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  • Veröffentlichungsdatum 17.02.2026

Jubiläum: Das Weit.Blick feiert sechsjähriges Bestehen – und sucht Menschen, die mitgestalten

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„Mama, wollen wir noch ins Café?“, fragt die sechsjährige Elizabella ihre Mutter. Auch Christiane Geisler hat Lust auf einen entspannten Nachmittag. Das Café Weit.Blick ist nur ein paar Stufen entfernt von der evangelischen Kita, die ihre Tochter besucht. Aktuell gibt es noch freie Plätze für Kinder, die Freunde suchen und mit anderen christliche Feste feiern, Lieder singen und kreativ sein wollen. Seit sechs Jahren beherbergt die Berliner Stadtmission im Haus Weit.Blick in der Lichtenberger Archenholdstraße 25 mehrere Projekte: ein Familienzentrum, eine Stadtmissionsgemeinde, das EU-Projekt Akti(F)-Plus „Netzwerk für Familien mit Weit.Blick“ für Menschen in benachteiligten Lebenslagen sowie die gleichnamige Kita und das Café. Am Donnerstag, 19. Februar, wird dieses Jubiläum von 15 bis 18 Uhr gefeiert. Mit einem Tag der offenen Tür, Basteleien, Riesenseifenblasen, einem Lagerfeuer, frischem Kuchen und einem Mini-Gottedienst.

Während Christiane Geisler sich einen Platz im Café ausgesucht hat, um zu entspannen, flitzt Elizabella zum Tresen und bestellt ein Stück Joghurt-Kuchen. Sophia Laabs reicht es ihr. Sie betreibt seit Mai 2022 das Café Weit.Blick, bäckt veganen Kuchen, bereitet Sandwiches zu und lädt zum Waffelmittwoch. „Ab und zu gibt es auch frisch gekochte Suppe“, erzählt die gelernte Köchin. Geöffnet hat das Café dienstags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Wenn die Eltern die Kinder von der Kita abholen, wird es lebendig: Im Winter hüpfen die Jüngsten durch den Toberaum im Keller. Im Sommer tollen sie über den Kitaspielplatz. Christiane Geisler sagt: „Sie können sich frei bewegen und man hat sie gut im Blick.“
Sophia Laabs freut sich, wenn noch mehr Nachbar:innen das Café für sich entdecken: „Zwischen 14 und 15 Uhr finden Gäste hier einen ruhigen Platz.“ Mehrere ehrenamtlich Tätige helfen, das Café zu betreiben.

So wie der 24-jährige Evans Malama und der 26-jährige Mahmoud Tamer. Weil es Mahmoud im Weit.Blick so gut gefällt, kommt er dreimal pro Woche extra aus Tempelhof, um zu helfen. „Früher habe ich in Syrien als Verkäufer in einem Baumarkt gearbeitet“, erzählt er. Im Café bereitet er die Getränke zu, wäscht ab und macht die Abrechnung.

Immer donnerstags ab 15.30 setzt sich Mahmoud Tamer selbst in den Gastraum. Dann findet das Sprachcafé statt. Auch Evans Malama, nimmt teil. Andreas Schaar macht ehrenamtlich als Deutschtrainer mit. Normalerweise arbeitet er als KFZ-Mechaniker bei der BVG und besucht immer sonntags den Gottesdienst in der Stadtmissionsgemeinde Weit.Blick: „Ich habe zeitig Feierabend und hatte das Bedürfnis zu helfen“, erklärt er. 

Stadtmissionarin Jennifer Bast leitet das Familienzentrum. Immer wieder wird sie gefragt, ob das Weit.Blick nur für Christen ist. Doch das Weit.Blick lädt Menschen aller Religionen und Lebensphilosophien ein. „Wir pflegen hier eine offene Willkommenskultur und Menschen unterschiedlicher Herkunft fühlen sich bei uns wohl“, sagt sie und wünscht sich noch mehr Engagierte aus dem Kiez, die das Haus mitgestalten: „So wie eine Mutter aus der Nachbarschaft, die Sport machen wollte und kurzerhand eine Sportgruppe eingerichtet hat.“ 

weitere Informationen:

Barbara Breuer, Pressesprecherin
Telefon: 030 690 33 413
Mobil: 0151 12917353
breuer[at]berliner-stadtmission.de