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SM Panorama: Ausgabe 5/2017

Headerbild FSJler im ZaH

Verstand und Herz

Vor 500 Jahren gab Martin Luther durch sein mutiges, entschlossenes Handeln den Anstoß für einen tiefgreifenden Wandel in Gesellschaft, Kultur und Kirche – die Reformation. Ihn leitete sein Glaube, dass Gott uns Menschen bedingungslos liebt, nicht nach Leistung fragt.

Mündige, freie Menschen

Luther wollte überzeugen, nicht überwältigen. Er übersetzte die Bibel und führte deutschsprachigen Gottesdienst ein. Menschen sollten verstehen, nicht fürchten. Die Reformation wollte urteilsfähige, mündige Christen und legte den Grundstein unseres Schul- und Bildungssystems. In vielen Einrichtungen der Stadtmission gewinnt Bildung zunehmend an Bedeutung. Der Mensch lernt nie aus, Bildung ist ein lebenslanger Prozess. Ein „gebildeter“ Mensch traut sich etwas zu und weiß mit  Verstand und Herz, dass er etwas Gutes erreichen kann.

FSJler im Zentrum am HauptbahnhofDie jungen Menschen auf dem Bild haben ein Jahr lang als Freiwillige bei der Berliner Stadtmission gelebt und gearbeitet.
Danke euch allen!
Am 1. September zog der neue ,,Jahrgang" ein und wird die Stadtmission mit fröhlichem energischem Engagement bereichern.
Wir freuen uns auf euch!

Zumutung?

Macht- und Hilflosigkeit ist quälend und würdelos. Wer sich dauerhaft so fühlt, verliert früher oder später Mut und Tatkraft. In der Stadtmission muten wir Menschen zu, Eigenverantwortung zu übernehmen. Z. B. wenn Geflüchtete in unserem Begleitprogramm ehrenamtlich aktiv werden, wenn im Hygienecenter Wohnungslose Körperpflege betreiben können und dadurch etwas vom Stigma des Ausgestoßenen verlieren oder wenn Teenager im Jugendcamp ermutigt werden, Talente weiterzuentwickeln. 

Luther lässt grüßen

Kürzlich betet eine Kollegin: „Lieber Vater im Himmel!“ So stelle ich mir Gott gerne vor, der sich seinen Kindern liebevoll zuwendet, ermutigt, ermächtigt, Orientierung gibt. Nicht fragt: „Was hast du geleistet?“ Luther lässt grüßen!
Einen goldenen Herbst wünsche ich uns allen,

Ihre Bettina Kopps

Alles geschenkt

Portraitfoto Joachim Lenz

Für die Menschen seiner Zeit war es eine Lebensfrage: Wie komme ich in den Himmel statt in die Hölle? Wie kann ich verhindern, verloren zu gehen? Wie kriege ich einen gnädigen Gott? Martin Luther antwortete vor 500 Jahren: Lass das Gottes Sorge sein! Du kannst dir das ewige Leben nicht besorgen. Aber Gott kann es dir schenken. Allein aus Gnade werden wir gerettet. Sola gratia. Es ist alles geschenkt. Das kannst du glauben!

Die Frage nach Gott

Wir Heutigen kümmern uns eher um das Leben hier als um Himmel und Hölle. Wer Angst hat, das Leben zu verpassen, meint damit das Leben hier, die Zeit zwischen Geburt und Bestattung. „Früher wurden die Menschen älter als heute“, schreibt der Arzt und Theologe Manfred Lütz. „Früher lebten sie 40 Jahre plus die Ewigkeit, heute 80 Jahre und danach kommt nichts.“ Ob deshalb wohl vielen Menschen die Frage nach Gott abhanden gekommen ist?

Leben aus Gnade

Dabei hat Luther gar nicht nur ans Jenseits gedacht, wenn er von Gnade sprach. Es ist alles geschenkt, das Leben hier und das in Gottes Ewigkeit. Das kannst du glauben! Und dann kannst du hoffentlich etwas aus dem machen, was dir geschenkt ist. Kannst dein Leben dankbar gestalten. Wirst mit Glauben, Hoffnung und Liebe umgehen und davon austeilen. So hat Luther das Leben aus Gnade verstanden.

Bei Gott ankommen

Und noch mehr hat er es aus der Bibel gelernt: Leben aus Gnade bedeutet gerade nicht gelingendes Leben! Sondern Gnade ist, dass ich mit meinem Leben bei Gott ankomme, egal wie erfolgreich und gelungen es ist. Die Brüche, das Versagen, das, wofür ich mich schämen muss: Alles das gehört bei Gott dazu. Gnade heißt angenommen und geliebt zu werden, ohne es verdient zu haben.

Du sollst leben!

Mit dem Gelungenen und dem Missratenen also landen wir bei Gott. „Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand“, heißt es im Ev. Gesangbuch Nr. 533. Du sollst leben! Alles Gnade, alles geschenkt. Der Reformationstag, der 31. Oktober, ist in diesem Jahr bundesweit ein arbeitsfreier Feiertag. Gott sei Dank haben wir richtig was zu feiern.

Ihr Pfarrer Joachim Lenz

Empfangen und weitergeben

Ehrenamtliche begleiten Geflüchtete, machen sie mit der deutschen Alltagskultur vertraut, helfen beim Deutschlernen, Ämtergängen und Freizeitgestaltung – Begegnungen auf Augenhöhe, für beide Seiten eine Bereicherung. Das tatkräftige Engagement zeigt den Menschen: Ihr seid willkommen! „Auch die Ehrenamtlichen lernen viel Neues bei den Begegnungen der Kulturen“, sagt Nina Lenz Rivas, die Projektleiterin des Begleitprogramms „Learning by doing“ der Berliner Stadtmission. Das Konzept des Projekts ist so überzeugend und erfolgreich, dass es umfangreich von der Stadt und dem Land Berlin gefördert wird.

Tüchtig und wissenshungrig

Nach ihrer Ankunft in Deutschland müssen Geflüchtete oft lange in unfreiwilliger Passivität verharren. Asylverfahren, Notunterkunft, keine Arbeit ...  Viele sind tatkräftig, tüchtig und wissenshungrig, können aber nicht aktiv werden. Das Begleitprogramm ist darauf ausgelegt, die Menschen selbständig zu machen und ihre Eigeninitiative zu fördern, damit sie Deutschland als ihre neue Heimat empfinden können.

Helfen tut gut!

Zum Begleitprogramm gehört, dass die Teilnehmenden sich ihrerseits hilfreich betätigen. In kleinen Gruppen  leisten sie ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe. „Diese Bürgerhilfe tut allen gut, auch den Helfenden. Sie können etwas Gutes geben, bekommen Anerkennung und vertiefen die Verbindung zu unserer Gesellschaft. Es tut Menschen gut, nicht nur zu empfangen, sondern auch zu geben,“ sagt Nina Lenz Rivas.

Die Helferinnen und Helfer beim Garteneinsatz. Hinten Ehepaar Langner, 2. von links AhmadDie Helferinnen und Helfer beim Garteneinsatz. Hinten Ehepaar Langner, 2. von links Ahmad

Einsatz im Beet

Im August starteten erstmals sieben Geflüchtete zu einem Einsatz im Berliner Bezirk Spandau. Im Garten von Brigitte und Don Langner war einiges zu tun, denn das ältere Ehepaar schafft schwere Arbeiten nicht mehr allein: Hecken schneiden, Bodenpatten neu verlegen, Gestrüpp entfernen. Kein Problem für die tatkräftige, gut gelaunte Truppe. Ehepaar Langner, das sich selbst ehrenamtlich für Flüchtlinge engagiert, war glücklich über die Hilfe und die fröhlichen Gärtnerinnen und Gärtner aus u. a. Syrien, dem Irak und Ägypten.  

Das Team des Begleitprogramms. 4. von links Nina Lenz RivasDas Team des Begleitprogramms. 4. von links Nina Lenz Rivas

Familie in Deutschland, Familie in Syrien

Ahmad ist einer der Helfer. Beim Garteneinsatz hatte er Freude, den älteren Menschen tüchtig zur Hand zu gehen. In seiner syrischen Heimat war es für ihn selbstverständlich, dass die Familie für die Älteren da ist. Im Nachgespräch erfuhr er, dass in Deutschland Familien oft nicht mehr so eng über Generationengrenzen hinweg verbunden sind – schwer vorstellbar für den 22-Jährigen, der Anfang 2016 fliehen musste. Mit seinem Bruder und einem Cousin kam er in Berlin an und lebte in der ersten Zeit in der Flüchtlingsunterkunft der Stadtmission in Berlin-Spandau. In Syrien hatte Ahmad schon sechs Semester Mathematik studiert und ist hochmotiviert, schnell wieder in ein normales Leben zu finden und seine Ausbildung fortzusetzen. Anfangs lernte er allein mit Hilfe von Internet-Lektionen auf YouTube so gut Deutsch, dass er die A1-Prüfung* bestand.

Hilfe weitergeben

Im Begleitprogramm bekam der begabte junge Mann dann Unterstützung beim Weiterlernen. Er machte ein Praktikum und bestand im August bereits die B2-Prüfung*. C1 – so hofft Ahmad, schafft er bis zum Beginn des Sommersemesters, dann sind alle Voraussetzungen für die Fortsetzung des Studiums erfüllt. Es ist für Ahmad selbstverständlich, dass er jetzt, wo er es kann, Hilfe weitergibt.

* Nach dem gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen wird die Spachkompetenz in fünf Niveau-Stufen von A1 bis C1 untergliedert. Um ein Studium aufnehmen zu können, wird das C1 Zertifikat vorausgesetzt.

www.berliner-stadtmission.de/fluechtlinge/das-begleitprogramm

Die Zukunft in die Hand nehmen

Nour* war 17, als sie vor zwei Jahren mit ihrem Vater aus Syrien fliehen musste und Aufnahme in einer Flüchtlings-Notunterkunft der Stadtmission fand. Über die Umstände der Flucht, ihre Heimat, ihre Familie, spricht sie nicht. In den ersten Monaten lebt sie zurückgezogen, besucht einen Deutschkurs. Nach einem Jahr hat die junge Frau wieder Kraft und Mut, ihre Zukunft in die eigene Hand zu nehmen.

JobnavigationObaid Akhundzada, 25, musste aus Afghanistan flüchten. Mit Hilfe der Job-Navigation fand er einen Praktikumsplatz. Nirmala Bähr (links im Bild), eine von drei Gründerinnen der mindeight GmbH, gestaltet die Zusammenarbeit mit viel kultureller Sensibilität und Anteilnahme. Das erfolgreiche IT-Start-Up-Unternehmen entwickelt derzeit gemeinsam mit der Job-Navigation einen Integrationsplan. Wenn das Praktikum für beide Seiten erfolgreich verläuft, wird eine weitere Zusammenarbeit mit Obaid angestrebt.

Hindernisse überwinden

Mit Hilfe der Job-Navigation für Geflüchtete der Berliner Stadtmission findet sie einen Praktikumsplatz in einer Apotheke und entwickelt dabei den Wunsch, Pharmazie zu studieren. Der Weg ist steinig, doch mit Unterstützung der Job-Navigation können Hindernisse beiseite geräumt werden: Das syrische Abiturzeugnis wird anerkannt, ein anspruchsvoller Deutschkurs und die Teilnahme an einem Studien-Vorbereitungsprogramm organisiert. Voraussichtlich zum Wintersemster 2018 wird die junge Frau ihr Studium aufnehmen können.

Kleine Schritte, viel Geduld

Christina Böhrer ist eine von drei Job-Navigatorinnen. „Hinter jeder Erfolgsgeschichte steckt viel Arbeit. Viele kleine einzelne Schritte, Ausdauer und viel Geduld gehören dazu“, schildert sie ihre Tätigkeit. Neben der Begleitung der Geflüchteten auf dem Weg zu einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz, sind die Job-Navigatorinnen auch für Firmen und Unternehmen wichtige Ansprechpartner. Sie beraten sie fachkundig, geben Hilfe bei bürokratischen Herausforderungen, manchmal vermitteln sie. Denn einen Geflüchteten einzustellen, ist auf Seiten der Arbeitgeber nicht selten mit der Sorge vor unbekannten Schwierigkeiten verbunden. So bereitet die Job-Navigation, deren Fördermittelgeber die Berliner Wirtschaft ist, für alle Beteiligten das Feld für eine fruchtbare Zusammenarbeit.

*Name geändert

www.berliner-stadtmission.de/job-navigation

Message inklusive

Sommerferien, 80 energiegeladene Teenager, 30 hochmotivierte ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, ein (Gäste-)Haus am See, acht Tage Zeit. Das ist der Rahmen für das Jugendcamp, das die Stadtmission seit 2010 anbietet. Wer hier dabei ist, weiß: ,Kein Camp ohne Message’. „Wir nehmen unser Motto ernst“, sagt Luisa Lepski, die zum 4. Mal ehrenamtlich dabei war. ,Message’ bedeutet, dass neben viel Actionprogramm und Kreativ-Angeboten jeden Tag Zeit eingeplant ist für Gespräche über Themen, die im Leben junger Menschen wichtig sind: Freundschaft, nervige Eltern, Liebeskummer, Mobbing in der Schule. Dabei wird auch über Gott gesprochen. Die Botschaft: Er liebt euch, so wie ihr seid! Luisa hat die Teens von Herzen gern, die in einer Lebensphase stecken, die für sie selbst und auch für andere anstrengend sein kann. „Es sind tolle junge Leute auf der Suche. Voll Kraft und Kreativität.“

Ermutigung und Ehrlichkeit

Alle Betreuer sind jung, Luisa gehört mit knapp über 30 schon zu den Älteren. „Es ist gut, wenn die Jugendlichen uns als Ratgeber akzeptieren können. Manche haben Sorgen und fühlen sich unsicher.“ Sie erinnert sich gut an eigene Probleme in diesem Alter und ist als Gesprächspartnerin glaubwürdig. „Zuwendung und Ermutigung sind gefragt“, weiß Luisa und: „Ehrlichkeit.“

Jugendcamp-Jungs

Raum zur Entfaltung

Beim Camp bekommen die Jugendlichen viel Raum, um ihre Fähigkeiten und ihre Kreativität zu erproben und zu präsentieren. Am letzten Abend gestalten sie ein eigenes Programm unter anderem mit einem selbst geschriebenen Theaterstück, musikalischen Beiträgen und einem Poetry Slam*. „Die jungen Menschen sind unglaublich talentiert“, sagt Luisa fasziniert und begeistert. Für alle Begleiterinnen und Begleiter ist die Zeit mit den Teenagern eine Freude – auch wenn manche anschließend urlaubsreif sind.

*Poetry Slam ist ein Wettstreit, bei dem selbstgeschriebene Texte vorgetragen werden. Die Zuhörer küren den Sieger.

www.berliner-stadtmission.de/gec/jugendcamp

Der Hingucker

Kai Schellenbeck ist ein guter Zuhörer. Aufmerksam, zugewandt, geduldig. Wenn er vor der Bahnhofsmission mit einem Gast spricht, scheint alles andere ausgeblendet. Bis zu dem Moment, wo er sich mit einer kleinen Geste für die kurze Unterbrechung entschuldigt. „Bitte bring noch dein Glas zurück“, sagt er freundlich und bestimmt zu einem Gast, der gerade gehen will. Das hatte der gerade noch nonchalant auf einem Fensterbrett abgestellt, nun kommt er der Aufforderung umgehend und mit einer Entschuldigung nach.

„Tata“

Natürliche Autorität ist wichtig in Kais Berufsalltag. Im Hygienecenter neben der Bahnhofsmission am Zoo ist er für die wohnungslosen Gäste da. Er hat im Blick, was ein Mensch braucht, ist fürsorglich und aufmerksam, gleichzeitig entschieden und bestimmt. Ein Hingucker. „Tata“ – das ist polnisch für Papa – den Namen wird er nicht mehr los. „Du bist streng und gerecht wie mein Vater war“, hat mal ein Gast zu ihm gesagt, über 60 war der. Richtig wohl ist ihm nicht in dieser Rolle, aber er versteht, dass dahinter großer Mangel steht, die Sehnsucht nach einem liebevollen Gegenüber, nach Geborgenheit und Orientierung.

Hygienecenter Stadtmission Bahnhof ZooKai Schellenbeck begegnet dne Gästen auf Augenhöhe. ,,Mir ist egal, wer du bist." Lautet sein Credo und: ,,Rassisten sortier ich aus."

Es gibt keine Alternative zum Helfen

Manchmal wird der 45-Jährige gefragt, wie er diese Arbeit aushält, bei der er so hautnah auch mit abstoßenden und ekelerregenden Seiten der menschlichen Existenz zu tun hat. Einmal hat er einen Mann sauber gemacht, der mehrere Wochen lang in seinen Ausscheidungen vegetiert hatte. Schicht für Schicht musste er abtragen, zwei Stunden lang. Anschließend konnte der Gast im Krankenhaus behandelt werden – vorher undenkbar. „Was wäre denn, wenn ich nicht helfen würde? Soll ich den Menschen liegen lassen?“, fragt er. „Zum Helfen gibt es doch keine Alternative.“

In Berlin und beim Papst

Er mag die Menschen und mit das Schönste an seiner Arbeit ist es für den großen, kräftigen Mann, dass hier jeder Gast eine schöne, entspannte und genussvolle halbe Stunde am Tag hat. Bleiben 23,5 Stunden, wo die meisten wenig Gutes erleben. In einer Schublade liegen gut 20 Sorten Rasierwasser – alles Spenden. Nach der Dusche kann sich der Gast einen Duft aussuchen. Solche kleinen, liebevollen Gesten sind Kai Schellenbeck wichtig und er erlebt, was sie bewirken, wenn z. B. jemand durch einen vertrauten Duft an seine Kindheit erinnert wird. Auch nagelneue gute Unterwäsche kann er ausgeben, gespendet von einem japanischen Bekleidungseinzelhändler.

Kapazitätsgrenze

Für die Reinigung ist ein Mitarbeiter einer Fachfirma ständig vor Ort. Im Durchschnitt nehmen monatlich 7000 Gäste die Angebote in Anspruch – von Toilettenbenutzung über Dusche und Fußpflege. Ehrenamtlich organisiert ist das regelmäßige Angebot zweier Friseurinnen. Allein bis zu 100 Gäste pro Tag kommen zum Duschen. Beides – WC und Dusche – ist Obdachlosen sonst kaum zugänglich. Schon gar nicht kostenlos. Die bei der Eröffnung Ende 2015 eingeplante Kapazitätsgrenze ist längst bei Weitem überschritten. „Im Vatikan gibt es ein vergleichbares Angebot“, weiß Kai, „sonst sind wir europaweit einmalig.“ Dabei ist die Not in diesem Bereich augenfällig und nicht zuletzt folgenreich: Wer sich nicht waschen kann, verwahrlost und wird zunehmend zum Ausgestoßenen. Die Möglichkeit, diskret und allein seine Notdurft zu verrichten, hat mit Hygiene aber auch mit Menschenwürde zu tun. „Wir könnten die Öffnungszeiten gut verlängern“, sagt Dieter Puhl, Leiter der Bahnhofsmission am Zoo. „Großer Bedarf ist da.“ Finanziert wird das Hygienecenter von der Deutschen Bahn und dem Berliner Senat. 350.000 Euro investierte die Deutsche Bahn für den Ausbau und trägt die laufenden Energiekosten. 150 000 Euro erhält die Stadtmission als Betreiber vom Berliner Senat.

Kältebus Berlin Umarmung

Selbstverständlich?

Ein zierlicher Mann mit strahlend blauen Augen und wettergegerbter Haut bittet auf Englisch darum, noch schnell duschen zu dürfen. Es ist fünf, da wird keiner mehr angenommen. Doch Kai schickt den Gast nicht einfach weg, prüft die Lage, muss die Absage bestätigen. „Tomorrow – morgen früh um 10“, verabredet er. Der gehbehinderte Mann bedankt sich überschwänglich – er weiß, darauf ist Verlass. „Wenn ich helfen kann, helfe ich“, sagt Kai Schellenbeck lakonisch. Aus seinem Mund klingt das wie eine Selbstverständlichkeit.

www.berliner-stadtmission.de/bahnhofsmission/projekte/hilfen-fuer-wohnungslose/hygienecenter

Volleyball GEC

Voneinander lernen

Gemeinsame Unternehmungen, Workshops und individuelle Begleitung in Alltagsdingen bietet unser Begleitprogramm für Geflüchtete und schafft somit Perspektiven für die Teilnehmenden. Auf Augenhöhe voneinander lernen, davon profitieren auch die Ehrenamtlichen. So gelingt Integration.
Schon 75 € ermöglichen ein gemeinsames interaktives Kochen für 15 Personen.

Ferienspaß im Herbst

Auszeit vom Schulstress, neue Freunde finden, Gedankenanstöße und viel Spaß haben – im Herbst findet das GEC reloaded statt. Auch hierzu wollen wir Teenager auf die Reise schicken, deren Familien sich dies nicht leisten können.
Werden Sie Urlaubspate und ermöglichen Sie mit 165 € einem jungen
Menschen eine Woche unvergessliche Ferien.

Gott spricht:

»Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein«
Ezechiel 37,27
Monatsspruch für November 2017

Zusammen leben, gemeinsam wohnen - Gott und Menschen, was für ein Ziel!
In diese Richtungs soll's gehen.
Helfen Sie uns? Danke!

Ihr Joachim Lenz

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Für Ihren Kalender

GEC Junge springt in See

Christliche S(pr)eefahrt

Herzliche Einladung zu einer 90-minütigen Sightseeing-Tour auf der Spree: Lernen Sie Berlin und seine Sehenswürdigkeiten aus christlicher Sicht kennen. Quiz und Live-Musik inklusive. Start/Ende Anlegestelle Reederei Riedel „Haus der Kulturen der Welt“.
Am 1. Oktober (Erntedank) um 11 Uhr

Rundrum Luther

Vor 500 Jahren stand die Bühne für den ersten Akt der Reformation in Wittenberg. An liebevoll restaurierten Originalschauplätzen bewegen sich heute Besucher auf Luthers Spuren und moderne Informations- und Ausstellungsorte vermitteln kurzweilig interessantes Hindergrundwissen. Z. B. im multimedial und mit 360° Leinwand ausgestatten asisi Panorama oder im Wohnhaus des Reformators. Große Empfehlung!
Unser Luther-Hotel Wittenberg hat ein attraktives Päckchen geschnürt:
2 Übernachtungen inkl. Frühstücksbuffet
1 x Eintritt für das Lutherhaus und 1 x Eintritt für das asisi Panorama
ab 129 € pro Person im Doppelzimmer  | ab 197 € im Einzelzimmer
03491 458-0 | info@luther-hotel-wittenberg.de | buchbar bis 29.12.17

Buchen, mitfahren, Spaß haben beim GEC Reloaded

28. Oktober bis  4. November 2017
VP/Mehrbettzimmer: 185 Euro
www.gussower-erlebniscamp.de

Fotos: Christina Böhrer, Jon Adrie Hoekstra, Jolien Luckow, Jan-Erik Nord, Ortrud Wohlwend

Impressum

Zentrum am Hauptbahnhof
Lehrter Str. 68 | 10557 Berlin
030 690333 | Fax 6947785

www.berliner-stadtmission.de

Schriftleitung: Joachim Lenz
Redaktion: Bettina Kopps