktuelles

02.08.2017

Sommerfest im Seniorenzentrum Bestensee

Als am 14. Juli die Blicke der Mitarbeiter des Seniorenzentrums Bestensee der Berliner Stadtmission gen Himmel schweiften, war die Hoffnung auf schönes Wetter groß. Nicht das erste Mal hätte ein Fest "feucht-fröhlich" mit Umzug in die geschützten Räume seinen Fortgang gefunden. Doch dieses Mal war es anders - nämlich ideal. Die Kaffeetafeln waren im Innenhof liebevoll gedeckt worden und empfingen die Bewohner mit Luftballons in Herzform und von den Bewohnern gebasteltem Tischschmuck.

Nun war ja dieses Sommerfest nicht nur Fest, sondern auch ein Tag der offenen Tür für interessierte Bürger. Jedes Mal wird dieses Ereignis gern genutzt, um sich über Details im und um das Heim zu  informieren. Dazu stand das fach- und sachkundige Personal gern zur Verfügung. Als die Bewohner durch die Mitarbeiter des Zentrums als auch zahlreichen ehrenamtlichen Helfer ihren Platz gefunden hatten und die Leiterin des Heimes, Frau Albrecht, das Fest mit warmen Worten eröffnet hatte, sangen die Anwesenden gemeinsam das schöne Lied "Geh aus, mein Herz, und suche Freud..."

Seniorin mit Kakadu

Wer kennt dieses Lied von Paul Gerhardt nicht, war er doch tief mit unserer Gegend verwurzelt. Oft wird auch an sein Wirken erinnert. Anschließend folgte eine kurze Andacht vom leitenden Mitarbeiter Jörg Friedl von der Berliner Stadtmission mit abschließenden Gebet.

Danach konnten sich die Bewohner und die Gäste den lukullischen Genüssen hingeben. Inzwischen entledigten sich die ersten Bewohner ihrer Strickjacken, denn die Sonne lachte mit voller Kraft und versprach bis zum Ende durchzuhalten. Der durch das Küchenteam selbst gebackene Kuchen und der exzellent zubereitete Kaffee mundeten vorzüglich und es wurde, begleitet von beschwingter Musik, kräftig zugegriffen.

So gestärkt wurde mit Spannung einem kulturellen Höhepunkt entgegengesehen. Zur Verblüffung aller Anwesenden wurde dieser durch vier "Herren", nämlich Rocco, Pascha, Cäsar und Coco bestens gestaltet. Die vier waren keine Menschen - nein, es waren Kakadus, deren Alter sich zwischen 2, 4 und 40 Jahren bewegte.

Zwei Kakadus machen Kunststücke

Mit ihren einstudierten Kunststücken erfreuten sie die Herzen der Zuschauer. Kaum zu glauben, dass die imposanten, exotischen Vögel, z. T. von den Philippinen stammend, sich auf Minirollschuhen, Skatebrettern, Rollern und sogar im kleinen LKW fortbewegten. All diese Kunststücke waren liebevoll einstudiert und man sah, dass dies den Tieren selbst ganz viel Freude bereitete. Von befürchtetem Zwang keine Spur, im Gegenteil, sie hätten gern noch die eine oder andere Zugabe geben können und wollen.

Ziel war es aber, dass die Bewohner die Tiere auch einmal hautnah erleben sollten, indem sie diese streicheln und anfassen durften. Viele ließen sich die - mit hübschen Schöpfen ausgestatteten - Tiere auf die Schulter setzten und ein Erinnerungsfoto machen. Das fand großen Anklang und rundete die Darbietung ab. Zwischendurch wurden Erfrischungsgetränke gereicht, wobei die Unterhaltung nicht zu kurz kam. Von vielen Bewohnern waren auch Angehörige anwesend, die den Besuch bei ihren Lieben einmal aus einer anderen Perspektive erleben durften.

Düfte aus der Küche

Es dauerte nicht lange, da waberten verführerische Düfte über das Gelände. Der Grill für die Bratwurst zum Abendbrot lief bereits auf Hochtouren und der schon mit dem Kaffeetrinken verwöhnte Magen meldete Interesse an. So sollte es ja auch sein. Das Küchenteam hatte wieder sein Bestes gegeben - aber wann tut es das nicht?! Selbst gemachter Kartoffelsalat, selbst gebackenes Brot mit Kräuterbutter und die dazu gereichte Bowle ließen die Herzen höher schlagen und waren einfach Genuss pur. Hier sei dem aktiven und liebevollen Tun von Frau Prosch und ihren Damen einmal ein ganz besonderes Lob auszusprechen. So gestärkt waren die Bewohner selig und lehnten sich zufrieden zurück.

Zwei Kakadus

Langsam ging das Sommerfest seinem Ende entgegen. Frau Albrecht dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und vergaß dabei auch die ehrenamtlichen Helfer nicht.  Nach und nach erreichten die Bewohnerinnen und Bewohner dann wieder ihre Stübchen. Ihre Gedanken kreisten bestimmt noch lange um den schönen, gelungenen Nachmittag. Jeder freut sich bereits heute auf einen neuerlichen Höhepunkt. So erwartet die Bewohner neben einem Tanzkaffee und diversen kleineren Höhepunkten bald das Herbstfest. Man mag es kaum glauben. Das Jahr schreitet mit Riesenschritten voran. Dennoch genießen wir jetzt erst einmal das satte Grün, die blühenden Pflanzen und die fröhlich zwitschernden gefiederten Freunde. Der Herbst kann und muss noch warten - denn - "Geh aus, mein Herz, und suche Freud' in dieser lieben Sommerzeit."

Für das Seniorenzentrum Bestensee

Brigitte Kuba
Schriftführerin des Bewohnerschaftsrates