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Gemeinde Kreuzberg

Das Innere

Innenraum der Kirche, Blick auf den AltarInnenraum der Kirche. Inzwischen sind alle Bänke durch Stühle ersetzt.

2004 zur 50-jährigen Wiederherstellung der Kirche veröffentlichte die damalige Kirchengemeinde einen Flyer mit Informationen zur künstlerischen Gestaltung der jetzigen St. Lukas Kirche. (Zeichnung und Layout: Hans-Holger Wache 12/2004.) Die Inhalte gehen auf  Bild- und Textmaterial von Silva Hahn und Sigmund Hahn - dem Künstler, der nach dem Wiederaufbau den Kirchenraum gestaltete - zurück. Diesen Flyer stellte uns der bisherige Organist, Herr Rosinsky, zur Verfügung. Wir danken Ihm herzlich dafür. Er kann hier heruntergeladen werden (sehr große Datei: 11.646 KB).

Sigmund Hahn schreibt darin:

"Der damalige Landeskonservator Prof. Hinnerk Scheper und der Architekt Thofehrn, Pfarrer Kitscha mit seinem Gemeindekirchenrat erlaubten damals (1954) meine Arbeit an den Wänden der St. Lukas-Kirche, denn ich hatte gerade den Kunstpreis der Stadt Berlin erhalten. Das kirchliche Bauamt begleitete und genehmigte diese meine Arbeit. Ich war damals 28 Jahre alt, am Ende der Arbeit aber über 30. Ich wählte die Technik des Sgraffito.

Meine Arbeiten in St. Lukas sind die stilisierten Figuren des Lukas, Matthäus, Johannes und der Engel und die Apokalyptischen Reiter, der thronende Christus im Fenster, dies ist stilistisch eine Einheit. Später führte uns Herr Dipl.Ing. Konwiarz, der Nachfolger von Prof. Scheper, am Amt für Denkmalpflege, an die Farbe der Stirnwand und Fenster heran.

Die Sgraffitos

Sankt Lukas

Der Maurer war noch auf dem Bau und legte die verschiedenen Putzschichten auf das Gemäuer. Es ist eine sehr alte, aber auch preiswerte Technik. Originalgroße Kartons hatte ich gezeichnet und nach diesen schnitt ich die Konturen in die Wände. Zuerst entstand der Lukas mit dem Modell der Kirche in der Hand. Es war noch kein Fußboden in der Kirche, im Sand hatte man eine Holzrüstung, die leicht schwankte, vor die Wand gestellt. Da der Putz anfing zu früh abzubinden, habe ich die Nacht durch bis zum Morgen freudig auf den schwankenden Brettern gearbeitet.

Der Lukas mit dem Stier als Symbol trägt die Symbole der anderen Evangelisten auf seinem Gewand. Ich hatte geglaubt, dass er die einzige Figur in dem Kirchenraum bleiben würde. Nachdem Professor Scheper den Lukas gesehen hatte, animierte er uns, die Kirche weiter so zu gestalten. Ihn interessierte gerade auch diese Wandtechnik, war er doch früher in Weimar und Dessau Professor für Wandmalerei. In den 50er Jahren lebte noch die moderne figürliche Malerei, die später von der abstrakten Malerei abgelöst wurde. Die Hauptvertreter der modernen figürlichen Malerei waren Chagall und Matisse, in Berlin Carl Hofer.

So wie der Lukas den Stier als Symbol hat, hier zu seinen Füßen liegend, so steht der Mensch als Symbolfigur beim Matthäus.

Die apokalyptischen Reiter

Auf der Rückwand: Im Bibeltext Offenbarung 6: Auf dem Bild der „Zug der apokalyptischen Reiter“ ist der Block ihrer Plagen zusammengefasst mit dem Wunsch, dass sie uns nun endlich verlassen mögen: Krieg, Tod, Pestilenz und Teuerung. Der kriegerische Reiter vorn nahm Bezug auf den Dschungelkrieg in Vietnam und Korea.

Johannes der Seher

Offenbarung 21,15 besagt, dass der Engel des Menschen Maß hatte und mit Johannes redete. Er zeigte ihm das himmlische Jerusalem und hatte ein goldenes Rohr, dass er die Stadt messen sollte. Auf dem Bild kniet Johannes, der Seher, bei dem Engel und hört von der Geometrie und der Mystik der Zahlen.

Die Mosaike

Mosaik mit Taube
Mosaik Taufe Jesu

Wie aus der Wand heraus-gewaschene Fragmente sollen sie wirken. Die Taube über der Kanzel symbolisiert den heiligen Geist. In Kelchform, schon den 60er Jahren näher, das Mosaik Christus und Johannes der Täufer. Es stellt die Taufe im Jordan dar und gehört zum Taufstein.

Die Fenster

Jesus Christus als WeltenrichterDer Weltenrichter (Foto: Bodo Kubrack)

Im Rundfenster über dem Altar: Der throhnende Christus. Er zeigt das leuchtende Angesicht, aber auch die richterliche, nachdenkliche, dunklere Hälfte, geteilt durch eine Bleirute. 

Die Seitenfenster sind streng in der Teilung, aber in altmeisterlichen Farben. Die Fenster und die Mosaikarbeiten wurden in den Werkstätten August Wagner 1957 hergestellt, die damals noch eine renommierte Werkstatt war, ursprünglich gegründet für den Bau der alten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Mit dem Inhaber, Hans W. Wagner, verband uns nach diesen Arbeiten Freundschaft und er führte mich an viele weitere Aufgaben heran." (Ende des Zitates von Sigmund Hahn)

Die Fenster
Die Fenster
Die Fenster

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Orgeln

Auch hier stammen die Informationen von Herrn Rosinsky, der sich bezieht auf das Buch „500 Jahre Orgeln in Berliner Evangelischen Kirchen“ von Berthold Schwarz und Uwe Pape, Pape-Verlag Berlin 1991; ISBN 3-921140-34-X.

Die ursprüngliche Orgel des Berliner Orgelbauers Carl August Buchholz (Foto auf der Seite 'Geschichte', zweimanualig mit Pedal, 28 Register, mit mechanischen Schleifladen, 1912 repariert und durch den Potsdamer Orgelbauer Alexander Schuke 1937 erneut repariert und auch umgebaut) wurde im Krieg zerstört. Nach dem Wiederaufbau der Kirche wurde 1954 auf der Empore  eine neue Orgel (einmanualig) von der derselben Orgelbau-Firma Schuke konzipiert und eingebaut.

Die zweite Orgel (zweimanualig mit Pedal, 9 Register), die links vorne in der Kirche steht, ist von der Firma E.F. Walcker & Cie., Ludwigsburg. Sie wurde um 1950 für den Gemeindesaal der Dreifaltigkeitsgemeinde in der Wilhelmstr. 115 gebaut und im Jahr 1986 im Zuge der Fusion dieser Gemeinde mit der Lukasgemeinde in die Lukaskirche überführt.

Seitdem erfreuen beide Orgeln die Gottesdienst- oder Konzertbesucher besonders, wenn sie gleichzeitig erklingen.