Wohin zum Sterben? Fachtag zur Versorgung für Menschen ohne eigenen Wohnraum
Die Koordinierungsstelle zur Versorgung Wohnungsloser mit lebensbegrenzender Erkrankung in Berlin (KoWohl) ist ein Kooperationsprojekt der Berliner Stadtmission und der Johannesstift Diakonie gAG. Gefördert wird es von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege. Ziel ist, die hospizlich-palliative Versorgung wohnungsloser Menschen zu verbessern. Dabei sollen ihre besonderen Lebenslagen sowie ihr persönlicher Wille und ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Die Koordinierungsstelle greift die Expertise unterschiedlicher Senats- und Bezirksstrukturen auf sowie die von Trägern des Berliner Hilfesystems und entwickelt Angebote weiter. Dazu werden Versorgungslücken identifiziert, Unterstützungen wie Handlungs-leitfäden und Sensibilisierungsformate entwickelt und ein gesamtstädtisches Fachnetzwerk auf- und ausgebaut.
Wichtiges Austausch- und Bildungsformat ist der alle zwei Jahre stattfindende Fachtag Hospiz- und Palliativversorgung für Menschen ohne eigenen Wohnraum. Er findet in diesem Jahr am Freitag, 27. Juni, von 9.30 bis 16.30 Uhr im Festsaal des Evangelischen Johannesstift Spandau, Schönwalder Allee 26/42 in 13587 Berlin statt. „Fokus ist die hospizliche und palliative Versorgung lebensbegrenzend erkrankten Menschen ohne eigenen Wohnraum mit psychischen Erkrankungen und oder Suchterkrankungen“, erklärt Tanja Schleher, fachliche Projektleitung Wohnungsnotfallhilfe der KoWohl. Lethizia Oliver Stanley, Fachliche Projektleitung Hospiz- und Palliativversorgung der Kowohl, ergänzt: „Es ist uns wichtig, dass es zu einem interprofessionellen engen Austausch aller Akteure aus dem medizinisch-pflegerischen und sozialen Bereich kommt zur Verbesserung der Hand in Hand Versorgung der Betroffenen.“
Am Vormittag werden in Fachvorträgen Grundlagen und Praxisbeispiele zur Hospiz- und Palliativ-Versorgung psychisch- und oder suchterkrankter Betroffener dargestellt. Dabei wird auf besondere Herausforderungen eingegangen – wie beispielsweise auf die Frage der Einwilligungs-fähigkeit oder auf die erschwerten Zugangswege zu Versorgungsangeboten. Zudem wird über den aktuellen Stand der Arbeit der KoWohl berichtet. Am Nachmittag erwartet die Teilnehmenden eine breite Auswahl an Workshops, die das Thema des Fachtags und weitere Schwerpunkte wie den Umgang mit Sterbe-wünschen aufgreifen. Die Workshops ermöglichen einen vertiefenden Austausch, praxisorientierte Diskussionen, Fallbeispiele und kollegiale Vernetzung. Dies ist der Link zum Fachtag:
https://www.berliner-stadtmission.de/fachtag-hospiz-und-palliativversorgung
Anmeldungen zum Fachtag sind aufgrund der hohen Nachfrage nur noch begrenzt möglich.
Es wird um vorherige Kontaktaufnahme gebeten unter: 0170 371 8594 oder per E-Mail über kontakt[at]kowohl.org.
weitere Informationen:
Barbara Breuer, Pressesprecherin
Telefon: 030 690 33 413
Mobil: 0151 12917353
breuer[at]berliner-stadtmission.de