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10. Nothing can separate

Ein Bild von Naemi mit der Überschrift: I'll be backEin Bild, das Naemi uns zum Abschied hinterlassen hat

März. Eine Momentaufnahme: Sonne scheint über das Stadtmissionsgelände, Kinder spielen im Garten von Haus Leo, langsam wird alles etwas grüner und die Menschen freundlicher  und ein wenig kann man schon die helleren Tage wieder erahnen…

Doch all diese schönen frühlingshaften Ereignisse werden von einem ziemlich traurigen Ereignis überschattet: Unser fast-schon-WG-Mitglied Naëmi muss nach ihrem 6-monatigen Praktikum hier bei der Stadtmission wieder nach Hause: weiterstudieren. In den letzten Monaten ist sie uns sehr ans Herz gewachsen und da fiel uns der Abschied nicht wirklich leicht…

Vor allem verdeutlichte dies uns nochmal, dass auch unsere Zeit hier mal zu Ende geht – jetzt hat also die zweite Hälfte begonnen…!

Nach den ersten aufregenden Monaten von Berlin-Entdecken, sich-Kennenlernen, in die Arbeit-Hineinfinden und ein eigenständiges Leben-Aufbauen ist hier auch so langsam der Alltag eingekehrt. Nicht das dieser langweilig wäre – im Gegenteil: ein Ereignis löst das andere ab. Doch gewisse Abläufe haben sich eingebürgert, in der Arbeit sind die Aufgaben klar und wir fühlen uns hier mit Sicherheit nicht mehr wie die „kleinen Freiwilligen und Zugezogenen“ in der Großstadt. Wir sind angekommen.

Und dann zu sehen, wie die Wochen gefühlt vorbeiziehen, dem großen „Danach“ entgegen, ist nicht unbedingt angenehm… Also ein Grund mehr, jeden Moment hier zu genießen!

Abschied nehmen

Eine Postkarte mit der Aufschrift "Supergeil"Ihr seid SUPERGEIL

Ein weiterer Abschied war für uns diesen Monat auch noch dran: die Kältehilfe-Saison endete mit dem 31. März. Vorher fanden auch die Gästefreizeiten statt, bei denen Aaron und Anne von uns Freiwilligen als Mitarbeiter dabei waren. Mit ein paar Gästen fuhren sie für drei Tage in eine bewusste Auszeit der Straße, in der genug Zeit war für intensive Gespräche, Erholen und Begegnung mit Gott. Die Gäste konnten durch diese Atempause – weit weg von Berlin – die Möglichkeit nutzen, ihre Situation entspannt und bewusst zu reflektieren. Oder auch nicht. Ganz ohne Zwang. Aaron und Anne jedenfalls fanden die Freizeit sehr, sehr super.

Die Vorbereitungen für den NÜ-Abschluss haben wir die ganzen letzten Märzwochen über spüren können, nicht zuletzt, weil jeder von uns Freiwilligen jeweils eine Mitarbeiter- und eine Gästeandacht halten sollte. Aus diesem Grund kam es nicht gerade selten vor, dass der ein oder andere außerhalb seiner Schicht da „unten“ zu sehen war, ob zur Gästeandacht, zum Quatschen mit den Gästen oder einfach nur, um noch einmal die Bilder im Kopf speichern zu können…

Jeder von uns hat auf seine eigene Weise die NÜ erlebt – ob intensiver oder nicht – und ich denke, dass ich hiermit für alle aus der WG sprechen kann: es war eine herausfordernde, spannende und unglaublich tolle Zeit im Keller.

Die Arbeit für die Krieger der Nacht hat also ein Ende. Obwohl – nur fast : denn da die Notübernachtung 3 der Berliner Stadtmission am Innsbrucker Platz auch noch bis Ende April geöffnet hat, besteht für uns die Möglichkeit, uns dort sozusagen langsam „zu entwöhnen“… DANKE an dieser Stelle an das NÜ-Team für so viel Geduld, Vertrauen und dass ihr uns auf Augenhöhe begegnet seid – wir haben uns als „für voll genommen“ gefühlt und das ist SUPERGEIL von euch!!!

Geburtstags-Feiern

Ein Geburtstagsfrühstück mit Kerzen, Schokobons und BrötchenEin Bild von Annes Geburtstagsfrühstück

Aber nicht nur traurige und wehmütige Ereignisse haben unseren März hier in Berlin bestimmt:

Nein, auch eine ganze Menge Highlights gehören in die ersten Frühlingswochen!

Zum Beispiel unsere drei Geburtstagskinder Anne, Timo und Aaron. Geburtstage in der WG haben jedes Mal etwas ganz Besonderes: Aufregung, Durcheinander, Gewusel, Geburtstagskuchen und die legendären Geburtstagskarten sind jedes Mal dabei.

Zu Timos 19. kam auch seine Schwester Mirjam zu Besuch – und mit Wunderkerzen, viel Gemütlichkeit und lustigen Momenten feierten wir mit unserer Runde rein. Die selbstgebackene Geburtstags-Himbeer-Rolle von Mirjam nach allen Regeln der familiären Großmann-Tradition wird wohl in die Geschichtsbücher der WG gehen…

Wir haben danach einstimmig beschlossen, dass Mirjam gerne öfters zu Geburtstagen der WG kommen darf…

Auch Aarons Geburtstag war ganz besonders: denn ohne dass er es ahnen konnte, wollten seine beiden Brüder Jannis und Basti ihn überraschen. Geplant war das Ganze so, dass es nach dem Gratulieren um 0:00 Uhr mit der großen Runde unserer WG, Corni und Ludwig aus dem Studentenwohnheim und dem Besuch von Ingmar auf einmal klingeln sollte und eine ziemlich große Kiste vor der Tür stehen würde. Als es dann soweit war, sprang Basti aus dem Karton und Jannis kam um die Ecke – ich glaube, diesen Moment des Wiedersehens werden wir alle nicht vergessen…

An Annes Geburtstag hatten wir was ganz anderes geplant: anstatt in der WG reinzufeiern, gingen zwei von uns mit ihr vorher in ein kleines Café in unserer Straße, während die anderen ihr komplettes Zimmer mit Luftschlangen, Luftballons und Lichtern schmückten – als sie dann „zufällig“ nochmal bei ihr in der Wohnung vorbeigingen, war die Überraschung dann natürlich groß – und Anne konnte noch ein paar Tage danach das Gaburtstagsfeeling Dank der opulenten Deko genießen.

Besucher-Alarm

Diesen März hatten wir auch wieder unglaublich viel Besuch. Die Kombination Berlin – WG ist einfach unschlagbar.

Neben Mareikes Geschwistern plus Freundin, Tabeas Cousine, Chrissies Freundin, Ingmars Freunden, Aarons und Timos Geschwistern  plus weiteren Freunden war u.a. auch mein (Lynn) ehemaliger Teenkreis von zu Hause da – 14 Leute haben sich auf den Weg in Berlin gemacht, die Stadtmission, die WG und Berlin zu entdecken… Einfach genial!

Veranstaltungen, Veranstaltungen…

Zu den besonderen Erlebnissen, die unseren März hier in Berlin ausmachen, gehören auf jeden Fall auch unsere WG-Abende mit Ulis Frau Karen über das Thema Armut, ein Persönlichkeitstest (DISG) mit Susann Friedl, ein Themenabend über den eigenen Selbstwert, gehalten von Carmen Behrens, und unser kleines Fotoshooting im Jugendgästehaus im VIP-Raum dazu.

Außerdem galten viele Vorbereitungen in diesem Monat ganz dem Jahresfest der Berliner Stadtmission. Ob im Kindergottesdienst, an der Garderobe, am Stockbrot-Stand, beim Sammeln der Kollekte oder der Organisation des Festes: wir Freiwilligen waren überall dabei. Zudem gab es für uns einen kleinen, persönlichen Höhepunkt:

Aus unserem Film-Projekt über das Leitbild der Berliner Stadtmission während unseres Zwischenseminars in Zwiesel hat Ingmar einen wunderschönen Film gezaubert…! Der wurde dann im großen Gottesdienst im Festsaal gezeigt – und ein bisschen stolz waren wir schon über unseren kleinen Film… Wer sich den anschauen möchte, kann dies hier  tun: Viel Spaß dabei!

Innehalten

Eine weitere Momentaufnahme: Elf Freiwillige liegen auf unzähligen Picknickdecken, eingemummelt in Jacken und noch mehr Decken, die Musik ist laut aufgedreht (aber natürlich nicht zu laut), die Spree fließt ruhig an uns vorbei, es riecht nach Frühling und die Sonne lässt das Wasser und die Sonnenbrillen aufblitzen. Timo und Lucas haben ein fettes Picknick vorbereitet und wir genießen unseren WG-Abend. Keine Ahnung, was die nächsten Monate noch bringen. Keine Ahnung, wo wir alle danach sein werden. Aber das kümmert uns im Moment noch nicht – wir genießen das Zusammen-Sein, die Musik, Berlin, den Frühling und was uns die Arbeit so bringt…


“Nothing can separate,
 
even if I ran away.
Cause your love never fails.
I know, I still make mistakes,
but you have new mercies for me every day.
Cause your love never fails…”

 “Your love never fails”
Anthony Skinner, Chris McClarney
© 2008 Integrity's Alleluia! Music