SPENDENKONTO

IBAN: DE63 1002 0500 0003 1555 00
BIC: BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck:
Freiwilligenarbeit

Ansprechpartner

Ulrich Neugebauer
Tel.: (030) 690 33-435

 

Spenden-Button
Button Mission
Button Gästehäuser

Januar 2018

Willkommen im neuen Jahr 2018 und willkommen zu jeder Menge neuen Erfahrungen und Möglichkeiten! Kaum zu fassen, dass bereits mehr als ein Drittel unseres FSJs hinter uns liegt. Im Zwischenseminar hatten wir Gelegenheit über vieles zu reflektieren.

Am 5. Januar starteten wir mit zwei Fahrzeugen von Berlin aus (zur Freude einiger begeistertet Fahrer unter uns). Mit erhöhtem Adrenalinspiegel haben wir es sicher aus Berlin hinausgeschafft. Das Ziel Quitzdorf am See im Norden Sachsens erreichten wir sicher nach diversen Zwischenhalten in der Natur oder an einem Restaurant.

Unser Seminar

Drei FSJler vor einem SeeEin Zwischenhalt am See...

Es war cool nach so vielen Erlebnissen und Prozessen in unserem FSJ, die mittlerweile hinter uns lagen, die anderen FSJler im Seminar wieder zu treffen. Am ersten Abend boten 100 Sekunden pro Freiwilliger die Möglichkeit, etwas aus der jeweiligen Arbeitsstelle zu berichten.

Wir haben uns in den folgenden Tagen viel mit unserer Persönlichkeit beschäftigt, unsere Haltung bei unserer Arbeit, aber auch unsere Vorstellungen und Wünsche für unser weiteres Leben näher betrachtet. Zum Thema Jugendschutz und Erklärungsmodellen von bestimmten Verhaltensweisen gab es auch viel zu lernen.  Unsere vielseitigen Einsatzbereiche und die Erfahrungen, die wir darin gesammelt haben in den vergangenen vier Monaten boten genügend Gesprächsstoff, um einen kollegialen Austausch-Abend zu füllen.

Neben vielen tiefen Gesprächen und Themen gab es aber überraschend viel Anlass zum Spielen. Die Mitarbeiter hatten dafür einen gesamten Tag reserviert, an dem Studenten mit uns Tipps und Hintergründe von „Erlebnispädagogik“ (also Spiele ohne Ende) praktizierten. Zahlreiche Ice-Breaker zwischen den thematischen Inhalten während des Seminars und ein bunter Abend sorgten für viel Spaß.

Unsere SeminargruppeUnsere bunte, bunte Seminar-Gruppe

Die Arbeit in der Notübernachtung

Wieder zu Hause in Berlin ging es zum Arbeitsalltag zurück. Wir alle arbeiten ein oder zwei Mal pro Woche in einer Notübernachtung für obdachlose Menschen mit, und da die Saison der Kältehilfe der Stadtmission schon im November begann, liegt bereits die Hälfte der Zeit hinter uns.

Kältehilfe-Plakat

Für mich gibt es da neben traurigen auch viele schöne Begegnungen. Manchmal macht es mich sehr traurig, wenn ich unter den Gästen Bekannte sehe, denen es bedeutend schlechter geht, als ich sie das letzte Mal gesehen hatte. Ein Gast, dem die Füße abgenommen wurden und dem ich im Oktober noch Krücken gegeben hatte oder ein anderer, der statt dem sonst so feucht-fröhlichen Humor kein Wort sagte an diesem Abend. Dann treffe ich aber auch auf einen Gast, den ich in der E-Schicht schon öfter als Rollstuhlfahrer versorgt hatte und der mittlerweile ganz ohne Hilfe gehen kann, weil sich der Zustand seines Beines verbessert hat.

Eher kein Monat zum Haare raufen

Außerhalb unserer Arbeit in den verschiedenen Einsatzstellen erlebten wir in diesem Monat in der WG auch so einiges. Ulli und Caro, unsere Mentoren, verbrachten mit uns einen internen Seminartag, an dem wir intensiv übers WG-Leben nachdachten. Ich finde, dass wir uns als Gemeinschaft nähergekommen sind. Es ist so viel passiert, seitdem wir zusammengezogen sind. Anschließend ans Seminar veranstalteten wir auf Milenas Initiative hin ein kleines Speeddating am WG-Abend, um uns noch ein bisschen besser kennenzulernen.

An einem anderen WG-Abend trafen wir uns am Potsdamer Platz in einer Gemeinde zu einer Schulung über Kindeswohlgefährdung. Nun wussten wir Bescheid über eines jeden persönliche „Bubble“ und sind mit vielen neuen Informationen nach Hause gefahren, um Würstchen zu essen. Die Schulung war etwas anstrengend, aber der Abend wurde doch noch zu einem Höhepunkt, weil wir in Robins Geburtstag rein feiern konnten.

Neben Geburtstagen feiern und gemeinsam Filme schauen, hat auch das Haareschneiden seine Tradition bei uns. Ein besonderer Höhepunkt in unserer WG war der Freitagabend, an dem Johanna zu unserer Begeisterung den Großteil ihrer Haare aufgab und Maja ziemlich professionell mit dem Rasierer das Werk vollzog…

Haare schneiden bei Johanna

Der Januar war also eher kein Monat zum Haare raufen. Ich denke, wir sind unsere neuen oder gewohnten Herausforderungen angegangen und haben wieder einmal sehr viel erlebt.

Elli