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Oskar-Helene-Heim würdigt Obdachlosenprojekt der Berliner Stadtmission

Oskar-Helene-Heim würdigt Obdachlosenprojekt der Berliner Stadtmission

Zeit:
Dienstag, den 13.12.2011 um 9 Uhr
Ort: Zentrum am Hauptbahnhof, Lehrter Straße 68, 10557 Berlin

Die Stiftung Oskar-Helene- Heim verleiht die mit 10.000 Euro dotierte Helene-Medaille 2011 an Dr. Jutta Herbst-Oehme. Die Medizinerin leitet seit 2004 ehrenamtlich die medizinische Versorgung in der Notübernachtung der Berliner Stadtmission in der Lehrter Straße. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung Oskar-Helene-Heim Dr. Herbst-Oehme ehrenamtlichen und überaus engagierten Einsatz für wohnungslose Menschen, die in der Notübernachtung Hilfe suchen. Sie behandelt Betroffene, die nachts akut versorgt werden, und sorgt durch ihre Kontakte zu Krankenhäusern dafür, dass ihre Patienten auch anderenorts unentgeltlich und unbürokratisch medizinische Hilfe finden. Zusätzlich entwickelt sie das Projekt Kältehilfe weiter und qualifiziert die Mitarbeiter ihres Teams in medizinischen Belangen.

Das Steuerungsgremium für die Verleihung dieser Auszeichnung entschied sich einstimmig für Dr. Jutta Herbst-Oehme als Preisträgerin. Diesem Gremium gehören neben den Mitgliedern des Stiftungskuratoriums

• Professor Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
• Karin Stötzner, Patientenbeauftragte für Berlin und Leiterin der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle (SEKIS)
• Professor Dr. med. Ralf Kuhlen, Geschäftsführer Medizin der HELIOS Kliniken GmbH

an.

Die Verleihung der Helene-Medaille erfolgte am Dienstag, 13. Dezember 2011 um 9 Uhr während der Adventsandacht im Zentrum am Hauptbahnhof der Berliner Stadtmission, Lehrter Strasse 68, durch den Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Oskar-Helene-Heim, Staatssekretär a.D. Gerhard Naulin.

Die Stiftung Oskar-Helene-Heim würdigt und unterstützt mit der Helene-Medaille Menschen, die sich in vorbildlicher Weise und ehrenamtlich auf medizinisch sozialem Gebiet engagiert haben. Das mit der Medaille verbundene Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stellt die HELIOS Kliniken GmbH zur Verfügung. Es kommt nach freier Entscheidung der Preisträgerin dem prämierten Projekt zugute.

Die Berliner Stadtmission will mit dem Kältebus® und Kälte-Notübernachtungen Kältetote in Berlin verhindern. Seit dem 1. November öffnen sich immer um 21 Uhr die Türen für Menschen in Not.
Eindrucksvoll schilderte ein wohnungsloser Gast im letzten Winter: "Wenn ich etwas Warmes gegessen und getrunken habe, fühle ich mich ganz langsam wieder wie ein Mensch. Die Kälte friert einfach alles ein, jedes Gefühl, auch den Mut, auf ein anderes Leben zu hoffen." Jeden Abend ist eine medizinische Erstversorgung möglich. Hans-Georg Filker, Direktor der Berliner Stadtmission, erklärt: „Der Kältebus und die Kälte-Notübernachtungen der Berliner Stadtmission verhinderten in den letzten Jahren, dass Obdachlose in Berlin erfroren. Das soll auch in diesem Winter erfolgreich fortgesetzt werden. Wir möchten nicht nur die Not versorgen, sondern die Menschen aus dieser Not herausführen. Deswegen sind wir für den ehrenamtlichen und unermüdlichen Einsatz von Dr. Jutta Herbst-Oehme für wohnungslose Menschen in der Kälte-Notübernachtung besonders dankbar.

„Das Preisgeld setzen wir ein, um die medizinische Versorgung unserer Patienten zu verbessern“, erläutert die diesjährige Preisträgerin Dr. Jutta Herbst-Oehme.

Weitere Infos unter: www.kaeltehilfe.de

Zweck der Stiftung Oskar-Helene-Heim ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung in der Medizin, insbesondere der Orthopädie, der Lungenheilkunde, Gastroenterologie und Viszeralchirurgie sowie der Orthopädietechnik. Zu diesem Zweck unterstützt die Stiftung Forschungsprojekte und sonstige gemeinnützige gesundheitsfördernde Vorhaben, vergibt Stipendien und einen mit 50.000 Euro dotierten Oskar-Medizinpreis. Darüber hinaus verleiht die Stiftung jedes Jahr eine Helene-Medaille, deren Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro durch Dritte zur Verfügung gestellt wird. Die Stiftung ist Teilhaber am HELIOS Klinikum Emil von Behring im Berliner Südwesten. Seit 2004 besteht mit der HELIOS Kliniken GmbH durch die Eingliederung der damaligen Zentralklinik Emil von Behring eine strategische Partnerschaft. Gegründet wurde die Stiftung 1966.
Bis zum Jahr 2000 war sie Träger des renommierten orthopädischen Krankenhauses Oskar- Helene-Heim, von 2001 bis 2004 der Zentralklinik Emil von Behring. Die Wurzeln der Stiftung reichen zurück ins Jahr 1905, als der Industrielle Oskar Pintsch gemeinsam mit seiner Ehefrau Helene einen Verein gründete, dessen Ziel die Heilung, Ausbildung und Überwachung junger Menschen mit gesundheitlichem Handicap war.

Pressekontakte:
Stiftung Oskar-Helene Heim
Werner Ukas, Geschäftsführer
Tel.: +49 (0)30 8102-11 00/11 00
Fax: +49 (0)30 8102-1007