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Komm & Sieh

Über uns

Seit 1994 ist Komm & Sieh ein Arbeitszweig der Berliner Stadtmission. 2012 wurde er als Integrationsunternehmen neu geordnet. Seit dem 01.06.2012 sind wir eine gemeinnützige GmbH.

Wer wir sind      |     Interviewreihe: Komm und Sieh stellt sich vor

Komm und Sieh

Unsere Arbeit hat drei Ziele:

1. Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chancen erhalten, weil sie anders sind (gesundheitliche Beeinträchtigungen, nicht-gradliniger Lebenslauf, höheres Lebensalter, sonstige Hemmnisse) erhalten bei uns eine Möglichkeit, ihre Menschenwürde zu erhalten oder neu zu erlangen. Über die Arbeit geben wir Sinn, Anerkennung, Beschäftigung und Menschlichkeit.

2. Wir helfen Menschen in Not. Mit unserer Arbeit statten wir Notübernachtungen, Wohnhilfe und Flüchtlingsprojekte aus. Der Mensch, der sich finanziell nur eine gebrauchte Pfanne leisten kann, findet bei uns eine gute und der, der sich keinen neuen Mantel leisten kann, findet bei uns einen, dem man sein 2. Leben nicht ansieht. 
Und auch dem, der gerne auf Trödelmärkten nach "verborgenen Schätzen" sucht, helfen wir gern.

3. In unseren Läden und Teams wollen wir eine christliche Atmosphäre schaffen, die unsere Kunden spüren. Dazu gehört, dass man in unseren Läden verweilen und mit den Kollegen sprechen darf. Man darf stöbern, man darf kaufen und man darf sich auch einfach nur nett unterhalten.

Interviewreihe - Komm und Sieh stellt sich vor

„… ich mach was bei der Berliner Stadtmission“

Komm & Sieh ist mit seiner Kleiderkammer, der Sortierung und seinem Materialpool im TEXTILHAFEN, seinen 5 Kiezläden, den Wohnungsauflösungen und Transporten und der Verwaltung so abwechslungsreich, spannend und vielfältig!

Und dazu möchten wir Sie einladen:  Hier stellen wir Ihnen Menschen vor, die etwas bei der Berliner Stadtmission machen. Mitarbeitende, Gäste, Ehrenamtliche, Spendende – nur zusammen sind wir eine Gemeinschaft.

Also starten wir in unserem Herzstück: der himmlischen Kleiderkammer. Ohne Ihre Spenden könnten wir hier keine bedürftigen menschen mit Bekleidung versorgen - aber auch nicht ohne Anna & ihr wunderbares Team.
„Suchet der Stadt Bestes, und betet für sie zum Herrn…“ – und wenn Sie  noch ein Paar gut erhaltene Sneaker für uns übrig haben, dann denken Sie auch gerne an uns.

... ICH MACH WAS BEI DER #BerlinerStadtmission #2

Porträt Michael Menzel

„Wie heißt du und was machst du bei der Berliner Stadtmission?“

Mein Name ist Michael. Ich bin Filialleiter im „Komm & Sieh“-Kiezladen in den Wilmersdorfer Arcaden.

„Seit wann bist du bei der Berliner Stadtmission und wie ist es dazu gekommen?“


Zur Berliner Stadtmission bin ich vor acht Jahren gestoßen. Während meiner Umschulung zur „Fachkraft für Information und Empfang“ bekam ich ein zweimonatiges Praktikum in  einem der Kiezläden von „Komm & Sieh“ in der Neuen Christstraße. Als gemeinnütziger Verein gab mir dann „Komm & Sieh“ die Chance, auch mit einer körperlichen Behinderung nach einem Unfall, wieder ins Berufsleben zurückzufinden, zunächst als Spendensortierer in der Lehrter Straße und nun seit fast 6 Jahren als Filialleiter in den Wilmersdorfer Arcaden.

„Was schätzt du an der Arbeit besonders?“

Ich schätze an dieser Arbeit besonders, dass die Einnahmen unseres Kiezladens Menschen in Not, vor allem Obdachlosen und Flüchtlingen, zugute kommen. Aber auch, dass es nicht nur um reinen Verkauf von Kleidung geht, sondern dass der Kontakt zu den Kunden in zum Teil intensiven Gesprächen erhalten wird. Für viele sind wir eine der wenigen Anlaufstationen, um sich auch mal unterhalten zu können, geworden. Seelsorge im Einzelhandel, etwas Einmaliges in den Wilmersdorfer Arcaden und diese Balance ist es, was mich besonders an dieser Arbeit reizt.

„Was war dein besonderes Erlebnis bei / mit der Berliner Stadtmission?“

Einen dieser Tage, der für immer in meinem Gedächtnis verankert bleibt und der meine Arbeit stark beeinflusst hat, war vor drei Jahren: Eine Kundin, die noch nicht lange in Berlin lebte und des Öfteren in unseren Laden kam, verbrachte an diesem Tag einige Zeit bei uns. Während dieser Zeit verstarb zu Hause ihr Ehemann. Sie kam dann an diesem Tag noch einmal in unseren Laden, weil sie nicht wusste, wohin in ihrer Not und keinen Menschen hatte, mit dem sie darüber reden konnte. Zum ersten Mal merkte ich konkret, wie wichtig unsere Arbeit in den Kiezläden auch in Sachen Seelsorge ist. Die richtigen Worte zu finden, zu trösten und Mut zu machen, gehören seitdem genauso zu meiner Arbeit. Bis heute kommt diese Kundin mit Dankesworten und Umarmungen für die Unterstützung an diesem verhängnisvolllen Tag in unsere Filiale...

„Was wäre konkret hilfreich für dich im Zusammenhang mit der Berliner Stadtmission?“


Die jetzige Situation ist durch die Pandemie nicht einfach. Corona bestimmt auch in unseren Filialen das Leben. Abstand halten, Mund/Nasen-Schutz, Hygiene-Regeln, begrenzte Anzahl an Kunden, machen unsere Arbeit komplizierter. Ich wünsche mir, dass „Komm & Sieh“ gut durch diese schwierige Zeit kommt. Hoffnung macht mir, dass wir bisher dank unserer exzellenten Leitung von „Komm & Sieh“ - aber auch durch den unbedingten Willen aller Mitarbeiter - am Ende erfolgreich aus dieser Bewährungsprobe hervorgehen werden.

"Wie heißt du und was machst du bei der Berliner Stadtmission?"

Ich heiße Anna und ich leite die Kleiderkammer im Zentrum am Hauptbahnhof.

"Seit wann bist du bei der Berliner Stadtmission und wie ist es dazu gekommen?"

Januar 2018 habe ich angefangen in der Kleiderkammer ehrenamtlich zu arbeiten. Seit Oktober 2019 bin ich festangestellt. Ich wollte unbedingt anderen Menschen helfen und bin dann auf die Kiezläden gestoßen. Von dort aus schickte man mich dann zu Kleiderkammer, weil dort mehr Hilfe benötigt wurde. Insgesamt, ist mir alles nur durch Zufall zugekommen, hat aber schließlich einen großen Einfluss auf meinem Leben gehabt. 

"Was schätzt du an der Arbeit besonders?"

Am meisten, schätze ich wahrscheinlich die Möglichkeit anderen zu helfen und unseren Gästen durch positive Kommunikation Wertschätzung und Anerkennung zuteilen zu können.

"Was war dein besonderes Erlebnis bei / mit der Berliner Stadtmission?"

Durch den Kontakt mit obdachlosen Menschen lernt man eine ganz andere Seite des Lebens. Solche Bekanntschaften haben meine Weltanschauung stark verändert. Mir ist klar geworden, dass alle Menschen durch ihre Menschlichkeit verbunden sind. 

"Was wäre konkret hilfreich für dich im Zusammenhang mit der Berliner Stadtmission?"

Ich finde, dass mit der Bevölkerung mehr pädagogische Arbeit durchgeführt werden sollte. Es ist wichtig, dass uns als Gesellschaft die Ursprünge und Verhältnisse von Obdachlosigkeit und Benachteiligung klar werden.  

.... Sie haben weitere Fragen an Anna & Ihr Team?

Löchern Sie uns!