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Wir beten

Gebet ist der Motor unserer Arbeit. In unserem Gebetskalender beten wir deswegen jede Woche für eine Einrichtung aus unserem Werk.

aktuelle Gebetsanliegen

SM Panorama: Ausgabe 3/2019

Weil der Mensch mehr ist ... als man denkt.

Vorwort

Ortud Wohlwend lächeld in die Kamera

Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden. Weil sie wunderbare Erlebnisse und Emotionen oft nicht so gut beschreiben können, wie die es verdienen.

Erlebnisse wie zum Beispiel den Festgottesdienst zum 15-jährigen Bestehen unseres Seniorenzentrums in Bestensee, bei dem alle 60 Bewohnerinnen und Bewohner besondere Momente der Gemeinschaft mit Stadtmissionsdirektor Joachim Lenz, unseren Mitarbeitenden und den Gästen genossen. Auch die 365 Geflüchteten haben viel gemeinsam in unserer  Gemeinschaftsunterkunft im Märkischen Viertel – sie sind gerade dabei, sich aus dem Nichts heraus eine neue Existenz aufzubauen. Noch vor ein paar Monaten undenkbar! Genau wie die Aktion „Wir sticken das Grundgesetz“, bei der Ana Lichtwer und Stefanie Kenitz tatkräftige Unterstützung gebrauchen können.

Auch unsere anderen Mitarbeitenden sind mehr als man denkt. Angefangen bei der IT über das Filmteam Artrejo bis hin zu den Helfenden bei unseren Jugendcamps – nicht zu vergessen Ortrud Wohlwend, die nach 24 Jahren Berliner Stadtmission Ende des Monats in den verdienten Ruhestand wechselt.

Unserer Pressesprecherin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit gelang es immer, Menschen mit Herz und Verstand zu verbinden: Journalisten, Politiker, Prominente und Interessierte von nah und fern auf der einen Seite – Wohnungslose, Straffällige, Geflüchtete, Menschen mit Behinderungen und viele mehr auf der anderen. Dabei folgte sie unserem Motto „Weil der Mensch mehr ist“, bevor dies überhaupt formuliert wurde. Für ihre wertvolle Arbeit und das herausragende Engagement finden wir ein passendes Wort, das wir nur zu gerne sagen: Danke! 

Viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe,

Ihr Redaktionsteam

Freundlich reden

Pfarrer Joachim Lenz

Freundlich reden tut Leib und Seele gut. Freundliche Reden sind rundum gesund. Das steht so in der Bibel, das bestätigt unsere menschliche Erfahrung.

Dem Stauferkaiser Friedrich II. wird nachgesagt, dass er ein schlimmes Experiment in Auftrag gegeben habe. Er hat angeblich herausfinden wollen, welche der vielen menschlichen Sprachen die Ur-Sprache der Menschheit ist. Dazu ließ er Waisenkinder im Säuglingsalter suchen. Die wurden gut ernährt und gepflegt, die Kinderpflegerinnen durften aber kein Wort zu ihnen sprechen. Die Kinder begannen allerdings nicht zu reden. Sondern sie starben. Der Versuch ging als „das verbotene Experiment“ in die Geschichte ein. Man darf hoffen, dass er in Wirklichkeit gar nicht stattgefunden hat, sondern nur eine mittelalterliche Legende ist.

Süß für die Seele, heilsam für den Leib
„Freundliche Reden sind süß für die Seele und heilsam für die Glieder“, heißt es in der Bibel. Das jedenfalls ist wahr! Im Grunde ist uns doch allen klar, dass böse Worte verletzen und krank machen und dass gute Worte helfen und heilen. Nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Seele, der Kern unseres Menschseins, braucht Nahrung.

Wenn das stimmt, kann ich anderen Seelen Gutes tun. Durch freundliche Reden. Von Jesus wird erzählt, dass er diese Kunst beherrscht. Zu ihm kommen Menschen, die an Leib und Seele belastet sind –  und werden erquickt, um es mit dem alten, schönen Wort aus der Lutherbibel zu sagen. Jesus hat den Menschen erzählt, dass Gott sie liebt und nicht verloren geben will. Er hat Glaube und Liebe und Hoffnung verkörpert. Er hat freundliche Reden geschenkt, Heilung und Seelsorge.

Die Leute Jesu können das auch, in seinem Namen. Seelsorge ist die Muttersprache der Kirche. Verkündigung und Diakonie sind für die Menschen da. Versuchen wir’s einfach!
Da liegt Segen drauf.

Ihr Joachim Lenz

Freundliche Reden sind Honigseim,
süß für die Seele und heilsam für die Glieder.

Sprüche 16,24 –  Monatsspruch für Juni 2019

Bereit für den digitalen Wandel

Mitarbeiter der ITArno Wolf, Christoph Schnack, Hossein Taravat und Ralf Petry im IT-Büro

Über 1.000 beruflich Mitarbeitende, über 1.500 Ehrenamtliche sowie 48 Auszubildende engagieren sich in den mehr als 80 sozialen Projekten der Berliner Stadtmission. Sie alle verbindet etwas ganz Besonderes: Christliche Nächstenliebe, grenzenlose Einsatzbereitschaft und ganz klar – die IT. Weil der Mensch mehr ist ... als man denkt.

Die IT, das sind Bereichsleiter Arne Bönke und seine vier Mitarbeiter. Das fünfköpfige Team arbeitet aktuell an zahlreichen Projekten, die zum Teil eine lange Zeit der Vorausplanung erfordern. Die Einführung einer neuen Software für die Finanzbuchhaltung, die Einrichtung eines Dokumentenmanagements sowie die Planung für ein neues Intranet stehen ganz oben auf der Agenda. „In den letzten Jahren ist die Stadtmission wie auch die Anzahl an Bedürftigen stark gewachsen und jetzt müssen wir beim digitalen Wandel über uns hinauswachsen“, erklärt der gebürtige Lübecker.

Fachlich unterstützt die IT tatkräftig alle Einrichtungen der Stadtmission von Zingst bis Gussow. Arne Bönke sieht die Kernaufgabe seines Teams darin, für bestmögliche Arbeitsbedingungen zu sorgen: „Bei allem was wir tun, steht der Servicegedanke im Vordergrund, damit sich die Mitarbeitenden besser auf das wirklich Wichtige konzentrieren können: Bedürftigen zu helfen.“

Daher ist die IT stets ein Haus mit offenen Türen. Transparente Arbeitsprozesse stehen ebenso im Fokus wie der Datenschutz. Der digitale Wandel hat längst begonnen; die Berliner Stadtmission ist bereit.

„IT ist Service! So wie die Berliner Stadtmission anderen hilft, sind wir da, um der Stadtmission zu helfen.“ - Arne Bönke, Bereichsleiter IT   

Der Dolgensee in Gussow ruft

Am 24. Juni geht es wieder los – Kinder von acht bis dreizehn dürfen in ihren Sommerferien für je eine Woche ins Gussower Erlebnis Camp einziehen! Aufregende Geländespiele, spannende Geschichten aus der Bibel, Spiele am See, sportliche sowie kreative Workshops und vieles mehr. Vorbereitet wird alles von engagierten Mitarbeitenden. Sie erwarten gespannt viele Kinder!

Das GEC wurde 13 Jahre lang von Stadtmissionar Stefan Boscheck geleitet und aktiv mitgestaltet. Dabei ist ein tolles Ferienprogramm entstanden, über das die Ehemaligen viele Geschichten erzählen können. 2019 hat Stadtmissionarin und Theaterpädagogin Rebecca Aßmann die Leitung der vier Wochen Spiel, Spaß und Action übernommen. Im Bezug auf ihre Familienarbeit im Wedding hat sie die Erfahrung gemacht, wie bei kreativen Projekten mit Kindern unglaublich viel Potenzial entdeckt werden kann – ein sehr wertvolles Erlebnis für alle Beteiligten. Das soll das GEC auch bieten: Zeit und Raum, jedes einzelne Kind zu sehen.

Filme, die bewegen

Das TeamMoritz, Stephan und Carmen in ihrem Studio

Seit 2015 initiiert die Stadtmission auch eigene Film-Produktionen und konnte das Film-Team Artrejo für die Zusammenarbeit gewinnen. Seit dem Start der Zusammenarbeit 2015 bis heute sind 66 Filme entstanden, die Einblicke in die Projekte der Stadtmission ermöglichen. Es sind Filme, die bewegen mit ihrem emotionalen Blick auf Menschen und ihr Tun, in einem unverwechselbaren Artrejo-Stil, der die Filme auszeichnet und abhebt. 

Das Artrejo Team bringt außergewöhnliche Energie und unschätzbare Erfahrung ein. Stephan, 57 J., ist Diplom-Kameramann mit 20-jähriger Erfahrung beim Südkoreanischen Fernsehen und Kopf und Chef von Artrejo. Moritz, 22 J., studiert Elektrotechnik, hat einen zertifizierten Drohnenführerschein, deshalb entstehen tolle Effekte zwischen Himmel und Erde.  Er arbeitet mit Stephan mit der Kamera und im Schnitt als Cutter. Carmen, 52 J., ist eine erfahrene Fotografin und verantwortet Redaktion, Drehbuch und Organisation der Dreharbeiten, unterstützt von Kordula.

Und sie sind innovativ, so wurden für den Ev. Kirchentag in Berlin 360-Grad-Beiträge gefilmt, die mit 3D Brillen angeschaut werden konnten und großes Interesse der Besucher weckten. Die Filme sind auf unserem Youtube Kanal zu sehen. Schauen Sie doch mal rein!

Ein neues Zuhause

Spielplatz

Wenn man nach Monaten, manchmal sogar Jahren auf der Flucht endlich wieder ein festes, sicheres Dach über dem Kopf hat, mehr noch, die eigenen vier Wände um sich herum, dann ist das ein ganz besonderer Augenblick. Solch einen Augenblick durften wir in den vergangenen Wochen gleich 365 mal erleben – beim Einzug der künftigen Bewohner in die neue Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Märkischen Viertel.

Die zwei Neubauten am Senftenberger Ring 37/39 gehören der GESOBAU und wurden an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) vermietet. Die Berliner Stadtmission wurde mit dem Betrieb beauftragt. Hier leben inzwischen 365 Menschen in Apartments mit  Küche und eigenem Badezimmer – meistens mit der Familie oder als vormals Alleinreisende in einer Wohngemeinschaft. „Mehr als die Hälfte der Bewohner sind unter 18“, sagt Christine Lox, die Leiterin der Einrichtung: „Hier ist Leben in der Bude.“ Und das ist auch gut so, denn gerade die Kleinen haben nach allem, was sie erleben mussten, unbeschwerte Momente auf dem Spielplatz besonders nötig.

Selbstversorgung mit Unterstützung
„Wir tun alles, was wir können, um die Integration der Geflüchteten zu fördern. Sie sollen mit unserer Hilfe eine Existenz aufbauen, selbstbestimmt leben und wirtschaften“, sagt Christiane Vorländer, die stellvertretende Leiterin. Dann lobt sie die enge Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen wie zum Beispiel dem Jugendzentrum oder der Volkshochschule: „Alle helfen mit, dass aus den vier Wänden ein echtes Zuhause wird.“

„Bei uns leben Menschen aus 22 Nationen friedlich unter einem Dach. Das ist ein tolles Beispiel für Toleranz.“

Wir sticken das Grundgestz

Ana Lichtwer

Die Würde des Menschen ist unantastbar, jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit und alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich – obwohl diese bedeutenden Worte des Grundgesetzes in wenigen Tagen 70 Jahre alt werden, haben sie nichts von ihrer Aktualität verloren. Im Gegenteil: Wir möchten sie wieder stärker in den Fokus der Gesellschaft bringen – mit den damit verbundenen Werten. Dazu haben sich Ana Lichtwer und Stefanie Kenitz von unserem Integrationsunternehmen „Komm & Sieh“ eine besondere Aktion überlegt: „Wir sticken das Grundgesetz!“ 

Warum sticken? Ana Lichtwer erklärt: „Sticken verbindet! Man kann gemeinsam kreativ werden, sich dabei austauschen und sogar noch die Feinmotorik schulen.“ Außerdem ist Sticken nicht schwer zu erlernen, die Materialien sind nicht teuer. „Das Grundgesetz umfasst etwa 20.000 Wörter in 146 Artikeln“, sagt die Prokuristin von Komm & Sieh, in deren Arbeitsbereich normalerweise die Sortierung von Kleiderspenden, unsere Kleiderkammer, das Nählabor, die Upcycling Marke Water to Wine und natürlich alle Secondhand-Kiezläden gehören. Ana kennt sich also mit Textilkreisläufen aus.

Jetzt mitmachen und einen Artikel sticken!
„Damit die Aktion erfolgreich wird, suchen wir 146 Leute, die Verantwortung für einen Artikel übernehmen“, meint Stefanie Kenitz: „Die Artikel sind unterschiedlich lang, und natürlich kann man auch mit mehreren Leuten sticken. Welche Farben und Muster man verwendet, bleibt einem selbst überlassen.“ Nur Format und Material stehen fest: Din A3 und ein vorhandener alter Stoff, wie eine ehemalige Gardine, Tischdecke etc ...

Es gibt auch Stickworkshops in unseren Kiezläden! Wer Interesse hat, ist herzlich willkommen! Bitte melden unter: wirsticken(at)berliner-stadtmission.de

Party im Seniorenzentrum

Der kleine Chor der Bibelschule aus Groß Köris

„Das hätte ich nicht gedacht!“ – ein Satz, den alle kennen. Weil er unsere Überraschung über etwas oder jemanden zum Ausdruck bringt. Bei der Berliner Stadtmission lassen wir uns gerne überraschen, schließlich erleben wir so viel mehr Gutes als Schlechtes. Und manchmal Dinge, die  beweisen, dass der Mensch mehr ist als man denkt.

Bestes Beispiel dafür ist der Festgottesdienst zum 15-jährigen Bestehen unseres Seniorenzentrums in Bestensee, den wir Mitte März feiern konnten. Und zwar mit restlos allen 60 meist hoch betagten Bewohnerinnen und Bewohnern, denen diese gemeinsamen Stunden mit Pfarrer und Stadtmissionsdirektor Joachim Lenz sowie Seelsorger Pfarrer Christoph Zobel viel Kraft gaben. Beide nahmen im Gottesdienst Bezug auf das neue Motto der Berliner Stadtmission: „Weil der Mensch mehr ist“ – weil es den Geist zum Ausdruck bringt, der in unseren vier Einrichtungen für ältere Menschen herrscht. Hier nehmen wir jeden Menschen als Geschöpf Gottes wahr, achten seine Persönlichkeit und begegnen ihm mit Wertschätzung – unabhängig von körperlichen oder geistigen Gebrechen. Wenn auch viele der Bewohnerinnen und Bewohner unter Demenz leiden, unterstützen wir sie dabei, so aktiv wie möglich am Leben in unserer Gemeinschaft teilzunehmen. Undenkbar, dass dies anders sein könnte! 

Freude spenden

Junge hüpft ins Wasser

In den Ferien abtauchen
Viele Berliner Kinder haben keine Möglichkeit, in den Sommerferien mit ihren Eltern Urlaub zu machen. Wir wollen das ändern: mit einem abwechslungsreichen Ferienprogramm und jeder Menge Spaß in der Natur.
Werden Sie Urlaubspate! Lassen Sie mit 165 € ein Kind beim Gussower Erlebniscamp gemeinsam mit anderen die Ferien genießen. Unterstützen Sie die Eltern, um dies möglich zu machen.

Raum für Gemeinschaft
In unserer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete am Senftenberger Ring soll es wortwörtlich mehr Raum für Begegnung geben. Für den Außenbereich ist daher eine Gartenhütte geplant. Drinnen sollen unter anderem Vorhänge, Pflanzen und vieles mehr für eine gemütliche Atmosphäre sorgen.
Tragen Sie mit 75 € dazu bei, den Garten und Gemeinschaftsraum für mehr Begegnungsmöglichkeiten auszustatten.

Wir sagen von Herzen Danke!

"Geh aus mein Herz und suche Freud ... "

Monatsspruch für Mai 2019

Freude suchen und finden: das geht gut, wenn wir draußen sind und Licht und Leben genießen.
Freude spenden: Geht auch gut! Helfen Sie uns bei unserem Ferienprogramm für Kinder? Danke!

- Ihr Joachim Lenz, Vorstand der Berliner Stadtmission

Ihre Unterstützung kommt dort an, wo sie am dringendsten benötigt wird. Jede einzelne Spende stärkt die Vision der Berliner Stadtmission und trägt dazu bei, direkte, nachhaltige Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen in Berlin und Brandenburg zu finden.

Nicht zweckgebundene Spenden ermöglichen es uns, flexibel und unbürokratisch auf aktuelle Notlagen einzugehen. Dabei ist es für uns selbstverständlich, die uns anvertrauten Ressourcen verantwortungsbewusst und effizient einzusetzen. Geldspenden per Dauerauftrag oder die Einrichtung eines SEPA-Lastschriftmandats reduzieren Verwaltungskosten und ermöglichen uns eine langfristige Planung.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei uns: per Telefon unter 030 69033-404 oder über E-Mail an spenderservice(at)berliner-stadtmission.de

Ein weiterer Weg zu helfen: Unsere Stiftung
Haben Sie schon mal daran gedacht, die Berliner Stadtmission langfristig zu fördern? Durch unsere Treuhandstiftung ermöglichen wir, grundlegend und dauerhaft zur Finanzierung der Arbeit beizutragen. Das Stiftungskapital ist eine solide Basis mit Langzeitwirkung. Wir freuen uns, wenn es durch Zustiftungen stetig erhöht wird. Darüber hinaus ist es so angelegt, dass durch attraktive Erträge die verschiedenen Projekte der Berliner Stadtmission unterstützt werden.

Kommen Sie gern mit uns ins Gespräch über stiftung@berliner-stadtmission.de oder 030 69033-429. Ansprechpartnerin ist Katja Kattilus.