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7. November 2017

Mein erster Tag in der NÜ3

Mitarbeiter in der NÜ3

Was würdest du machen, wenn die Temperaturen immer kälter werden, das Wetter schlechter wird, es immer schwieriger wird einen Schlafenplatz in Berlin zu finden, aber du kein Geld hast? So ergeht es ca. 4000 – 6000 wohnungslosen Menschen in Berlin, die fast jeden Tag im Winter ums Überleben kämpfen müssen.

Um ihnen das Leben in der kalten Jahreszeit etwas leichter zu machen, haben seit dem 1. November wieder die Notübernachtungen geöffnet. Als FSJlerin der Berliner Stadtmission hatte ich letzte Woche meinen ersten Arbeitstag in der HalleLuja (NÜ3) in Friedrichshain. Da erst der Beginn dieser Kältesaison ist, war die Halle noch nicht voll besucht. Trotzdem waren ungefähr 50 bis 60 der 120 Betten belegt.

Essensraum HalleLuja NÜ 3

Die HalleLuja, eine große Wärmelufthalle, ist in zwei Teile aufgeteilt: Im größeren Teil befinden sich Stockbetten, die reihenweise aufgestellt und durchnummeriert sind. Der andere Teil der NÜ bildet zunächst den Einlass der Obdachlosen, wo diese abgetastet werden, ihre Sachen abgeben können und ein Bett zugewiesen bekommen. Meine Aufgabe war es, mich nach der Bettennummer zu erkundigen, die Gäste zu ihrem Bett zu führen und gegebenenfalls beim Beziehen zu helfen.

Essensausgabe in der HalleLuja

Außerdem befindet sich in diesem Teil eine kleine Kleiderkammer, wo man die nötigsten Kleidungsstücke erhält, eine kleine Ausgabe für Hygienemittel, Duschen und Toiletten. Weiter drinnen in der Halle gibt es eine Essensausgabe, an der es eine Auswahl an warmen Gerichten, Gebäck, Salat und Joghurt, sowie Getränken gibt. Der „Essensraum“ ist verbunden mit einer kleinen Sofaecke, die im weiteren Verlauf des Abends häufig für interessante Gespräche genutzt wird. Zusätzlich gibt es noch eine kleine Raucherecke, mit einem speziellen Abzug, sodass man erstaunlicherweise den Rauch schon einen Meter daneben nicht mehr riecht.

Für mich war der erste Abend in der Notübernachtung, ein spannender Abend, an dem man mal mit ganz anderen Menschen zutun hatte, viel über schwierige Lebenssituationen einzelner Menschen erfahren hat und man spürbar helfen konnte. Die Dankbarkeit der meistens Gäste lässt einem gleich das Herz aufgehen. Ich freue mich schon sehr auf die kommende Zeit in der HalleLuja!

Anna Junginger
(FSJlerin der Berliner Stadtmission)