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SM Panorama: Ausgabe 5/2016

Titelbild mit Mann der früher im Übergangshaus wohnte

Wofür steht Berlin?

Portraitfoto Joachim Lenz

„Was verbinden Menschen aus aller Welt als erstes mit Berlin? Was meinen Sie?“ Der Chef von Visit Berlin, der Berliner Tourismusgesellschaft, schaut mich an. Ich überlege: Mauerfall? Einheit? Start Ups? „Nein“, sagt er, „Freiheit.“ Unsere Stadt steht mit ihrer Geschichte von Rosinenbombern bis Mauerfall für Freiheit. Das muss wissen, wer für Berlin werben will. Das zieht Menschen hierher. Freiheit: Möglichkeiten, Zukunft, Ideen, Lebensgestaltung. So weit, so gut.

Wer hat sie, die Freiheit?

Längst nicht alle genießen in Berlin Freiheit. Geflüchtete sind hier, weil sie aus der Heimat weg mussten. Arbeitssuchende finden keine Jobs, das Geld geht aus, sie landen auf der Straße. Viele stehen Schlange vor der Bahnhofsmission, haben nur die Scherben ihres Lebens als Gepäck. Andere sind mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen unterwegs und können von einem freien Leben nur träumen.
So weit, so schlecht.
„Freiheit ist das Einzige, das zählt“, wurde Anfang der 90er gesungen. Das stimmt nur halb. Aber ohne geht’s nicht. Wer hat sie eigentlich, die Freiheit?
Freiheit ist Wirklichkeit
Ganz klar: Auch die, die auf Gott vertrauen, sind nicht frei von den Nöten und Zwängen des Lebens. In der Bibel macht Paulus die Christenmenschen darauf aufmerksam, dass Freiheit trotzdem Wirklichkeit ist:

„Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“  (2. Korintherbrief, Kap. 3,17)

Und das stimmt. Ich erlebe Menschen, die Freiheit ausstrahlen: Sie nehmen sich Zeit, um Bedrängten zu helfen. Geben Essen und Kleidung aus. Erzählen von der Hoffnung, die Jesus in die Welt gebracht hat. Beraten und begleiten auf neuen Wegen. Öffnen Türen in die Zukunft. Hören zu. Viele wirken beruflich oder ehrenamtlich bei der Stadtmission mit, geben Zeit oder Geld.
Nehmen so Zwängen und Nöten das letzte Wort und werden zu Zeuginnen und Zeugen der Freiheit. Not und Tod werden nicht siegen. Freiheit wird Wirklichkeit. Gottes Geist ist am Werk.
Freiheit ist nicht so zu haben, wie man Dinge besitzt. Aber sie ist möglich und ist zu erleben und zu verschenken. Gott sei Dank!
Ihr

Pfarrer Joachim Lenz

Lebendige Gemeinschaft

„Dazu gehören“ ist der rote Faden des neuen SM-Panorama, das Sie in den Händen halten. Dazu gehören ist für die Berliner Stadtmission ein zentrales Thema. In allen Arbeitsbereichen holen wir Menschen in Gemeinschaft. Manchmal aus extremen Notsituationen, wie Wohnungslosigkeit oder Flucht vor Krieg und Verfolgung. Aber auch aus Hilfsbedürftigkeit in Folge von Alter oder Behinderung. Besonders lebendige und fröhliche Gemeinschaft herrscht, wo unsere Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder begeistert angenommen werden. Und wer Gemeinschaft mit anderen Christen sucht, ist in unseren Stadtmissionsgemeinden herzlich willkommen.
Bei aller gebotenen professionellen Distanz, gelingt es unseren Mitarbeitenden, dass Menschen erleben: Hier zähle ich etwas, hier gehöre ich dazu. Das gibt Halt und Orientierung und ermöglicht neue, gute Wege.

Sehnsucht nach Gemeinschaft

Die Geschichte von Jörg Köttig (Seite 6) ist erschütternd und ermutigend zugleich. Von Geburt an erlebte er Vernachlässigung, Gewalt, Einsamkeit und Lieblosigkeit, die ihn beinahe hätten zerbrechen lassen. Durch glückliche Fügung fand er als Erwachsener zum Glauben. Und weil er sich, wie durch ein Wunder, ein offenes Herz, seine Freundlichkeit und die tiefe Sehnsucht nach Gemeinschaft erhalten konnte, hat er heute bei der Stadtmission eine Wahlfamilie und Heimat gefunden. Alles, was er an Gutem erfahren hat, gibt er nun als unerschütterlich treuer ehrenamtlicher Helfer und Freund vielfach zurück. Große Hochachtung!
Nun hoffe ich, dass die Berichte in diesem Heft Sie angesprechen und Sie sich dazugehörig fühlen zum Kreis der Freundinnen und Freunde unserer Berliner Stadtmission.

Ihre Bettina Kopps

Manfred B.

Manfred B., der freundlich winkende Herr vom Titel, wohnte bis vor wenigen Wochen im Übergangshaus. Nach einem schweren Arbeitsunfall konnte der gelernte Bauklempner nur noch Hilfstätigkeiten ausüben. 2015 geriet der heute 66-Jährige in eine Abwärtsspirale aus Alkohol, Schulden, Wohnungsverlust, Gefängnis. Im Übergangshaus fand er Hilfe und eine Unterkunft. Hier konnte er sich wieder fangen und bewohnt heute eine kleine eigene Wohnung. Zu seinem Betreuer hat er noch guten Kontakt und denkt dankbar an die Stadtmission zurück: „Hier hilft man sich“, hat er erlebt. Freitags kommt er noch immer gern zum gemeinsamen Frühstück ins Überganshaus.

Wir, die Nische Kinder

„Claudia, wo sind die Stifte?“ Es geht turbulent zu in der „Nische“, an diesem sonnigen Augusttag. Claudia Held, Sozialarbeiterin, Diakonin und Kinderschutzbeauftragte der Berliner Stadtmission, hat alle Hände voll zu tun. 15 Kinder tummeln sich an diesem Nachmittag in der Kinder-Freitzeiteinrichtung der Stadtmission in Berlin-Friedrichshain. Während Claudia nach den Stiften für die jungen Kreativen sucht, ruft sie die Kinder auf dem Trampolin zur Ordnung. Die Kinder lieben ihr Trampolin und hüpfen unermüdlich auf und ab.

Kinder in der Nische auf dem Trampolin

Fester Zusammenhalt

Sally kommt seit fünf Jahren in die Nische.
„Ich kann hier mit meinen Freunden zusammen sein. Viele kenne ich schon ganz lange. Wir sind die Nische-Kinder.“ „Nische-Kinder“ – das klingt wie ein Familienname und so fest ist auch der Zusammenhalt zwischen den Kids.
Toben, bauen, chillen
Die Angebote hier sind so vielfältig, wie die Interessen der Mädchen und Jungen. Während einige mit Rädern, Rollern und Skateboards über den 2500 m2 großen Bau- und Abenteuerspielplatz cruisen, wird an anderer Stelle mit Holz gewerkelt oder mit einem Buch in der Kuschelecke gechillt. Sally und ihre Freunde freuen sich, dass die Erzieherinnen und Erzieher für sie da sind und die Kinder ermutigen.

Langeweile unbekannt

Besonders hat der wöchentliche Hip-Hop-Kurs es Sally angetan. „Ich tanze so gerne“, schwärmt sie und die Begeisterung steht ihr ins Gesicht geschrieben . „Außerdem lernen wir hier kochen oder wir bauen irgendwas Cooles. Das ist nie langweilig.“ In den Ferien gehen die Nische-Kids gemeinsam eine Woche auf Reisen, zum Beispiel ins Feriendorf Groß Väter See. „Das ist toll“, findet Sally. Aber was wären Kinder ohne Träume: „Wir wünschen uns ein zweites Trampolin, einen Platz zum Bogenschießen, eine Rutsche und Gartenmöbel zum draußen chillen.“

Wohlwollen und Respekt

Die 6 bis 14-Jährigen können in der Nische sein, wie sie sind. Sie werden gefördert, gefordert und mit Wohlwollen und Respekt behandelt. Die guten Erfahrungen, die sie hier sammeln, machen sie froh und stark. „Es sind schon wieder viel zu viele Kinder auf dem Trampolin“, ermahnt Claudia. So sind sie, die Nische-Kinder!
Martina Rogasch

Unser Motto: Herzensbildung

Die Berliner Stadtmission ist Trägerin zahlreicher Einrichtungen und Projekte für Kinder und Jugendliche mit Bildungs- und Freizeitangeboten. Als Christen glauben wir, dass Gott jeden Menschen einzigartig geschaffen hat. Diese Einzigartigkeit fördern wir. „Herzenbildung“ ist unser Motto! Die Nische ist ein gutes Beispiel dafür.

www.berliner-stadtmission.de/was-wir-machen/bildung-foerdern

 

Jörg Köttig gehört heute zur Stadtmissionsfamilie

Jörg KöttigIn diesem Jahr ist Jörg Köttig mit dem Fahrrad den Jakobsweg gefahren.

„Mich wollte keiner“

Jörg Köttig beschönigt nichts, wenn er von sich erzählt: Geboren 1970 im Thüringischen, Mutter Alkoholikerin und – wie es im DDR-Jargon hieß – „sozial auffällig“, wurde kurz nach der Geburt im Gefängnis weggesperrt. Vater unbekannt. Bis er 18 war, wuchs Jörg in Heimen auf. Pflegefamilie? „Mich wollte ja keiner“, sagt er. Regelmäßig wurde der lebhafte Junge mit Medikamenten ruhiggestellt. Lieblosigkeit, Schläge, Einsamkeit, oft eingesperrt und bloßgestellt: die prägenden Erfahrungen seiner Kindheit und Jugend.

Der Traum von Glück und Geborgenheit

Wohin gehört ein Mensch, der nur Gleichgültigkeit und Ablehnung kennen gelernt hat? Mit 18 zieht er zu seiner Mutter, die nun in Freiheit ist. Nichts klappt, auch in Jobs heißt es: Wir brauchen dich nicht mehr. Der Traum von Glück und Geborgenheit in einer eigenen Familie platzt nach zwei Jahren Ehe, Tochter Jessica ist ein Jahr alt.

Dazu gehören

In einer Drückerkolonne erlebt er wieder Gewalt: „Wer nicht genug Abos verkaufte, bekam nichts zu essen, wurde geschlagen.“ In Berlin sucht und findet er Hilfe bei der Bahnhofsmission am Zoo. Eine neue Liebe folgt, 2000 dann die Geburt von Tochter Justine. Doch zersetzender Streit bringt den seelischen Zusammenbruch. Nach mehreren Selbstmordversuchen folgt die Einweisung in die Psychiatrie. „Das war gut und hat mir sehr geholfen“, weiß er. In Hamburg kommt nach der Entlassung Hilfe von der Heilsarmee. In der wertschätzenden Umgebung kann er fragen, was ihn umtreibt: „Was hat es auf sich mit dem Kreuz?“ Die Antworten helfen Jörg, zum Glauben zu finden. „Ich habe Jesus mein Leben übergeben“, sagt er froh. „Von da an ging es bergauf.“

Stadtmission ist Familie und Heimat

Umzug nach Berlin. In der Gemeinde im Zentrum am Hauptbahnhof findet er herzliche Aufnahme. „Als gehöre ich schon 20 Jahre dazu“, erinnert sich Jörg dankbar. Die Taufe Ostersonntag 2008 ist ein großer Moment. Stadtmission wird für Jörg Köttig zu seiner Familie, seiner Heimat.

Hansdampf im Ehrenamt

In guten Familien hält man zusammen, so sieht Jörg das. Er ist da, wo immer er gebraucht wird: in der Kälte-Notübernachtung, im Café InneHALT, beim Gussower Erlebnis Camp als Beikoch, bei Gottesdiensten im Hauptbahnhof und auf dem Schiff ... Und die Zukunft? „Eine feste Arbeit wünsche ich mir!“ Viel Glück, Jörg!

www.berliner-stadtmission.de/gem-zah

 

Georg Flick ist Haushandwerker in den Wohnhilfen

Georg Flick im Hof138 Wohnungen hält Georg Flick in Stand.

Der Brückenbauer

„Wohl fühlen, zur Ruhe kommen, ein Zuhause finden“, Georg Flick weiß genau, was ein Mensch braucht, der nach oft jahrelanger Wohnungslosigkeit zum ersten Mal wieder ein eigenes Dach über dem Kopf hat. Seit 21 Jahren ist er Haushandwerker der vier Wohnhilfen der Berliner Stadtmission. „Hier können die Bewohner ihre Wohnungstür abschließen und alte schlechte Verbindungen und Gewohnheiten hinter sich lassen,“ sagt er. Bis zu 18 Monaten können sie in möblierten Ein-Zimmer-Wohnungen das sesshafte Leben und einen geregelten Alltag mit Hilfe von Sozialarbeiterinnen wieder neu lernen. So gerüstet, schaffen viele den dauerhaften Wechsel in ein eigenständiges gutes Leben. Wieder dazugehören – das ist das Ziel.

Liebe zur Arbeit, Liebe zu den Menschen

Georg Flick hat bei seiner Arbeit immer den Menschen vor Augen, für den er etwas tut. „Es ist eine Arbeit, die mich ausfüllt und erfüllt.“
Vor dem Einzug eines neuen Mieters richtet er jede Wohnung liebevoll her. „Ich stelle mir vor, wie sich jemand freut, der die Wohnung dann bezieht. Mit diesem schönen Gefühl gehe ich abends nach Hause.“

Jeder ist anders

Diese Liebe und sein ruhiges, freundliches und gelassenes Wesen wecken Vertrauen. Er ist zur Stelle, wenn etwas kaputt ist. „Aber ich merke schnell, wenn einer mehr braucht, als nur die Reparatur des verstopften Abflusses. Die Leute sehen in mir jemanden, der ihnen Gutes tut, da kommt man leichter ins Gespräch. Jeder ist anders, einer schweigsam, einer mag viel erzählen.“ Mitunter nehmen Bewohner gern Rat des lebensklugen Mannes an, der auch zu den Sozialarbeiter/innen einen guten Draht hat. „Dann kann ich eine Brücke bauen“, freut sich der 54-Jährige.

Ein Segensspruch an der Wand

Georg Flick ist privat aktives Mitglied der Stadtmissionsgemeinde Lichtenberg. Sein Glaube ist ihm wichtig und er wünscht „seinen Bewohnern“, dass sie etwas von der liebevollen Gegenwart Gottes in ihrem Leben spüren. „Ich glaube, es ist kein Zufall, dass sie bei uns sind. Ich wünsche ihnen, dass sie etwas von ihrem Schöpfer kennen lernen. Vor dem Einzug bringt er oft ein Poster mit einem Segensspruch an. Das gefällt vielen:
„Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“

www.berliner-stadtmission.de/wohnhilfen

 

Flüchtlinge kochen selbst für ihre Familien

Frauen beim Kochen.

Würde geht durch den Magen

Es dampft, es duftet nach Safran und Kurkuma und sieht köstlich aus. In der kleinen Küche im Zentrum am Hauptbahnhof sind an diesem Tag vier Frauen dabei, für ihre Familien das Abendessen zu kochen. Sie reden und lachen, jeder Handgriff sitzt, jede weiß genau, was zu tun ist. Obwohl sie riesige Portionen zubereiten, ist die Küche blitzblank.

Individualität muss zurückstehen

Das Besondere: Die Köchinnen sind erst vor kurzem aus ihren Heimatländern Iran und Afghanistan nach Deutschland geflohen und leben derzeit in der Notunterkunft für Flüchtlinge der Berliner Stadtmission in der Kruppstraße. In der großen Traglufthalle haben bis zu 294 Menschen unter den eingeschränkten Bedingungen in einer großen Unterkunft eine vorläufige Bleibe. Zusätzlich zu den tagtäglichen obligatorischen Abläufen bietet die Stadtmission zum Beispiel Spielgruppen für Kinder, Sprachkurse oder handwerkliche Beschäftigung an. Ein selbstbestimmter Tagesablauf ist aber nicht möglich und auch individuelle Wünsche müssen zurückstehen. Das ist nicht leicht, besonders nach den oft verstörenden Erlebnissen vor und während der Flucht.

Normalität als Therapie

Das beste Mittel, um seelische Stabilität zurück zu gewinnen, ist ein Alltag, in dem vertraute Aufgaben einen festen Platz haben. Intuitiv wissen das die geflüchteten Menschen und wo immer es irgendwie möglich ist, versuchen sie, ein Stück Normalität zurückzugewinnen.
Den Mitarbeitenden in der Notübernachtung fiel eines Tages auf, dass einige Bewohner/innen auf Campingkochern provisorisch das Essen für ihre Familien zubereiteten – unter freiem Himmel ohne Küche und Kochwerkzeuge. Küchenleiterin Ulrike Lemke-Merten erkannte diese gute und wichtige Eigeninitiative und suchte nach einer Möglichkeit, die Bewohner der Notunterkunft darin zu unterstützen.
Eigeninitiative fördern, Ideen weiterentwickeln
Mit der Abteilung Liegenschaften stattete sie eine kleine Küche in einer ehemaligen Hausmeisterwohnung im Zentrum am Hauptbahnhof mit zwei Herden und den notwendigen Kochgerätschaften aus. Seither kommen dort von Montag bis Freitag drei bis sechs geflüchtete Frauen und Männer zusammen und bereiten mit selbst gekauften Lebensmitteln für ihre Familien und Freunde Essen zu. Samstags wird gemeinsam mit Kindern gebacken.

Große Fortschritte

Das Schicksal eines Flüchtlings sieht man ihnen jetzt nicht an. Sie wirken selbstbewusst und gelöst. Dass sie hier, so wie früher in der Heimat, für sich selber sorgen können, gibt ihnen Würde zurück. Für manche hat es fast eine therapeutische Wirkung. Eine Frau ist dabei, sie kocht heute gelbe Linsen in einem würzigen Sud. Sie war bisher sehr zurückgezogen, jetzt lächelt sie freundlich. „Ein riesiger Fortschritt“, sagt Ulrike Lemke-Merten. „Seit sie hier selber kochen kann, ist sie gelöster und zuversichtlicher.“

Gemeinschaft beim Essen

Die Iranerinnen kochen heute ein traditionelles Gericht: „Zwei Zwiebeln“ besteht aus Fleisch und Zwiebeln in einer kräftigen, raffiniert gewürzten Soße, dazu gibt es in mehreren Arbeitsschritten aufwändig gekochen Basmatireis mit einer Kruste aus goldgelb gebratenen dicken Kartoffelscheiben. Ein Genuss! In Plastikgefäßen tragen die Frauen die frischen, heißen Portionen den kurzen Fußweg zurück in die Kruppstraße. Etwa 15 Menschen finden sich an einer langen Tafel zusammen und genießen den für viele wohl schönsten Teil des Tages: Die Gemeinschaft von Familie und Freunden beim Essen.

www.berliner-stadtmission.de/fluechtlinge

Ihre Spende hilft! Unser Netz der Hilfe – keiner soll verloren gehen!

Unser Netz der Hilfe umfasst ein vielfältiges Angebot. Wir holen Obdachlose in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen ab und helfen wo immer wir können – auch im Sommer. Ob professionelle Beratung, ganzjährige Notübernachtung, medizinische Ambulanz oder die Bahnhofsmissionen am Zoo und Hauptbahnhof: Wir sind da! Für dieses engmaschige Netz der Hilfe brauchen wir Ihre Unterstützung!

Durch Sie - über uns - für die Menschen dieser Stadt

Frau hilft Geflüchteten beim Ausfüllen eines Bogens

Integration geht weiter

Unsere Flüchtlingsunterkünfte beherbergen derzeit etwa 880 geflüchtete Menschen. Die Integrationsbemühungen seitens der Berliner Stadtmission für sie nehmen weiter Form an. Einige haben bereits Berufserfahrung in Berlin über diverse Praktika sammeln können. Unser Ziel ist jedoch, weitaus mehr geflüchtete Menschen langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Um sie dabei bestmöglich zu unterstützen, haben wir ein neues Projekt „Job-Navigation“ in Zusammenarbeit mit der IHK ins Leben gerufen.

Fördern auch Sie dauerhafte Integration z. B. durch eine monatliche Spende von 25 €.

Individuelle Beratung

Längst nicht alle Bewohner des „CumFide“ – unserer betreuten Wohngemeinschaft für Suchtkranke – sind in der Lage an unseren Gruppenangeboten teilzunehmen. Die „nassen“ Alkoholiker leiden oft unter schweren psychischen Störungen. Daher wollen wir für eine 1:1 Ansprache sorgen und Einzelberatung ermöglichen. Erst dann kann auch den Allerschwächsten langfristig geholfen und ein Weg zurück in die Gesellschaft aufgezeigt werden.

Mit beispielsweise 50 € können Sie dazu beitragen, dass mehr individuelle Beratung – die über herkömmliche Unterstützung hinaus geht – angeboten werden kann.

Jede Menge Spaß

Die Sommerferien sind zu Ende – so blicken auch die TeilnehmerInnen des Gussower Erlebniscamps (GEC) auf kreative und spannende Tage zurück. Wir freuen uns über so viele begeisterte Kinder und Jugendliche, die – vor allem dank Ihrer Unterstützung – daran teilnehmen und viel Gutes erleben konnten. Unsere großzügigen Urlaubspaten haben 102 Kindern dieses Erlebnis ermöglicht. Wow! Nun steht im Herbst das „GEC Reloaded“ für Teenager im Alter von 12 bis 14 Jahren an. Auch hier wollen wir Jugendliche auf die Reise schicken, deren Familien sich dies nicht leisten können. Daher suchen wir erneut Urlaubspaten!

165 € ermöglichen einem Teenager eine Woche unvergessliche Ferienzeit.

"Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan." Matthäus 25,40

Wir können etwas tun.
Also: Tun wir was!
Danke für Ihre Unterstützung.
Ihr Joachim Lenz

SPENDENKONTO

IBAN:
DE63 1002 0500 0003 1555 00
BIC: BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft

Für den Kalender

2. Oktober, 11 Uhr: Schiffsgottesdienst zum Erntedankfest
Anleger Paul-Löbe-Haus

NOCH FREIE PLÄTZE
GUSSOWER ERLEBNIS CAMP reloaded 2016:
Eine Woch Action und Abenteuer für Kids von 12 bis 14 Jahre
15. - 22. Oktiober (Herbstferien)

Anmeldung unter: www.gussower-erlebniscamp.de