SPENDENKONTO

IBAN: DE63 1002 0500 0003 1555 00
BIC: BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck:
Freiwilligenarbeit

Ansprechpartner

Ulrich Neugebauer
Tel.: (030) 690 33-435

 

Spenden-Button
Button Mission
Button Gästehäuser

7. Rocking around no christmastree

Weihnachtsfeier für Weihnachtsfeeling

„Stille Nacht, heilige Nacht…" Singend tanzt Marika durch die WG und versucht uns alle in Weihnachtsstimmung zu bringen. Doch auch ihr Stoffrentier, das fröhlich seine Weihnachtslieder vor sich hin trällert, schafft es nicht, uns auf die besinnlichste Zeit des Jahres einzustimmen. Dies könnte daran liegen, dass so viel Arbeit und so viele Feiern anstanden, dass die eigentlich übliche Ruhe und Gelassenheit des Weihnachtsfestes nicht eintreten konnte.

Dennoch gab es ein Highlight, das unsere Vorweihnachtszeit ein wenig weihnachtlich erscheinen ließ. Hierbei handelt es sich um die Weihnachtsfeier bei Uli und Karen. Außer einem tollen Essen und schöner Musik konnten wir die Gemeinschaft, eine Geschichte und die gemeinsame Weihnachtsstern- Bastelaktion sehr genießen. Die Feier endete spät abends mit dem Wurf eines Eis aus dem 6. Stock in Aarons Hand. Das Ziel war es, wie zuvor im Treppenhaus der Freiwilligen geübt, das Ei unbeschädigt aufzufangen. Leider schien es aus dem 6. Stock wesentlich schwieriger zu sein als aus dem 2. und somit zerbrach das Ei in Aarons Händen. Eklig, aber witzig war es dennoch. Zumindest für die Zuschauer.

Heiligabend-Gottesdienst mal anders

Wir Freiwilligen verbrachten diese Weihnachten, genauer Heilig Abend, alle in verschiedenen Einrichtungen und Gemeinden. Für viele von uns das erste Weihnachten weit weg von Zuhause, nicht nur was die Kilometeranzahl betrifft sondern auch weit weg von dem, was wir von Heilig Abend kennen.
Wir haben Weihnachten dieses Jahr mit vielen verbracht, die selbst keine Familie und Freunde haben, mit denen sie hätten Weihnachten feiern können. Mit Leuten, die keiner anruft und denen keiner Post zu Weihnachten schreibt. In einer so großen Stadt wie Berlin wird einem bewusst, dass Heilig Abend wohl nicht für alle ein guter, gesegneter Abend gefüllt mit Wärme und Zuwendung war. Sicherlich waren viele Menschen an diesem Abend besonders einsam und einige gewiss auch verbittert, da sie von der Liebe des „Fests der Liebe“ nicht viel mitbekommen haben. Einige dieser Leute sind zu uns in die verschiedenen Einrichtungen der Berliner Stadtmission gekommen und haben mit uns und anderen zusammen gefeiert.

Zentrum am Hauptbahnhof
Hier feierte nicht nur die Gemeinde allein, sondern zusammen mit den Gästen der Notübernachtung und vielen weiteren Gästen aus sozial armen Schichten der Gesellschaft. Schon bei den Vorbereitungen in der Lehrter Straße waren viele von uns Freiwilligen dabei. Für 400 Leute wurden die Tische gedeckt und geschmückt. Das Resultat war gelungen, der Saal sah wirklich sehr schön und festlich aus. Zudem mussten Geschenk-Schuhkartons sortiert und gestapelt werden, denn an Heilig Abend selber konnten wir jedem der Gäste ein solches, von Privatpersonen gespendetes, Geschenk mitgeben.
Anne, Lucas, Lynn, Ingmar und Maike waren mittendrin im Geschehen. Sie und die Gäste genossen das Programm, die Gemeinschaft und das Festessen – Gans! Um am Programm des Bunten abends mitzuwirken, kamen später auch noch Aaron und Tabea dazu.
  Es war ein sehr bereichernder, interessanter Abend voller guter Begegnungen und auch Herausforderungen, die so eine große Veranstaltung mit all den unterschiedliche Menschen mit sich bringt.

Tegel
Timo war beim Gottesdienst der Gemeinde Tegel und hat unter anderem beim Krippenspiel mitgewirkt. Es war ein sehr familiärer, ruhiger und friedlicher Gottesdienst mit großem Weihnachtlichem Flair.

St. Lukas
Diesen Heiligabend-Gottesdienst besuchten Aaron und Tabea. Natürlich waren sie nicht nur Besucher, sondern wirkten auch aktiv mit beim Krippenspiel: Aaron in der Rolle des Engels und Tabea in der der Türklinke an der Tür zum Stall. (Klingt komisch, ist es auch.)

Wilmersdorf
Auch Mareike und ich (Chrissi) waren in einer Gemeinde, der City-Station. Auch hier wurden wie beim Gottesdienst im Zentrum Gäste zu einem Essen, Gottesdienst und der Bescherung eingeladen. Nur in viel geringerer Zahl und somit noch persönlicher. Ein Highlight war eine spontane Gesangseinlage von einem unserer rumänischen Gäste. Die Gäste waren uns gut bekannt da sie auch sonst während des Jahres zu uns in die City-Station kommen.

Berliner Hauptbahnhof
Der Weihnachtsgottesdienst im Hauptbahnhof war etwas ganz Besonderes. Besonderes deshalb, da der Bahnhof mit den ein- und ausfahrenden Zügen und den vielen umher - eilenden Menschen eine ganz andere Kulisse für einen besinnlichen Weihnachtsgottesdienst bietet als wir es sonst gewohnt sind. Trotz des regen Betriebs ringsherum, waren der Zauber von Weihnachten und eine andächtige Stimmung der Menschen zu spüren. Viele von uns Freiwilligen konnten mit dabei sein, Timo hat sogar mitgearbeitet indem er unter anderem die Lesung hielt.

Lynns 19ter Geburtstag

Nachdem auch die letzten der Freiwilligen aus der Notübernachtung, in der einige noch bis 0:30 Uhr arbeiteten, und vom Gottesdienst am Hauptbahnhof zurück in die WG gekehrt sind, hatten wir neben Jesu Geburt noch einen weiteren Grund zu feiern. Der 25.12 war Lynns Geburtstag! Es war sehr schön, dass wir noch mit ihr feiern konnten. So haben wir 11 noch darauf anstoßen und sie reich beschenken und beglückwünschen können bevor wir nach und nach zu Bett sind, denn nur wenige Stunden später fuhren die ersten Züge nach Hause.

Silvester in der Hauptstadt

 

Die Trennung währte nicht lang, denn an Silvester waren wir alle wieder vereint in Berlin. Fast zumindest. Ingmar und Marika verbrachten noch etwas mehr Zeit daheim mit ihren Lieben.
Es war ein sehr schöner Abend, den wir zusammen in der WG verbrachten. Von einigen von uns waren noch Geschwister oder Freunde mit dazugekommen. Später gingen wir zum Hauptbahnhof von dessen Stufen aus wir das Feuerwerk über Reichstag und Brandenburger Tor wunderbar bestaunen konnten. Es war sehr laut, voll, bunt und die Stimmung genial.

 

 

 

Actimel aktiviert Abwehrkräfte

 

 

Wenn dieser Spruch wirklich stimmen sollte, können wir Freiwilligen reinen Gewissens sagen, dass wir in den nächsten Wochen nicht krank werden können. Danke einer riesigen Spende von Actimel-Fläschchen, die die Notübernachtung gar nicht alle verwerten konnte, da das Verfallsdatum in wenigen Tagen bereits überschritten würde, erhielten wir Freiwilligen einige Kartons voll. Diese wurden dann binnen weniger Tage verzehrt und jeder Schluck zelebriert. Wetttrinken wurden zwischen Freiwilligen und Praktikanten veranstaltet, die bei dem ein oder anderen zu Bauchschmerzen führten. Doch glücklicherweise waren wir alle so vollgepumpt mit diesen Energiebomben, dass die Schmerzen nicht lange anhielten.

 

Nun ist leider der gesamte Vorrat bereits konsumiert und wir warten sehnlichst auf eine neue Lieferung!

 

 

 

 

 

 

Was im Dezember noch so war...

Im Dezember sind die ersten von uns mit dem Kältebus mitgefahren. Da der Winter bisher eher mild war, sind die Nächte in denen das Telefon kaum mehr stillsteht, ausgeblieben. Es gab aber dennoch viele Begegnungen und manch einer ließ sich in die Notunterkunft bringen. Nicht nur die Begegnungen waren interessant, sondern auch besonders die Stadt nachts zu erleben. Wenn man mit dem Auto durch Berlin fährt bekommt man noch einmal ganz andere Eindrücke als zu Fuß bei Tag.

Außerdem gan es eine WG-Übernachtungsaktion, die Anne, Lucas, Timo und Maike begannen, jedoch lediglich die beiden Mädchen durchzogen und eine Nacht in der Küche der Freiwilligen-WG verbrachten. Es war eine kurze Nacht, eingeleitet durch eine Gute-Nacht-Gesichte (Ein Artikel über Spießer aus dem SPIEGEL), unterbrochen durch eine Störaktion von Timo und Lucas und beendet durch das Klingeln des Weckers - viel zu früh natürlich.

Ansonsten wäre noch Mareikes angehende Fernsehkarriere zu erwähnen: RTL bat sie einen Obdachlosen zum Arzt zu begleiten und filmte die beiden dabei. Nun sollen kommende Woche die Dreharbeiten weitergehen. Voraussichtlich wird Mareike den Obdachlosen dann zu einem von RTL organisierten Make-Over begleiten...

Wir sind gespannt, was der Januar für uns bereithält und wünschen allen Lesern einen guten und gesegneten Start in das Jahr 2014!

 

Chrissi