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Pressemitteilung: Haus der Materialisierung: Hans-Sauer-Preis für Stadtmissions-Pionier

Upcycling-Labor der Berliner Stadtmission am Alexanderplatz

Großstädte wie Berlin verbrauchen aktuell 75 Prozent der natürlichen Rohstoffe, produzieren 50 Prozent des weltweiten Abfalls und emittieren zwischen 60 und 80 Prozent aller Treibhausgase. Tendenz steigend – denn weltweit ziehen immer mehr Menschen in die Metropolen.

Aus diesem Grund sucht eine wachsende Zahl an Initiativen nach zukunftsweisenden Lösungen für die ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit. So auch die Pioniere im „Haus der Materialisierung“, das ist der ebenerdige Teil im ehemaligen Haus der Statistik am Alexanderplatz. Sie entwickeln gemeinsam die „Circular Society“ mit geschlossenen Kreislaufsystemen, die Abfall reduzieren. Die Berliner Stadtmission ist mit dem Upcycling-Labor des Textilhafens dort vertreten.

Nun konnten die Pioniere online die Korken knallen lassen: Die Münchner Hans-Sauer-Stiftung sucht alljährlich unter dem Titel „Circular Cities. Designing Urban Communities of Tomorrow“ nach innovativen Lösungen für die Herausforderungen, vor denen Städte derzeit stehen. Sie hat die Pioniere gemeinsam für ihr Engagement mit dem Hans-Sauer-Award 2021 in der Rubrik „Best practise“ ausgezeichnet. Ziel der vielen Zero-Waste Initiativen, Startups, Sozialbetriebe, Kunstschaffenden sowie von Bildung und Wissenschaft im Haus der Materialisierung ist es, eine zirkuläre Wirtschaft zu etablieren. Sie weicht von der kontinuierlichen Nutzung endlicher Ressourcen ab, indem sie die wirtschaftliche Aktivität vom linearen Konsum entkoppelt. Einfach gesagt: Vorhandene Materialien werden verliehen, recycelt oder in anderen Zusammenhängen alternativ zu neuen Stoffen benutzt.

So erhält der Textilhafen der Berliner Stadtmission jedes Jahr viele Kleiderspenden. Aber Kleidung ist von der Produktion bis zur Entsorgung ein massiver Klimakiller. Darum hat Ana Lichtwer mit ihrem Team ein Upcycling-Labor im Haus der Materialisierung eingerichtet. Dort erhalten Textilien, die sich nicht an Bedürftige weitergeben oder verkaufen lassen, ein zweites, sinnstiftendes Leben. Interessierte können aus alten Jersey-Kleidern beispielsweise Unterhosen für Bedürftige nähen. Ana Lichtwer ist überzeugt: „„Wir brauchen einen Kulturwandel und der hat mit Bildung zu tun.“ Neben dem Nählabor werden gebrauchte Möbel für einen guten Zweck verkauft und Interessierte können sich am Webstuhl ausprobieren.

Das ist aber nur der Anfang. „Um ,Circular Cites´ wirklich zu erreichen, brauchen wir politische Rückendeckung“, sagt Gerard Roscoe von der Leihplattform „Cosum“ und ergänzt: „Wenn wir die geplanten Klimaziele einhalten wollen, müssen wir unbedingt alternative Konsummuster etablieren.“

Das Upcycling-Labor kann dienstags von 15 bis 19 Uhr und mittwochs von 15 bis 19 Uhr nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.
Ort: Haus der Materialisierung, Karl-Marx-Allee 1, 10178 Berlin, Zugang über Berolinastraße.

 

Weitere Informationen und Anmeldung:
Ana Lichtwer
Telefon: 030 / 69 033 -536; Mobil: 0151 644 312 38;
E-Mail:
www.instagram.com/textilhafen/

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