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1. Hallo Berlin

Hallo Berlin!

September 2013. Eine neue Ära beginnt. Alle sind in heller Aufregung. Der Grund? Die neuen Freiwilligen sind da…!

Zehn frische, junge Menschen aus ganz Deutschland haben sich gefunden, um die Berliner Stadtmission mit ihren Gaben und Talenten zu unterstützen.

Da wären:

Tabea, die muntere Sabbeltante.
Mareike, die verantwortungsvolle WG-Mutti.
Christine, der liebenswerte Chaosmagnet.
Lynn, die herzliche Küchenfee.
Ingmar, der trockene Kreative.
Aaron, die humorvolle Sportskanone.
Anne, die hilfsbereite Lockenfrau.
Timo, der bärtige IT-Experte.
Lucas, der offene Grinsemann.
Und ich, Maike.

Ab Oktober kommt dann auch noch ein ungarischer Freiwilliger, Richard, dazu, der sich an der deutschen Sprache versuchen möchten.

Kaum waren alle Freiwilligen in ihrem neuen Heim angekommen, begannen auch schon die ersten Seminartage. Groß Väter See schrie förmlich nach uns und da wir Uli, unserem Chef bzw. WG-Papa, niemals einen Wunsch ausschlagen könnten, machten wir uns mit unseren blauen Bullis auf den Weg. Dass wir hierbei die ein oder andere tief orange Ampel überfahren haben, erwähnen wir wohl besser nicht…

Die eher weniger komfortable Straßenerrichtung führte uns an das skandinavisch angehauchte Feriendomizil. In zwei kleinen Häuschen ließen wir uns nieder und richteten – natürlich brav nach Geschlechtern getrennt – unsere Schlafzimmer ein.

Neben den Themen ‚Dienen’, ‚Wie organisiere ich einen guten WG-Haushalt’, ‚Was erwarte ich von diesem Jahr’, usw., sorgten auch Freizeitaktivitäten, wie Kanu-Fahren, Wikingerschach und Tischtennis für Erheiterung.

Besonders angetan hat es uns aber das allseits beliebte Spiel Verstecken. Da wir jedoch über einen fortgeschrittenen Intelligenzbestand verfügen, erweiterten wir das Spiel um zwei Kleine Regeln: Es muss vollkommen dunkel sein und wer vom ‚Sucher’, oder in diesem Fall ‚Mörder’, entdeckt wird, muss einen Todesschrei imitieren, sich dem Sterben ähnlich zu Boden werfen und dort bis zum Ende des Spieles verharren. Jeder Freiwillige erlebte dort Angstzustände, die er zuvor nie verspürt hatte. Anders jedoch schien es Uli zu gehen, der kurzerhand die Regeln änderte und obwohl er kein Mörder war, begann durch die lichtleeren Räume zu wandern und ein Opfer nach dem anderen hinzurichten. Seine Augen begannen bei diesem Spiel aufzuleuchten und er schien noch einmal Kind sein zu können… süß!

Uns als WGler war es wichtig, herauszufinden, unter welchem Motto wir das Jahr stellen bzw. welches Hauptziel wir verfolgen. Einige Mindmaps, Diskussionen und Kompromisse später einigten wir uns auf einen simplen Ausdruck, der nach längerer Betrachtung gar nicht mehr so simpel erscheint:

Wertschätzung?!

Zum einen geht es darum, den anderen Menschen wertzuschätzen. Dabei ist es egal, ob dein Gegenüber wohnungslos, alkohol- oder drogenabhängig, ungebildet oder ausländisch ist. Es kommt darauf an, jedem Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Ganz nach dem Motto: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“ (Die Bibel: Mt. 22,39). Nur so können wir jedem den Respekt entgegenbringen, den er verdient hat und den wir uns von unseren Mitmenschen wünschen. Wir wollen in diesem Jahr ganz besonders darauf achten, wie wir andere wertschätzen und auch wie wir von anderen wertgeschätzt werden.

Unter dieser Einstellung soll das Freiwilligenjahr laufen und uns dabei helfen, ein erfolgreiches und herzliches Miteinander zu schaffen.

Einander wertzuschätzen gelang uns an den Seminartagen schon recht gut, denn die Zeit verging wie im Flug und wir alle hatten sofort eine Vertrauensbasis untereinander aufgebaut und Spaß zusammen. Wir lernten viel über uns selbst, aber auch über unsere zukünftigen Mitbewohner. Uns war klar, dass ein spannendes, buntes und vollgepacktes Jahr auf uns zukommen wird.

Wir beendeten unser Seminar mit einem ausgiebigen Grillen, Lagerfeuer und Kinderdisco. Schöner Abschluss.

Einen weniger schönen Empfang bereiteten uns jedoch die Spaghetti, die wir am Tag der Abreise in der Mikrowelle haben stehen lassen… Igitt. Apropos Mikrowelle: Die scheint es nicht gut mit uns zu meinen. Nach einer explosionsartigen Verbreitung von Himbeeren stand eine Säuberung an. Doch als alles hochglanzpoliert war, schien sich unsere geliebte Mikrowelle umgepolt zu haben, sodass sie nur anging, wenn man die Tür öffnete und ausging, sobald man sie schloss. Mist.

Trotz kaputter Mikrowelle, verschimmelter Spaghetti und kaputtem Einkaufsbollerwagen schauen wir auf ein aufregendes, kunterbuntes und von Gott gesegnetes Freiwilligenjahr bei der Berliner Stadtmission!

 

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