SPENDENKONTO

IBAN: DE63 1002 0500 0003 1555 00
BIC: BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck:
Freiwilligenarbeit

Ansprechpartner

Ulrich Neugebauer
Tel.: (030) 690 33-435

 

Spenden-Button
Button Mission
Button Gästehäuser

30. Oktober 2012

Wie beantworten die Freiwilligen diese Frage : „Hast du dich hier schon eingelebt?“ Moritz, Philipp und Laura können diese Frage mit einem klaren JA beantworten. „Dieser Prozess ist noch im Gange“ antwortet Lena. Attila ist fleißig am Deutsch lernen und wir sind echt beeindruckt wie viele Wörter er lernt in so kurzer Zeit.

So langsam finden wir uns wohl zurecht in Berlin. Nun weiß man wo man Hilfe bekommt oder einen leckeren Kaffee und ein Stück Kuchen (natürlich im Café Innehalt). Wir haben viele nette Leute hier auf dem Gelände kennengelernt und natürlich unsere so unterschiedlichen Arbeitsbereiche. Dort erleben wir so verschiedene Situationen. Der eine schafft körperlich den ganzen Tag, die andere bereitet zu Hause etwas vor. Der eine hat ein paar Blinde kennengelernt, die anderen ein paar Obdachlosen oder Flüchtige, die Gemeindemitglieder oder auch die Gäste im Jugendgästehaus.

So unterschiedliche Menschen treffen wir hier und wir haben das Gefühl, dass Gott für alle den richtigen Platz ausgesucht hat. Jedem das Seine. Was uns verbindet ist die wunderbare WohnGemeinschaft. Jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten trifft man unterschiedliche Leute. Und gemeinsam unternehmen wir so manches. Am lustigsten sind die Großeinkäufe mehrmals in der Woche. Wie viel bitteschön kauft man für 12 Leute ein? Reicht es aus für eine Woche? Wer isst gerne was? Und die spannendste Frage ist meist: „Haben wir genug Geld mit?“

Auch am Tag der Deutschen Einheit machten wir eine aufregende Tour, wir besuchten die Berliner Unterwelten. Durch enge U-Bahn-Gänge schlichen wir und stellten uns vor, wie im Notfall die Bevölkerung Berlins, also auch wir, unterkommen könnten. Bedrängend, laut und notdürftig sah das ganze aus. Erschreckend und unvorstellbar es in diesen engen Gassen auszuhalten mit so vielen Menschen. Zum Schluss wurde uns dann auch erzählt, dass Menschen in Berlin es sowieso nicht überleben würden, wenn eine Atombombe auf den Alexanderplatz fallen würde. Alle und Alles würde zu Staub zerfallen oder verbrennen, was wir uns nicht vorstellen wollen und können. Hoffen und beten wir also dafür, dass das nicht passieren wird.

Danach hatten wir noch das Privileg uns ein Basketballspiel von ALBA Berlin anzuschauen. Mit Freikarten und ´ner Portion Pommes schauten wir uns das amerikanische und sportliche Schauspiel an. Klarer Sieg für die Berliner.

Wir „Neu-Berliner“ wohnen hier ja „Zwischen Knast und Kanzleramt“ und so lernen wir die unterschiedlichsten Menschen kennen. Manche aus dem Übergangshaus auf dem Gelände des Zentrums und nun hatten wir auch das Privileg einen der Mächtigen zu treffen. The One and Only Klaus Wowereit besuchte die Bahnhofsmission am Zoo und traf dort die fantastischen Vier: Laura, Lena, Attila und Christina. Der amtierende Oberbürgermeister Berlins brachte eine Stunde Zeit und ein offenes Ohr für die Ehrenamtlichen mit und hörte viel von der Motivation der Mitarbeiter. Von der Stadtmission bekam er einen hausgemachten Honig und wir bekamen ein Foto und einen feuchten Händedruck von ihm. Danke Wowi :-)

Der Klaus interessierte sich auch für die Hilfen über den Winter, und da sind wir schon bei dem Thema was uns allen im Kopf herumschwirrt. Die Kältehilfe, die Notübernachtung, die Wohnungslosen Berlins. Am letzten Wochenende wurden wir theoretisch darauf vorbereitet, wie es sein wird, nachts Gastgeber für die Menschen ohne Obdach zu sein. Wir lernten wie man in heiklen Situationen deeskalierend eingreift, wie wir auftreten sollten und wie herausfordernd die Arbeit sein wird. Nun sind wir alle gespannt, denn bald geht’s los. Wie wird es wohl sein? Jeder geht da bestimmt unterschiedlich ran. Also Abwarten und Tee trinken.

Christina

 

 

Ein Teil der Freiwilligen-WG in der Bundestagskuppel

nächster Eintrag

vorheriger Eintrag