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SM Panorama: Ausgabe 4/2015

Titelbild mit wohnungslosem Menschen

Durst stillen

Portraitfoto Joachim Lenz

Den begehrtesten Stand bei unserem Fest "Das Beste" hatten in diesem Jahr die Berliner Wasserbetriebe. Kühles Wasser wurde kostenlos angeboten und herumgetragen. Klasse: So hatten wir bei Rekordtemperaturen einen entspannten, wunderschönen Sommersonntag. Die Johanniter-Unfallhilfe fuhr abends heim, ohne einen Einsatz gehabt zu haben. Niemand war der Hitze zum Opfer gefallen. Die Sanitäter lobten unsere Wasserträger.

Wie fühlt sich Durst an? In unserem Land haben die allermeisten Menschen das vermutlich vergessen. Dabei sind wir doch immer aufs Wasser angewiesen. An überheißen Sommertagen merken wir es aber doch: Dann wird klar, wie wichtig Wasser ist. Wir merken, dass uns etwas fehlt – und wie sehr es uns fehlt. Klug ist, wer auf seinen Durst achtgibt und Wasser sucht, bevor der Kreislauf nachgibt. Gut ist dran, wer dann Wasser hat und den Durst stillen kann.

Glaubensdurst

Manchmal spüren Menschen den Durst nach Leben. Genauer: nach der Quelle des Lebens – nach Gott.

„Gott, du bist mein Gott, den ich suche! Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist.“

So betet einer in der Bibel (Psalm 63, Vers 2). Die Sehnsucht nach Leben, nach Sinn, und die Sehnsucht nach Gott, der Leben und Sinn schenkt, können tatsächlich drängend werden wie der Durst nach kühlem Wasser bei 38 Grad. Meist ist die Sehnsucht überdeckt von anderem. Aber manchmal spüren wir sie eben doch. Dann merken wir, dass uns etwas fehlt.

Klug ist, wer auf seinen Glaubensdurst achtet und trinkt, bevor der Kreislauf nachgibt. Gut ist dran, wer seinen Durst auch stillen kann. Wer dann einen Wasserträger, eine Wasserträgerin findet, die weiterreichen von dem, was von Gott im Überfluss geschenkt wird. Großartig ist es auch, Wasser zu reichen, wenn jemand Durst hat.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sommer mit Wärme und Wasser, mit Licht und Leben und mit viel Zeit für den Kontakt zur Quelle des Lebens.

Ihr Joachim Lenz

Ein kurzes, schweres Leben

Warum stoßen manche Obdachlose bei der Begrüßung die Finger der Faust aneinander, statt sich die Hand zu geben? Das lesen Sie in unserem SM-Panorama "Obdachlos im Sommer". Sie erfahren, dass für obdachlose Menschen auch im Sommer das Leben auf der Straße hart und lebensgefährlich ist – nur weniger im öffentlichen Bewusstsein.

Wohnungsloser Mann schaut in Kamera

Kein Dach, kein Bett, kein Bad

Was unterscheidet einen obdachlosen von einem wohnungslosen Menschen? Obdachlos ist vermutlich der Mensch, der sich – vor allem im Sommer – auf einer Parkbank, in einem Hauseingang, einem Bushäuschen oder auf einem öffentlichen Platz ein provisorisches Nachtlager eingerichtet hat. Tagsüber begegnen wir ihm, wenn er (oder sie), bepackt mit einigen Habseligkeiten, durch die Straßen zieht. Er hat kein Dach über dem Kopf, kein Bett, kein Bad, keinen Tisch. Keine Statistik erfasst, wie viele Menschen in Deutschland obdachlos sind – nach Schätzungen sind es etwa 20.000. Im Heft berichten wir u. a. über die Mobilen Einzelfallhelfer, die mit großer Beharrlichkeit schwer erreichbare Obdachlose aufsuchen und ihnen Hilfsangebote machen.

Nicht wahrnehmbar

Als wohnungslos hingegen gelten Menschen, die „ ... in Einrichtungen wohnen, in denen die Aufenthaltsdauer begrenzt ist (...).“ (Definition der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe)

Viele verheimlichen aus Scham ihre Situation, sind im öffentlichen Raum nicht wahrnehmbar. Sie suchen sich behelfsmäßig Unterkünfte bei Bekannten oder in Wohnheimen. Auch Bewohner unserer Wohnhilfen oder -heime oder des Übergangshauses gelten demnach solange als wohnungslos, bis sie eine eigene Wohnung beziehen können. Das, und dass sie ihr Zuhause auf Dauer behalten können, sind Ziele unserer Arbeit.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und einen schönen Sommer!
Ihre Bettina Kopps

Zahlen zum Thema

Eine Studie kam kürzlich u. a. zu folgenden Ergebnissen:
74 % der Obdachlosen sind abhängig von Alkohol oder Drogen;
40 % leiden unter schweren behandlungsbedürftigen Erkrankungen;
16 % haben mindestens einen Selbstmordversuch unternommen.
Die Lebenserwartung eines Obdachlosen ist um mehr als 30 Jahre verkürzt.
Sie liegt bei 47 Jahren.

Ambulanz für Wohnungslose: Marias Geschichte

… nennen wir sie Maria. Maria lebt seit Jahren auf der Straße. Erst in ihrem Heimatland, danach in Berlin. Seit einiger Zeit hat sie Schmerzen im Brustbereich. Als die Schmerzen stärker werden, entscheidet sie sich einen Arzt aufzusuchen. Krankenversicherung? Schon lange nicht mehr ... Sie kommt in den medizinischen Dienst der Notübernachtung. Als ich mir die Brust ansehe, erschrecke ich – das sieht schlimm aus. Ich schicke sie in unsere Ambulanz. Von da aus zum Brustzentrum Charité. Schnell steht fest: Der Tumor soll rausoperiert werden.

Was nun?

Schmerzmittel bekommt sie von uns, ein Präparat, das den Tumor hemmt, vom Krankenhaus. Unsere leitende Ärztin versucht herauszufinden, wo ein Budget für soziale Fälle vorhanden sein könnte, Marias Sozialarbeiterin sucht nach Wegen, sie in ihrem Heimatland an das medizinische System anzubinden. Maria möchte jetzt schnellstmöglich nach Hause zu ihrer Familie. Sie weiß, dass die Diagnose ihr nichts Gutes verheißt. Doch es dauert noch Wochen, bis wir erreichen, dass Maria wieder versichert wird. Wir (wer sonst?) müssen eine Nachzahlung aufbringen – 366,07 Euro.

Bitten und betteln

Marias Sozialarbeiterin lässt nicht locker. Sie stellt den Kontakt zu Sozialamt und Krankenhaus in Marias Heimatland her, sogar ihre Schwester wird ausfindig gemacht. Während dieser Zeit stehen ihr ehrenamtliche Ärzte zur Seite. Nächste Hürde: Der Pass läuft ab, die Botschaft verweigert die Verlängerung. Wieder bitten und betteln. Schließlich mit Erfolg. Die Gebühr zahlen wir aus dem Budget der Ambulanz ...

Die Zeit drängt

Nun stehen alle Kontakte zu anderen Akteuren im Heimatland. Die Zeit drängt, wir kaufen ihr eine Busfahrkarte für 114 Euro. Zu Hause wird sie von ihrer Schwester abgeholt. Am 2. Juni wurde Maria operiert. Halleluja!

Schwester verbindet Patienten den Arm

Die Ambulanz der Berliner Stadtmission

Die Ambulanz ist ganzjährig Anlaufstelle für wohnungslose Menschen mit körperlichen und seelischen Verletzungen. „Wenn man Wochen, Monate und sogar Jahre auf der Straße lebt, hinterlässt das Spuren“, erklärt Svetlana Krasovski, die Leiterin der Ambulanz. Viele Patienten sind in sehr schlechter körperlicher Verfassung. Es fällt ihnen schwer, Vertrauen zu fassen und Hilfe anzunehmen.

Svetlana mit der Hündin MarySvetlana mit Mary

Svetlanas Hündin Mary hilft oft, das Eis zu brechen, denn die meisten Wohnungslosen haben ein sehr gutes Verhältnis zu Tieren. Seit dem Tod ihrer schwerkranken obdachlosen Halterin ist die Mischlingshündin in Svetlanas Obhut.

Das macht Mut

Vor etwa drei Monaten hat einer unserer Patienten in der Sprechstunde trotz seines alkoholisierten Zustandes eingewilligt, noch am selben Tag in die Therapie zu gehen. Er wurde ins Therapiezentrum gebracht und ist dort geblieben – inzwischen seit über zehn Wochen … und es läuft gut! Das macht uns Mut weiter zu machen.

Das macht traurig

Mehrmals hintereinander mussten wir einen unserer Patienten entlausen. Als er nach langer Pause zu uns in die Ambulanz kam, war er total verlaust, verwahrlost und hatte überall am Kopf großflächige zum Teil verkrustete Wunden, so dass man nicht einmal die Haare richtig abrasieren konnte. Zuerst habe ich ihn nicht erkannt, erst als er frisch geduscht war, stellt ich fest, dass er ein alter Bekannter war. Solche Begegnungen erfüllen mich mit Traurigkeit.

Svetlana Kraskovski, Leiterin der Ambulanz für Wohnungslose

www.berliner-stadtmission.de/ambulanz

Mobile Einzelfallhilfe: Unbekannte Frequenz

Einige der ca. 6000 Obdachlosen in Berlin sind besonders schwer beeinträchtigt. Die Mobilen Einzelfallhelfer begleiten Menschen, die nicht (mehr) in der Lage sind, ausreichend für sich zu sorgen. Sie leben isoliert und vereinsamt am Rand der Gesellschaft. Die Mitarbeiter nehmen sich auf sehr wertschätzende und vertrauensbildende Weise der Bedürfnisse dieser Menschen an und führen sie behutsam und fachgerecht an vorhandene Hilfsangebote heran. Ziel der Unterstützung ist die Stabilisierung und Verbesserung ihrer Lebensqualität. Die Angebote sind nicht auf Berlin beschränkt, sie umfassen mittlerweile ganz Europa.

Viel Zeit für Menschen

Das Besondere des Projektes ist das große wertvolle Zeitkontingent, das die Mitarbeiter für einen einzelnen Menschen zur Verfügung haben. Die Mobile Einzelfallhilfe ist ein rein spendenfinanziertes Projekt. 2.000 Euro kostet durchschnittlich die Hilfe für einen obdachlosen Menschen. Zurzeit übernimmt die Deutsche Bahn Stiftung einen Großteil der Projektkosten.

Zum Beispiel für Michael: Michael, sendet und empfängt scheinbar auf einer unbekannten Frequenz. Er hat einen gültigen Mietvertrag, kann in dieser Wohnung aufgrund seiner psychischen Erkrankung jedoch nicht leben. Brüche und stationäre Aufenthalte in Krankenhäusern und Psychiatrien bestimmen sein Leben. Er ist allein, körperlich stark angeschlagen, hilflos. Wenn nichts geschieht, stirbt er höchstwahrscheinlich in den nächsten Monaten an seiner nicht behandelten Krebserkrankung.

Mann mit Spendenbecher sitzt am Wegesrand - scheinbar weit wegEine andere Welt, schwer zu erreichen...

Die Suche geht weiter

Die Mobilen Einzelfallhelfer begleiten Michael. Sie nutzen dabei vorhandene Netzwerke, stehen ihm bei. Sie stellen eine Verbindung zum bestehenden Hilfesystem her, suchen passende Lebensperspektiven. Den Platz in einer betreuten Wohneinrichtung für psychisch erkrankte Menschen hat er leider nicht erhalten – er passte nicht rein. Die Suche geht weiter.

Auch in der warmen Jahreszeit müssen sich obdachlose Menschen alles erkämpfen:
Einwegrasierer oder Tampons, Wechselwäsche und Brötchen, Beratung, Zuwendung, ärztliche Versorgung ... Und bei 36 Grad Winterstiefel tragen müssen, die es im Dezember in irgendeiner Kleiderkammer gab – eine Qual!

www.berliner-stadtmission.de/bahnhofsmission/mobile-einzelfallhilfe

City-Station: Wie begrüßen sich Obdachlose?

Schmelzen die Probleme obdachloser Menschen in der sommerlichen Hitze dahin wie Eis? Eine Antwort auf diese Frage geben die folgenden Notizen über ein Gespräch mit einem Betroffenen in der City-Station, einer Begegnungsstätte mit Restaurantcharakter der Berliner Stadtmission für Wohnungslose und andere bedürftige Menschen. Der Gast – nennen wir ihn Wilfried – erzählte uns stellvertretend für viele Mitbetroffene Folgendes:

Soziale Kontakte fehlen

„Es ist immer schlimm, wenn die Kältehilfe zu Ende geht. Als regelmäßigem Gast in der Notübernachtung der City-Station, dem „Nachtcafé“, fehlt mir dann der soziale Kontakt zu den Mitarbeitern und auch zu einigen anderen Übernachtungsgästen. Ich wünsche mir, dass es eine Abschlussveranstaltung mit Gottesdienst gibt, wo sich alle noch einmal treffen können.

Nasse Kleider, mangelnde Hygiene

Die Schwierigkeiten mit der Kälte sind mit dem offiziellen Ende der Kältehilfe ja nicht zu Ende. Sehr unangenehm wird es auch, wenn an kühleren Tagen nach intensivem Regen die Kleidung oder der Schlafsack nicht trocknen wollen. Die janze Kacke fängt übrijens schon morjens beim ... an! Verzeihung, aber dit stimmt so! Wo kann man seine Notdurft verrichten, wenn man in der Innenstadt schläft? Das Sanitär- und Hygieneproblem begleitet einen den ganzen Tag über. Wegen des Händewaschproblems geben sich manche Obdachlose nicht die Hand, sondern stoßen die Finger der Faust aneinander.

Krankheit und Schmutz

Ein großes Problem sind auch Verletzungen und Hautkrankheiten. Leicht kommt es zu üblen Infektionen und Madenbefall von Wunden. Anlaufstellen, die medizinische Hilfe bieten, sind oft hoffnungslos überlaufen und überfordert. Abends sind die Füße geschwollen, die Socken durchgeschwitzt. An belebteren Schlafplätzen kann man die Schuhe nicht ausziehen, weil sie sonst am nächsten Morgen vielleicht weg sind. Dit is een dollet Jefühl, wenn man mit stinkenden Keesemauken, klitschnassen Socken und feuchten Schuhen dann in den Tag starten muss.“

Die Mitarbeiter der City-Station werden Wilfried W. weiter begleiten. Wir sind voller Zuversicht, dass sich mit Gottes Hilfe seine Lebensumstände bald zum Besseren wenden. Interview: Sylvia Richter, Leiterin und Thomas Mayer, Mitarbeiter der City Station

http://www.berliner-stadtmission.de/city-station

Mitarbeiter und Wohnungslose bereiten gemeinsam Essen vor

Mitarbeiter der Notübernachtung im Zentrum am Hauptbahnhof fuhren am Ende der Kältehilfe mit einigen Gästen zu einer Freizeit. Hier konnten die Wohnungslosen einen normalen Alltag erleben und sich einige Tage erholen - manchmal entsteht so der Wunsch, das Leben auf der Straße zu beenden.

Mutmacher am Bahnhof: Unterstützen, helfen, Mut machen

Die Bahnhofsmission ist oft erste Anlaufstelle für Reisende die Hilfe brauchen – zunehmend aber auch für Menschen mit diversen anderen Problemen. Mit dem Projekt "Mutmacher am Bahnhof" hat die Bahnhofsmission ein neues Angebot speziell für psychisch beeinträchtigte oder seelisch verwundete Menschen geschaffen. Im Juni wurde das von der Deutschen Bahn Stiftung finanzierte Seelsorgeprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Haupt- und Ehrenamtliche im Team

Die „Mutmacher am Bahnhof“ machen in den Räumen der Bahnhofsmission und im Umfeld des Hauptbahnhofs professionelle Hilfsangebote. In Gesprächen weisen sie Menschen in Notlagen den Weg in das soziale und psychiatrische Hilfesystem Berlins. Zwei speziell ausgebildete Projektmitarbeiter vereinen fachliche Qualifikationen aus den Bereichen Seelsorge, Beratung und soziale Arbeit. Begleitet wird das Projekt von Dr. Marion Lautenschlager von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité. Bald sollen geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter der Bahnhofsmission das Team verstärken.

Weichen stellen, Anschluss schaffen

Gabi Melchior ist hauptamtliche Mutmacherin. Ihr ist wichtig, dass sie und ihre Kollegen nicht Probleme für, sondern mit den Hilfesuchenden lösen. „Uns ist wichtig, Zeit für den Gast zu haben, sein Problem zu würdigen und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten“, betont sie. Gerade wenn die Lage ausweglos scheint, müssen Ressourcen und Kraftquellen eines Menschen hervorgekehrt und aktiviert werden. Dann ist er motiviert, einen Hilfeplan selbständig umzusetzten und ermutigt, in seinem Leben die Weichen neu zu stellen und wieder Anschluss zu bekommen.

Die Mutmacher laden herzlich ein zu den „Happy Minutes“, einer kurzen Andacht donnerstags um zehn Uhr in den Räumen der Bahnhofsmission im Hauptbahnhof. www.berliner-stadtmission.de/bahnhofsmission

Rückblick auf ...

Kinder fangen SeifenblasenDas Beste - ein Fest für die Stadt

Bei tropischen Temperaturen feierte die Berliner Stadtmission Anfang Juli „Das Beste“, ein Fest für die Stadt. Nach den Gottesdiensten für Groß und Klein startete ein buntes Programm. Bei 39 Grad erfreuten sich Rasensprenger, Sonnenhüte und der Wasserspender der Berliner Wasserbetriebe großer Beliebtheit. Die erfrischten Gäste ließen sich einladen, gut gelaunt das Fest zu genießen. Einrichtungen und Gemeinden sowie Hotels und Gästehäuser der Berliner Stadtmission präsentierten ihre Arbeit interessant und vielfältig, alle hatten sich für die Besucher etwas Besonderes ausgedacht: Spiele, Bühnenprogramm, Mitmachaktionen, gutes Essen ...

Bei Komm & Sieh wurde getrödelt und im Café konnten Gäste im Schatten alter Bäume rasten und genießen. Als Gäste bereicherten einige unserer Unterstützer das Fest mit eigenen Ständen. Unter anderen die Berliner S-Bahn, die Polizei oder die Berliner Stadtreinigung hatten spannende Angebote für unsere Besucher. Auch international war das Fest gut aufgestellt: Mit kulinarischen Spezialitäten präsentierten Bewohner von Haus Leo afghanische Fladen oder persische Getränke, japanische Frauen boten Sushi an. Mit einem Abendsegen endete ein schönes Fest, das wir sehr gerne mit Ihnen gefeiert haben.

Diakonisse mit Flüchtlingsmutter und ihrem Kind

Ihre Spende hilft! Unser Netz der Hilfe – keiner soll verloren gehen!

Unser Netz der Hilfe umfasst ein vielfältiges Angebot. Wir holen Obdachlose in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen ab und helfen wo immer wir können – auch im Sommer. Ob professionelle Beratung, ganzjährige Notübernachtung, medizinische Ambulanz oder die Bahnhofsmissionen am Zoo und Hauptbahnhof: Wir sind da! Für dieses engmaschige Netz der Hilfe brauchen wir Ihre Unterstützung! 

Manchmal sind es die einfachen Dinge, an denen es mangelt, so zum Beispiel:

Frau hält übergroße Schuhe in der HandSchuhe in Übergröße sind deutlich teurer, aber auch sie werden gebraucht.

Schuhe

In gängigen Größen gibt es für Männer oder Frauen ein Paar robuste Sommerschuhe für 20 Euro. Aber allein in Berlin gibt es weit über 100 Obdachlose, die Schuhe in Übergrößen brauchen. Unsere Helfer haben erlebt, dass Betroffene in ihrer Not die Füße mit Handtüchern umwickeln. Ein Paar in Übergröße kostet gut 70 Euro. Und es werden viele Paare gebraucht, denn die Füße der Menschen stecken auch in der größten Hitze oft noch in Winterstiefeln.

„Schlafzimmer“

Für 18 Euro kann die Berliner Stadtmission einem obdachlosen Menschen einen Schlafsack und eine Isomatte kaufen und damit ein kleines Schlafzimmer einrichten. Das erspart ihm, schutzlos auf dem nackten Boden zu liegen. 15 werden täglich gebraucht, das sind alleine 250 Euro pro Tag für Schlafsäcke und Isomatten.

Ehrenamtliche Hilfe

Schon 100 Euro helfen, 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer einzuarbeiten, die in unseren Notübernachtungen wertvolle Arbeit leisten.

Ihre Spende hilft uns zu helfen! Wir gehen verantwortungsbewusst und nachhaltig mit den uns anvertrauten Spenden um und setzen sie dort ein, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Für den Kalender

2. August, 11 Uhr: Schiffsgottesdienst
Einlass 10.40 Uhr, Anleger Paul-Löbe-Haus
weitere Termine: 6. September, 4. Oktober (Erntedank)

NOCH FREIE PLÄTZE
GUSSOWER ERLEBNIS CAMP
Action und Abenteuer für Kids von acht bis 13 Jahre
27. Juli-1. August,
3.-8. August
und 10.-15. August
Pro Person inkl. Vollpension 135 Euro, Geschwisterrabatt 15 Euro

Anmeldung unter: www.gussower-erlebniscamp.de

JUGENDCAMP
Action und Party am See für Jugendliche von 13 bis 18 Jahre
22. bis 29. August
Pro Person incl. Vollpension 190 Euro

Anmeldung unter: www.jkb-jugendcamp.de