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SM Panorama: Ausgabe 6/2016

Das neue Motiv entstand im Museumspark Rüdersdorf. Wir bedanken uns herzlich bei den Mitarbeitenden, die unkompliziert, geduldig und für uns kostenfrei für alle Voraussetzungen gesorgt haben. Herzlichen Dank an die Fotografin Carmen Lenk und an das Filmteam artrejo.

Starke Menschen

Sie halten das letzte SM-Panorama des Jahres in den Händen und wenn Sie die Berliner Stadtmission schon länger kennen, wissen Sie, dass es wieder unsere „Weihnachtsbitte“ enthält. Nur gemeinsam schaffen wir, was durch Ihre vielfältige Unterstützung der Arbeit der Stadtmission für so viele Menschen zum Segen wird.

Stark, mutig, großzügig

Mich beeindrucken die starken Frauen Jutta Herbst-Oehme und Gabriele Melchior, mich bewegt die Tapferkeit, mit der obdachlose Menschen ihr Leben ertragen, der Mut von Yannick Büchle, der als Freiwilliger die Kältehilfe kennenlernte und jetzt den herausfordernden Dienst im Kältebus antritt. Die Großzügigkeit, mit der Geflüchtete, die selbst so viel verloren haben, arme Kinder beschenken, geht mir ans Herz und ist Vorbild.

Eine gesegnete Advents und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Ihre Bettina Kopps

Spende Wärme!

engelhafte Frau beugt sich über Obdachlosen

Seit vielen Jahren werben wir mit diesem Slogan für die Kältehilfe der Berliner Stadtmission. In diesem Winter mit einem neuen Bildmotiv.

Dort kniet eine engelhafte Frau, die stellvertretend für jeden Menschen steht. Ein obdachloser Mann, wie er uns an vielen Orten begegnen könnte, muss in seiner Not nicht einsam bleiben. Er erfährt liebevolle Zuwendung und praktische Hilfe – hier symbolisch durch eine Wolldecke. Wir müssen keine Engel sein, um helfen zu können – aber wir brauchen einen offenen Blick und ein weites Herz, das sich vor dem Elend anderer nicht verschließt. Mit dem Start der Kältehilfe am 1. November wird dieses Motiv an vielen Stellen in Berlin zu sehen sein und zum Spenden und Helfen einladen.

Das neue Motiv unserer Kältehilfe gibt es auch als Weihnachtskarte, zu bestellen unter:

Seeehnsucht

Joachim Lenz

Kennen wir alle, oder? Sehnsucht nach der oder dem Liebsten. Am Ende einer langen Winterwanderung nach einem heißen Getränk, an einem heißen Sommertag nach einem kühlen. Je mehr einen bedrängt, desto größer wird die Sehnsucht.

Meine Seele wartet auf den HERRN

Wer an Gott glaubt, wartet auch auf ihn. Hofft auf ihn. Hat Sehnsucht nach ihm. In den Psalmen, den Gebeten und Liedern der Bibel, finde ich dafür viele Beispiele. Ich kann da mitgehen und mitbeten. Und frage mich manchmal, warum ich nicht noch mehr auf Gott warte, noch sehnsüchtiger bin, dass Gott kommt und hilft. Rechne ich wirklich mit ihm?

Aufs Morgenlicht setzen

Ich will mich doch gar nicht abfinden mit dem, was ist. Mir selber geht es gut, ich habe tausend Gründe, dankbar zu sein. Aber ich weiß gleichzeitig, wie viel im Argen liegt in meiner Stadt, in meiner Welt. Da will ich nicht schweigend zustimmen. Ich weiß doch: Unsere Welt könnte für viele Menschen viel heller sein, als sie ist.

„Meine Seele wartet auf den HERRN mehr als die Wächter auf den Morgen“, sagt der Psalm. Wunderbar: sich festmachen an der Hoffnung. Sich nicht zermürben lassen von der Dunkelheit der Nacht. Vertrauen aufs Morgenlicht, das kommen wird. Festhalten an Gott, der kommen wird. Die Welt hat Gott nötig, ich habe ihn nötig. Niemand kann mir in der Nacht ausreden, dass der Morgen kommt. Auch Gott will ich mir nicht ausreden lassen.

Aus gutem Grund

Sehnsucht hat guten Grund. Wer durstig ist, weiß, was hilft. Wer im Dunkeln sitzt, wartet auf das Licht. Wem Gerechtigkeit und Frieden in der Welt fehlen, kann auf Gott hoffen. „Die Herren der Welt gehen, unser Herr kommt“, hat der spätere Bundespräsident Heinemann zwischen den Trümmern des Zweiten Weltkriegs gesagt. Recht hat er: Wir haben guten Grund, auf unseren Herrn zu warten.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit
wünscht Ihnen

Ihr
Pfarrer Joachim Lenz

Meine Seele wartet auf den HERRNmehr als die Wächter auf den Morgen. Psalm 130, Vers 6Monatsspruch für Dezember 2016

Weihnachtsfeiern mit geflüchteten Menschen

Weihnachten im Haus Leo.

Gemeinsam feiern verbindet

Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu – das steht im Zentrum. Gäste und Bewohner der Berliner Stadtmission aus verschiedenen Arbeitsbereichen sind dazu eingeladen, mit schönem Essen, Geschenken und weihnachtlich-festlichem Ambient

Gemeinsame Vorbereitungen

Nur wenige Geflüchtete sind mit christlichen Bräuchen und Traditionen vertraut. Viele sind selbst Moslems und kennen Weihnachten höchstens als westliches Lichter- und Geschenkefest. Die Mitarbeitenden bereiten die Feiern für die geflüchteten Menschen liebevoll vor und viele Gäste helfen dabei mit. In der Flüchtlingsnotunterkunft in der Kruppstraße wird Anfang Dezember gemeinsam der Tannenbaum aufgestellt und die Kinder basteln den Schmuck. Zum Advent sind alle zu Kuchen und Plätzchen eingeladen, mit den Bewohnern von Haus Leo werden Weihnachtslieder eingeübt und in der Vorweihnachtszeit wird auch gemeinsam gebacken.

Christliches Fest mit kulturellen Akzenten

Zu den Weihnachtsfeiern lassen sich erfahrungsgemäß die meisten Flüchtlinge gern einladen. Das Programm ist traditionell weihnachtlich, doch auch kulturelle Besonderheiten der Gäste sind im Blick. Auf früheren Weihnachtsfeiern sorgte z. B. ein syrischer Musiker für Begeisterungsstürme und ausgelassene Tanzeinlagen. Weil nicht alle Christen sind, wird eingangs bei einer Andacht in verschiedenen Sprachen die Bedeutung von Weihnachten dargestellt. Es gibt gutes Essen und Geschenke, zur großen Freude der Kinder kommt sogar ein Weihnachtsmann.

Mit dem tollen ehrenamtlichen Engagement und großzügigen Spenden von Privatleuten und Firmen werden die Weihnachtsfeiern in dieser besonderen Form möglich und erfreuen die Herzen der Gäste.

Flüchtlinge geben für arme Kinder

Im Haus Leo haben die Bewohner entschieden, in diesem Jahr bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mitzumachen. Selbst gekaufte Geschenke werden liebevoll in Weihnachtspäckchen für besonders arme Kinder in aller Welt verpackt. Eine großartige, großherzige Geste!

www.berliner-stadtmission.de/fluechtlinge

Stadtmission und IHK unterstützen Flüchtlinge bei der Arbeitssuche

Steiniger Weg, gutes Ziel

In Deutschland ankommen – wer das nach langer, oft gefährlicher Flucht geschafft hat, ist in Sicherheit. Doch um ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben in Deutschland führen zu können, müssen die Menschen noch viele Herausforderungen bewältigen: Sprache lernen, Wohnung finden, Geld verdienen. In ihren Notunterkünften versorgt die Berliner Stadtmission Flüchtlinge in den Wochen nach der Ankunft mit allem Wichtigen und Notwendigen und sorgt dafür, dass die erste Zeit in dem noch fremden Land möglichst eine gute Erfahrung wird. Dabei bleibt es aber nicht, denn nachhaltige Hilfe, die Menschen in die Selbstständigkeit führt, ist auch hier das Ziel unserer Arbei

Coaching bei der Arbeitsuche

„Job-Navigation“ heißt ein neues Projekt, bei dem – gefördert durch die IHK* Berlin – Flüchtlinge auf dem Weg zu einem Arbeitsplatz tatkräftig unterstützt werden. Das Programm hat zwei Phasen á sechs Wochen, im Idealfall steht am Ende der drei Monate ein Arbeitsvertrag.

Motivation und Einsatzfreude zählen

Als Grundvoraussetzung müssen Teilnehmende gute Aussichten haben, als Asylsuchende dauerhaft in Deutschland leben zu dürfen, die Sprachkenntnisse müssen auf einem Mindestniveau sein, Einsatzfreude und Motivation sind unabdingbar. Bisherige berufliche Erfahrungen und Kenntnisse sind nicht entscheidend.

Kenntnisse erfassen, Ziele formulieren

Im ersten Schritt werden die beruflichen Vorerfahrungen ergründet. Da es z. B. in Syrien kein vergleichbares Ausbildungssystem gibt, müssen die Kompetenzen durch Fragen und auch in der Praxis eruiert werden. Wer etwa als Schweißer gearbeitet hat, bringt womöglich Fähigkeiten mit, die selbst einen deutschen Handwerksmeister ins Staunen bringen. Die bei uns vorgeschriebenen Prüfungen können später unbürokratisch nachgeholt werden. Gleichzeitig werden Praktikumsplätze gesucht. Die Formalitäten einer Bewerbung werden besprochen, ebenso wie das Verhalten im deutschen Arbeitsalltag.

Unterstützung für die Betriebe

Auch die Praktikums-Betriebe, die potentielle spätere Arbeitgeber sind, werden bei allen Fragen oder Schwierigkeiten unterstützt .

Beste Chancen für Geflüchtete, auch beruflich erfolgreich in Deutschland anzukommen.

*Industrie- und Handelskammer

Samuel T. lebt seit 11 Monaten in Deutschland. Der Informatiker aus dem Iran bewarb sich Ende Oktober bei der „Job-Navigation“. Auf seiner Flucht konnte er alle Zeugnisse retten und beim Vorstellungsgespräch vorlegen. Der 30-Jährige spricht arabisch, türkisch und englisch und beeindruckte mit sehr guten Deutschkenntnissen.

www.berliner-stadtmission.de/fluechtlinge/job-navigation

Jutta Herbst-Oehme behandelt ehrenamtlich wohnungslose Menschen

Jutta-Herbst-Oehme ist mit Leib und Seele ÄrztinJutta-Herbst-Oehme ist mit Leib und Seele Ärztin.

Zum Glück bin ich furchtlos

Dr. Jutta Herbst-Oehme arbeitet seit zwölf Jahren ehrenamtlich in der Winter-Notübernachtung und der Ambulanz für Wohnungslose der Berliner Stadtmission. Sie behandelt einmal pro Woche kostenlos Menschen, die vom harten Leben auf der Straße, oft auch von Drogen und Alkohol, gesundheitlich schwer beschädigt sind. Ihre Patienten sind die Parias unserer Gesellschaft, selbst ärztliche Hilfe wird ihnen anderenorts oft verwehrt. In ihren Sprechstunden erlebt Dr. Herbst-Oehme Eindrücke und Anblicke, die auch für die gestandene Ärztin extrem sind. Wir haben die Internistin mit eigener Praxis gefragt, was sie zu ihrer Arbeit motiviert und was sie im Leben trägt. Hier einige ihrer Antworten:

Ärztin ist mein Traumberuf

Jutta Herbst-Oehme: „Ich habe den Wunsch, die gesamte Breite des Lebens zu erleben. Nicht nur die schönen, üppigen, reichen Momente. Ärztin ist mein Traumberuf, das wusste ich schon als Kind ganz sicher. Zum Glück bin ich furchtlos vor den Wunden, Schmerzen und Gerüchen anderer Menschen. Wichtig ist, dass es immer einen Schritt weiter geht, dass ich den Patienten Linderung verschaffen kann.“

Ich bewundere die Menschen

„Die Arbeit mit Wohnungslosen macht mir Spaß, weil das Menschen sind, die einem sonst nicht so eng begegnen. Mir sind sie inzwischen sehr vertraut und ich weiß auch, dass es jeden von uns treffen könnte. Ich bewundere die Menschen zum Teil wirklich, weil sie mit so wenig zurechtkommen.“

Mein persönlicher Weg

„Mich trägt mein unerschütterlicher Glaube, dass es gut werden kann und der Glaube an Gott. Ich habe das Gefühl, dass für mich persönlich ein Weg gewiesen wurde. Dass es gut wird und ich in der Lage bin, meinen Weg zu gehen, ohne dass es mich belastet.“

Toll, dass es funktioniert

„Und mich trägt auch die Vorstellung, dass ich mit einfachen Mitteln und guten Ärzten, tollen Kollegen eine ganze Menge ausrichten kann. Toll, dass es funktioniert und schön, dass die Patienten dabei auch mitmachen.“

www.berliner-stadtmission.de/ambulanz

Gabriele Melchior ist Mutmacherin am Hauptbahnhof für Menschen in Lebenskrisen

Gabriele Melchior macht Menschen MutGabriele Melchior macht Menschen Mut.

Jesus ist Beisitzer

Bahnhof: Menschen eilen oder warten, belebte Geschäfte und Restaurants, Züge, Aufbruch und Ankunft ... Doch einige Menschen stehen abseits. Sie haben kein Ziel, niemanden, der sie erwartet. Im Bahnhof sind sie einsam unter Menschen. Was ihnen fehlt, ist ein Mensch, der sie wahrnimmt, ihnen zuhört. Die „Mutmacher am Bahnhof“ hören zu. Sie helfen ganz praktisch, beraten und vermitteln Menschen in Krisensituationen an Fachstellen – kostenlos und auf Wunsch anonym. Das gemeinsame Projekt der Berliner Stadtmission, der Deutsche Bahn Stiftung und IN VIA, arbeitet in der Bahnhofsmission im Berliner Hauptbahnhof. Für die „Mutmacher“ eine herausfordernde Aufgabe. Man braucht Freude am Umgang mit Menschen, Humor und die Fähigkeit, schwierigste Lebensgeschichten zu hören, dabei sachlich und einfühlsam zu bleiben.

Woraus schöpft Gabriele Melchior Kraft, was trägt sie in der Arbeit und im Leben?

Gabriele Melchior: Bei unserem tollen Team, meinem Mutmacherkollegen Rainer König und den Mitarbeitenden der Bahnhofsmission kann ich in schwierigen Situationen um Hilfe bitten, mich auch selbst aussprechen. So fühle ich mich nie allein. Mir hilft persönlich meine lebendige Beziehung zu Jesus. In jedem Gespräch ist er Beisitzer. Natürlich hilft es auch, eigene Stärken und Schwächen zu kennen und mir bewusst zu machen, dass ich nicht jeden ,retten’ kann.“

Eindrucksvolle Begegnungen

„Letzten Winter kam ein älterer Herr. Nach dem Tod seiner geliebten Frau hatte er alles zurückgelassen und war ein Jahr lang durch Europa getingelt, um der Trauer zu entrinnen. Nun wollte er sein Leben wieder in die Hand nehmen. Bescheiden wünschte er sich ein Zimmer und einen Ort, wo er sich sozial einbringen könnte. Als ich ihn ins Übergangshaus der Stadtmission vermitteln konnte, hat er mich zum Abschied umarmt.“

Mehr Zivilcourage zeigen

„Ich wünsche mir, dass unsere Stadt aufgeschlossener für Menschen mit anderen Lebensmustern wird. Jeder von uns. Dass wir weniger verurteilen, stattdessen mehr Verständnis und Achtsamkeit für unsere Mitmenschen zeigen, mehr Zivilcourage.“

www.berliner-stadtmission.de/mutmacher

Unsere Kältebusse fahren zu den MenschenUnsere Kältebusse fahren zu den Menschen.

Bewährte Hilfe im Winter

Am 1. November lief – wie schon seit 23 Jahren – die Kältehilfe der Berliner Stadtmission an. Bis zum 31. März retten bewährte Hilfsangebote obdachlose Menschen vor den Auswirkungen der Kälte, bringen ihnen Schutz und Sicherheit. Das große Team haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeitender hat sich seit Monaten auf die große Aufgabe vorbereitet.

Die Kälte-Notübernachtung im Zentrum am Hauptbahnhof geht in diesem Jahr mit 121 Plätzen an den Start. Das sind die Plätze, für die eine Finanzierung sicher ist. Die Zahl sagt aber nichts über die tatsächliche Anzahl der Gäste aus, denn niemand, der Schutz und Hilfe in der Notübernachtung sucht, wird abgewiesen. In kalten Wintern kamen schon bis zu 210 obdachlose Menschen pro Nacht, die Essen und Trinken, einen Schlafplatz, medizinische Versorgung, die Möglichkeit zu Körperpflege und Kleiderwechsel und – ganz wichtig! – das Angebot weiterführender Hilfen für einen möglichen Ausstieg aus der Obdachlosigkeit erhielten. Durch großzügige Spenden kann die Kältehilfe der Stadtmission viel mehr Menschen aufnehmen, als durch Senatsfinanzierung möglich ist. Danke!

Segensreich sind die im letzten Winter eingerichteten zwei Pflegezimmer, in denen Obdachlose schwere Infektionen auskurieren können.

Zahlen

Kältehilfe der Berliner Stadtmisson

Zwei Kältebusse, ca. 20 Mitarbeitende, sieben Tage pro Woche vom 1. November bis 31. März

Drei Kälte-Notübernachtungen, ein Nachtcafé mit ca. 300 Plätzen und 20 haupt- und über 200 ehrenamtlichen Mitarbeitenden

43.691 Übernachtungen, ca. 3.200 verschiedene Gäste in den Kältehilfeeinrichtungen 2015/2016

3393 Behandlungen in 2015 in der stationären und mobilen Ambulanz sowie zwei Pflegezimmer mit insgesamt vier Betten

Über 200 Beratungsgespräche mit Sozialarbeitern

Ganzjährig

Mobile Einzelfallhilfe, Mobile Ambulanz, Ambulanz im Zentrum am Hauptbahnhof, eine Notübernachtung, eine Wohnungslosentagesstätte und ein Restaurant für Wohnungslose sind als ganzjährige Angebote zusätzlich verfügbar.

www.berliner-stadtmission.de/kaeltehilfe

Vom FSJ zum Kältebusfahrer – eine „Stadtmissionskarriere“

Yannick Büchle fährt den KältebusYannick Büchle fährt den Kältebus.

„Ein ganz besonderer Spirit“

Yannick Büchle (20) war 2015/16 als Freiwilliger bei der Berliner Stadtmission – die Kältehilfe war eines seiner Einsatzgebiete. Nach Ende des FSJ und bevor er zu studieren beginnt, ist der Schwabe nach Berlin zurückgekommen und arbeitet bis März als Kältebusfahrer. Tim Ahlfeld (18), hat sein FSJ gerade begonnen, für unser Heft hat er mit seinem Vorgänger über die interessante und herausfordernde Arbeit gesprochen:

Tim: Was hat dich so fasziniert, dass du nach dem FSJ als Kältebusfahrer arbeiten wolltest?
Yannick: Ich finde, diese Arbeit hat einen ganz speziellen Spirit. Man ist die ganze Nacht unterwegs, jeder Auftrag eine neue Herausforderung. Fasziniert hat mich die Dankbarkeit der Obdachlosen, dass Hilfe gebraucht wird und man direkt helfen kann. Ich weiß nicht, ob ich so dankbar und teilweise fröhlich sein könnte. Das gibt mir Kraft, an der Arbeit dran zu bleiben.

Wie läuft so eine Nacht mit dem Kältebus ab?
Nach einer Andacht in der Notübernachtung fahren wir um neun Uhr zu zweit los. Es gibt immer bestimmte Personen, die wir besuchen wollen, um zu schauen wie es ihnen geht, aber wenn Anrufe* reinkommen, haben sie Priorität. Das Ziel ist es, möglichst vielen Menschen zu helfen. Die Schicht endet gegen drei Uhr morgens.

Was ist besonders wichtig bei eurer Arbeit?
Dass man sich auf Augenhöhe begibt, fragt, wie es geht und ob wir etwas Gutes tun können. Das Ziel ist, die Obdachlosen mit in eine Notübernachtung zu nehmen, damit sie vorm Erfrieren geschützt sind. Doch manche können es nicht aushalten, in einem Raum mit anderen Menschen zu sein. Wir versorgen sie mit Isomatten, Schlafsäcken und Vermittlungsangeboten oder führen einfach Gespräche. Oft ist Alkohol ein großes Problem. Viele Obdachlose können nicht mehr einschätzen, wie bedrohlich ihre Lage ist.

Wie viele Anrufe erreichen euch jeden Abend?
In sehr kalten Nächten klingelt das Telefon ununterbrochen. Es macht uns Mut, dass viele Berliner das Leid sehen und helfen wollen.

Wenn ich einen Obdachlosen sehe, soll ich dann gleich bei euch anrufen?
Dabei gibt es drei Schritte:
1. Sehen, dass Hilfe benötigt wird.
2. Fragen, ob Hilfe gewollt ist, damit wir nicht vergeblich hinfahren und womöglich das Abholen einer anderen Person versäumen, bei der die Uhr tickt.
3. Bei uns anrufen, dann kommen wir. 

*Kältebus-Telefon 0178 5235838

www.kaeltebus.berlin

Durch Sie - über uns - für die Menschen dieser Stadt

Hilfe mit dem Kältebus.

Mehr als ein Dach über dem Kopf

Durch Kooperation unserer Notunterkunft mit der Ambulanz können sich jeden Abend Obdachlose – auch ohne Krankenversicherung – medizinisch behandeln lassen. Es ist uns aber wichtig, mehr als nur ein Dach über dem Kopf anzubieten. So ermutigen wir immer wieder dazu, Schwellenängste zu überwinden, weiterführende, individuelle Angebote in Anspruch zu nehmen und schließlich langfristige Perspektiven zu entwickeln.
52 € ermöglichen erkrankten Obdachlosen, die sonst auf der Straße keine Chance erhalten, einen Tag Aufenthalt und medizinische Versorgung in einem warmen Pflegezimmer unserer Ambulanz. Hier können sie sich in Ruhe auskurieren.
125 € unterstützen den Einsatz eines Kältebusses für eine Nacht z. B. für Betreuung, Lebensmittel und wärmende Getränke.

 

Freudenjubel mitten im Kiez.

Freudenjubel mitten im Kiez

Wir sind begeistert! Am Jahresende blickt das Team von „Mitten im Kiez“ dankbar zurück – zehn Kinder haben eine gymnasiale Empfehlung erhalten. Unsere Förder- und Lerneinrichtung für Kinder- und Jugendliche bietet aber nicht nur klassische Hausaufgabenhilfe unter sozialpädagogischer Anleitung. Hier können sich Kinder entfalten, ihre Talente entdecken. Sie treffen auf Menschen, die an sie glauben, ihre Fähigkeiten fördern und zuverlässige Bezugspersonen sind. Wir nehmen ihre Lebenswelt und familiären Bezugssysteme bewusst wahr. Alle sind willkommen, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft. Neben Kreativworkshops und Bewegungsangeboten wollen wir in der Adventszeit mit weihnachtlichen Geschichten und gemütlichem Zusammensein einen Rahmen schaffen, sich auf das Fest einzustimmen und zu entdecken, warum wir Weihnachten feiern.
25 € helfen als regelmäßige Spende z. B. für Materialien, um handwerkliche Fähigkeiten zu entdecken. Schaffen Sie auch im kommenden Jahr mit uns gemeinsam neue Perspektiven!

„Das ewig Licht geht da herein,
'gibt der Welt ein‘ neuen Schein;
es leucht‘ wohl mitten in der Nacht
und uns des Lichtes Kinder macht.“

Aus einem Weihnachtslied
Martin Luthers, 1524

Chancen gemeinsam schenken

Wir gehen verantwortungsbewusst und nachhaltig mit den uns anvertrauten Spenden um und setzen sie dort ein, wo sie am dringendsten benötigt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, der Berliner Stadtmission Ihre Spende zukommen zu lassen:

Überweisung auf unser Spendenkonto:

Verein für Berliner Stadtmission
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE63 1002 0500 0003 1555 00
BIC BFSWDE33BER

Geldspenden per Dauerauftrag reduzieren Verwaltungskosten und ermöglichen uns eine langfristige Planung. Durch die Einrichtung einer SEPA-Lastschrift helfen Sie uns, länger-fristig zu planen.

Sofort helfen durch Online-Spenden

auch mit Kreditkarte oder per Paypal unter:
www.berliner-stadtmission.de/spenden

Anlass-Spenden zu Weihnachten

Sie selbst fühlen sich bereits reich beschenkt oder haben schon fast alles, was Sie brauchen? In solchen Fällen nutzen immer mehr Menschen ihre Weihnachtsfeier, um für Hilfsbedürftige neue Perspektiven zu schaffen und anstelle von Geschenken für einen guten Zweck zu sammeln.
Bei Interesse senden wir Ihnen gern unser Anlass-Spendenpaket zu.

Bei Fragen nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
☎ 030 690 33-405 oder

www.berliner-stadtmission.de/spenden

 

Für Ihren Kalender

Aufnahme Hauptbahnhof

Herzliche Einladung zum Heiligabend-Gottesdienst im Berliner Hauptbahnhhof
24. Dezember, um 22 Uhr
mit Stadtmissionar Pfarrer Joachim Lenz
Eingang Südseite (Kanzleramt)

Zum Vormerken:

140 Jahre Berliner Stadtmission
Festgottesdienst am Sonntag, 5. März 2017

"Du siehst mich"
Kirchentag in Berlin und Lutherstadt Wittenberg
vom 24. bis 28. Mai 2017