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Wir beten

Gebet ist der Motor unserer Arbeit. In unserem Gebetskalender beten wir deswegen jede Woche für eine Einrichtung aus unserem Werk.

aktuelle Gebetsanliegen

SM Panorama: Ausgabe 2/2019

Studierenden sitzen in einer Reihe hintereinander auf Stühlen

142 Jahre helfen mit Herz

Arbeit im Hinterhof der Berliner StadtmissionArbeit im Hinterhof der Berliner Stadtmission

Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber schaut das Herz an – so heißt es beim Propheten Samuel im Alten Testament der Bibel. Sich dieser Sehschwäche bewusst zu sein, ist die Voraussetzung, um in jedem Mitmenschen „mehr“ zu erkennen und das eigene Herz für andere zu öffnen. So folgen wir bei der Berliner Stadtmission seit 142 Jahren Gottes Vorbild und suchen dazu Menschen, die nicht gleich im Vordergrund stehen, die manchmal erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Obdachlose zum Beispiel, denen wir diesen Winter wieder eine warme Zuflucht bieten konnten. Oder alkoholkranke, ehemals wohnungslose Menschen im Wohnprojekt CumFide. Wir geben Ihnen Sicherheit – und manchmal sogar Sichtbarkeit.
Unsere neue Clearingstelle hilft Nicht-Kranken- versicherten, medizinische Hilfe zu erhalten und die ebenfalls neue „Abteilung Miteinander“, die Stabsstelle Christliche und gesellschaftliche Verantwortung, ist dazu da, die Lebensumstände der Armen, Kranken und Schwachen in Berlin zu verbessern. Dazu sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Helfen Sie anderen, mehr Menschlichkeit in die Gesellschaft zu bringen. Vielleicht übernehmen Sie sogar eine aktive Rolle!? Um mehr Mitmenschlichkeit geht es auch bei der Initiative „Junges Wohnen“ in unserem Wohnheim für Studierende, die Sie auf dem Titel sehen.

Pfarrer Joachim Lenz

Vor langer Zeit waren die Häuser in den Dörfern unverschlossen. Das war kein Problem, es war ja immer irgendwer aus der großen Familie daheim, wenn jemand vorbeischaute. Nur sonntagmorgens waren alle in der Kirche beim Gottesdienst. Da hätte ein Dieb ohne große Probleme ins Haus kommen können. Wohlhabende Familien leisteten sich daher für den Sonntagmorgen einen Wächter, der außen um das Haus herumging und alles im Auge behielt.

Unterwegs
Von einem Rabbi, einem jüdischen Gelehrten, wird erzählt, dass er einst sonntagmorgens zur Kirchzeit spazieren ging und unterwegs solch einen Wächter auf Streife traf. „Für wen gehst du?“, fragte er ihn. Der sagte ihm den Namen seines Auftraggebers und fragte seinerseits: „Und für wen gehst du?“ — Der Rabbi, so wird erzählt, schaute ihn nachdenklich an, antwortete nicht und ging schweigend weiter.

Für wen gehst du?
Gute Frage, finde ich. Wichtige Frage. Für wen gehst du? Was machst du mit deiner Lebenszeit? Welchen Zielen wende ich mein Herz zu? Welchen Herren diene ich? Was ist mir wichtig? Wohin will ich mit dem, was ich tue?

Sonntagmorgens
Der Sonntagmorgen ist eine gute Zeit, darüber nachzudenken. Gern im Gottesdienst. Sonst aber auch: Wir haben ja geschenkte Zeit, geschenkte Möglichkeiten. Damit lässt sich etwas anfangen. Nachdenken und sich orientieren ist gut.

Ihr
Joachim Lenz

Wendet euer Herz wieder dem HERRN zu und dient ihm allein!
1. Samuel 7,3

Monatsspruch für März 2019

Jung und motiviert

FSJler*innen beim NeujahrsempfangFSJler bei der Arbeit

2019 feiern wir bei der Berliner Stadtmission nicht nur 142-jähriges Jubiläum, sondern auch zehn Jahre Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Im Schnitt kommen jährlich 20 junge Menschen nach Berlin, um sich zwölf Monate lang tatkräftig bei uns einzubringen, Neues zu lernen und wichtige Orientierung für ihre Zukunft zu erhalten.
Dabei bekommen sie die Gelegenheit, in den verschiedenen Bereichen unserer Arbeit aktiv zu werden, z.B. in der Kälte- oder Flüchtlingshilfe, der Familien- und Jugendarbeit oder bei Verwaltungstätigkeiten. Außerdem haben unsere FSJler die Möglichkeit, Teil einer Stadtmissions- gemeinde zu werden und in unserer Wohngemeinschaft auf dem Gelände des ZaH zu leben. „Uns ist es wichtig, die Freiwilligen gut zu be-gleiten. Wir besprechen mit den jungen Leuten regelmäßig ihre Erlebnisse. In Seminaren und auf Freizeiten können wir Themen später dann vertiefen“, sagt Ulrich Neugebauer, Initiator und Verantwortlicher für das FSJ. (JN)

Junges Wohnen

Studierenden sitzen in einem Kreis auf dem BodenAndacht von "Junges Wohnen"

30 junge Studierende aus aller Welt freuen sich im Wohnheim im Zentrum am Hauptbahnhof über die bezahlbare Miete in bester Lage. Um das Miteinander der Studierenden zu fördern, startete die Stadtmission 2018 eine Initiative. Gut die Hälfte der Studierenden ließ sich in eine lockere, aber verbindliche Gemeinschaft einladen, die sich regelmäßig trifft, miteinander isst und Andacht feiert.

Viktoria de Fallois arbeitet für die Gemeinde im Zentrum und für das Junge Wohnen.„Ich bin für die Studierenden das Tor zur Stadtmission“, beschreibt sie ihre Aufgabe. Mit Humor und Entschlossenheit sorgt die junge Theologin dafür, dass die Gruppe ihre Termine ernst nimmt und einhält. Manchmal fühlt sich die 29-jährige in dieser Rolle ein bisschen komisch – Hausmutti nennen die anderen sie schon mal scherzhaft. Außerdem führt sie die Bewerbungsgespräche für frei werdende Zimmer. „Wir wollen, dass die Gemeinschaft stärker und verbindlicher wird“, erklärt sie. „Ich suche Menschen, die Lust darauf haben.“Ende 2018 wurde ein Bewohnerrat gewählt. „Sehr wichtig für uns“, betont Lena. Die sechs Ratsmitglieder treffen sich, um Aktuelles zu besprechen und Pläne zu schmieden. Nächstes Wunschprojekt: ein eigener Gemeinschaftsraum und ein kleiner Garten. (BK)

Abteilung miteinander

Bild von Dieter PuhlDieter Puhl leitete 10 Jahre lang die Bahnhofsmission am Zoo. Der „Lobbyist der Obdachlosen“ ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und Berliner des Jahres 2018.
Bild von Mathias HamannMathias Hamann war lange in unserer Flüchtlingshilfe tätig, hat unter anderem die
Notunterkunft in der Mertensstraße geleitet und ist Träger des Integrationspreises.

An die 10.000 Obdachlose auf den Straßen von Berlin, dazu etwa 50.000 Menschen ohne feste Bleibe, Wohnkosten von bis zu 46 % des Einkommens – jeder sechste in Berlin ist von Armut bedroht.Blickt man hinter die hippe Fassade der Hauptstadt, offenbaren sich viele Stellen, die dringend ausgebessert werden müssen. Dazu haben wir die Stabsstelle Christliche und gesellschaftliche Verantwortung gegründet, unsere Abteilung Miteinander“, und in die Hände von Dieter Puhl und Mathias Hamann gelegt.

Beide sind seit Jahren Mitarbeiter der Berliner Stadtmission und haben schon viel erreicht.
„Unsere neue Stabsstelle bietet die Möglichkeit, Probleme in unserer Stadt an der Wurzel zu packen“, sagt Dieter Puhl. Also zu agieren statt zu reagieren: „Das Thema Obdachlosigkeit bleibt natürlich weiterhin im Fokus, aber drumherum gibt es noch viele andere, besorgniserregende Entwicklungen: Die immer weiter steigenden Mieten zum Beispiel, die vor allem ältere Menschen in die Armut zwingen.“ Mit Mathias Hamann wird der 62-Jährige künftig Konzepte entwickeln, die sich zum einen auf die Arbeit der Berliner Stadtmission, zum anderen auf die ganze Stadt auswirken sollen. „Wir erleben gerade eine Wiederholung der Gründungsgeschichte unserer Stadtmission“, erklärt Mathias Hamann: „Mit der digitalen Transformation ändert sich das Leben und Arbeiten so umfassend wie früher in Zeiten der Industrialisierung. Immer mehr Menschen wollen in immer größeren Städten leben, obwohl sich viele das gar nicht leisten können.“ Zuwanderer und Geflüchtete zieht es ebenfalls in die Großstädte, wo ihre Hoffnungen auf ein gutes Leben nicht selten enttäuscht werden. „Hier müssen wir was tun“, fordert Hamann. Konzepte zur Verbesserung der Lebensumstände zu entwickeln und sie bekannt zu machen, ist das Anliegen der beiden Sozialmanager. Dazu wollen sie ihr großes Netzwerk aus Politikern, Wirtschaftsgrößen, Künstlern und Journalisten ansprechen und sie einladen, durch die verschiedenen Projekte der Berliner Stadtmission die vielfältigen Herausforderungen im Alltag der Berlinerinnen und Berliner kennenzulernen.
„Wir müssen mehr christliche und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“, sagt Mathias Hamann. „Dann können wir gemeinsam etwas verändern.“ (JN).

Ganz im Vertrauen

Zwei WG-Bewohner beim spülenZwei WG-Bewohner beim Küchendienst

„Cum Fide? Na für mich is‘ dit ganz klar: ankommen, willkommen geheißen werden und keine Angst mehr haben müssen“, sagt Peter. Der 60-Jährige lebt zusammen mit 14 anderen Bewohnern – alkoholkrank und ehemals wohnungslos – im therapeutisch betreuten Wohnverbund CumFide.

CumFide bedeutet „Mit Vertrauen“ (lateinisch). Seit 2011 bietet das Projekt im Rahmen der Eingliederungshilfe nicht abstinenzfähigen alkoholkranken Wohnungslosen eine menschenwürdige Unterkunft im betreuten Einzel- oder Gemeinschaftswohnen. Sieben hauptamtliche Mitarbeitende sowie mehrere Ehrenamtliche stehen den Bewohnern zur Seite und unterstützen sie bei ihrem individuellen Behandlungs- und Rehabilitationsplan. Damit soll möglichst eine Verbesserung ihres Zustandes erreicht und Teilhabe in der Gesellschaft ermöglicht werden. „Dazu bedarf es viel Liebe, Wärme und vor allem viel Zeit“, sagt Matthias Förster, Leiter von Cum Fide. (LK/JN)

Hilfe für nicht Krankenversicherte

Bild von Mitarbeiterinnen der ClearingstelleCarolin Ochs, Gülnara Rödel und Louise Zwirner in der Clearingstelle.

Wissen Sie noch, wann Sie das letzte Mal beim Arzt waren?Monica M*. weiß es nicht mehr. Die 64-jährige stammt aus Peru, lebt in Berlin bei ihren Kindern und arbeitet als Haushaltshilfe. Sie ist krank, leidet an Diabetes und Hypertonie. Außerdem hat sie Schmerzen in den Gelenken, müsste zum Zahnarzt – und besitzt keine rankenversicherung. In der neuen Clearingstelle findet sie Hilfe.

„Wir beraten Menschen bei allen Fragen und Problemen zur Krankenversicherung, klären ihre Ansprüche und helfen bei Bedarf, einen Zugang zur Regelversorgung zu erhalten“, sagt Louise Zwirner, Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Soziologin in der Clearingstelle. Seit der Eröffnung im September konnten sie und ihr Team bereits 136 Klienten wie Monica M. unterstützen. „Unser Angebot ist kostenlos. Es richtet sich an nicht krankenversicherte Deutsche, EU-Bürger und -Bürgerinnen sowie Personen aus Drittstaaten.“ Die meisten Klienten bisher waren älter als 30 und hatten eine Wohnung. 

Unbürokratische, direkte Unterstützung

„Die Gründe, warum diese Menschen keine Krankenversicherung haben, sind unterschiedlich“, erklärt Louise Zwirner: „Manche konnten die Beiträge nicht bezahlen, viele scheuen den bürokratischen Umgang und anderen fehlt die Aufenthaltserlaubnis.“ Trotzdem haben alle einen Anspruch auf den Zugang zu medizinischer Hilfe. Wenn keine Integration in die Regelversorgung erfolgen kann oder der Clearing-Prozess längere Zeit in Anspruch nimmt, übernimmt die Clearingstelle daher die Kosten für eine medizinische Behandlung: „Ohne die finanziellen Mittel der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung wäre unsere Arbeit nicht möglich.“ Und Monica M. hätte immer noch keine Krankenversicherung. Gut, dass es jetzt Wege der Hilfe gibt. (JN)
*Name von der Redaktion geändert

„Nach Schätzungen leben bei uns in Deutschland bis zu 500.000 Menschen ohne Krankenversicherung. Viele davon haben Ansprüche auf eine Mitgliedschaft – und alle haben Anspruch auf medizinische Hilfe.“       Louise Zwirner

Vorläufige Bilanz der Kältehilfe im Winter 2018/2019

4 Kältenotübernachtungen der Stadtmission

34.075 Übernachtungen (Stand: 21. Februar)

10 % Frauen und 90 % Männer

23 obdachlose Rollstuhlfahrer, darunter eine Frau

15 Hunde

Der Kältebus fuhr mehr als 10.000 km

600 obdachlose Gäste wurden vor dem Erfrieren gerettet

Vertrauen spenden

Bewohnerwww.berliner-stadtmission.de/spenden

Urlaubsgeld für CumFide
Sommerurlaub: für uns ein Höhepunkt des Jahres. Für die Bewohner von CumFide die Sehnsucht ihres Lebens – viele waren noch nie im Urlaub. Deswegen sollen die Bewohner im Juni eine kurze Ferienreise erleben. Frei von Sorgen und fernab der Großstadt. Weil der Mensch mehr ist. Mit 175 € ermöglichen Sie einem Bewohner vier Tage Erholung mit menschlicher Zuwendung, zahlreichen Aktivitäten und gesundem Essen.

Starthilfe für Junges WohnenEin Gemeinschaftsraum ist der Traum von der christlich orientierten Gemeinschaft Junges Wohnen. Sie kann sich dort treffen und auch Gäste einladen. Gemeinschaft wird so intensiver. Wir brauchen 1.500 € um den Raum zu möblieren – von der Lampe über Stühle bis zum Tisch. Bitte unterstützen Sie uns.

Wir sagen von Herzen Danke!

Jesus Christus spricht:
Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Matthäus-Evangelium, Kap. 28 Vers 8
Monatsspruch für April 2019

Ihre Unterstützung kommt dort an, wo sie am dringendsten benötigt wird. Jede einzelne Spende stärkt die Vision der Berliner Stadtmission und trägt dazu bei, direkte, nachhaltige Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen in Berlin und Brandenburg zu finden.
Nicht zweckgebundene Spenden ermöglichen es uns, flexibel und unbürokratisch auf aktuelle Notlagen einzugehen. Dabei ist es für uns selbstverständlich, die uns anvertrauten Ressourcen verantwortungsbewusst und effizient einzusetzen. Geldspenden per Dauerauftrag oder die Einrichtung eines SEPA- Lastschriftmandats reduzieren Verwaltungskosten und ermöglichen uns eine langfristige Planung.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei uns: per Telefon unter 030 69033-404 oder über E-Mail an spenderservice(at)berliner-stadtmission.de

Sofort helfen und online spenden aufberliner-stadtmission.de/spenden
Unser Spendenformular im Internet macht Spenden einfacher! Sie können uns per Lastschrift, Kreditkarte und ab sofort auch über Paypal unterstützen. Einmalig oder gern langfristig – richten Sie dazu einfach einen Dauerauftrag über den gewünschten Zeitabstand ein. Auf Wunsch können Sie einen Verwendungszweck angeben, damit Ihre Spende gezielt ankommt.

Gott kommt zum Zuge

Osternacht-Gottesdienst im Berliner Hauptbahnhof
Samstag, 20. April 2019, 21-22 Uhr

In der Osternacht feiern wir den Sieg des Lebens über den Tod. Zum Fest der Hoffnung und des Lebens laden wir Sie ein, auf der Eingangsebene der Südseite (Reichstag / Kanzleramt) im Hauptbahnhof mitzufeiern.
Gönnen Sie sich eine gute Stunde Zeit. Die Musik kommt von M3 aus Mannheim und die Leitung des Gottesdienstes liegt bei Stadtmissionsdirektor Joachim Lenz.

Wir freuen uns auf Sie!