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Juli 2015

Los geht's

„ Hast du deine Sonnenbrille dabei?“
„Brauchen wir Badehandtücher?“
„Wie viele Bücher nehmt ihr mit?“
All diese wichtigen Fragen mussten vor der Abfahrt nach Zingst noch geklärt werden. Es war nämlich so weit. Die erste Gruppe sollte auf die Sommercamps fahren. Nach intensiven Vorbereitungen, Materiallisten erstellen und ausprobieren der ersten Bastelideen ging es tatsächlich los. So schnell ging die Zeit vorbei! In der Woche davor wurden schon die ersten Leute aus ihren Einsatzstellen verabschiedet. Alles Gute für die Zukunft gewünscht, kleine oder große Geschenke überreicht und natürlich musste jeder die Frage über sich ergehen lassen: „Was machst du jetzt eigentlich danach?“. Katha hatte in unserem letzten Tagebucheintrag ja davon berichtet, dass diese Frage uns alle im Moment beschäftigt. Mittlerweile können einige von uns schon sagen: Ich bleibe in Berlin! Andere warten noch auf ihre Zusage von der Uni. Wo wir danach alle landen werden..... ? Wie lange man dann von Lüneburg oder Halle nach Berlin fährt? Das haben wir natürlich schon geklärt und festgestellt, dass die Zugfahrt gar nicht sooooooooo lang ist, also können wir uns öfter mal gegenseitig besuchen :). Trotzdem denken wir alle nicht gerne an das Thema Abschied. Dann ist es wirklich vorbei und die tolle und aufregende Zeit hat ihr Ende. Auch wenn uns das vorher allen klar war, wird es dem ein oder anderen schwer fallen das letzte Mal die Tür zur WG zu betreten. ABER..

Erstmal haben wir noch die Sommercamps, die wir gemeinsam verbringen können. Tobi, Magda, Lissy, Katha und ich sind das Team, das am letzten Sonntag in Zingst angefangen hat. Svetlana, die Hauptamtliche, die die Camps mit uns vorbereitet hat, war auch mit dabei, damit sie uns am Anfang zeigen kann, wie alles läuft, wen wir ansprechen und wie wir mit bestimmten Kindern umgehen können. Nachdem wir uns einen Tag eingerichtet hatten, ging es am Dienstag los. Einige Kids kannten das Kinderprogramm („Kids Club“) schon vom letzten Jahr. Sie freuten sich schon auf neue spannende Geschichten und Actionspiele. Der erste Tag war ein bisschen durcheinander, weil wir im Team erst mal unsere Struktur finden mussten. Der zweite Tag war dann auch viel entspannter, weil jeder genau wusste, was zu tun war und wofür er zuständig ist.

Zwei Mitarbeiter des Kinderprogramms verkleidet als Polizisten

In den ersten vier Tagen haben wir uns mit dem Thema „Helden“ beschäftigt. Durch Theaterstücke und Vertiefungsaktionen durch Basteln oder Spiele, haben wir den Kindern unsere Themen näher gebracht. Die Tage waren gut und die Kinder haben gut mitgemacht und sich auf uns Mitarbeiter eingelassen. Allerdings ging eine Aktion schief. Wir wollten Goldtaler aus Salzteig backen. Während der Besprechung haben wir die Taler dann in den Ofen gepackt. Naja leider waren es nach der Besprechung keine Goldtaler mehr, sondern eher schwarze, stinkende Münzen..... Zum Glück hatten wir während unseres Geländespiels unsere Bullen, die darauf geachtet haben, dass alles nach Recht und Ordnung verläuft.

Auch wenn die Arbeit mit den Kids Spaß macht, waren wir alle heilfroh, als endlich Samstag auf unserem Tagesplan stand. Das hieß erst mal ausschlafen (wir waren doch alle ziemlich müde), in Ruhe frühstücken, ein bisschen chillen und lesen. Danach ein leckeres Fischbrötchen essen, eine Radtour nach Prerow und Eis essen. Bei schönem Wetter und richtig warmen Temperaturen, können wir diesen Samstag als gelungen in unseren Reflexionsbogen aufnehmen. Sonntag haben wir dann Svetlana wieder verabschiedet. Nun sind wir hier wirklich alleine verantwortlich für ein gutes Kinderprogramm. Die nächsten Wochen werden bestimmt noch spannend. Wir werden (fast) alle noch nach Groß Väter See fahren und dort auch das Programm für die Kinder machen. Es werden immer andere Kids dort sein, zwischendurch wird sich das Team ein bisschen verändern und es wird mit dem Schlafmangel wahrscheinlich nicht besser werden. Wir sind gespannt! Nun noch unsere coole Aktion zum Schluss: Einige hatten schon auf einer Berufsmesse gaaanze viele Post its gesammelt. Der Plan: Ulis und Karens Auto damit zu bekleben. Aber wie das so ist: An dem einen Tag passt es dem nicht so gut, da ist der andere müde und so hat es gedauert bis wir die Aktion wirklich durchgezogen haben. Dann aber zu einem besonderen Anlass: Uli hatte Geburtstag. Der Plan war also, dass wir eine Stunde vor Mitternacht zu Uli fahren, sein Auto zukleben und um zwölf Uhr gratulieren, natürlich mit einem selbstgebackenen Kuchen. 

Gruppenfoto der Freiwilligen vor blauem, beklebten VW Bus.

Gesagt, getan. Das Bekleben hat gar nicht lange gedauert und so waren wir pünktlich fertig, um um zwölf Uhr bei Uli und Karen zu klingeln. Die beiden hatten allerdings schon geschlafen und so rissen wir sie aus ihren Betten. Nach einem kurzen Plausch in ihrer Wohnung, bemerkte Karen auf dem Balkon, dass ihr Auto ein bisschen komisch aussah. Schnell ergriffen wir die Flucht und rannten nach draußen...

Fest davon überzeugt, dass wir Uli und Karen jetzt so einen richtigen Streich gespielt hatten, fuhren wir wieder nach Hause. Am nächsten Tag lud Uli uns in den Park zum Geburtstag feiern ein. Da fragten wir die beiden, wie sie die Aktion denn fanden und beide waren total begeistert und hatten viele Fotos von dem Auto gemacht. Eigentlich wollten wir mal böse sein. Von Uli kam dann eine Mail mit Foto von dem Auto und den Worten: Ihr seid wirklich nett! Tja... Wir werden den Ruf der „zu lieben WG“ einfach nicht los!

Liebe Grüße Sammy