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Carolin Reifenberg

Carolin Reifenberg
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Henriette von Wulffen

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Stabsstelle Ehrenamt
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Annja Weinberger

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Ehrenamt

Erfahrungsberichte

Ein Bericht der Jugend im Johanniterorden

Menschengewimmel, Stimmengewirr, Koffer-rollen, der Geruch von fettigem Essen – Der Berliner Hauptbahnhof ist ein Ort der Unruhe. Seit dem Jahre 2006 fahren von diesem gläsernen Palast der Mobilität im Minutentakt Züge auf drei Ebenen zu allen Zentren Deutschlands und Europas. In Sichtweite des gigantischen Bahnhofsgebäudes liegt die ruhige Lehrter Straße, in der sich die Berliner Stadtmission befindet. Ab Einbruch der Dämmerung strömen Menschen aus allen Himmelsrichtungen zu dem hell erleuchteten Gebäude, stehen dann wartend vor dessen Eingang in kleinen Grüppchen. Einige von ihnen verwahrlost mit müden Gesichtern, andere sauber gekleidet, fröhlich erzählend und lachend. Sie alle leben zur Zeit auf der Strasse, wollen heute Abend hier essen und übernachten, suchen Schutz vor der klirrenden Berliner Dezemberkälte. Das sich dieser nächtliche Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet, dafür sorgen täglich bis zu 15 ehrenamtliche Helfer. Für die Arbeit der Ehrenamtlichen bei der Berliner Stadtmission ist Carolin Reifenberg zuständig. Die zierliche Frau mit den langen blonden Haaren nimmt sich an diesem Abend Zeit, um die Gruppe der “Jugend im Orden“ über die Arbeit der Berliner Stadtmission zu informieren. Seit 1877 versucht diese christliche Organisation die Nöte der Menschen im Ballungsraum Berlin zu lindern, ganz im Sinne des Leitverses aus Jeremia 29,7 „Sucht der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn.“ Die Berliner Stadtmission gehört zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Schnell wird Frau Reifenberg bei ihrem Vortrag vor den jungen Johannitern konkret: „Die Armut in Berlin ist unübersehbar und zudem sehr globalisiert – 75 Prozent der Obdachlosen in der Hauptstadt kommen heute aus Osteuropa. Viele beherrschen die deutsche Sprache nicht oder nur mangelhaft.“ Wie finden die Wohnungslosen den Weg in die Lehrter Straße 68? „Die meisten Menschen ohne Obdach sind untereinander sehr gut vernetzt, Tipps für kostenloses Essen und warme Übernachtungen machen schnell die Runde“, so Reifenberg. Muss man in Deutschland überhaupt auf der Strasse leben oder haben die Obdachlosen ihr Schicksal selbst gewählt, will ein junger Mann wissen. „Jedem deutschen Staatsbürger stehen Sozialleistungen und eine Wohnung zu, doch manche Menschen empfinden es als eine Form von selbstgewählter Freiheit auf der Strasse zu leben“, erläutert Reifenberg und ergänzt: „Viele unserer Gäste wurden aufgrund einer Lebenskrise, wie den Tod eines geliebten Menschen oder den Verlust des Arbeitsplatzes, obdachlos. Einige von ihnen kehren nach einer gewissen Zeit auf der Strasse wieder in ihr bürgerliches Leben zurück.“ Bemerkenswert: Reifenberg spricht stets von „unseren Gästen“ und betont damit die Würde und den Wert jedes einzelnen Menschen.

Reifenberg führt die jungen Johanniter über eine Treppe zu den Übernachtungsräumen für die Obdachlosen. Hinter der schweren Tür bereiten einige freiwilligen Helfer gerade eine warme Mahlzeit vor, der Geruch von Linsensuppe liegt in der Luft. Andere Helfer legen letzte Hand an das Nachtquartier. „Wir bieten hier 100 Schlafplätze an. Zusätzlich steht ein Ärzteteam bereit, das unseren Gästen ehrenamtlich medizinische Beratung und Behandlung anbietet.“ Schlicht, aber einladend wirken die Essens- und Übernachtungsräume für die Berliner Obdachlosen, Bibelsprüche zieren die Wände, ein großer Bücherschrank lädt zum gemütlichen Schmökern ein. „Wir wollen, dass sich unsere Gäste hier angenommen fühlen. Wenn jemand Sorgen oder Nöte hat, bieten wir ihm eine christliche Seelsorge an“, erzählt Reifenberg. „Vor dem Einlass in unsere Räume müssen die Besucher Drogen und Alkohol abgeben und werden auf gefährliche Gegenstände wie Waffen oder Messer abgesucht. So reduzieren wir mögliche Konflikte, glücklicherweise bleibt es aber bei uns meist sehr ruhig und friedlich.“ Was ist das wichtigste Ziel der Berliner Stadtmission, will eine junge Frau wissen. Reifenberg: „Wir wollen sicherstellen, dass im Winter kein Mensch in Berlin auf der Straße erfriert. Deshalb haben wir zusätzlich den sogenannten Kältebus in der Hauptstadt etabliert. Dieser Bus fährt des Nachts zu Orten, an denen sich Obdachlose bevorzugt aufhalten und bringt sie in die warmen Notunterkünfte der Stadtmission.“ Es ist kurz vor neun Uhr, gleich werden die Türen zu den Räumen geöffnet und die immer länger werdende Schlange der Wartenden eingelassen. „Aber bevor wir in den Einsatz starten, nehmen alle Ehrenamtlichen immer an einem kleinen Gottesdienst teil“, erklärt Carolin Reifenberg. Im hellen Kerzenschein sitzen die Berliner Helfer nun zusammen – eine junge Frau mit gefärbten Haaren und Nasenpiercing, ein alter Mann mit weißem Rauschebart, eine gestandene Hausfrau mit gütigem Gesicht, ein seriöser Geschäftsmann in Businesshemd und Schlips. Alle eint die Bereitschaft zur tätigen Nächstenliebe. Gemeinsam singen sie unter Anleitung eines Pfarrers Kirchenlieder, hören Bibelverse, beten das Vaterunser und erheben sich dann, um ihr Bestes für die Menschen der Stadt Berlin zu geben.

 

Ein Bericht von Brigitte Kubar

Ehrenamtlich tätig: Seniorenzentrum Bestensee

Ich, Frau Kubar, bin seit 01.01.2007 ehrenamtlich im Seniorenzentrum Bestensee tätig. Frau Baselt seit 2011. Wir kümmern uns ausschließlich um das wöchentliche Therapiesingen für die Heimbewohner und Behinderten sowie stattfindende Festlichkeiten und persönlichen Gespräche. Diese Arbeit garantiert und menschliches Entgegenkommen durch die Heimbewohner und uneingeschränkte Dankbarkeit und das Gefühl ein wenig Wärme zu vermitteln.

 

Ein Bericht von Hildegard Lange

Ehrenamtlich tätig: Seniorenheim Müggelschlößchenweg

Nach dem Tod meines Mannes fiel ich in ein tiefes schwarzes Loch. Da ich die Funktion der Vorsitzenden des Heimberates behalten durfte, bin ich täglich ca. 4 Stunden im Heim. Dort begrüße ich die Neuzugänge, betreue Bewohner ohne Besucher, kaufe für Sie ein, fahre sie spazieren. Außerdem schreibe ich monatlich für die Heimzeitung und richte die Rätselseiten ein. Die Arbeit im Heim gibt meinem Alltag Struktur und mir Befriedigung.

 

Ein Bericht von Markus Kronenberg

Ehrenamtlich tätig: City Station

Eine ganze andere Sicht auf die Dinge der Welt erfährt man abseits des beruflichen oder privaten Umfelds im ehrenamtlichen Dienst in einer Sozialeinrichtung. Der Kontakt mit Menschen, die in sozialen Nöten sind, zeigt mir auf, wie froh und dankbar ich selbst über das Leben sein darf, andererseits verspüre ich den Willen, anderen Menschen obgleich ihrer Sorgen in dem Moment der Begegnung ein Stück warmes Licht zu sein. Sicherlich kann ich die Last anderer nicht abnehmen, aber ich kann helfen, dass sie die Last nicht immer auf ihren Schultern spüren müssen. Außerdem begegnet man in jedem Menschen auch ein Stück Gott und Glaube – ein unentbehrliches Fundament für ein erfülltes Leben.