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Berliner Stadtmission pflanzt Gedenkbaum für verstorbene Obdachlose

Im Leben, beim Sterben und über den Tod hinaus …
Berliner Stadtmission pflanzt Gedenkbaum für verstorbene Obdachlose

Ort:
Bahnhofsmission am Zoo, Jebensstraße 5, 10623 Berlin
Zeit: Freitag, 20. April 2012, 13:30 Uhr

Die Berliner Stadtmission pflanzt einen Abschieds- und Gedenkbaum für verstorbene wohnungslose Menschen direkt vor der Bahnhofsmission am Zoologischen Garten. Zu einem Pressegesspräch und Bildtermin laden wir Sie herzlich ein.

Gesprächspartner:
Hans-Georg Filker - Direktor der Berliner Stadtmission
Manfred Herbrechtsmeier - Obdachlosenseelsorger der Berliner Stadtmission
Dieter Puhl – Leiter der Ev. Bahnhofsmission

Die Lebensumstände obdachloser Menschen sind schwierig, existenzielle Nöte und Krankheiten begleiten sie. Ihre Lebenserwartung liegt ca. 30 Jahre unter dem Durchschnitt.

„Die Beerdigung verstorbener Obdachloser und das Abschiednehmen von ihnen findet meist einsam statt. Jeder Mensch hat mehr Würde verdient“, so Dieter Puhl, Leiter der Bahnhofsmission am Zoo und der Mobilen Einzelfallhilfe. „Wenn wir von dem Ableben eines wohnungslosen Menschen Kenntnis erhalten, möchten wir an dem Abschiedsbaum ein kleines Bändchen mit seinem Namen und seiner Nationalität anbringen und einen Raum für Erinnerung schaffen.“

Hans-Georg Filker, Direktor der Berliner Stadtmission betont: „Jesus wehrt sich gegen die Ausgrenzung von Menschen, will sie überwinden. Deshalb möchten wir anonym verstorbenen Menschen einen Namen geben und würdevoll von ihnen Abschied nehmen. Wir möchten an den Einzelnen denken, für ihn beten.“

  • Siggi M. zum Beispiel lebte jahrelang im Rollstuhl auf der Straße, überfordert und hilflos. Straßensozialarbeiter der Berliner Stadtmission brachten ihn in einer Pflegeeinrichtung unter, in der er eine gute Zeit hatte. Er verstarb Anfang des Jahres an den Folgen eines Schlaganfalls. Manfred Herbrechtsmeier: „Wir haben ihn respektvoll beerdigt. An seinem Grab versammelten sich 20 Weggefährten.“
  • Juri hielt sich als Gast in dieser Stadt auf, da in seinem Heimatland die Lebensumstände auf der Straße noch härter als in Berlin waren. Er war lange Gast der Bahnhofsmission, verstarb im letzten Jahr.
  • In der letzten Woche wurde ein unbekannter, älterer wohnungsloser Mann tot auf einer Parkbank gefunden. Sein Name und die Umstände seines Todes waren nicht bekannt. 

In einigen Jahren, so hofft Dieter Puhl, wird der Abschiedsbaum der Schlange der Gäste vor der Bahnhofsmission Schutz bieten, im Sommer wird er Schatten spenden, im Winter vor Schnee schützen. 

Am 21. April 2012 ist der „Tag der Bahnhofsmission“. Von 10:00 bis 18:00 Uhr haben die Gäste die Gelegenheit, sich neben dem Gedenkbaum über die Arbeit der Bahnhofsmission zu informieren und an einem bunten Unterhaltungsprogramm teilzunehmen. Die Bundeswehr versorgt die Gäste mit einer Goulaschkanone.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Dieter Puhl, Leiter der Ev. Bahnhofsmission Bahnhof Zoo, Tel. 0163 7918717,
Andrea Kuper, Leiterin Abt. Kommunikation, Tel. 030 690 33 418,

Andrea Kuper
Leiterin der Abt. Kommunikation und Fundraising
Berliner Stadtmission
Zentrum am Hauptbahnhof
Lehrter Str. 68, 10557 Berlin
Tel.: 690 33 418
Fax: 694 77 85

www.berliner-stadtmission.org