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Mai 2017

Und der Sommer rückt näher – herzlichst grüßen Lena, Timo, Tim, Eva, Elli, Miri, Andry, Giorgi, Lorenz, Bekki, Anne, Jonas und ich (Rapunzel) aus der Freiwilligen WG.

Die ganze WG vor dem Ferienhaus im Urlaub.

Wir sind wieder komplett. Die Mädels sind aus dem Sommerurlaub zurück und wir besuchen zusammen das first Myfest (Fest zum 1ten Mai) in Kreuzberg. Wahnsinn. Die Straßen sind voll mit Menschen, überall singen und präsentieren sich Künstler und an gefühlt jeder Straßenecke sind Bühnen aufgebaut. Es wird getanzt und gefeiert bis in die späteren Stunden. Danke Berlin!
Wir fangen an, die ersten Sonnentage auszunutzen und zu genießen. Neben Fahrradtouren durch Berlin und an der Spree entlang, gemeinsamen Gottesdienstbesuchen, Filmdreh für den 360Grad Film für den Stand der Berliner Stadtmission am Kirchentag, Feiern gehen, Mentorengesprächen und Bewerbungen schreiben steht auch noch der WG Urlaub an!

WG-Urlaub

Wir fahren für 3 Tage gemeinsam (zu 13zehnt!) nach Bayern in Ulis Ferienhaus. Ganz raus aus der Stadt – mitten in der Pampa – abgeschottet von jeglichem Internetempfang und Netz – holen wir unsere Milch und Eier beim Bauern nebenan und wandern. Wir besteigen den weltbekannten Arber- Berg und pilgern zur Talsperre und wieder zurück. Wir bezwingen einen Naturwildpark und beobachten frei lebende Wölfe und Rinder. Und damit wir uns nicht übernehmen, verbringen wir die Abende gemütlich vor dem Kaminfeuer und grillen im Hof.

Die ganze WG auf dem großen Arber.Auf dem großen Arber-Berg.

Auf der Rückfahrt fahren wir noch für einen Tag über Prag und schauen uns die Stadt an. Für mich war es sehr beeindruckend, wie schön und fein im Detail so eine Stadt trotz ihrer Größe sein kann. Auf der Rückfahrt ist weiterhin ausgelassene Stimmung und wir bezwingen die letzten 4 Stunden Fahrt.
Ich bin dankbar, dass jeder von uns heile wieder angekommen ist und wir zusammen eine glückliche und ausgelassene Zeit hatten – denn wir wissen alle, dass wir in dieser Konstellation bald nicht mehr zusammen sein können. :)

Kirchentag

So wirklich will der Alltag im Mai nicht einkehren, denn kaum nach unserem ersten regulären WG- Frühstück, an dem wir beschlossen haben mehr Bio Produkte und Fairtrade Café zu kaufen (-oneworld-), beginnt der Kirchentag, indem wir alle eingespannt sind. Einen Teil des Kirchentages arbeiten wir in verschiedenen Bereichen und den anderen Teil „müssen“ wir auf dem Kirchentag als „Seminarstunden“ nutzen. Dafür bekommen wir eine freie Dauerkarte – Hammer! Es kann losgehen!

Ich begleite eine Blinde zum Eröffnungsgottesdienst, welcher Open Air stattfindet. Am nächsten Tag habe ich die Ehre eine Podiumsdiskussion zwischen Angela Merkel und Barak Obama zu besuchen. Für mich ein unvergessliches Ereignis. Es ging um das Thema „Engagiert Demokratie gestalten – Zuhause und in der Welt Verantwortung übernehmen“.
Gerade in unserer heutigen Zeit ist es wichtig, für Missstände aufzustehen und uns hinter unsere demokratischen Werte zu stellen. Besucht habe ich die Veranstaltung selbst mit einem Geflüchteten aus Syrien der, als junge Menschen auf die Bühne kamen, um Frau Merkel und Obama persönlich eine Frage zu stellen, nur sagte : „So etwas wäre bei uns undenkbar.“ Ich denke, wir können jedes Mal aufs Neue dankbar und froh sein, über die Freiheit in der wir hier leben dürfen.

Während andere am Stadtmissionsstand tätig sind, zu anderen Veranstaltungen wie z.B Vorträgen, Konzerten, Planspielen, offenen Singen und Kabarettveranstaltungen gehen, begleite ich einen Blinden zum Stand des Evangelischen Blindendienstes. Hier bringen wir den Besuchern die Blindenschrift näher und Hilfsgegenstände, die für Blinde alltäglich sind.

Um den Kirchentag zu einem guten Abschluss zu bringen, fahren wir am Samstag Abend gemeinsam nach Wittenberg, da hier am Sonntag der Abschlussgottesdienst stattfand. Die Nacht unter freiem Himmel war zwar ********kalt aber hat sich dennoch für das Taizé Singen am Abend und den Sonnenaufgang am Morgen mit Musik gelohnt :) In knallender Sonne und gefühlt 40Grad erlebten wir auch noch den Abschlussgottesdienst mit ca. 100.000 Leuten in Wittenberg. - Dem Ort an dem Luther vor 500 Jahren seine Thesen angeschlagen hat.

Seminar für Freizeit

Auch stand einen Tag ein Tagesseminar an. Wir bereiten zusammen mit Pastor Ben die Morgeneinheiten für die anstehenden Sommercamps in Gussow und Zingst vor (ja, man glaubt es kaum – das war auch noch im Mai). Wir, die FSJ'ler werden die Camps eigenständig leiten und den kommenden Großfamilien und Kindern Freizeitangebote bereiten :) Ich denke, das wird auch nochmal eine spannende Zeit...aber bis dahin liegt noch etwas Arbeit vor uns.

Einsatzstellen und Alltag

Und auch wenn ich im Mai nicht viel in meinen eigentlichen Arbeitsstellen war, möchte ich euch an einigen Highlights für mich teilhaben lassen:
Wir sind jetzt schon eine ganze Weile in den Arbeitsstellen und doch ist jeder Tag irgendwie anders und ich habe mir fest vorgenommen die letzten Einsätze noch einmal richtig zu nutzen, mich noch einmal intensiv mit den Bewohnern in der Unterkunft zu unterhalten, mir die Zeit nehme, viel von der Atmosphäre und den Mitarbeitern noch mitzunehmen.
Es gab einen Tag im Mai, an dem alle Mitarbeiter aus der Unterkunft ein Tagesmeeting außerhalb hatten. Für das Büro, die Sozialbetreuung, die Küche, das Housekeeping und die Kinderbetreuung waren ausschließlich wir – die FSJ'ler – eingeteilt.
In meinem Kalender stand für den Tag „run the Baloon“ - und es war wirklich so! Mit so viel Verantwortung hatten wir auch allerhand zu tun, aber es hat wahnsinnig Spaß gemacht und es hat funktioniert. Ich war stolz, dass uns das zugetraut wurde und wir haben auch gleichzeitig gemerkt, dass wir hierfür spontan und eingearbeitet genug sind :)

Ein weiteres Highlight war das Geocashing mit den Bewohnern. Einen Tag haben wir die Bewohner in Teams aufgeteilt und um die Wette Geochashs in der Stadt gesucht. Ich habe die Zeit mit den Bewohnern, den Teamgeist und die Gemeinschaft unglaublich genossen.

Ein typisches Berlin- Highlight für mich war der Abend, an dem ich auf dem Rückweg vom Sport mit dem Fahrrad war. Hier konnte ich, als ich am Brandenburger Tor vorbei gefahren bin noch ganz spontan ein freies Konzert von der Antilopengang ganz vorne miterleben. Berlin Du bist so wunderbar!!

Ich verabschiede mich mit den Besten Grüßen aus Berlin und blicke erwartungsvoll auf das nächste Woche anstehende Abschlussseminar.

Bis Bald!

Eva, Rebecca und Anne auf der Rückfahrt vom WG-Urlaub im Auto.