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Herr K.

Herr K. steht hinter einem Bett im Krankenhaus

Neuanfang

Herr K. ist wohnungslos und lebt in einer Wohnhilfe der Berliner Stadtmission. Doch seit Neuestem schiebt der Krankenbetten in einem Krankenhaus und verteilt die Post. Herr K. ist einer der ersten Teilnehmer des neuen Projekts Restart, welches Ende 2018 mit seinem ersten Arbeitsvertrag begann.

Herr K. lebte schon eine Weile in der Wohnhilfe und wünscht sich wie viele  andere  Wohnungslose einen Job, mit dem er sein eigenes Geld verdienen kann. Da bei vielen Wohnungslosen das letzte Arbeitsverhältnis eine Weile her ist bzw. sie in den Augen der Arbeitgeber zu alt sind, erweist sich die Suche über das Jobcenter als sehr schwierig und ernüchternd.  Diese Lücke versucht Restart nun zu schließen. Die Idee, gemeinsam mit Unternehmen dieses Problem anzugehen, entstand, als ein Geschäftsführer am Seitenwechsel der Berliner Stadtmission teilnahm. Im Seitenwechsel tauschen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmen ihren Arbeitsplatz für eine begrenzte Zeit mit einem Aufgabenbereich in einem unserer Projekte. In diesem Fall einer Wohnhilfe.

Potenzial für beide Seiten

Die Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen der Wohnhilfe und der Geschäftsführer erkannten schnell das Potenzial: Der Fachkräftemangel z.B. im Bereich Facility Management auf der einen Seite und die wohnungslosen Menschen in unseren Einrichtungen, die Probleme haben nach ihrer Wohnungslosigkeit Jobs zu finden und in einer Sackgasse stecken auf der anderen Seite. 

Für Herrn K. war dies die Möglichkeit, sich langsam in das Arbeitsleben zurückzufinden, begleitet von Sozialarbeitern der Berliner Stadtmission und in einem dafür passenden Aufgabenbereich in einem Partnerunternehmen. Er ist schon älter, aber hoch motiviert. Er kümmert sich nun um die Post in einem Krankenhaus und um den Transport von Betten. Durch diese Tätigkeit hat er viel Kontakt zu den Kollegen und Kolleginnen, von denen er positives Feedback erhält. Das Gefühl, dass er gebraucht wird, hat er vermisst und lange nicht mehr erlebt. Mit dieser positiven Resonanz fällt der Wiedereinstieg Herrn K. gleich viel leichter.

Zweite Chance

Trotzdem achten die Betreuer auf ihn, dass er sich nicht gleich übernimmt. Auch das Krankenhaus zeigt sich flexibel, wenn es für Herrn K. mal etwas schwieriger ist. Dann darf er auch mal einen Tag weniger Stunden machen und sie später wieder aufbauen. Diese Flexibilität schützt die Teilnehmer davor, gleich gekündigt zu werden, während sie sich langsam wieder an das Arbeitsleben gewöhnen. Denn der Weg von der Straße wieder in die eigene Wohnung bedeutet harte Arbeit sowohl bürokratischer Art als auch an sich selbst.

Projekte wie Restart helfen Menschen wie Herrn K. bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Dank der Offenheit und Flexibilität von Unternehmen und deren Mitarbeitern und dank vieler Spenden, die diesen Weg erst möglich machen konnte Herr K. seine zweite Chance wahrnehmen und daran festhalten.