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Ulrich Neugebauer
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19. Februar 2012

11 Freiwillige, 4 Senioren und zwei Kinder – eine Woche festsitzend im tiefen Schnee mitten in Bayern. Kann das gut gehen?!

Nur einige der zahlreichen Eindrücke:

Wir Freiwillige wurden herausgefordert bis zum Äußersten. Eine Schneewanderung mitten im Wald durch den Tiefschnee. … Ab in die Wildnis. Hilfeschreie hallen durch den Wald, einzelne verschwinden im Tiefschnee. Doch wir können keine Rücksicht nehmen. Nur die Mission zählt. Weiter und immer weiter werden wir in den Wald getrieben. Die Zweige greifen um sich, plötzlich setzt ein starker Schneesturm ein und versperrt uns die Sicht. Wo ist das Ende, wo das Ziel? Tapfer stapfen wir weiter, stundenlang durch den Schnee und bemühen uns nicht steckenzubleiben. Die Ausdauernsten von uns kriechen vor uns durch den Schnee um eine Spur für uns zu bereiten. Als unsere Kräfte am Ende sind werden wir versorgt mit einem Stück Schokolade, was kann‘s besseres geben?!
Are we on the woodway?! Nein – nach dem langen Kampf finden wir den Ausweg aus den Tannen und schlendern nach Hause, wo uns vor dem gemütlichen Kamin schon ein leckeres Essen empfängt.

Dieser Eindruck reicht euch nicht? Tja, ich kann nur sagen: That is me sausage!!

Aber nicht nur im Schnee haben wir Spuren hinterlassen, auch in den vier Monaten in Berlin haben wir schon Spuren gesetzt: in unseren Einsatzstellen, als WG oder auch bei einzelnen Personen. Dies stellten wir künstlerisch dar und stiegen somit in die Fußstapfen von van Gogh und Picasso.

Bist du glücklich?
Nein, das ist kein Werbespruch, um irgendein tolles Produkt anzupreisen. Das war unser Thema in dieser Woche.
Glück - was ist das für dich? Geld? Macht? Zufriedenheit?
Nein, wir schlossen uns da den großen Philosophen an, denn für uns ist Glück, das Wertvolle in den kleinen Dingen des Lebens zu sehen, Beziehungen zu anderen zu pflegen und eine Beziehung zu Gott zu haben.

Klingt ganz schön verwirrend, oder? Aber damit noch nicht genug. Es kommt noch härter. Ulrich Neugebauer scharrte eine Horde übermotivierter Jungs um sich und baute ein Labyrinth in eine benachbarte Schneefläche. Das war ein Spaß! – zumindest für den männlichen Teil des Freiwilligenjahres. Nicht nur das Herstellen dieses außerordentlich verwirrenden Irrgartens, sondern auch das Hineinscheuchen aller Mädchen war eine amüsante Belohnung für die lange, mühsame Bauzeit.

Doch es war nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen auf dem Programm. Unsere ganze Gruppe spaltete sich in zwei Lager. Keines der Lage konnte seine Position aufgeben. Ein Konsens wurde nicht gefunden… Jeden Morgen wurde der kalte Kampf der Lager ausgetragen. Schlachtort: Frühstückstisch. Konflikt: Frühstücksmenschen vs. Nichtfrühstücksmenschen. Jeden Morgen erstreckte sich auf den Frühstückstischen eine riesige Auswahl an Essen: Laugenbrötchen, Bauernbrot, wirkliche frische Biomilch mit Schokomüsli, Obst und natürlich warmen Kaba. Alle Nichtfrühstücker saßen ächzend am Tisch, da sie die Menge nicht mit ihrem Magenvolumen fassen konnten. Doch zur Ablenkung des physischen Schmerzes sorgte Ulrich Neugebauer mit seiner Assistentin Eva immer für ein unterhaltendes Morgenprogramm. Bald werden diese mit ihrem Programm „Schummelei“ auf Tournee gehen.

Geschrieben von "The WG"
Dies ist eine Co-Produktion des Freiwilligenjahres.