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Gemeinde Britz

Wort zum Monatsspruch

Zum Monatsspruch Dezember 2012

Liebe Gemeinde,
Bewegung!. Bewegung ist ein Kennzeichen des christlichen Glaubens. Genau genommen eine doppelte Bewegung: Gott auf dem Weg zu uns und gleichzeitig zieht er uns zu sich. Wir werden auf Gott zu bewegt. Die ganze Erde, alle Menschen.
Bewegung! Ein Kennzeichen auch der Advents- und Weihnachtszeit. Meist empfunden als hektische, unangenehme Bewegung. Weil so viel zu erledigen ist. Weil an so vieles gedacht werden muss, bis, ja bis es endlich Weihnachten ist.
Bewegung! Vielleicht erscheint uns diese Bewegung in der Weihnachtszeit so hektisch und unangenehm, weil es eine – unbewusste – Bewegung weg von Gott ist? Vielleicht bewegen wir uns in eine Richtung, die dem Ziel entgegengesetzt erscheint: in das Licht des Konsums anstatt in das Licht von Bethlehem?
Der Monatsspruch beschreibt diese doppelte Bewegung, die unser Leben kennzeichnet und kennzeichnen soll. Jesus Christus, unser Licht und das der Welt, wird kommen. Unweigerlich. Auf jeden Fall. Er ist bereits unterwegs.
Lassen wir uns in seine Bewegung zu ihm hin hineinziehen? Sind wir in Bewegung auf ihn zu? Durch den Glauben? Durch das Leben in der Gemeinde? Durch die Diakonie im Alltag?
„Mache dich auf und werde licht“ meint: lass es hell werden in deinem dunklen Leben durch die Sonne Jesus Christus, den Sohn Gottes.
Wenn er in Ihrem Herzen geboren wird, dann wird es Weihnachten, ganz persönlich bei Ihnen. Dann geht der Stern über Bethlehem in Ihrem Leben auf.
In Christus verbunden wünschen ich Ihnen allen ein bewegtes Weihnachtsfest, an dem Sie erleben, wie das Licht Jesu sich auf Sie zu bewegt und Sie hinein genommen werden in die Bewegung auf ihn zu.
Herzliche Grüße auch für ein gesegnetes Neues Jahr 2013

W. Fingerhut.

Zum Monatsspruch im November 2012

Liebe Gemeinde,

eine erstaunliche, ja erschütternde Aussage: wir sind der Tempel des lebendigen Gottes. Gott, nichts anderes wird damit gesagt, nimmt in uns Wohnung. Lebt damit in jedem Menschen etwas Göttliches? Der Zusammenhang macht deutlich: durch Taufe und Glaube zieht Gott durch seinen Heiligen Geist in uns ein. Er nimmt Wohnung in uns. Er sucht uns heim. Gott sucht ein zu Hause bei uns.
Damit wird deutlich, dass nicht grundsätzlich in jedem Menschen etwas Göttliches wohnt, sondern erst durch den Glauben an Jesus Christus der Mensch wieder in seine ursprüngliche Bestimmung zurückgeführt wird: ein von Gott geschaffenes und zum ewigen Leben bestimmtes Wesen zu sein.
So werden wir zu einem lebendigen Haus Gottes. Das ist eine hohe Auszeichnung und Würdigung unseres Menschseins. Das gibt uns Freude und Hoffnung und die Gewissheit, nie alleine im Leben zu sein.
Besonders für die nun anbrechenden trüben und von der Stimmung her traurigen Novembertage bedeutet diese Zusage einen tiefen Trost. In aller Einsamkeit und Stille, in allem Bedenken der Begrenztheit des eigenen Lebens, dürfen wir mutig glauben, dass Gott uns nahe ist, ja in uns wohnt.
Das bedeutet aber auch, dass er im Sterben bei uns ist. Wenn kein Mensch uns mehr erreichen kann mit seinen Worten, dann sind wir in allem Abschiednehmen und aller Todesangst getragen und geliebt und umgeben von Gott.
Ich wünsche Ihnen für diese Novemberzeit, dass Sie mit Ihrem Gott viele tröstende und getroste Gottesdienste feiern, denn Sie sind der Tempel Gottes.
In Christus verbunden grüßt Sie herzlich Ihr

W. Fingerhut.

Zum Monatsspruch September 2012

Liebe Gemeinde,
eine Erfahrung unter der jeder Mensch, auch der frömmste, leiden kann: Gott scheint weit weg, ganz fern zu sein.
Fern von unserem Leben, unseren Nöten und Problemen. Fern vom Weltgeschehen, das von einer Katastrophe zur nächsten stürzt.
Wo bleibt Gott? Wo bleibt er mit seiner Hilfe, mit seinem Trost?
Nicht nur wir Menschen werfen diese Frage auf. Gott selbst stellt sie: "Bin ich nicht auch ein Gott, der ferne ist?"
Wir begegnen in dieser und anderen Aussagen über die Ferne oder Abwesenheit Gottes (z.B. Jesaja 45, 15; Matthäus 27, 46) einem tiefen Geheimnis der Offenbarung Gottes. Dieses Geheimnis können wir nicht lüften, nicht verstehen. Nur hören, wahrnehmen, aushalten und anbeten: Gott zeigt und offenbart sich nur in Jesus Christus von seiner gnädigen und somit begreifbaren Seite. Sonst bleibt er für uns Menschen fern und unverständlich, unnahbar und unbegreiflich.
Diese Aussage meint keine christliche Überheblichkeit, sondern ist eine Aussage der Bibel selber.
Gott bleibt der Heilige, der Unnahbare und Unbegreifliche, der ferne Gott im Dunkeln ohne den Zugang durch Jesus Christus. Das ist nicht nur ein menschliches Gefühl oder eine von Not und Elend getrübte Glaubenssicht. Gott selbst hält sich zurück. Nur in Christus gibt er sich ganz, so wie er wirklich ist.
Deshalb sind wir in allen unseren Glaubensfragen, Erkenntnisbemühungen und persönlichen Erfahrungen an ihn allein gewiesen (Kolosser 2, 2+3). An ihm vorbei stochern wir im Nebel der Erkenntnis und müssen die Klage des fernen und unnahbaren Gottes anstimmen.
Deshalb führt Jesus Christus aus der Gottesferne in die Gemeinschaft mit ihm. An seiner Seite gewinnen wir Trost und Kraft für die Zeiten, in denen uns Gott fern erscheint.
In Christus verbunden grüßt Sie Ihr
Wilhelm Fingerhut

Zum Monatsspruch August 2012

Liebe Gemeinde,
was für ein wunderbarer Trost! Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind.
Doch wie schmerzhaft ist ein zerbrochenes Herz! Durch welch schwere und leidvolle Wege muss ein Mensch erst gehen, dass es so weit kommt. In manchem Märchen heißt es, sie starb an gebrochenem Herzen. Ja, das gibt es wirklich, auch medizinisch, dass ein Mensch so schweres Leiden erfährt, dass sein Herz bricht.
Doch bevor unser Herz bricht vor Kummer, Schmerz und Leiden, bricht zuerst das Herz Gottes. Ja, Gott er- und durchleidet diese Schmerzen an seinem Herzen, weil er mit uns empfindet. Weil er unser Elend sieht, wie sehr wir uns das Leben selber schwer machen, unter der zerstörenden Macht der Sünde leiden und wir uns zieren und wehren, bis wir uns seinen Trost gefallen lassen. Bis wir mit unserem zerbrochenen Herzen zu ihm kommen und uns seine Heilung gefallen lassen.
Trost, das Wort hängt zusammen mit Treue. Gott bleibt uns treu auf unseren Wegen durch Unglauben, Leid, Schmerz, Verlusten. Bis wir uns von ihm trösten lassen, seine Treue wahrnehmen und dankbar dafür werden.
Gottes zerbrochenes Herz wird sichtbar am Kreuz. Jesus Christus zeigt uns Gottes Herz, das für uns schlägt.
Gottes Trost in Jesus, dem Gekreuzigten, wirkt in uns die Treue ihm gegenüber. So dass wir, auch wenn wir schwere und notvolle Wege in der scheinbaren Gottesferne zu durchleiden haben, einstimmen können in die Liedstrophe: „Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß“
Vom Gekreuzigten getröstet, werden wir bereit ihn selbst aufzunehmen mit offenen Armen und Herzen.
In Christus verbunden grüßt Sie
Ihr Wilhelm Fingerhut

Zum Monatsspruch im Juni 2012

Liebe Gemeinde,
was bin ich? Eine der wichtigsten und grundlegenden Fragen für ein Menschenleben. Was ist der Sinn meines Lebens? Worauf bin ich mit meiner Persönlichkeit gegründet? Wie fest ist das Fundament, auf dem mein Leben ruht?
Der Apostel Paulus wurde von den Christen der Gemeinde in Korinth nicht anerkannt. Er wurde gemobt, in Frage gestellt, belächelt, ihm wurde der Boden unter den Füßen weggezogen.
Woran hat er sich in dieser kritischen Lage gehalten? Er gründete sein Leben auf die Zusage Gottes, die er in Jesus Christus erhalten hatte. Er wusste sich bei ihm anerkannt und von ihm gehalten. Alle Benachteiligungen und Verunsicherungen, die er im Leben erfuhr, bewältigte er aus dieser Zusage: Ich bin dir gnädig.
In dieser Zusage liegt das "Ja" Gottes zu einem Menschenleben: seine Wertung über uns steht in Jesus Christus fest: angenommen, unwiderruflich!
ER vergibt Sünde und Schuld nach seiner Liebe. Das ist das unerschütterliche Fundament des Lebens.
In allen Verunsicherungen und Ablehnungen, die wir erfahren, können wir uns auf diese Zusage verlassen. Sie schützt uns im Wettkampf des Lebens, in dem wir unablässig Bewertungen ausgesetzt sind: in der Schule, der Ausbildung, in Beziehungen. Diese Bewertungen erfreuen und ermutigen uns, wenn sie positiv ausfallen. Aber wenn sie negativ sind, untergraben sie unser Selbstbewusstsein und das Fundament unseres Lebens bröckelt. Solche Erfahrungen bleiben niemandem erspart.
Deshalb sind Taufe und Glaube so wichtig, weil wir in ihnen die Zusage Gottes handfest und spürbar erfahren. Da ist einer, Jesus Christus, der uns trägt, der in guten und in schweren Lebensphasen an unserer Seite bleibt und seine Gnade nie zurückziehen wird.
In Christus verbunden grüßt Sie
Ihr Wilhelm Fingerhut

Zum Monatsspruch im Mai 2012

Liebe Gemeinde,

passend zum Wonnemonat Mai wird uns die fröhliche Freiheit der Christen neu bewusst gemacht. Wir dürfen und sollen Gottes gute Gaben genießen. Alles, was er geschaffen hat, empfangen und genießen wir mit Dankbarkeit. Dankbarkeit meint dann, wir beten den Geber, den Schöpfer an und nicht die Gaben.
Damit werden wir befreit von kleinlichem oder ängstlichem Denken im Umgang mit Gottes guten Schöpfungsgaben. Jesus hat zum Beispiel alle Speisen für rein erklärt. Rein in dem Sinne, dass der Genuss keiner Speise unser Gottesverhältnis trüben, stören oder verbessern kann (Markus 7, 19).
Das Entscheidende liegt also in der Ausrichtung unserer Lebensgestaltung: Wen beten wir an? Wem sind wir dankbar? An wen glauben wir?
Damit verlieren die zweitrangigen Fragen nach dem wie und womit gleichzeitig ihre Macht über uns. Bleiben wir bei den vorletzten Fragen stehen, dann bekommen die Dinge an sich zu große Bedeutung. Unsicherheit und Angst machen sich wieder breit. Ja, die Gaben geraten in die Gefahr zum Götzen zu werden.
Das meint, sie fangen an unser Denken, unsere Zeit, unsere Entscheidungen und unser Lebensgefühl zu bestimmen. Empfangen wir die Gaben hingegen in der Dankbarkeit vor Gott, können wir einen kritischen Abstand ihnen gegenüber wahren. Bis dahin, dass wir auch auf sie verzichten können. Wir sind frei im Umgang mit ihnen. Wenn uns bestimmte Dinge mal fehlen, werden wir nicht unzufrieden oder grantig.
Wir können uns durch die Dankbarkeit Gott gegenüber in Zeiten des Mangels und des Wohlergehens in der Für- und Vorsorge Gottes geborgen wissen.

In Christus verbunden grüßt Sie
Ihr Wilhelm Fingerhut

 

Zum Monatsspruch April 2012

Liebe Gemeinde,

die Verbreitung der guten Nachricht von Gottes Liebe stellt den Herzschlag der Gemeinde dar. Ist der Herzschlag in Ordnung, dann ist der Organismus gut durchblutet und gesund. Dieses Bild aus der Medizin lässt sich gut übertragen auf die Situation der Gemeinde.
Hat die Gemeinde Herzrhythmusstörungen? Hat unsere Gemeinde Herzrhythmusstörungen? Die Passionszeit bietet uns Gelegenheit in der Stille zu überdenken, ob wir noch am Pulsschlag Jesu sind.
Wir tragen Jesu Auftrag sogar im Namen: Stadtmission. Hinzukommt, dass wir in Berlin gar nicht mehr in die Welt zu gehen brauchen, weil die Welt zu uns kommt. Ja, ausländische Gemeinden werden in ihren Gottesdiensten zahlreicher besucht als die in unseren Kirchen. Und: ausländische Missionare kommen hier her, um genau diesen Auftrag Jesu unter uns auszuführen.
Hat sich damit unser Auftrag erledigt? Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gemeinde für die Zukunft besteht darin, über unsere Mission nachzudenken und zu prüfen, ob wir noch dafür unterwegs sind.
Eine gute Gelegenheit bieten dazu auch die anstehenden Männerkreis- und Frauenfreizeiten im April und Juni. Melden Sie sich an und nehmen Sie diese Möglichkeiten wahr, über den Glauben und seine Auswirkungen ins Gespräch zu kommen.
Die Sendung Gottes richtet sich an alle Menschen, ohne Ausnahme: die Nahen und die Fernen. Deshalb sind wir als Christen an diesen Auftrag Jesu gebunden, so lange wie es Kirche geben wird.
Kommt, sagt es allen weiter: der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Wer von Ostern her kommt, kann nicht schweigen. Gott selber lädt uns ein.
In Christus verbunden grüßt Sie
Ihr Wilhelm Fingerhut

Zum Monatsspruch März 2012

Liebe Gemeinde,

die Bedeutung von Lösegeld ist uns allen nur allzu deutlich. In einer Welt, in der Geiselnahmen scheinbar an der Tagesordnung sind, hören wir öfters davon, dass ein Lösegeld gezahlt worden ist, um Menschen frei zu bekommen.
Wir sind demnach Gott gegenüber von Grund auf nicht frei. Wir gehören jemandem anderen, der uns gefangen genommen und vom Leben mit Gott hinweg geführt hat: die Macht der Sünde, der Böse, unser eigener unfreier Wille, der uns dazu verführt, mit Gott nichts zu tun haben zu wollen.
Deshalb brauchen wir eine Befreiung, einen Befreier. Einen, der Lösegeld bezahlt, damit wir losgelöst werden vom Zwang zum Bösen. Vom Zwang gegen Gott und das Leben sein zu müssen. Denn so stark ist die Macht der Sünde, dass sie uns dazu zwingt das zu tun, was wir nicht wollen.
Dieses Lösegeld ist das Leben von Jesus Christus. Er setzt sich für uns bis zum Tod am Kreuz ein, um uns zu befreien. Dazu zu befreien, dass wir wieder fröhlich und spontan den Willen Gottes tun können und wollen.
Die Wirkung seins Leidens und Sterbens am Kreuz ist die, dass wir wieder in die Gemeinschaft mit Gott gebracht werden. Dass wir freie Menschen sind und bleiben in Ewigkeit.
Deshalb hat die Sünde, das Böse keinen Anspruch mehr auf unser Leben. Wir haben den Besitzer gewechselt, wir sind nun in der Hand dessen, der es gut mit uns meint und der uns bis ans Ziel der endgültigen Erlösung bringen wird.
Wenn wir in den kommenden Tagen und Wochen das Leiden und Sterben Jesu bedenken, dann führt uns der Weg Jesu zum Kreuz auf den eigenen Lebensweg: es werden Schritte der Befreiung, Schritte zum Aufatmen unter der Gewissheit: wir sind freigekauft. Keine Macht und kein Mensch kann und darf uns mehr fremd bestimmen und von Gottes Liebe trennen.
In Christus verbunden Ihr
Wilhelm Fingerhut

Zum Monatsspruch Februar 2012

Liebe Gemeinde,

Geradezu Schwindel erregend spricht der Apostel Paulus von der christlichen Freiheit.

Wie reagieren Sie, wenn Sie hören: Alles ist erlaubt? Rufen Sie da nicht gleich: „Halt, aber so geht das nicht!“? Und: Stimmt das denn überhaupt: Ist alles erlaubt im christlichen Glauben? Um eine Antwort zu finden, muss der Zusammenhang beachtet werden.

Es geht um christliche Lebensführung: Feiertage beachten, essen und trinken, Gottesdienst, Umgang miteinander.

In allen diesen Dingen wird uns durch den Glauben an Christus eine große persönliche Freiheit gegeben in dem Sinne, dass uns bestimmte Verhaltensweisen und Lebensformen nicht mehr von Gott trennen oder wir seine Gunst erwirken könnten. Jeder ist in seinem Gewissen Gott gegenüber selbst verantwortlich.

Einzige Grenze dieses Lebens in Freiheit ist und bleibt die Christin und der Christ neben mir. Den Mitmenschen gilt es zu achten. Ihn durch meine Lebensweise nicht zu verunsichern oder zu entmutigen im Glauben.

Deshalb besteht der Clou des Lebens in christlicher Freiheit darin, zuerst dem Nächsten zu dienen, das zu suchen, was ihn auferbaut und unterstützt und dann erst an sich selbst zu denken.

Das hilft, die eigene Lebensweise zu überprüfen und in angemessenen Bahnen zu halten. Insofern darf „Alles ist erlaubt“ nicht falsch verstanden werden als wäre es ein Freifahrtschein für egoistisches Benehmen, auch wenn es noch so christlich und fromm daher kommt.

Geradezu genial zusammengefasst wird das von Martin Luther in dem ersten Satz seiner Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Leben in christlicher Freiheit eröffnet so ein lebenslanges Übungsfeld.

In Christus verbunden Ihr

Wilhelm Fingerhut

 

Zur Jahreslosung und zum Monatsspruch Januar 2012

Liebe Gemeinde,

Zusage und Antwort, Zuspruch und Anspruch begegnen uns in den beiden Bibelsprüchen zu Beginn des neuen Jahres.
Wie wohltuend für uns, gleich zu Beginn des langen und unübersehbaren Wege durch das Jahr 2012 zu hören: Jesus Christus wirkt in uns schwachen Menschen. ER wird uns mit all dem versorgen, was wir zum Leben und Sterben brauchen.
Auf diese Zusage antworten wir gerne: Ja, Herr, deinen Weg wollen wir in Treue zu dir gerne gehen. Denn Du wirst uns dazu befähigen.
Wenn wir allerdings ehrlich uns selbst gegenüber bleiben, dann werden wir feststellen: wer ist schon gerne schwach und gibt das auch noch zu vor anderen? Es muss uns schon gewaltiges in die Knie zwingen, bis wir einmal zugeben, dass wir unser Leben nicht aus eigener Kraft meistern können. Dass wir Gottes Kraft brauchen.
Und dann noch Gottes Wege gehen? Üben wir  uns nicht Tag für Tag darin ein "Ich" zu rufen? Unsere eigenen Wege zu behaupten und zu gehen? Gott treu nachzufolgen, sind wir das überhaupt noch gewohnt? Spricht unser persönliches Leben und das unserer Gemeinde nicht eine ganz andere Sprache?
Die Schwachheit, die hier angesprochen wird, bezieht sich auf die Einsicht, dass wir in geistlicher Hinsicht nichts aus unserer natürlichen Kraft als Menschen heraus bewegen oder erreichen können. Das gilt es nicht nur zu Beginn eines neuen Jahres einzusehen, sondern dass ist die christliche Grundhaltung überhaupt. Wenn wir uns darin einüben, dann wird es uns auch geschenkt werden, dass wir Gottes Wege neu in den Blick bekommen und einwilligen sie gehen zu wollen, persönlich und als Gemeinde.
Vor uns liegt also ein Jahr der Übung, der Einübung zuzugeben, dass wir ganz und gar abhängig sind von Gottes Wirken in unserer Mitte. Nur er kann uns bewegen, seine Wege zu suchen und zu gehen, mit fröhlichem Herzen.
Ein gesegnetes neues Jahr wünscht Ihnen Ihr

Wilhelm Fingerhut