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Gemeinde Karow

Gemeindebriefe

Unser Gemeindebrief erscheint zweimonatlich. Hier finden Sie immer den aktuellen und die zurückliegenden Gemeindebriefe zum Download.

Dezember 2017 / Januar 2018

September  - November 2017

Juni - August 2017

April/Mai 2017

Februar/März 2017

Denkanstoß zur Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz, und lege einen neuen Geist in euch.Design by JE (Jenny Seidel)

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz, und lege einen neuen Geist in euch. Hesekiel 36,26

Liebe Gemeinde, liebe Leserin, lieber Leser,

ich weiß nicht, ob uns die Radikalität auffällt, die in der Losung für das Jahr des Reformationsjubiläums steckt. Ein NEUES Herz. Ein NEUER Geist. Nicht das alte repariert und geflickt. Nicht ein bisschen göttliche  Unterstützung dabei, das ich mein Leben vervollkommne und jeden Tag ein bisschen besser werde und in der Heiligung voranschreite. Nein! Ein neues Herz. Ein neuer Geist. Offenbar ist unser Herz in keinem fabelhaften Zustand.

Das ist ein Satz aus dem Propheten Hesekiel, der 6. Jh. v. Chr. in Israel tätig war. Und das ist sehr typisch für die Art, wie er die Dinge sieht. Hesekiel sieht, dass Menschen ihr Herz nicht von Grund auf ändern können. Ja er weiß aus Erfahrung, wenn etwas tot ist und erstarrt, kann es niemals wieder lebendig werden. Und dass es nichts bringt, an tote Herzen zu appellieren.

An dieser Stelle nun lässt Gott seinen Propheten ausrufen, dass er selbst es sein wird, der des Menschen Herz erneuern will. Einfach weil es Gott gefällt, wenn wir ein Herz haben das lebt, das fühlen und empfinden kann, ein Herz das offen ist für Gott und seine Menschen.

Hesekiel ist nicht sentimental. Das Herz ist im hebräischen nicht nur der Sitz der Gefühle, sondern der Sitz des Willens und der Taten. Es ist das Zentralorgan. Wenn nun das Herz verändert wird, dann wird gleichzeitig auch der ganze Mensch verändert. Und darum ist das Herz, das da eingesetzt wird, eines das nach Gottes Willem lebt, seine Ordnungen und Gebote hält.

Damit geht die Jahreslosung tiefer, als ein paar Vorsätze zu fassen, und ein paar schlechte Gewohnheiten durch bessere zu ersetzen. Das muss auch sein. Das ist auch gut. Hier aber geht es darum, dass wir mit unseren Verkrustungen und Verhärtungen zu Gott kommen. Das sind manchmal Mauern, die über lange Zeiträume gewachsen sind. Die manchmal ganz christlich aussehen. Das wir damit zu Gott kommen. Anfangen sie beim Namen zu nennen. Damit er uns reformieren kann. Oder dass wir uns vielleicht erst einmal sagen lassen, was wir selber gar nicht wahrnehmen. Dass wir blind sind und es noch nicht einmal wissen. Und dabei erkennen, dass es das nicht nur bei den anderen gibt, sondern auch bei mir. In diesem Sinne wünsche ich uns ein befreites und lebendiges Herz!

Ihr/euer Stephan Seidel, Stadtmissionar