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Wir beten

Gebet ist der Motor unserer Arbeit. In unserem Gebetskalender beten wir deswegen jede Woche für eine Einrichtung aus unserem Werk.

aktuelle Gebetsanliegen

SM Panorama: Ausgabe 4/2019

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

endlich nicht mehr an dunklen Straßenecken Verbände wechseln, im Regen Blutdruck messen oder im Trubel eines vollen Bahnsteigs Medikamente austeilen – ab sofort ist unsere neue Straßenambulanz für Obdachlose im Einsatz. Sie bietet Patienten, Patientinnen und Mitarbeitenden einen geschützten Raum zur medizinischen Versorgung.

Tolle Nachrichten, die es ohne eine großzügige Spende nicht geben würde. Herzlichen Dank dafür – und natürlich auch an die vielen haupt- wie ehrenamtlichen Mitarbeitenden unserer Einrichtungen! Sie bringen nicht nur die Straßenambulanz ins Rollen, sondern sie bewirken noch vieles mehr. Zum Beispiel eine eigene Wohnung nach Jahren ohne festem Dach über dem Kopf. Housing First macht’s möglich! Und auch die Bewohner und Bewohnerinnen der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Lichterfelde, viele Familien mit kleinen Kindern, hätten ohne die tatkräftige Unterstützung engagierter Menschen nicht so bald einziehen können. Manchmal sind es solche positiven Erfahrungen, die ein ganzes Leben verändern können – vor allem in unserer Kinder- und Jugendarbeit, wo viele ehrenamtliche Helfende junge Menschen dabei unterstützen, sich auszuprobieren, neue Talente zu entdecken und Chancen zu nutzen.

Für diese wertvolle Arbeit konnten wir eine prominente Unterstützerin gewinnen: Andrea Sawatzki. Die bekannte Berliner Autorin und Schauspielerin wird uns künftig als Botschafterin helfen, noch viele weitere Menschen mit unseren Angeboten zu erreichen – getreu unserem Motto: Weil der Mensch mehr ist ...   

Viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe,

Ihr Redaktionsteam

Andacht

Pfarrer Joachim Lenz

Tut um Gottes Willen etwas Tapferes

Vor 500 Jahren, im Jahr 1519, begann in Zürich die Zeit der Reformation. Der Pfarrer und Reformator Huldrych Zwingli war ein hoch musikalischer, bibelkundiger und fröhlicher Zeuge des Glaubens. Ihm war wichtig, dass Christenmenschen ihren Glauben in persönlicher Freiheit und Verantwortung leben. Deshalb galt sein Misstrauen besonders den kirchlichen Gesetzen, die einem vorschreiben, wie man richtig zu glauben und zu leben hat.

Zwingli war überzeugt, dass der christliche Glaube im täglichen Leben Gestalt annehmen muss: nicht nur im persönlichen Leben, sondern auch im gesellschaftlichen Miteinander, in der Politik. Die ganze Welt ist doch in Gottes Hand. „Tut um Gottes willen etwas Tapferes!”, forderte er eines Tages die Regierung von Zürich auf, die damals gleichzeitig Kirchenleitung war. Ein wunderbarer Satz! Findet euch nicht ab mit dem, was schlecht ist! Geht raus aus der Komfortzone, stellt euch den Aufgaben, die Gott euch vor die Füße legt! Auch wenn es euch schwer fällt.

Zwinglis wunderbarer Satz zielte allerdings in eine schlimme Richtung. Er wollte nämlich, dass die Zürcher in den Krieg gegen die anrückenden katholischen Kantone ziehen. Es kam zur Schlacht, in der auch Zwingli starb.

Ich glaube: Sein Satz ist trotzdem richtig, selbst wenn er damals in die falsche Richtung zielte. Die Aufgabe der Christinnen und Christen ist es nicht, in den Krieg zu ziehen. Wir tragen den Namen Christi, des Friedefürsten. Wenn wir uns nicht abfinden mit Unrecht und Not, dann sollen wir um Gottes willen etwas Tapferes tun, ja, immer wieder. Aber dann werden wir in Jesu Namen in den Frieden ziehen und für Frieden sorgen.

Ihr
Joachim Lenz

Kinder- und Jugendarbeit

Jedes vierte Kind in unserer Stadt ist armutsgefährdet – die Erziehungsberechtigten müssen dann mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben. Doch Armut bedeutet mehr als nur wenig Geld zu haben: Viele Kinder und Jugendliche sind heute arm an Wertschätzung, Allgemeinbildung und Kontakten außerhalb ihrer Lebenswelt. Unsere vier ganzjährig geöffneten Einrichtungen wie zum Beispiel „Mitten im Kiez” nahe dem Anhalter Bahnhof wollen das ändern. 

Hier kommen beim „Mädchentreff” jeden Freitagnachmittag ab 16 Uhr Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren zusammen, um Zeit miteinander zu verbringen. „Wir quatschen über Gott und die Welt, kochen, probieren kreative Sachen aus oder machen Ausflüge”, erzählt Anouk Kopps, eine von drei ehrenamtlichen Betreuerinnen: „Natürlich läuft das nicht immer harmonisch ab. Aber wir haben auch Raum, um Konflikte und Probleme zu besprechen.” Das ist eine wertvolle Erfahrung, die  in den anderen Projekten für Kinder und Jugendliche ebenfalls gefördert wird. Hier sind alle gleichermaßen willkommen – unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft und ihrer weltanschaulichen Prägung. „Unser Ziel ist es, Freiräume zu schaffen, in denen Leistungsgedanken der Schule oder familiäre Rollen und Traditionen in den Hintergrund treten dürfen” sagt Claudia Held, Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit: „Wer bei uns mitmacht, erweitert seine sozialen Fähigkeiten, übt Partizipation und Teamfähigkeit ein … in einer wertschätzenden, offene Atmosphäre.“ Das ist eine bereichernde Erfahrung! 

Mit unseren vielfältigen Projekten fördern wir pro Jahr mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung. Weil der Mensch mehr ist ... als Erwachsene manchmal denken. 

Mitten im Kiez (MiK)

Montag, Mittwoch, Donnerstag 16–17 Uhr Hausaufgaben und Nachhilfe für alle Schüler | Montag 17–18 Uhr Kreativ- und Bewegungsangebote |  Donnerstag 17–18.30 Uhr Kreativ- und Kochangebote | Freitag Mädchentreff. Großes Sommerferienprogramm!

Bernburger Str. 3-5, 10963 Berlin


Besondere Angebote in Britz

Mittwoch 16–18 Uhr, Freitag 16–18 Uhr, Freitag 18–20 Uhr für Mädchen ab 10 Jahre, 2. + 4. Samstag im Monat von 10–14 Uhr. Gefördert von der BBG.

Ortolanweg, 12359 Berlin


Die „Nische” in Friedrichshain

Großer Bau- und Abenteuerspielplatz für Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren mit der Möglichkeit, drinnen und draußen herumzutoben, mit Materialien zu bauen und einen Garten zu pflegen. Geöffnet Dienstag bis Freitag 13–19 Uhr, Samstag 10–16 Uhr.

Rudolfstraße 14A, 10245 Berlin

Fahrradwerkstatt velo-fit

Fahrradwerkstatt, in der Kinder und Jugendliche zwischen 10  und 16 Jahren Fahrräder reparieren, verkaufen und sich ein paar Euro dazuverdienen. Das Angebot wird von sozialpädagogischen Fachkräften und Handwerkern betreut. Geöffnet Montag bis Donnerstag 15–19 Uhr.

Zossener Str. 5, 10961 Berlin

Erst kommt die Wohnung

Menschen ohne Dach über dem Kopf, gestrandet zwischen Berlin-Ahrensfelde und Zehlendorf. Haltlos, schutzlos – aber nicht hoffnungslos! Denn Housing First bietet obdachlosen Menschen ein sicheres Zuhause mit eigenem Mietvertrag – gefolgt von einem flexiblen Unterstützungsangebot durch Sozialarbeitende bzw. Sozialbetreuende.

„Viele Probleme kann man erst in Angriff nehmen, wenn man einen ruhigen, geschützten Ort dazu hat!” sagt Corinna Müncho, Leiterin von Housing First Berlin. Das Projekt wird von der Berliner Stadtmission und der Neue Chance gGmbH betrieben – zwei Träger mit viel Erfahrung in der Wohnungslosenhilfe. Die Finanzierung erfolgt aus Zuwendungsmitteln des Landes Berlin, die Umsetzung in enger Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. „Seit unserem Start im Oktober konnten wir bereits 13 Wohnungen vermitteln und sieben weitere Bewerber aufnehmen”, erklärt Stefan Laurer. Die Bewerber sind seit mehreren Jahren wohnungslos und meist in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung oder suchtkrank: „Auf sich alleine gestellt würden sie niemals eine eigene Wohnung bekommen.” Oft fehlt es schon an einem gültigen Personalausweis, von weiteren für einen Mietvertrag nötigen Dokumenten und Sicherheiten ganz zu schweigen. „Wir helfen, Formalitäten zu erledigen und kommunizieren auch mit den Vermietern!” sagt Sebastian Böwe, zuständig für die Wohnungsakquise. Vermietern verspricht Housing First vor allem Sicherheit, da die Mitarbeiter für sie jederzeit ansprechbar sind und die Mieter dauerhaft betreut werden. „Mit dem Einzug in die neue Wohnung ist unsere Arbeit natürlich nicht getan: Die Bewerber zeigen den Willen, ein neues Leben zu beginnen – und wir helfen ihnen mit individuellen Angeboten dabei”, beschreibt Sozialarbeiter Stefan Laurer den Alltag. Weil der Mensch mehr ist ... als nur ein Name auf dem Mietvertrag.

*Schätzung ** Ohne eigene Wohnung oder in unzureichenden Verhältnissen

„Das Housing-First- Konzept stammt aus Amerika und wird seit einigen Jahren auch erfolgreich in Europa umgesetzt. Studien belegen, dass die meisten Mieter und Mieterinnen dauerhaft ihre Wohnung erhalten und ihre persönliche Situation verbessern können.“  

Corinna Müncho, Projektleiterin

Unterstützung für die neue Gemeinschaftsunterkunft in Lichterfelde

Am 12. Juni eröffnete unsere Gemeinschaftsunterkunft in der Bäkestraße. 240 Bewohnerinnen und Bewohner – Menschen mit den unterschiedlichsten Migrationshintergründen – konnten bereits einziehen. Sie sollen von hier mittelfristig in eine normale Wohnsituation wechseln.

„Wir stehen den Menschen hier von Anfang an hilfreich zur Seite, um die Integration in unsere Gesellschaft zu fördern”, erklärt Tanja Baumgarten, die Heimleitung. So werden Kontakte zu Nachbarn, Kirchengemeinden, Vereinen sowie Schul- und Jugendbehörden aufgenommen. Darüber hinaus gibt es Angebote wie Sprachkurse, Werkstätten und mobile Jugendhilfen. Um die zu fördern, bitten wir um unterstützende Sachspenden für die vielen Familien mit Kindern in unserem Hause.

Unsere Adresse: 
Bäkestraße 4-6a, 12207 Berlin

„Wir benötigen dringend Spielsachen, Bastel- und Zeichenmaterialien, Fahrradhelme und Gelenk- schoner, kleine Fahrräder und Mobiliar für unseren Kinder- und Jugendraum. Bitte beachten Sie, dass wir aus hygienischen Gründen nur neuwertige Möbel annehmen dürfen. Vielen Dank für Ihre Hilfe!“

Die neue Straßenambulanz

Fast wie ein normales Sprechzimmer: ruhig und hell, mit einer Sitzgelegenheit für Patienten neben einem Schrank voller Medikamente, Gerätschaften und Verbandsmateria-  lien, dazu ein kleines Waschbecken mit fließend heißem Wasser. Fast ... wenn man nicht die Tür öffnen und den Fuß direkt auf den Alexanderplatz setzen könnte. Oder den Anhalter Bahnhof. Oder irgendeinen anderen Quadratmeter Hauptstadt. Das macht unsere neue Straßenambulanz möglich, die Mitte Juni von der Conrad-Stiftung feierlich an die Berliner Stadtmission übergeben wurde und seither regelmäßig im Einsatz ist. 

„Wir sind sehr froh, dass uns dieses Fahrzeug jetzt zur Verfügung steht”, sagt Svetlana Krasovski-Nikiforovs, Leiterin des Projektes: „Das erleichtert die medizinische Arbeit auf der Straße enorm.” Zuvor mussten sich Krankenschwester, Dolmetscher, Ärzte und Fahrer in ein kleines Auto quetschen, um zu den obdachlosen Patienten zu gelangen – behandelt wurde unter freiem Himmel. „Mit der neuen Straßen-Ambulanz können wir den Patienten endlich menschenwürdige Bedingungen bieten und sogar Rollstuhlfahrer transportieren”, erklärt Sascha Heidrich, der die Ambulanz als Medizinstudent mehrmals im Monat begleitet. Das Team ist im Sommer an zwei Tagen in der Woche unterwegs, im Winter einmal – immer in den Abendstunden, kreuz und quer durch die Stadt zu Orten, an denen sich Obdachlose aufhalten. „Für die meisten wäre eine medizinische Behandlung sonst nicht erreichbar”, beschreibt Svetlana den Arbeitsalltag: „Selbst wir brauchen bisweilen Monate, um Vertrauen aufzubauen und helfen zu dürfen.” Dann muss es aber schnell gehen. Und dank der neuen Ambulanz geht das jetzt noch viel besser!   

87 tausend Euro hat die Straßen-Ambulanz gekostet *** 15 bis 20 Menschen werden pro Fahrt aufgesucht *** 04 Stunden dauert eine Tour durch Berlin

Unterstützung

„Wenn man einem anderen Menschen hilft, ist es gar nicht so wichtig, wie viel man gibt ...

Ob es nun 50 Cent sind, die man in eine offene Hand legt, eine Spende für die Kleiderkammer macht oder sich bei der Straßenambulanz meldet, wenn ein obdachloser Mensch in Not medizinische Hilfe benötigt – Hilfe ist und bleibt wichtig!

Lassen Sie uns hinsehen und hinhören! Machen auch Sie mit! Weil der Mensch mehr ist …“

Andrea Sawatzki

Zukunft spenden

Unterwegs für die Erste Hilfe
Unsere Straßenambulanz sucht obdachlose Menschen an den Orten auf, wo sie sonst kaum jemand besucht. Gerade in der Arbeit mit Menschen, die sich oft nicht zugehörig fühlen, ist Vertrauen und gegenseitiges Verstehen essentiell. Mit 30 € pro Einsatztag helfen Sie, dem Team der Straßenambulanz Dolmetschende zur Seite zu stellen, um Sprachschwierigkeiten bei der Diagnosestellung und medizinischen Behandlung zu überwinden.

Schrauben für gute Zwecke

In unserer Fahrradwerkstatt Velofit können Kinder und Jugendliche unter pädagogischer Anleitung Fahrräder reparieren. So verdienen sie sich nicht nur ein Taschengeld dazu, sie erproben vor allem wichtige Fähigkeiten und entdecken eigene Talente. Bieten Sie mit Ihrer Spende ein Sprungbrett in eine gute Zukunft! 175 € pro Tag ermöglichen, die Türen von Velofit zu öffnen und die jungen Menschen pädagogisch und handwerklich zu betreuen.

Wir sagen von Herzen Danke!

Ihre Unterstützung kommt dort an, wo sie am dringendsten benötigt wird. Jede einzelne Spende stärkt die Vision der Berliner Stadtmission und trägt dazu bei, direkte, nachhaltige Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen in Berlin und Brandenburg zu finden.

Nicht zweckgebundene Spenden ermöglichen es uns, flexibel und unbürokratisch auf aktuelle Notlagen einzugehen. Dabei ist es für uns selbstverständlich, die uns anvertrauten Ressourcen verantwortungsbewusst und effizient einzusetzen. Geldspenden per

Dauerauftrag oder die Einrichtung eines SEPA-Lastschriftmandats reduzieren Verwaltungskosten und ermöglichen uns eine langfristige Planung.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei uns: per Telefon unter 030 69033-404 oder über E-Mail an

Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE63 1002 0500 0003 1555 00
BIC BFSWDE33BER

Das 142. Jahr der Berliner Stadtmission
365 Tage im Jahr begegnen wir als Berliner Stadtmission in unserer Arbeit den Nöten und Bedürfnissen der Menschen in der wachsenden Großstadt Berlin und darüber hinaus. In unserer Jahrespublikation finden Sie Zahlen, Fakten und vielfältige Einblicke in unsere Arbeit.

Gern senden wir Ihnen Ihr persönliches Exemplar zu:

spenderservice(at)berliner-stadtmission.de

 

 

21. Juli, 4. und 18. August um 15.30 Uhr

Anlegestelle Haus der Kulturen der Welt

Buchung:

Telefon: 030 69033-406

 

7. September von 12 bis 18 Uhr

Joachim-Friedrich-Straße 46, 10711 Berlin

Cityladen am Ku´damm

Telefon: 030 890496-491