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Gemeinde Kreuzberg

Geschichte der Stadtmission in Kreuzberg

Foto vom Buch: Kreuzberg und seine Gotteshäuser

Im Herbst 2007 erschien das sehr lesenswerte Buch von Marina Wesner: Kreuzberg und seine Gotteshäuser im Berlin Story Verlag. Bei der Recherche nahm sie auch Kontakt zu unserer Gemeinde auf. Für unsere Homepage stellte sie uns freundlicherweise Text und Bilder der Seiten 87 - 90 zur Verfügung (Hervorhebungen sind vom Webmaster).

"Bereits 1884 wurde hier die Zentrale der Stadtmission gegründet. Dies war gleichzeitig auch die erste Niederlassung der Stadtmission. Genutzt wurden dafür zuerst das Gebäude des ehemaligen »Callenbachs Theater-Varieté«. Dort fanden immerhin 1000 Gläubige Platz. In diesem Raum wurde die so genannte »Schrippenkirche« etabliert. Obdachlose erhielten sonntags kostenlos Brötchen und Kaffee, im Anschluss sollten sie der Predigt zuhören. Das Varieté wurde zum »Stoecker-Saal«, die weiteren Räume zur Hauptverwaltung der Stadtmission.

Stöckerkirche

Einige Jahre später wurde gegenüber diesem Saal die so genannte »Stoecker-Kirche« errichtet. Unter der Anschrift »Am Johannistisch 6« konnte der Grundstein für die neue Kirche gelegt werden. Die Baumeister Heinrich Theising und Georg Schwartzkopff entwarfen eine rechteckige Saalkirche, die sich durch ihre verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten auszeichnete. Dies war ein für die Zeit neuer Denkansatz und trug den zahlreichen Facetten der Missionsarbeit Rechnung. Gleichzeitig entsprach die Kirche ganz den Wünschen und Vorstellungen Stoeckers, die Kosten des Baus übernahmen gänzlich Personen aus seinem Freundeskreis.

Insgesamt fanden in der »Stoecker-Kirche« 1320 Gläubige Platz, nach älteren Aufzeichnungen sollen es sogar 2100 gewesen sein. Es handelte sich um einen Backsteinbau, nur wenige ausgewählte Elemente wurden verputzt. Elemente des Rundbogenstils sollten den wuchtig wirkenden Bau gliedern. Auffällig sind die Portale, sie befinden sich auf den verschiedenen Gebäudeseiten, wurden aber einander so ähnlich gestaltet, dass kaum zwischen Haupt- und Nebeneingang unterschieden werden kann. Auch eine für eine Kirche sonst typische Richtung innerhalb des Baukörpers ist nicht zu erkennen. Trotz dieser Größe wurde auf eine insgesamt schlichte Ausführung Wert gelegt, so wurde auf einen Turm mit Glocken verzichtet.

Stöckerkirche Innenansicht

Während das Äußere, insbesondere die Fenster, einen sehr unruhigen Eindruck vermittelt, weil verschiedenste Stilelemente vermischt werden – vermutlich wurden die großen Rundbogenfenster im Laufe der Zeit verändert – wirkt das Innere klar und kräftig gegliedert. Durch Malerei deutlich akzentuierte Rundbögen und kräftige Pfeiler prägen das Bild, ebenso die betonten Rippen der Deckenkonstruktion. Ein Beispiel für die durchdachte Ausstattung waren Sitzbänke, die umgeklappt werden konnten, sodass die Besucher von Konzerten zur gegenüber vom Altar liegenden Orgelempore schauen konnten.

Zusätzlich befanden sich auf dem Grundstück ein Betreuungs- und ein Verwaltungskomplex.

Im Januar 1944 wurden die Kirche, der Stoecker-Saal und weitere umliegende Gebäude zerstört, mit ihnen verbrannte das gesamte Archiv der Stadtmission.

Die »Johannistischgemeinde« fand schnell eine neue Unterkunft. Kurzfristig wurden Gottesdienste in der Jesus-Kirche abgehalten, dieses Domizil war allerdings unzureichend, und der Pastor der Stadtmission, Hans Dannenbaum, gleichzeitig Wehrmachtsgeistlicher, organisierte die Nutzung der Garnisonskirche am Südstern. Diese Kirche kam den Kirchenmitgliedern aufgrund ihrer Nähe und Größe sehr entgegen. Da gleichzeitig die eigentlichen Nutzer der Kirche, die Wehrmachts-Angehörigen, sie kaum in Anspruch nahmen, war dies eine für beide Seiten akzeptable Lösung. Doch auch diese Kirche wurde im letzten Kriegswinter stark beschädigt, und die Gemeindemitglieder mussten abermals eine andere Bleibe finden. Während die Stadtmission am Wiederaufbau der Garnisonskirche arbeitete (siehe Kirche am Südstern, S. 127), konnten die Gottesdienste übergangsweise in einer anderen Garnisonskirche abgehalten werden, in der katholischen Kirche an der Lilienthalstraße.

Neubau in der Johanniterstr. 2

Die »Missionsstation« verfolgte den Wunsch nach einer eigenen Kirche, gleichzeitig sollte in der Johanniterstraße auch die Zentrale der Stadtmission eine Heimat finden. 1967 konnte endlich der Grundstein gelegt werden. Das Architektenbüro Geber und Risse plante einen schlichten Bau, der aus drei gegeneinander verschobenen Kuben bestand: Der mittlere nahm den Eingangsbereich und die Versorgung auf, angelagert wurde der Kubus für den Kirchsaal, und die Räume für die Verwaltung beherbergte der dritte Baukörper. Während der Bauphase wurde entschieden, die neue Verwaltung nach Neukölln in die Lenaustraße zu verlegen und auf den dritten Kubus zu verzichten. Die Kirche wurde kurzentschlossen als Fragment fertiggestellt. 1968 konnte die Gemeinde in ihr neues Haus ziehen.

1973/74 verkaufte die Stadtmission große Teile des Grundstücks, in den folgenden Jahren entstanden dort Wohngebäude."(Ende des Zitates aus dem Buch)

40-jähriges Jubiläum und Umzug in die Bernburger Straße

Es war am 10. April 2008 genau 40 Jahre her, dass die Kreuzberger Gemeinde in das bisherige Haus in der Johanniterstraße 2 einzog. Dieses Jubiläum feierten wir am Sonntag, den 27. April mit einem FESTGOTTESDIENST.

Nach 40 Jahren war vieles renovier- und reparaturbedürftig. Das wollten wir angehen und planten intensiv. Doch es kam anders. Die Kirche bot der Stadtmission die St. Lukas-Kirche in der Nähe des Anhalter Bahnhofs an. Und so kam es zum Umzug in die Bernburger Straße. Die Räume für den Winterspielplatz mussten noch hergerichtet werden und sind auch kleiner als bisher, dafür hell und trocken. Wir freuen uns über unsereren neuen Standort.