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Pressemitteilung: Neuer Hoffnungsort: Stadtmission eröffnet „Zentrum am Zoo“

Pressemitteilung
Mittwoch, 10. Februar 

Wohnungslose Menschen sitzen neben wohlsituierten Berlinerinnen und Berlinern und lauschen einem Konzert. Das Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn lernt nebenan in einem Seminar-Raum den Umgang mit obdachlosen Menschen auf Augenhöhe. In den Büros davor beraten zwei Psychologinnen und eine Sozialarbeiterin Menschen in prekären Lebenssituationen. Begegnen, bilden, beraten – diese drei „Bs“ sind Programm im neuen „Zentrum am Zoo“ der Berliner Stadtmission.

Das 500 Quadratmeter große Gewölbe in den S-Bahn-Bögen unterhalb des Bahnhofs Zoologischer Garten, hat Kathrin Oxen, die Pfarrerin der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, heute in Anwesenheit von Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi und dem Projektkoordinator des Zentrums am Zoo, Wolfgang Nebel, feierlich mit einem Gottesdienst eröffnet. Zahlreiche Förderer, Freunde und Fans der Berliner Stadtmission sind der Einladung des evangelischen Vereins gefolgt und haben an Computerbildschirmen und per Smartphone die Eröffnung per Livestream verfolgt.

„Ich freue mich darauf, dass sich hier Menschen begegnen und einander teilhaben lassen an ihrem Leben. Wir brauchen diese persönlichen Begegnungen gerade nach dem Ende der Kontaktbeschränkungen mehr denn je“, sagte Stadtmissionsdirektor Christan Ceconi und bedankte sich bei den Unterstützenden des Projekts: „Ohne sie hätten wir niemals von einem neuen Standort am Zoologischen Garten zu träumen gewagt, ohne sie würde es diesen neuen Hoffnungsort für bedürftige Menschen nicht geben.“

Viele Fördernde hatten Grußworte gesandt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Gattin Elke Büdenbender hatten für die „Anschubfinanzierung“ des Zentrums am Zoo gesorgt. Elke Büdenbender konnte als Schirmherrin für den Bereich „Bildung“ gewonnen werden. Sie erklärte per Videobotschaft: „Menschen wollen verstehen. Sie wollen verstehen, warum die Dinge sind wie sie sind. Damit aus dem Verstehen Verständnis werden kann. Wer mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht, wer sich interessiert und nachfragt, wird den Menschen und Dingen um sich herum mit mehr Wertschätzung begegnen, weil er sie versteht. Aus diesem Grund finde ich die Idee einer Lernwelt Armut und Obdachlosigkeit am im Zentrum am Zoo so wertvoll und so wichtig.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller wünschte dem evangelischen Verein ebenfalls alles Gute für die Arbeit am neuen Standort: „Die Einweihung einer neuen zentralen Anlauf- und Beratungsstelle der Berliner Stadtmission direkt am Bahnhof Zoo in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bahnhofsmission und zum Hygienecenter ist da ein ganz starkes Signal:  Es zeigt, Menschen in Not werden in Berlin auch in schwierigen Zeiten nicht allein gelassen.“ Außerdem sei es wichtig, noch mehr Berlinerinnen und Berliner für die Sorgen und Nöte obdachloser Menschen zu sensibilisieren.

Dafür engagiert sich auch der Chef der Deutschen Bahn, Richard Lutz. Er erinnerte sich in seinem Grußwort daran, als Ute Oldenburg, damals Finanzchefin von Station & Service, ihm vor Jahren die alten Grundrisse des Areals gezeigt hatte. Und der ehemalige Leiter der Bahnhofsmission am Zoo, Dieter Puhl, die ersten verrückten Ideen skizzierte, was man aus diesen 500 Quadratmetern alles machen und damit bewirken könnte. Den ersten Träumereien 2016 folgten längere Planungen und der Umbau bis ins Frühjahr 2021. „Dass wir heute, Jahre danach, die virtuelle Eröffnung des „Zentrums am Zoo“ feiern dürfen, ist nicht nur ein kleines Wunder, sondern vor allem ein Zeichen dafür, dass dieses Projekt ganz wichtige und prominente Unterstützer und „Schutzengel“ hatte, die diese Ideen letztlich in die Wirklichkeit umgesetzt haben. Dieses Zentrum ist mehr als nur ein Ziel für Menschen in Not. Es ist zugleich der Anstoß für Begegnungen und Perspektivwechsel – für Obdachlose ebenso wie für Besucher“, erklärte er. Die Deutsche Bahn hat den Bau des Zentrums am Zoo maßgeblich ermöglicht und gefördert.

So stellt die Deutsche Bahn der Berliner Stadtmission die Räumlichkeiten für 25 Jahre mietfrei zur Verfügung, DB Station & Service hat außerdem mehr als 100.000 Euro in Bauleistungen investiert und weitere 50.000 Euro für das Projekt gespendet. Auch die Lotto-Stiftung Berlin förderte das Zentrum am Zoo mit einer Million Euro. Über das Bundes-Programm „Aktive Zentren“ kamen weitere Fördergelder hinzu. Der Berliner Senat steuerte ebenfalls Mittel bei. Neben Michael Müller machten sich die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci, sowie die ehemalige Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, dafür stark, dass das Zentrum am Zoo entstehen konnte und Finanzmittel erhielt. Aber auch ohne die vielen kleinen bis großen vieler Spenderinnen und Spender wäre das Zentrum am Zoo ein Traum geblieben. Die Berliner Stadtmission bedankt sich bei allen, die einen Beitrag zu diesem Ort geleistet haben.

Das Zentrum am Zoo wird die Arbeit der benachbarten Bahnhofsmission und des Hygienecenters ergänzen und bietet zudem umfassende neue Leistungen. So wird Diakonin Bettina König Menschen dazu einladen, gemeinsam eine Gemeinde aufzubauen und auf diese Weise neue Formen von Kirche zu entdecken. Nach Ende der Kontaktbeschränkungen werden die Mitarbeitenden mit weiteren Angeboten an die Öffentlichkeit gehen. Projektkoordinator Wolfgang Nebel erklärt: „Ich hoffe, dass wir mit dem Zentrum am Zoo in Berlin einen neuen Hoffnungsort geschaffen haben und diesen demnächst mit noch mehr Leben füllen können.“

Pressebild

Bildtext: Der Projektkoordinator des Zentrums am Zoo, Wolfgang Nebel, die Pfarrerin der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Kathrin Oxen und Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi weihten das Zentrum am Zoo heute feierlich ein (v.l.n.r.).   (Foto: Jan-Erik Nord, Berliner Stadtmission)

Weitere Informationen:
Wolfgang Nebel
Projektkoordinator Zentrum am Zoo
Telefon 030 / 69 033 –494
Mobil:   0151 / 19 77 29 02

www.berliner-stadtmission.de/zentrum-am-zoo