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SM Panorama: Ausgabe 1/2016

Jahreslosungskarte mit einer Hand.

Trostlose Zeiten?

Portraitfoto Joachim Lenz

Jahreslosung 2016
Gott spricht: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“
Jesaja 66,13

Jedenfalls leben wir in schwierigen Zeiten – mit vielen Fragen und vielen Antworten: zu Europa, zum Euro, zur Flüchtlingssituation. Tragen sie, die Antworten? Welchen Politikerinnen und Politikern sollen wir trauen? Wem trauen wir zu, unsere Probleme zu lösen? Auf dem Weg durch die Wüste zieht sich der Anführer des Volkes Gottes zurück. Die Bibel erzählt, dass Mose auf einen Berg geht, um mit Gott zu sprechen. Dort will er Wegweisung und Zuspruch erhalten. Damit der Weg durch die Wüste und durch’s Leben Orientierung hat. Mose, der Anführer, muss sich sortieren. Gott fragen.

Schnelle Lösungen – oder warten?

Also lässt er das Volk lagern und zieht sich auf einen einsamen Berg zurück. Das Volk wartet. Aber es will schnelle Lösungen. Einen, der sagt, wo es lang geht, der nicht lange nachdenkt und wartet wie Mose. Und so einen starken Mann gibt es. Einen starken Mann, der weiß, wo es lang geht – den gibt es immer. Er übernimmt schnell die Führung. Dem Volk gefällt das. Während Mose auf dem Berg mit Gott ringt, fordert der starke Mann die Leute auf, ihren Schmuck zu bringen. Den lässt er einschmelzen und daraus ein goldenes Kalb machen. Das Volk johlt und tanzt darum herum. (2. Mose 32) Als Mose vom Berg kommt, hält er die Lösung in den Händen. Zwei Steintafeln. Mit zehn Geboten. Ein Wegweiser fürs Leben. Keine Parolen, sondern ein Geländer. Aber das Volk tanzt und sieht ihn nicht.

Und nun?

Jede Geschichte geht weiter. Der Tanz ums goldene Kalb wird das Volk damals teuer zu stehen kommen. Schnelle Lösungen greifen schnell zu kurz. Wie wird der Tanz bei uns weitergehen? Unsere Jahreslosungskarte zeigt eine Hand. Mütter können mit Händen trösten. Hände halten, streicheln, schützen, weisen den Weg. Unsere Zeiten sind nicht trostlos, nie und nimmer. Schenke Gott, dass wir uns Zeit nehmen und uns von ihm trösten lassen und misstrauisch gegenüber allen schnellen Lösungen sind.

Das wünscht mit herzlichen Segensgrüßen

Ihr Pfarrer Joachim Lenz

Hilfe, Vertrauen, Trost

„Ich fühle mich hier zu Hause.“ Der das sagt, lebt erst seit einem halben Jahr in Deutschland. Rabih Barghuth musste mit seiner jungen Familie aus der syrischen Heimat fliehen. Seine bewegende Geschichte finden Sie im Heft. Wie kann das sein? Ein Mensch erlebt Gewalt, Angst, Verlust von Heimat, Hab und Gut, Familie. Er muss Frau und Kind unterwegs zurücklassen, nimmt Gefahren und große Strapazen auf sich, kommt an in einem fremden Land, einer Metropole wie Berlin. Er lebt in einer Notunterkunft*, steht mit tausenden Schicksalsgenossen tagelang in Warteschlangen ... und sagt nach wenigen Wochen mit warmem Lächeln: „I feel home – Ich fühle mich hier zu Hause“. Er ist von Herzen dankbar: Deutschland, „Mother“ Merkel und insbesondere den Menschen, die ihn empfangen, ihm geholfen und das Gefühl gegeben haben: Du bist uns willkommen, dein Leben ist gerade nicht leicht, aber du bist nicht allein. Du schaffst das, wir schaffen das. Wie tröstlich!

Schutzengel

Zum Trost gehört Vertrauen. Ich muss mich darauf verlassen, dass wer mich tröstet, es gut mit mir meint, mich nicht belügt, meine Bedürftigkeit aushält und zu mir steht. Gute Eltern und Großeltern sind so, enge Freunde – Gott. Und manchmal auch Fremde, die in schweren Zeiten plötzlich da sind, helfen und trösten. Wie Schutzengel. Großes Glück, sie zu erkennen und ihren Trost annehmen zu können. So wie Rabih. Die Geschichte seiner Flucht hat übrigens ein vorläufiges wunderschönes Ende gefunden – mehr wird hier nicht verraten, lesen Sie weiter auf Seite 8. Ich wünsche Ihnen in diesen Wintertagen, dass der Gedanke an den (ganz sicher!) kommenden Frühling tröstlich ist und manches Frösteln erträglicher macht.

Herzlichst Ihre Bettina Kopps

Auszüge aus dem Kältebus-Tagebuch - "Sonst wäre er gestorben."

Wohnungsloser Mann mit einem gezeichneten Bild.Marek (Name geändert) hat als Dankeschön ein Bild gezeichnet.

Der Kältebus fährt jede Nacht von 21 bis 3 Uhr. Er versorgt Obdachlose mit Decken und heißen Getränken oder bringt sie in eine Notunterkunft. Tobias Hanßmann (20) fährt den Bus. In seinem Kältebus-Tagebuch verarbeitet er Erlebnisse und Eindrücke seiner eindrucksvollen Arbeit:

3. Januar. In einer der ersten kalten Nächte dieses Winters retten meine Kollegen einen Rollstuhlfahrer vor dem Erfrieren. Das Thermometer zeigt minus 8 Grad, der Wind ist schneidend. Ein Anruf der Polizei informiert uns über einen Mann, der vor einem S-Bahnhof sitzt. Er ist stark unterkühlt, hat erste Erfrierungen an Händen und Füßen. Der Obdachlose kommt mit in die Notunterkunft in der Lehrter Straße. Hätten ihn die Polizisten nicht gefunden, wäre er in dieser Nacht gestorben.

4. Januar. Der große Kälteeinbruch ist da, wir bekommen Anrufe im Minutentakt. Draußen ist es glatt und eisig. Die Notübernachtungen sind voll. In der Lehrter Straße im Zentrum der Berliner Stadtmission ist noch Platz. Wir bekommen einen Anruf von Passanten, dass ein obdachloser Mann vor dem Hauptbahnhof schläft. Ich erkenne ihn. Harald* lebt seit mehreren Jahren auf der Straße. Erst vor wenigen Tagen wurde er operiert. Trotzdem schläft er weiter im Freien, will in keine Notunterkunft. Wir packen ihn warm in drei Decken ein, das ist das Einzige, was wir für ihn tun können und versprechen, bald wiederzukommen. Ein Security-Mitarbeiter hat vom Alexanderplatz angerufen. Ein Obdachloser mit Gipsarm hatte im Sparkassen-Vorraum geschlafen. Weil sich Passanten beschwerten, musste er raus. Auch er leidet bereits unter Erfrierungen. Wir nehmen ihn mit in die Notübernachtung Lehrter Straße. Ein Passant hat einen Wohnungslosen ohne Decke vor einem Café auf dem Bordstein gefunden. Als wir ankommen, sehen wir, dass der Mann verprügelt wurde. Er hat Prellungen, Schürfwunden. Auch er kommt mit in die Notübernachtung, wo sich ein Arzt um ihn kümmert.

5. Januar. Wieder gut 8 Grad minus. Der erste Anrufer informiert uns über einen jungen Mann, der nur auf einer dünnen Pappe sitzt. Als wir bei ihm sind, will er keine Hilfe, er pampt mich an. Auch das gehört zum Job. Nicht jeder will sich helfen lassen. Viele Obdachlose sind Einzelgänger, es fällt ihnen oft schwer, Hilfe anzunehmen. Wir werden trotzdem weiterhin nach ihm sehen. Weiter geht es zu Marek*. Wir besuchen ihn bereits zum zehnten Mal in diesem Winter. Er freut sich immer über Tee und einen Keks. Auch wenn ich privat in der Nähe bin, schaue ich bei ihm vorbei. Er kann gut zeichnen, hat mir als Dankeschön ein Bild gemalt. Die Straßenverhältnisse sind in dieser Nacht sehr schlecht. Wir schlittern knapp 70 Kilometer durch die Stadt. Die Kollegen vom zweiten Kältebus rufen an. Sie haben sich auf der glatten Straße gedreht, brechen ab. Zu gefährlich.

6. Januar. Minus 7 Grad. Die gefühlte Temperatur ist weitaus tiefer. Wir spüren, dass der Kältebus mittlerweile im Bewusstsein der Berliner verankert ist. Zu den Anrufen in der Nacht kommen tagsüber E-Mails von besorgten Menschen. Ich bin beeindruckt, danke dafür!

Sozialsenator Czaja mit Kältebusfahrer Tobias vor dem Kältebus.

7. Januar. Heute nimmt ein prominenter Beifahrer neben mir Platz. Sozialsenator Mario Czaja begleitet mich bis Mitternacht. Ich drücke ihm unser Handy in die Hand. Er nimmt die Anrufe entgegen, führt unsere Statistik. Er ist engagiert, spricht einfühlsam mit den Anrufern. Gemeinsam fahren wir zu einer Gruppe von drei Obdachlosen. Wir sprechen mit ihnen, ich lasse jedem einen Becher Tee da. Wir haben immer Süßigkeiten dabei. Zucker ist gut gegen die Kälte. Es geht weiter. Gleich sechs Anrufer melden, dass ein junger Mann schutzlos in einer S-Bahn-Unterführung sitzt. Als wir ankommen, erzählt er uns von seinem Besuch beim Jobcenter am Tag zuvor. Wir geben ihm einen Flyer von Beratungsstellen. Er verspricht hinzugehen. Gegen zwei Uhr nachts haben wir richtig Pech. Auf dem Weg zu Jens*, einem jungen Obdachlosen, schneidet uns ein Auto. Wir kommen ins Schlittern und fahren auf. Unser Bus ist zum Glück noch fahrtüchtig. Wir laden Jens ein. Als er im warmen Auto sitzt, bedankt er sich: „Euch schickt der Himmel. Wenn ich von der Straße weg bin, werde ich versuchen, das alles zurückzugeben, indem ich auch Menschen helfe!“ Um drei Uhr stellen wir den Bus wie jede Nacht ab und gehen nach Hause.

Tobias Hanßmann (20) kam im Sommer 2014 für ein Freiwilliges soziales Jahr bei der Stadtmission nach Berlin. Seit November ist er Teamleiter von vier Kältebusfahrern.

Gesund werden und Kräfte sammeln - Pflegezimmer für kranke Obdachlose

Seit Mitte Dezember bietet die Berliner Stadtmission vier Pflegeplätze für kranke wohnungslose Menschen an. Es ist ein Angebot der Kältehilfe und endet am 31. März. Stadtmissionsmitarbeiter Christian Block ist Krankenpfleger, Sozialarbeiter und -pädagoge. Er koordiniert Arbeitsabläufe und ist als Krankenpfleger tätig.

SM-Panorama: Was erwartet die Patienten?

Christian Block: Es ist eine kleine, gemütlich eingerichtete 2-Zimmer-Wohnung mit je zwei Betten, einer Wohnküche und einem modernen Bad. Die Patienten werden vormittags von einer Pflegekraft betreut, mittags kommt für zwei bis drei Stunden ein ehrenamtlicher Helfer, der alles in Schuss hält. Die Mahlzeiten kommen aus der Küche der Notübernachtung. Nachts schaut jemand aus der Notübernachtung vorbei. Den Rest der Zeit sind die Patienten für sich.

SM-Panorama: Für wen ist das Angebot geeignet?

Christian Block: Die Patienten sind obdachlos, meist waren sie zuvor in der Notübernachtung in der Lehrter Straße. Sie leiden z. B. unter schweren grippalen Infekten, Hauterkrankungen oder Verletzungen. Bei uns können die Menschen in aller Ruhe gesund werden und sich erholen. Sie sind in einem warmen, sauberen Bett, bekommen gutes Essen, medizinische Behandlung, menschliche Zuwendung und Geborgenheit ... all das, was ihnen in ihrem Leben auf der Straße fehlt. Es gibt aber auch Regeln: Kein Alkohol und keine Besucher. Wer sich daran nicht halten will, kann nicht bleiben. Leider ist das schon vorgekommen.

SM-Panorama: Und wenn die Patienten wieder gesund sind?

Christian Block: Neben der medizinischen Seite hoffen wir, dass bei unseren Patienten der Wunsch aufkommt, mit dem Leben auf der Straße Schluss zu machen. Darum sind unsere Mitarbeitenden auch als Sozialarbeiter tätig. Wir haben zurzeit einen 80-jährigen Patienten, ein weitgereister Weltenbummler, der seit Jahrzehnten keinen Wohnsitz mehr hat. Auf den Vorschlag, für ihn einen Platz in einem Pflegeheim zu suchen, bekamen wir die freundliche Antwort: ,Danke, so mit 90 Jahren komme ich gerne auf das Angebot zurück.’ Andere nehmen weiterführende Hilfe an. Das ist natürlich das Beste. Aber schlimmstenfalls müssen wir die Menschen auf die Straße entlassen. Das ist dann hart – auch für die Mitarbeitenden.

www.berliner-stadtmission.de/kaeltehilfe

 

Unterstützung von vielen Seiten für die Berliner Stadtmission

Ein Foto einer Spielszene des Eishockeyspiels Eisbären Berlin vs. Augsburg Panther

Auch Firmen und Vereine unterstützen – oft in jahrelanger Verbundenheit – unsere Arbeit. Zum Beispiel die Berliner Eisbären. Auch dies Jahr sammelten die Fans für unsere Kältehilfe. Ein 7,5t LKW mit Kleidung und Schuhen – teils neu gekauft – kam zusammen. Dazu eine Summe von über 2.600 Euro für unsere Arbeit in den Kältemonaten. Vielen Dank Eisbärenfans!

Auch die Firma Globetrotter unterstützt seit Jahren die Kältehilfe. Die Kunden sammeln Schlafsäcke und Isomatten für Obdachlose. In diesem Winter kam die Hilfe in einer prekären Situation: Die Schlafsäcke, die unser Kältebus an Bord hat, um sie Obdachlosen zu geben, die nicht mit in eine schützenden Notunterkunft fahren wollen, waren komplett aufgebraucht. Dabei sind sie lebensrettend. Die Übergabe der gespendeten Schlafsäcke war ein Geschenk des Himmels. Danke!

Fast Retailing Co., Ltd. , das führende japanische Bekleidungsunternehmen, spendete im Januar rund 50.000 Kleidungsstücke, um Flüchtlinge und Obdachlose in diesem Winter zu unterstützen. 10.000 davon wurden von Kunden in europäischen UNIQLO Stores (eine Marke des Unternehmens) gespendet. 50 Mitarbeitende von UNIQLO Deutschland und dem Ausland unterstützten als freiwillige Helfer bei der Sortierung und Verteilung der Kleidung in Notunterkünften der Berliner Stadtmission.

www.berliner-stadtmission.de/spenden

Menschen finden eine neue Heimat - "I feel home"

Rabih Barghuth stammt aus der syrischen Kleinstadt Dael. Dort lebte er mit seiner Frau Israa und dem zweijährigen Sohn inmitten von Krieg, Angst und Zerstörung. Obwohl die junge Frau hochschwanger ist, beschließt das verzweifelte Paar, Rabih auf die Flucht und die Suche nach einem besseren Leben zu schicken.

Heimatgefühle in der Fremde

Vier Wochen dauert die gefährliche, äußerst beschwerliche Flucht: Über Syrien und Jordanien (hier bleiben Israa und der Sohn) in die Türkei, im Boot nach Griechenland, per Bahn zur mazedonischen Grenze, zu Fuß in die serbische Hauptstadt, im Bus an die ungarische Grenze, zwei Tage im kalten Regen ohne Essen und Trinken, zu Fuß bis Budapest, dann nach München, schließlich im Zug nach Berlin. Das LAGeSo schickte den 29-Jährigen in die Notunterkunft für Flüchtlinge der Stadtmission in der Kruppstraße. Am 5. August bezieht Rabih seine vorläufige Unterkunft. „I feel home – ich fühle mich hier zu Hause,“ sagt der junge Mann dankbar. Das ZDF begleitete ihn im Herbst bei seinen ersten Erfahrungen in Berlin. Mit dem Handy filmte er Begegnungen mit der deutschen Alltagskultur und geriet über deutsche Gepflogenheiten ins Staunen. Etwa Fußgängerampeln – in Syrien gänzlich unbekannt. „Die Leute warten sogar, bis es grün wird“, wundert er sich lachend.

Das Leben kann weitergehen

Auf das Schönste aber musste Rabih Barghuth ein halbes Jahr warten: Am 14. Januar konnte er endlich seine Familie am Flughafen Tegel in Empfang nehmen und zum allerersten Mal seine sieben Monate alte Tochter im Arm halten. Sie wurde in Jordanien geboren, als der Vater schon auf der Flucht in Richtung Deutschland war. Die Familie wird jetzt aus der Notunterkunft in eine eigene Wohnung umziehen. Nun kann das Leben weitergehen.

Rahib mit seiner glücklichen Familie.

Die Spuren der Flucht

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Kleiderkammer der Flüchtlingsunterkunft Mertensstraße haben tagtäglich vor Augen, was den ankommenden Menschen angetan wurde. Sie sehen die deutlichen Spuren, die Krieg und Verfolgung, die Strapazen der langen Flucht, der Verlust von Heimat und Habe, die stete Sorge um die Kinder und der Hunger hinterlassen haben. Die meisten sind sehr schlank, einige fast mager. Sehr oft besitzen die Flüchtlinge nur noch das, was sie auf dem Leib tragen. In der Kleiderkammer können sie sich warme Wintersachen aussuchen und probieren einiges an. Die meisten Männersachen sind viel zu groß, hauptsächlich werden kleine Größen benötigt. Die Frauen sind glücklich, wenn sie für ihre Babys eine warme Winterausstattung bekommen.

Ankommen, dazugehören

Ein ehrenamtlicher Helfer gibt an einer voll besetzten Biertischgarnitur Deutschunterricht. Viele wollen deutsch lernen und hören begierig, was er ihnen mit großer Geduld und Freundlichkeit beibringt. Etliche üben noch lange nach dem Unterricht. Sie wollen ankommen, dazugehören, wieder ein eigenes Leben in der neuen Heimat beginnen.

Flüchtlingshilfen der Berliner Stadtmission

• Notunterkunft Mertensstraße: 1000 Plätze (seit Oktober 2015)
• Notunterkunft Kruppstraße: 294 Plätze (seit Ende 2014)
• Haus Leo: 135 Bewohner davon 60 Kinder. 2012 für besonders schutzbedürftige Familien eingerichtet.
• Sharehaus Refugio: 20 Bewohner. In dem integrativen Projekt leben seit Sommer 2015 Flüchtlinge mit Einheimischen unter einem Dach.

Ihre Spende hilft! Durch Sie - über uns - für andere

Ein voll gedeckter Tisch.Gemeinsam kochen und essen - für ehemals wohnungslose Menschen ein wichtiger Schritt in einen geregelten Alltag.

Erst koordinieren …

In unserer neuen großen Flüchtlingsunterkunft haben wir in den letzten Monaten so schnell so viele Menschen aufgenommen, dass bei der Unterbringung oft nur Grundbedürfnisse berücksichtigt werden konnten. Unser Koordinator in der Flüchtlingshilfe sorgt dafür, die Situation kontinuierlich zu verbessern. Menschenwürde und persönlicher Schutz jedes Flüchtlings liegen ihm am Herzen. Er achtet darauf, dass die uns anvertrauten Mittel nachhaltig und verantwortungsbewusst eingesetzt werden.

… dann integrieren

Schnelles Reagieren ist unsere Stärke! Wir tun viel dafür, dass die Menschen gut in unserer Gesellschaft ankommen: Sprachkurse, Hilfe im Behördendickicht, Arbeitssuche. Auch hier steht den Flüchtlingen ein speziell beauftragter Mitarbeiter zur Seite, der die vielfältigen Kontakte der Berliner Stadtmission zur Wirtschaft und Politik unbürokratisch nutzt und damit Integration und Beschäftigung für Flüchtlinge fördert. Helfen Sie mit, Flüchtlingen sicher und geschützt eine Perspektive zu geben.

Im Winter …

spielen die Notunterkünfte und unsere Kältehilfe eine Hauptrolle. Besonders schutzbedürftige Frauen finden in unserer Notübernachtung eigene Räume, in denen sie sicher sind. Die Berliner Stadtmission stellt übrigens mehr als die Hälfte aller Übernachtungen in Kältenotunterkünften für Obdachlose in Berlin.

Sommers, wie winters …

In unseren neu eingerichteten Pflegezimmern finden – einmalig in Berlin – kranke wohnungslose Menschen Betreuung und Fürsorge. Die Einrichtung ist spendenfinanziert. Mit Ende der Kältehilfe fehlen ab April 2016 pro Tag 250 Euro. In unserem Wohnheim, in dem 120 wohnungslose Menschen auf dem Weg in ein geregeltes Leben ein eigenes Zimmer beziehen können, müssen die zehn Gemeinschaftsküchen dringend erneuert werden. Dafür benötigen wir 5.000 Euro pro Küche. Jeder Euro zählt!

Helfen Sie uns zu helfen! Ermöglichen Sie wohnungslosen Menschen in Berlin den Weg in eine bessere Zukunft!

http://www.berliner-stadtmission.de/spenden

Allzeit bereit!

Das Motto der Pfadfinder, Allzeit bereit, trifft auch unsere Ausrichtung. Wir wollen uns um Menschen kümmern, wann immer sie es nötig haben. Das gelingt auch immer wieder. Mit Ihrer Unterstützung können wir uns Aufgaben stellen, auch wenn Gott sie uns ganz plötzlich vor die Füße legt. Danke!

Ihr Joachim Lenz

Stadtmission zum Dabeisein 2016 - herzliche Einladung!

139. Jahresfest am Sonntag, 6. März um 11 Uhr
Beginn mit Festgottesdienst (mit Kindergottesdienst und Kinderwagenlounge)

1. Schiffsgottesdienst am Ostermontag, 28. März, 11 Uhr,
Anlegestelle Paul-Löbe-Haus

Gottesdienst im Hauptbahnhof in der Osternacht, 26. März, 21 Uhr

 Das Beste – Fest für die Stadt, 3. Juli 2016