Wer stellt ganzjährig kostenfrei Lagerraum zur Verfügung? Stadtmission möchte gespendete Kleider aufbewahren
Im Winter herrscht Hochsaison bei der Berliner Stadtmission: Dann werden im Textilhafen wöchentlich bis zu zwölf Tonnen gespendeter Anziehsachen für die Ausgabe in der Kleiderkammer sortiert. Alles, was obdachlose Menschen brauchen, wird in der Lehrter Straße montags bis freitags an täglich bis zu 180 Bedürftige verteilt. Textile Spenden, die nicht zeitnah ausgegeben werden können, sind für die Berliner Stadtmission das ganze Jahr über eine große Herausforderung, denn der evangelische Verein verfügt im Textilhafen lediglich über 400 Quadratmeter Lagerfläche. Es fehlt geeigneter Lager-Raum.
Seit Mitte Dezember und noch bis Anfang Februar können die Mitarbeitenden diese Herausforderung dank der Unterstützung durch den „Verband deutscher Selfstore Unternehmen“ meistern: Das Unternehmen „Lagerbox“ hat der Berliner Stadtmission im Rahmen einer Spende bis Anfang Februar einhundert Quadratmeter Self-Storage-Fläche zur Verfügung gestellt. „Diese Lagerfläche hilft uns, damit wir beispielsweise Winterjacken für Herren, die wir nicht sofort ausgeben können, über mehrere Tage lagern können“, sagt Dana Schmiedel. Die Geschäftsführerin von „Komm & Sieh“ freut sich, wenn sich noch mehr Unternehmen melden, die der Berliner Stadtmission ganzjährig kostenfrei Lagerflächen zur Verfügung stellen.
„Komm & Sieh“ ist ein Tochterunternehmen der Berliner Stadtmission. Es kümmert sich um den Betrieb der Kleidercontainer, ist zuständig für das Sortieren gespendeter Textilien und betreibt auch die Kiezläden. Der Erlös aus diesen Secondhandläden kommt Projekten zu Gute, die sich um obdachlose und bedürftige Menschen kümmern. Dazu werden in den Kiezläden Sachen verkauft, die nicht geeignet sind für die Ausgabe in der Kleiderkammer.
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Barbara Breuer
Pressesprecherin
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