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Pressemitteilung: So geht Demokratie: Beim Kinder- und Jugendparlament haben Geflüchtete eine Stimme

Scheckübergabe beim Kinder- und Jugendparlament

Pressemitteilung
Freitag, 28. Mai 2021

Geflüchtete Kinder und Jugendliche wachsen in Deutschland oft unter schwierigen Umständen auf. Ihr Leben ist geprägt von Fremdbestimmung und einer langen Zeit des Wartens – auf eine eigene Wohnung und Selbstbestimmung. Um Kindern von Geflüchteten demokratische Mitbestimmung zu ermöglichen, führt die Berliner Stadtmission seit vergangenem Jahr in der Unterkunft „City 54“ in der Chausseestraße das Projekt „KiJuPa – Kinder- und Jugendparlament“ durch. Dabei wurden minderjährige Bewohnende der Unterkunft zu Versammlungs- und Entscheidungsprozessen eingeladen.

Asmaa macht mit beim KiJuPa. Rund 20 Kinder hatten sich als Heimsprecher:innen für das Kinder- und Jugendparlament beworben. Asmaa wurde von den rund 50 Bewohnenden im Alter zwischen 8 und 16 Jahren in geheimen Wahlen gewählt. Nun darf sie zusammen mit drei Mädchen und vier Jungen für die vielen anderen Ideen einbringen. „Das macht mir Spaß“, sagt Asmaa. Mit ihrer Hilfe konnte bereits ein Kinderraum eingerichtet werden, wo regelmäßig Filmabende stattfinden.

„Das Kinder- und Jugendparlament ist eine tolle Sache! Wir wollen Kindern und Jugendlichen von geflüchteten Eltern eine Stimme geben, ihnen zuhören und sie ernst nehmen – denn sie sind die Erwachsenen von morgen“, sagt Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi. Anfangs wurde das KiJuPa vom Jugenddemokratiefonds Berlin und der Berliner Stadtmission mit je 15.000 Euro finanziert. „Inzwischen wird das Modell-Projekt als ,KiJuPa 2.0‘ in vier Unterkünften des Landesamtes für Flüchtlingsangelegen-heiten (LAF) in Berlin Mitte umgesetzt. Dazu gehört neben dem „City 54“ auch das „Haus Leo“ der Berliner Stadtmission“, freut sich Ceconi. Finanziert werden die vier Projekte des „KiJuPa 2.0“ nun für eine Dauer von sechs Monaten durch das LAF.

Logopräsentation beim Kinder- und Jugendparlament

Alexander Straßmeir ist der Präsident des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten. Er erklärt: „Unser Ziel ist es, dass geflüchtete Menschen für sich selbst sprechen können. Darin wollen wir sie mit diesem Pilotprojekt unterstützen. Die Mitarbeit im „Parlament“ gibt Kindern und Jugendlichen eine Stimme im Zusammenleben der Unterkunft und bringt ihnen spielerisch näher, wie eine Demokratie funktioniert. Dies ist eine prägende Erfahrung für alle Heranwachsenden und kann besonders für Mädchen wichtig sein. Sie lernen, dass ihre Stimme zählt und ihre Wünsche gehört werden.“

Asmaa nimmt regelmäßig an Workshops und Parlamentssitzungen teil und setzt sich dabei mit Kinderrechten und Beteiligung auseinander. Dabei wurden die Gestaltung des Kinderraums oder des Hinterhofs besprochen und über Anschaffungen abgestimmt. In einer Parlamentssitzung haben die Kinder mit den Projektmitarbeitenden Hannah Weber und Nicolas Beckenkamp ein Logo entworfen. Stolz haben sie es heute der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Anschluss an die Logopräsentation hat Frank Henkel vom Wirtschaftskreis Mitte e.V. Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi und den Projektbeteiligten einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro überreicht. Wofür sie das Geld verwenden, verraten die Kinder noch nicht. Sie wollen das erst gemeinsam in den kommenden Parlamentssitzungen besprechen.

Weitere Infos:
Barbara Breuer, Pressesprecherin Berliner Stadtmission
Telefon: 030 / 690 33 413; Mobil: 0151 / 129 17 35;
E-Mail:

Anlagen:

Infos über das KiJuPa (pdf)

Bild Logopräsentation (jpg)

Bild Scheckübergabe (jpg)