Wenn Ostern mehr ist als Ostereiersuchen
Erst 40 Tage fasten, um es dann zur Belohnung an Ostern richtig krachen lassen zu können. So ist es üblich für viele von uns. Zwischen gutem Essen, der Ostereiersuche und dem Familie treffen, geht aber oft der eigentliche Grund verloren, warum wir Ostern feiern. Was steckt hinter Ostern und was hat Karfreitag damit zu tun? Das sind so Sachen, die vielen gar nicht mehr bewusst sind. Wenn wir uns die christliche Sicht dieser Tage einmal anschauen, haben sie für gläubige Menschen eine ziemlich wichtige Bedeutung.
Die ganze Story fängt an Gründonnerstag, also dem Tag vor Karfreitag an. Christen erinnern sich an diesem Tag daran, dass Jesus mit seinen engsten Freunden und Begleitern, den sogenannten Jüngern, das „letzte Abendmahl“ gefeiert hat. Im Prinzip hat Jesus genau das gemacht, was wir als Abendmahl aus der Kirche kennen. Er wollte damit ankündigen, dass er für uns Menschen sterben wird. Dabei stand das Brot, was er gebrochen hat, symbolisch für seinen Körper. Der Wein stand für das Blut, was er am Kreuz für uns vergießen würde.
Danach ist dann genau das passiert, was Jesus mit dem Abendmahl schon angekündigt hat. Er wurde von einem seiner Freunde an die Hohenpriester verraten. Diese wollten Jesus damals ausschalten, weil er immer mehr Einfluss bekam und sie Angst hatten, dass die Menschen ihm mehr glaubten als ihnen.
Einen Tag später, also an Karfreitag, erinnern wir uns daran, dass Jesus gekreuzigt wurde und am Kreuz gestorben ist. Das alles hat er für uns Menschen getan. Jesus musste sterben, um den Tod zu besiegen, damit wir uns nicht mehr selbst für unsere Schuld und Fehler verantworten müssen.
Da Deutschland christlich geprägt ist, erklärt das auch, warum Karfreitag zu einem der strengsten und wichtigsten Feiertage gehört. Es gibt zum Beispiel an diesem Tag in den meisten Bundesländern ein Tanzverbot, das es untersagt, unterhaltende Veranstaltungen anzubieten. Man kann also an diesem Tag leider in der Regel nicht feiern gehen.
Dafür dürfen wir an Ostern umso größer feiern. An diesem Tag ist etwas passiert, womit niemand gerechnet hat: Drei Tage lang, dachten alle Jesus wäre wirklich tot. Seine Familie und Freunde glaubten, sie hätten sich in Jesus getäuscht und er wäre einfach nur ein ganz normaler Mensch gewesen. Doch am Ostermorgen erinnern wir uns daran, dass Jesus nicht tot geblieben ist. Er ist wieder lebendig geworden und von den Toten auferstanden. Damit hat Jesus den Tod besiegt und gezeigt, dass er wirklich Gottes Sohn ist. Durch Jesus sind wir nicht mehr getrennt von Gott, sondern dürfen mit ihm in Beziehung leben. Wir müssen keine Opfer mehr bringen, um mit Gott in Kontakt treten zu können, wie es zur Zeit des alten Testaments üblich war. Wir können einfach mit Gott reden und ihm erzählen, was uns beschäftigt, uns freut oder Sorgen bereitet. Das ist der Grund, warum wir uns an Ostern freuen dürfen.
Auch wir in der Berliner Stadtmission feiern Ostern in unseren Gemeinden. Hier gehts zu den Terminen!
Die ganze Geschichte rund um Ostern können Sie auch in der Bibel nachlesen: Lukas Kapitel 22 - 24