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27. Januar 2012

(Freiwillige Verena erscheint auf der Bühne. Fester Stand und die Hände locker in Bauchhöhe halten, langsam und deutlich sprechen – los geht’s)

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

was ist Rhetorik? Was verbirgt sich hinter diesem viel genutzten Begriff, dessen Gebrauch einen gleich intellektueller wirken lässt? Was ist die Kunst des Redens? Wie können wir uns der Rhetorik zu unserem Vorteil bedienen? Was macht einen guten Rhetoriker aus?

Das sind Fragen, meine lieben Zuhörer, die den elf Freiwilligen der Berliner Stadtmission seit ihrer Ankunft in Berlin unter den Nägeln brannten. Den Krallen des mangelnden Schulsystems soeben entflohen, wurden den jungen Leuten schlagartig ihre fehlenden rhetorischen Fähigkeiten klar. Was also tun? (Öffnen der Hände als Zeichen der Fragestellung)

Ein Rhetoriker der feinsten Art, ein Satzbauakrobat wie kein Zweiter, ja ein Redner, der selbst mit den Größen der griechischen Antike hätte mithalten können, musste her! Nachdem ein solch geeigneter Rhetoriker aus den Reihen der Stadtmissionsmitarbeiter gecastet wurde, war es im Januar 2012 dann soweit. Binnen kürzester Zeit sollten die Freiwilligen lernen, wie sie zu guten Rednern werden würden.
Sie fragen sich wie, meine Damen und Herren?

In einem vielfältigen Mix aus theoretischen Einheiten und praktischen Übungen trainierten die Freiwilligen eine gute Haltung, deutliche Artikulation, langsames Reden und lernten Methoden kennen, mit Lampenfieber umzugehen.
Wodurch können wir am besten Dinge lernen?
Was bringt uns wirklich weiter?
Sind es nicht Erfahrungen und Reflexion?
Deshalb erklärten sich die jungen Leute dazu bereit, ihre grandiosen praktischen Übungen zu filmen, um sie gemeinsam im Gespräch zu bewerten. Mimi, die von unserem „Gitarriero“ schwärmt, unser bayrischer Michi als Beispiel für Integration und der dicke dumme Doffel, das sind Dinge, die in langer Erinnerung bleiben werden. (enthusiastische Handbewegung nach oben, ein Schritt auf das Publikum zu)

Haben Sie schon mal eine Stegreifrede gehalten?
Kennen Sie den Nachteil von Holz?
Haben sie bereits positive Argumente für Tiere im Zirkus sammeln müssen?
Ohne Vorbereitung mussten sich die Jungs und Mädchen spontan zu den verschiedensten Themen äußern und Interesse in den Zuhörern entzünden.

Wie beendet man so ein rundum gelungenes Seminar?
Worin kann man das Gelernte gleich umsetzen?
Was passt da besser als eine Plenarsitzung mit kurzem Plädoyer zum Thema und anschließender Diskussionsrunde? T

rotz eines durchaus erhitzten Disputs zum Schluss, verließen die elf Freiwilligen den Seminarraum körperlichunversehrt und stattdessen mit einer Menge inwendig gelerntem, rhetorischem Wissen.

Stellvertretend für meine Kolleginnen und Kollegen will ich mich herzlich bei unserem Referenten für dieses wirklich tolle Seminar bedanken!

Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, danke ich recht herzlich für die Aufmerksamkeit.

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen kleinen Gedankenanstoß mit auf den Weg geben: Wäre es bei den derzeitigen Temperaturen nicht langsam an der Zeit, die Hauptstraßen Berlins zu heizen? (freundliches Lächeln und Kopfnicken, Abgang von der Bühne)

Verena