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Serbien

Der Zentralbalkanische Staat, die Republik Serbien liegt zwischen Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Viele verschiedene Volksgruppen leben hier zusammen, Minderheiten, die nicht nur friedlich nebeneinander wohnen.

Schwierig ist es besonders für die etwa 500.000 Roma. Rund 60.000 Roma sollen allein in Belgrad leben. Genaueres weiß niemand, denn nur ein Bruchteil von ihnen ist behördlich registriert. In der Hauptstadt gibt es ungefähr hundert Slums, in denen Roma-Familien mitten in der Stadt auf Mülldeponien, in selbstgebauten Hütten, hausen. Sie leben von dem Verkauf von Müll, solange sie noch nicht aus den Städten ins Umland gesiedelt wurden, wo ihnen auch diese Grundlage fehlt.

Viele Roma, die als Bürgerkriegsflüchtlinge in Deutschland lebten, wurden seitdem abgeschoben, da Serbien als sicheres Land gilt. Dabei ist die Situation für Roma in Serbien alles andere als entspannt. Die Mehrheit der Roma in Serbien lebt in Armut. Viele von ihnen in Barackensiedlungen ohne Strom oder fließend Wasser.

Arbeit gibt es keine. Auch Schulbildung ist oft nicht gesichert, da viele der Kinder nicht amtlich registriert sind. Oft sind Auslöser der Flucht jedoch nicht die erbärmlichen Lebensumstände, sondern gewalttätige Angriffe durch serbische Nationalisten.

Immer wieder berichten aus Serbien geflüchtete Roma von Zwangsräumungen, Angriffen und Bedrohungen durch nationalistische Gruppen und fehlendem Schutz durch die Polizei. Ursache dieser weit reichenden gesellschaftlichen Diskriminierung ist die Stigmatisierung und Ausgrenzung der Roma als „Zigeuner“, unter der sie seit Jahrhunderten zu leiden haben, und die immer wieder zu Gewalt gegen die Angehörigen dieser Minderheit führt.