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SM Panorama: Ausgabe 1/2018

Titelbild

Voneinander lernen

Eine große Stärke der Berliner Stadtmission ist ihre Vielfalt. Unsere Angebote richten wir nach Menschen aus, ihren Bedürfnissen, Wünschen, Nöten, Begabungen ... Jeder Einzelne zählt. Herkunft, Alter, Geschlecht, sozialer Status sollen keine Rolle spielen. Wir alle wissen, dass im Alltag diese Unterschiede sehr wohl eine Bedeutung haben. Sie können Ressentiments wecken und verhindern, dass Menschen sich begegnen. Im Zentrum am Zoo entsteht neben einem umfassenden Hilfsangebot der Wohnungslosenhilfe die „Lernwelt Armut und Obdachlosigkeit“. Menschen, deren Lebens-welten sonst praktisch keine Berührung haben, kommen dort zusammen, erfahren voneinander, lernen sich kennen und verstehen.
Bei seinem Besuch im Zentrum am Zoo lobte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Angebote besonders. (Seite 8)

Kinder beim Besuch im Zentrum am ZooDie Kinder auf dem Titelbild sind Schülerinnen und Schüler der Paula-Fürst-Schule. Beim Besuch des Bundespräsidenten im Zentrum am Zoo spielten sie Szenen aus dem selbst geschriebenen Theaterstück „Das andere 1x1“ zum Thema Obdachlosigkeit.

Mitgefühl und Wertschätzung

In diesem Heft lesen Sie von Menschen, die sich miteinander verbinden und austauschen, ihre Träume wahr machen, einander beistehen und voneinander lernen. Der Gemeindehof Karow ist dafür ein schönes Beispiel (Seiten 4-6).

Die beiden jungen Kältebusfahrer beeindrucken mich besonders. Yannick Büchle und Lars Nitz (Seite 7 u. 9) erleben Menschen, die tiefer kaum fallen können. Bei allem Mitgefühl für die Not, sehen sie in ihnen nicht bedauernswerte Hilfeempfänger, sondern Menschen, von denen sie zuweilen selbst noch etwas lernen können. Ihre Wertschätzung, ihr Respekt und ihre Zuwendung ist für die Menschen auf der Straße mindestens so wertvoll wie ein warmer Schlafsack oder die Fahrt in eine Notunterkunft.

Eine anregende Lektüre wünsche ich Ihnen!

Ihre Bettina Kopps

Lebendiges Wasser

Auf dem Weg durch die Wüste lernt man wohl am besten, was lebendiges Wasser ist: nicht eine trübe Pfütze, sondern der Bach und die Quelle, die in einer Oase sprudeln. Wasser, das einen wieder quicklebendig werden lässt. Das den Durst stillt und gleichzeitig die Angst vor der Zukunft: Wer genug Wasser hat, kann sich getrost auf den weiteren Weg machen. Durch die Wüste, hin zu nächsten Oase. Gottes Volk Israel hat auf dem Weg durch die Wüste lebendiges Wasser kennen gelernt. Der Weg durch die Wüste führt zum Ziel, wenn es ein Weg mit Gott ist. Menschen finden zu Gott, weil er sie bei sich haben will. Weil er sie auf ihrem Weg begleitet und sie nicht verdursten lässt.

Für alle, die Durst haben

Die Jahreslosung 2018, also der biblische Leitvers für dieses Jahr, nimmt die Wüstenerfahrungen auf: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Buch der Offenbarung, Kap. 21,6) Das sagt Gott auch in unsere Richtung – gut so! Durst nach lebendigem Wasser gibt es auch im regenreichen Deutschland. Ich vermute, dass jeder Mensch versteht, worum es im Grunde geht: um Sehnsucht nach gelingendem Leben. Hoffnung auf Kraft für anstehende Aufgaben. Durst nach Liebe und Sinn.

Pfarrer Joachim Lenz

Umsonst und reichlich

Gott sagt: Die Quelle des Lebens sprudelt, kostenlos und reichlich. Deshalb machen wir nicht nur Wüstenerfahrungen! Gott sei Dank leben wir. Gott sei Dank erfahren wir oft Unterstützung und Hilfe. Gott sei Dank können wir anderen beistehen, wenn sie sich wie in der Wüste fühlen und der Lebensmut schwindet. Und was, wenn die Wüste endlos zu sein scheint? Ich glaube, dass gerade dann Gottes Zusage zählt. Die Wüste passt am Ende in Gottes Hand. Sie ist eben nicht unendlich! Das zu erleben und darauf vertrauen zu können, ist mein Wunsch für Sie in diesem Jahr 2018. In einem Lied von Eugen Eckert heißt es: „Dass du, Gott, die Sehnsucht, den Durst stillst, bitten wir: Wir hoffen auf dich. Sei da, sei uns nahe, Gott!“ Dazu ein kräftiges Amen.

Ihr Pfarrer Joachim Lenz

Jahreslosung 2018

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

Offenbarung 21,6

Der Glaube bringt Menschen zusammen

Am Anfang stand der Traum einer lebendigen Stadtmissionsgemeinde von einem Mehrgenerationenhof. Gemeinde, Kindergarten und Wohnungen, auch für ältere Menschen, sollten auf einem Gelände vereint sein. Nach dem Umzug der Gemeinde Karow im Jahr 2006 auf einen 4-Seiten Hof mit zwei alten Scheunen, werden aus Träumen Pläne und aus Plänen Bauprojekte. 2010 wurden KiTa und acht Wohnungen eingeweiht und der Hof mit Leben gefüllt.

Wald-Gottesdienst der Gemeinde KarowDie Stadtmissionsgemeinde Karow bei einem Wald-Gottesdienst im Sommer

Freiwilligendienst auf dem Gemeindehof

Viermal in der Woche fährt Paula Hülsmann zum Gemeindehof Karow im Nordosten Berlins. Die 18-Jährige aus dem kleinen Ort Walsrode ist für ein Freiwilligenjahr in Berlin. Auf dem Hof findet sie es „ein bisschen wie zu Hause – ruhig und beschaulich.“ Sie wohnt und arbeitet bei der Stadtmission, ihr Einsatzort ist die KiTa auf dem idyllisch gelegenen Hof. Paula hilft meist bei den Kleinsten mit, 30 Krippenkinder im Alter von 11 Monaten bis drei Jahren, die in Kleingruppen betreut werden. 45 größere Kinder ab drei Jahren verbringen den Tag in halboffenen Betreuungsgruppen, mit viel Gelegenheit zum Austausch und Raum für Rückzug. Die Arbeit macht Paula Freude. Gerne macht sie auch in der Gemeinde mit, ist aktiv im Trödel-Café, in der Konfirmandenarbeit und der Jungen Gemeinde. Die Atmosphäre auf dem Hof findet Paula toll: „Der Glaube bringt die Menschen zusammen. Das Haus ist immer voll, alle sind so lebhaft und engagiert.“

Ergänzung und Vernetzung

Romy Bigalke, Leiterin der KiTa und Gemeindepastor Stephan Seidel verstehen sich als Team. Wo es sinnvoll und erwünscht ist, ergänzen, vernetzen und unterstützen sie ihre Arbeitsbereiche. Viermal im Jahr gestaltet die KiTa in der Gemeinde einen Familiengottesdienst, Kinder werden vom Frauenfrühstück eingeladen, die Männer übernehmen kleine Reparaturen, KiTa-Eltern gehen mit jüngeren Kindern in die Krabbelgruppe. Einige haben sich im Laufe der Zeit der Gemeinde angeschlossen.

Paula passt auf Kinder auf

KiTa Karow: Die Tür zum Glauben öffnen

„Bei uns wird christlicher Glaube gelebt“, betont Romy Bigalke. Er prägt das Menschenbild in der KiTa und hat einen festen Patz im Jahres- und Tagesablauf: Christliche Feste werden vorbereitet, erklärt und gemeinsam gefeiert. Im Morgenkreis hören die Kinder Bibelgeschichten, oft werden christliche Lieder gesungen, Mahlzeiten beginnen mit einem gemeinsamen Gebet. „Einiges nehmen die Kinder mit nach Hause“, sagt die diplomierte Heilpädagogin, „zum Beispiel das Tischgebet.“ Nicht alle Elternhäuser sind christlich geprägt, aber alle akzeptieren den religionspädagogischen Schwerpunkt. Wenn ihre Kinder die gemeinsamen Familiengottesdienste mitgestalten, kommen sie gern. „Es gibt viele gute Kontakte zu den Eltern“, sagt die 34-Jährige.

„Wir mögen dich, wie du bist!“

Lebendig, aufmerksam, flexibel sind alle Mitarbeitenden. Es geht um Menschenkinder, Dienst nach Vorschrift ist da fehl am Platz. Die Kinder lernen, dass sie mit entscheiden und bestimmen können, Verantwortung für sich und eigene Handlungen tragen. Die Einzigartigkeit der kleinen Menschen wird wahrgenommen und gefördert. „Wir mögen dich wie du bist“, ist die stark machende Botschaft. Durch Naturerlebnisse, sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln und gesunde Ernährung lernen die Kinder spielerisch Achtsamkeit für die Schöpfung und den eigenen Körper.

www.berliner-stadtmission.de/kindergarten-karow

Gemeinde Karow - fröhlich und einladend

Über die Grenzen Karows hinaus bekannt sind Kindermusical und Trödel-Café der Gemeinde. Im Trödel-Café können Besucher von April bis November zweimal im Monat ins Gespräch kommen, Kaffee trinken, in Haushaltswaren, Kleidung, Büchern, Spielzeug und Elektrogeräten stöbern und einen geistlichen Impuls mitnehmen. Es ist ehrenamtlich organisiert, die Einnahmen kommen der Gemeinde zugute. Die fröhliche, herzliche Atmosphäre auf dem Hof ist ansteckend und einladend. „Es liegt an den Menschen“, sagt Pastor Stephan Seidel. „Das Leben auf dem Gemeindehof ist eine Wohltat für Leib und Seele.“ Der 39-Jährige übernahm 2014 die Gemeinden Blankenburg und Karow von seinen Vorgängern Micah Young und Gerhard Witte, begleitete noch im selben Jahr ihre Fusion. „Ein Gewinn für beide“, findet er. „Dadurch entstand eine Mehr-Generationen-Gemeinde, die viel bewegt und sich mit Gottes Hilfe immer wieder neu erfindet.“

Gemeindehaus KarowDas Gemeindehaus ist das Herzstück des Gemeindehofs Karow

Feinde an einem Tisch

Die Aktivitäten und das Engagement der Gemeinde ist vielfältig: Frauen-, Männer- und Seniorenkreise, Flüchtlingshilfe, Krabbel-, Kinder- und Jugendgruppen, Kindermusical, Ausflüge und Rüstzeiten, ... Vieles ist offen, einladend, vernetzt – durchaus auch über die Grenzen des Gemeindehofs hinweg, z. B. ins Stadtteilzentrum. Auch innerhalb der Stadtmission wird vernetzt. So kam eine Geflüchtete aus dem Iran über die Gemeinde als Praktikantin in die KiTa und wird jetzt von der Jobnavigation der Stadtmission wenn möglich in eine Ausbildung vermittelt. Im „Café International“ begegnen sich z. B. geflüchtete Menschen, aus zum Teil verfeindeten Ländern oder Kulturen. „Es ist ein Wunder“, freut sich Pastor Seidel, „wenn dort Menschen an einem Tisch sitzen, die von ihrer Herkunft her als Feinde gelten.“ Gemeindehof Karow – ein sichtbares Zeichen des menschenfreundlichen Gottes.

www.berliner-stadtmission.de/gem-karow

Den Schlüssel finden

„Zurück auf den Boden“, bringt ihn die Arbeit im Kältebus sagt Lars Nitz, wenn er von seinen Erlebnissen mit obdachlosen Menschen spricht. „Und ich werde dankbarer für mein eigenes Leben.“ Der 23-Jährige ist in diesem Winter verantwortlicher Teamleiter für den Kältebus. 16 meist Ehrenamtliche fahren jede Nacht ab 21 Uhr durch Berlin, um hilfsbedürftige Menschen auf Wunsch in geschützte Unterkünfte zu fahren oder zumindest auf der Straße mit dem Nötigsten zu versorgen.

Lars im KältebusLars Nitz studiert Kommunikationswissenschaften an der TU. Neben seiner Arbeit im Kältebus spielt der Berliner im Nationalteam der deutschen Lacrosse*-Mannschaft und ist aktiv in seiner Gemeinde.

Dankbar für Herausforderungen

Nicht jeder Mensch, der auf der Straße lebt, nimmt Hilfe an. Keine leichte Lektion für Lars, für den helfen nicht Last, sondern Freude ist. „Manche Obdachlose lehnen alles ab,“ sagt er. „Ich habe erlebt, dass jemand vor uns wegrennt. Was muss dieser Mensch erlebt haben?!“ Der junge Christ nimmt die Herausforderungen seiner Arbeit dankbar an. Er erkennt, dass er von den Menschen, die auf dem Tiefpunkt ihres Lebens stehen, lernen kann. „Viel Dankbarkeit erlebe ich und Freude, wenn wir kommen, helfen und miteinander reden.“ 

Lebensgärten

Die Gespräche mit den Obdachlosen sind für ihn wertvoll, auch dann, wenn es nicht einfach ist, in Kontakt zu kommen. Die Einsamkeit auf der Straße kann stumm machen. Lars beschreibt, wie er Menschen trotzdem erreicht. „Ich stelle mir vor: ‘Durch welche Tür kann ich den Lebensgarten eines Menschen betreten?’ Ich will den Schlüssel finden.“

In Gottes Hand

Das Kältebus-Team gibt keinen Menschen auf und gelegentlich geschehen kleine Wunder. Seit sieben Jahren besuchen die Helfer einen Mann, der auf einem Hinterhof lebt, vollständig verborgen unter Müllsäcken, in Pfützen, zwischen Ratten. Noch nie hatte er ein Wort gesprochen oder etwas angenommen. Auf Lars Angebote reagierte er völlig unerwartet, nahm Kaffee an, wünschte sich sogar Schokolade. „Wir hatten keine dabei, da bin ich zum Kiosk und habe eine Tafel gekauft. Er hat sie genommen und ‘danke’ gesagt.“ Wie es weitergeht? „Das liegt in Gottes Hand,“ vertraut Lars Nitz.

* Mannschaftssport mit Körpereinsatz. Mit einem Schläger, an dessen Ende ein kleines Netz befestigt ist, wird ein Hartgummiball ins gegnerische Tor gespielt. In Kanada ist Lacrosse neben Eishockey Nationalsport.

www.berliner-stadtmission.de/kaeltehilfe

Miteinander lernen

Kurz vor Weihnachten besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender das „Zentrum am Zoo“.  Vor gut einem Jahr war der damalige Außenminister  bei der Schlüsselübergabe dabei, als die Deutsche Bahn ankündigte, der Berliner Stadtmission Räume mit insgesamt 500 Quadratmetern auf 25 Jahre zur kostenfreien Nutzung zu übergeben. Das entstehende „Zentrum am Zoo“ vereint weit gefächerte Hilfen für obdachlose Menschen, leichter erreichbare Zugänge ins Berliner Hilfesystem und eine „Lernwelt Armut und Obdachlosigkeit“. Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft sollen sich begegnen, um miteinander und voneinander zu lernen.

Steinmeier und Frau Büdenbender mit SchülernBundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender begrüßen Schülerinnen und Schüler der Paula-Fürst Schule

Lebenswege zeigen

Der Besuch des Bundespräsidenten war von einer herzlichen Atmosphäre geprägt, denn mit der Wohnungslosenhilfe der Stadtmission ist Frank-Walter Steinmeier durch Besuche in der Bahnhofsmission Zoo und eine Mitfahrt im Kältebus bestens vertraut. „Das Angebot der Berliner Stadtmission am Bahnhof Zoo ist wie ein Brennglas für Hilfsangebote, um Obdachlosen einen Lebensweg aufzuzeigen, damit sie wieder Boden unter die Füße bekommen“, sagte er. „Ich komme immer wieder hierher, weil es Anlass gibt, Danke zu sagen. Dank all denjenigen, die sich hier um die Gestrandeten kümmern.“ Und DB-Chef Richard Lutz betonte: „Dieses Projekt ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Schülerinnen und Schüler der Paula-Fürst-Schule in Charlottenburg führten eine Szene aus einem selbst geschriebenen Theaterstück auf, in der einem obdachlosen Menschen sein Hund und persönliche Habe gestohlen werden – ein Beispiel, wie Kinder sich intensiv und kreativ mit der Not obdachloser Menschen auseinandersetzen. Es geht um die Verbindung und um Verstehen der so unterschiedlichen Welten von Menschen mit und ohne Wohnung.

www.berliner-stadtmission.de

Viel vom Leben kapiert

24. November 2017 Mit dem Kältebus unterwegs zu sein, ist eindrucksvoll und an diesem Donnerstagabend wird mir neu bewusst, dass wir von unseren Gästen lernen können.

Freude und Ernüchterung

Kurz vor Mitternacht treffen wir in Friedrichshain Alex, einen Mann Mitte 40. Ich kenne ihn noch aus dem letzten Winter und freue mich, ihn wiederzusehen. Ernüchternd ist, dass sich in den letzten sechs Monaten nichts an seiner Situation geändert hat. Er erzählt mir, dass er von seinem letzten erbettelten Geld einen Zeichenblock und Stifte gekauft hat. Seine Ergebnisse präsentiert er stolz. Tagsüber sitzt er am Straßenrand und zeichnet Porträts von Menschen, die vorbeilaufen.

Kältehilfe-Team besucht ObdachlosenAugenhöhe: Das Kältebus-Team sucht im Winter obdachlose Menschen auf der Straße auf und bietet Hilfe an

„Ich will kein Geld“

Mit Erfolg. In der letzten Woche kam eine Frau vorbei, die ähnlich begeistert von seinen Bildern war, wie ich es heute bin. „Wenn du mir das Bild schenkst, gebe ich dir 40 Euro!“ Was Alex nun sagt, lässt meine Hochachtung wachsen, je öfter ich darüber nachdenke. „Ich will kein Geld für das Bild. Wenn du damit glücklich bist, dann bin ich auch glücklich und das reicht mir.“

Schätze im Himmel

Er hat ganz schön viel vom Leben kapiert. Deshalb tut es gut, sich Alex’ Worte noch mal vor Augen zu führen: „Ich will kein Geld ...“

Das Kältebus-Tagebuch ist online einsehbar: www.berliner-stadtmission.de/kaeltehilfe

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel,da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“       

Matthäus 6, 19-21

 

Ehrenamtliche Mitarbeiterin der Berliner Stadtmission

Erste Schritte begleiten

Obdachlose Menschen in unserer Stadt regelmäßig aufzusuchen und individuell zu begleiten, steht im Fokus unserer Mobilen Einzelfallhilfe. Viele von ihnen haben keinen Personalausweis mehr – das versperrt den Weg ins Hilfesystem. Schon 30 € ermöglichen es, sie zu einer Behörde zu begleiten, biometrische Passfotos zu machen und einen Ausweis zu beantragen. Dabei ergeben sich oft gute Einstiegsgespräche – ein erster Schritt aus der Obdachlosigkeit.

Verstehen helfen

Bis zu 80 % der Obdachlosen, die in unserer Ambulanz oder in einem unserer Pflegezimmer medizinisch versorgt werden, sprechen kaum oder gar kein Deutsch. Die eigenen Schmerzen zu beschreiben, ist dann schwer. Mit 180 € pro Monat helfen Sie, die Sprachschwierigkeiten durch Übersetzung zu überwinden.

»Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und deinem Herzen, dass du es tust.«
5. Mose 30,14
Monatsspruch Februar 2018

... dass du es tust?
Gottes Wort sagt: Du bist geliebt. Dein Leben hat Sinn. Du stehst im Licht. Nun kannst du es tun: Lieben. Sinnvoll handeln. Leuchten!
Danke für alles, was Sie so tun.

Ihr Joachim Lenz

Wir sagen von Herzen Danke!

Ihre Unterstützung kommt dort an, wo sie am dringendsten benötigt wird. Jede einzelne Spende stärkt die Vision der Berliner Stadtmission und trägt dazu bei, direkte und nachhaltige Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen in Berlin und Brandenburg zu finden. Nicht zweckgebundene Spenden ermöglichen es uns, flexibel und unbürokratisch auf aktuelle Notlagen einzugehen. Dabei ist es für uns selbstverständlich, die uns anvertrauten Ressourcen verantwortungsbewusst und effizient einzusetzen. Geldspenden per Dauerauftrag oder die Einrichtung eines SEPA-Lastschriftmandats reduzieren Verwaltungskosten und ermöglichen uns eine langfristige Planung.

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Ehrenamtlich für die Kältehilfe

Das Schicksal obdachloser Menschen beschäftigt Sie? Sie möchten aktiv mithelfen, deren Not zu lindern und scheuen sich nicht, ihren speziellen Problemen zu begegnen? Dann engagieren Sie sich gern ehrenamtlich im Team einer unserer Notübernachtungen. Mehr Infos zu den Einsatzstellen erhalten Sie
unter:

141. Jahresfest – Gottesdienst und Begegnung

Sonntag, 4. März um 11 Uhr im Zentrum am Hauptbahnhof*

Osternacht-Gottesdienst im Hauptbahnhof

Samstag, 31. März um 21 Uhr im Berliner Hauptbahnhof

Mit Gott auf der Spree – Eine etwas andere Dampferfahrt

Ostermontag, 2. April um 11 Uhr Anlegestelle Reederei Riedel „Haus der Kulturen der Welt“ (Nähe Kanzleramt), die Fahrt dauert 90 Minuten
Weitere Termine: 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September, 7. Oktober (Erntedank)

Wir feiern ein Fest – herzliche Einladung! 

Sonntag, 9. September um 11 Uhr im Zentrum am Hauptbahnhof* 11 Uhr Gottesdienst, bis 18 Uhr Kulinarisches, Kinderprogramm, Konzerte, Theater, Spiel und  Informationen

Bitte vormerken!

*Zentrum am Hauptbahnhof, Lehrter Straße 68, 10557 Berlin

Fotos:Fotolia, Jon Adrie Hoekstra, Bettina Kopps, Jan-Erik Nord, Carmen Lenk, Darius Ramazani, Ortrud Wohlwend

Impressum

Zentrum am Hauptbahnhof
Lehrter Str. 68 | 10557 Berlin
030 690333 | Fax 6947785

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Schriftleitung: Joachim Lenz
Redaktion: Bettina Kopps

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