NothilfeBerlin
Sachspenden-Button
Spenden-Button
Button Mission
Button Gästehäuser
Mit Link unterlegter Newsletter-Button

#nothilfeberlin-Geschichten

Nachbarschaftshilfe: Zufallsbefund

Letzte Woche sind wir zufällig, bei einer Befragung unserer Mieterinnen und Mieter, auf eine ältere Dame in der 69a gestoßen, die schon seit zwei Tagen nichts mehr zu Essen hatte und nicht in der Lage war, das Haus selbstständig zu verlassen. Aufgrund mehrerer Vorerkrankungen, die auch ihre Atemwege betrafen, schien es für sie unmöglich, Einkäufe zu erledigen. Zudem war ihr Medikamentenvorrat aufgebraucht und sie hatte schon erste körperliche Beschwerden. Sie schien keine Verwandten und/oder Freunde in der näheren Umgebung zu haben; auch ihre Tochter lebt im Ausland.

Frau öffnet Helferin die Tür

In Zusammenarbeit mit der Stadtmissionsgemeinde am Hauptbahnhof, die seit Anbeginn der Krise Nachbarschaftshilfe leistet und der Logistikküche versuchten wir, möglichst schnell eine Lösung zu finden. In kürzester Zeit stellten wir aus Sachspenden einen Korb zusammen, um der Dame erst einmal etwas zu Essen zu bringen. Darüber war sie schon sehr glücklich. Anschließend berieten wir uns über das weitere Vorgehen und schalteten einen ambulanten Arzt dazu, der sie am Samstagvormittag besuchte und ihr alle nötigen Medikamente verschreiben konnte.

Wir bleiben in regelmäßigen Abständen mit ihr telefonisch in Verbindung und versuchen ihr auch seelisch in dieser Zeit beizustehen. Ein kurzer Abstecher zur Apotheke und die Vermittlung zu einem langfristigen Einkaufsdienst konnten alle aufgetretenen Schwierigkeiten endgültig lösen. Wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam unserer Mieterin auf dieser Weise helfen konnten.

Spendenbutton

Wir nähen Mund-Atemmasken

Mitarbeiterin mit genähten Mundmasken

In unserem Textilhafen von Komm & Sieh wurde ein Nählabor mit zwölf Arbeitsplätzen eingerichtet. Warum? Wir wollen Nothilfe leisten und planen als #notilfeberlin-Aktion wöchentlich bis zu 4.500 textile Mundmasken und 150 Schutzkittel herzustellen. Diese Masken sollen dann an Mitarbeitende und Bedürftige verteilt werden. Sie bieten zwar keinen medizinischen Schutz, aber der/die Träger leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz, denn sie reduzieren den Tröpfchen-Ausstoß durch Niesen etc. Außerdem wollen wir Do-it-yourself-Kits anbieten mit Anleitung und Stoff, den ihr bestellen und eine Mundmaske selbst nähen könnt.

Ladet euch hier die Nähanleitung und den Infozettel zum Do-it-yourself-Kit hertunterladen.

Spendenbutton

Der Kältebus fährt weiter

Kältebusgrafik

Normalerweise muss er Ende Mürz zurück in die Garage: Der Kältebus der Berliner Stadtmission ist in jedem Jahr von Anfang November bis Ende März nachts in der Hauptstadt unterwegs. Sein Auftrag: die Menschen, die auf der Straße leben mit einem heißen Getränk, einem Schlafsack oder eine Isomatte zu versorgen. Und die Obdachlosen, die dies wünschen, in einer Notunterkunft zu bringen, sie damit vor der Kälte zu retten.

Aber in diesem Jahr ist alles anders: Die Berliner Stadtmission fährt weiter! Ab Montag, 6. April, wird die Nachtgestalt dann erstmals zum Frühaufsteher: Der Kältebus wird dann tagsüber durch die Straßen Berlins rollen, um obdachlose Menschen aufzusuchen.

Die erste Fahrt

Und die erste Fahrt verlief gut. Zu Beginn hatten wir noch ein Fernseh-Team vom Rbb dabei und haben kurze Frequenzen gedreht, um mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen und uns Tipps für Spots zu geben, an denen sich obdachlose Menschen tagsüber aufhalten. Danach sind wir in die Kopenhagener Straße gefahren, nach Gesundbrunnen, zum Ostbahnhof bis hin zum Alexanderplatz.

Mitarbeitende vom Kältebus besuchen Obdachlosen

Die wohnungslosen Menschen, die wir angetroffen haben, haben sich sehr über eine warme Mahlzeit gefreut. Gerade die Menschen, denen es sonst auch nicht möglich ist, in eine Notübernachtung zu gehen, haben uns sehr viel Wertschätzung entgegen gebracht. Obst und Nothilfepäckchen waren in den ersten Stunden sofort weg. In den nächsten Tagen versuchen wir auch anzubieten, dass die Wohnungslosen sich mobil bei uns die Hände waschen können. Auch wollen wir beim Textilhafen nach Mundmasken für sie fragen. Nach fünf Stunden fahrt, haben wir 35 Menschen glücklich gemacht.

Wie ihr uns helfen könnt: Nennt uns Orte, an denen sich obdachlose Menschen tagsüber aufhalten oder "eingerichtet" haben. Das ist wirklich wichtig für uns.
Schreibt an

Spendenbutton