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SM Panorama: Ausgabe 4/2017

Junge Frau spielt mit zwei Jungen

Über den Tellerrand

„Für Menschen“ ist dies SM-Panorama überschrieben und was das bedeuten kann, sagt eindrucksvoll Willi Nadolny, der als Sozialarbeiter im öffentlichen Berliner Nahverkehr Obdachlosen Hilfe anbietet: „Manchmal besteht der Erfolg unserer Arbeit darin, gemeinsam als Berliner Stadtmission ein Leben zu retten.“ (S. 8) Ein Mensch, der von Kopf bis Fuß mit schwärenden Wunden bedeckt ist, braucht in diesem Moment keinen Sozialarbeiter, sondern erst mal einen Arzt.

Was ist nötig, was ist möglich?

In der Ambulanz der Stadtmission fragt keiner nach der Krankenversicherung. Hier wird behandelt und dann hingeschaut, was nötig und möglich ist, um in Kooperation mit anderen Arbeitsbereichen der Stadtmission diesem Menschen aus seiner Not zu helfen. „Über den Tellerrand schauen“, nennt man das landläufig. Rebekka vom Titelbild hat ein Freiwilligenjahr lang bei der Stadtmission gelebt und gearbeitet, auch in Haus Leo für geflüchtete Menschen. (S. 6) Sie hat erlebt, wie wichtig ehrenamtlich organisierte Angebote sind, z. B. Hausaufgabenhilfe: „Es ist sehr gut, wenn die Kinder bei allen Aufgaben feste Ansprechpartner haben.“
Gewinn und Vergnügen beim Lesen wünscht
Ihre Bettina Kopps

Sommerferien-Programm 2017

Sommer im Kiez

Sommerferien können für Kinder richtig öde sein, wenn Eltern sich keine Zeit nehmen können oder wollen oder wenn das Geld für einen Familienurlaub oder eine Freizeit fehlt. Was bleibt, ist rumhängen: auf der Straße, vor der Glotze oder am Computer ... Claudia Held ist bei der Stadtmission Fachbereichsleiterin der Kinder-, Jugend- und Familienprojekte und Kinderschutzbeauftragte. Mit einem internationalen Team aus begeisterterten Haupt- und Ehrenamtlichen organisiert sie für Kinder in Berlin-Kreuzberg spannende, lustige, lehr- und abwechslungsreiche Ferienangebote: Musik-Workshops mit Instrumentebasteln, Lagerfeuer, Skateboards bauen und fahren, Nähen lernen, gemeinsam kochen und essen, Geschichten erzählen, Ausflüge ... „Summer in the Kiez“ gibt es seit 2010. Die Kinder sind begeistert, einige sind jedes Jahr dabei.

Offener Himmel über uns

Joachim Lenz

Ich hatte die Fenster im Büro aufgesperrt und hörte hellen, schönen Gesang. Das „Zentrum Kinder“ des Deutschen Evangelischen Kirchentages war auf unserem Gelände hinterm Hauptbahnhof eingerichtet. Auf der Bühne im Park sang Eddi, einer von den Wise Guys, der bekannten A-cappella-Gruppe, und hunderte von Kindern sangen mit ihm draußen auf der Wiese. Es war großartig und ich dachte: Viel näher ans Himmelreich können wir hier in der Geschäftsstelle nicht kommen! Friedliches Miteinander, Reden, Spielen, Singen und Beten, fröhlicher Trubel, Große und Kleine. Und die Stadtmission als Gastgeberin für all das – großartig!

Den Himmel im Blick halten

Viele Menschen fahren nach einem Kirchentag heim und sagen: Das war eine Oase, eine Tankstelle. Ich habe aufgetankt, Luft geholt, Proviant bekommen für die kommende Zeit daheim, in der Gemeinde, im Beruf. Stimmt: Gute Erfahrungen helfen auf dem Weg durchs Leben.

Gute Erfahrungen mit Gott

„Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.“
Paulus, der Apostel, hat das einmal gesagt, als er in große persönliche Schwierigkeiten geraten war. (Apostelgeschichte 26,22 Monatsspruch für August)
Ich glaube: Wenn wir durchs Leben gehen, haben wir viel mehr gute Erfahrungen im Gepäck, als wir meinen: mit Anderen, mit unserem Leben, mit Gott. Wir machen uns das oft nur nicht klar! Wir schauen gern nach unten, sehen Staub und Steine, die uns im Weg liegen. Schauen wir auch nach oben, auf die Erfahrungen und Hoffnungen, die uns mit Gott verbinden? „Rindviecher sind so gebaut, dass sie ständig Gras und Staub sehen müssen“, schreibt der Reformator Johannes Calvin, „aber Menschen können den Himmel sehen.“

Nach oben schauen

Von mir aus also ein Hoch auf gute Erfahrungen und auf den Blick nach oben! Der Himmel über uns steht offen, in guten wie in bösen Zeiten! Ich wünsche mir und Ihnen, dass wir uns daran immer neu erinnern lassen.
Ihr
Pfarrer Joachim Lenz

Grenzenlos Willkommen

15 Jahre Jugendgästehaus Hauptbahnhof

Im Mai 2002 öffnete das Jugendgästehaus auf dem Gelände des Zentrums am Hauptbahnhof für Übernachtungsgäste. Viele Gruppen und Schulklassen übernachten in den geräumigen Drei- und Vierbettzimmern, aber auch Familien, Einzel- und Tagungsgäste schätzen die Verbindung von zentraler Lage, sehr guten Preisen und hohem Standard, die das Haus zu bieten hat. Seit einem Umbau in diesem Jahr sind alle Zimmer mit eigenem Bad und teilweise mit Balkonen ausgestattet. Der gute Ruf des Jugendgästehauses ist „grenzenlos“, das beweisen viele zufriedene Gäste aus aller Welt. Noch in diesem Jahr wird der einmillionste Übernachtungsgast erwartet.

Perspektiven schaffen

Über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zudem Azubis und junge Leute im FSJ arbeiten im Jugendgästehaus Hand in Hand für einen reibungslosen Betrieb. Oberstes Gebot: Die Übernachtungs- und Tagungsgäste sollen sich wohl und willkommen fühlen. Im Team finden auch Mitarbeitende einen Platz, die schwierige Lebensphasen – z. B. ein Suchtproblem – überwunden haben. Die Arbeit gibt ihnen eine Perspektive.

Ungewöhnliches Nebeneinander

Die Arbeit der Stadtmission dient hilfsbedürftigen Menschen, auch im Jugendgästehaus hat das Tradition. Im Winter, wenn die Notübernachtung für Wohnungslose im Zentrum geöffnet hat, finden obdachlose Gäste eine sichere Unterkunft im separaten Untergeschoss des Jugendgästehauses. Die Nähe von Urlaubsgästen und obdachlosen Gästen auf dem Gelände kann zuweilen Spannung erzeugen, etwa wenn vereinzelt Gäste mit Ablehnung und Ängsten reagieren. Darauf gehen alle Mitarbeitenden sensibel und konstruktiv ein. Die Mehrheit der Gäste ist aufgeschlossen für das ungewöhnliche Nebeneinander, es wird Aufmerksamkeit für die Arbeit der Berliner Stadtmission geweckt und die Übernachtung als eine bewusste Unterstützung dieser Arbeit gesehen.

Mitarbeiter des Jugendgästehauses

Jeder braucht mal Hilfe

Mitunter brauchen auch „normale“ Gäste Hilfe: Ein junges serbisch-albanisches Paar, das im Jugendgästehaus logierte, wurde durch ihre Familien bedroht, die mit Gewalt die Liebesbeziehung verhindern wollten. Das Paar war verzweifelt, die Lage schien aussichtslos. Den Mitarbeitenden gelang es, den Liebenden professionelle Hilfe und Schutz zu vermitteln.

Zuflucht

Als es im letzten Jahr in Berlin nicht genug Unterkünfte für Geflüchtete gab, fanden im Jugendgästehaus Familien und Einzelne Zuflucht. Einige Familien lebten hier für längere Zeit, bis es gelang, sie weiter zu vermitteln. Schon im Winter 2010/2011 kamen im ehemaligen „Gästehaus im Zentrum“ für vier Monate zahlreiche Geflüchtete unter. Das war damals der Wiedereinstieg der Berliner Stadtmission in die Flüchtlingshilfe. Derzeit unterhält die Stadtmission das Haus Leo, das Refugio und zwei Notunterkünfte für Flüchtlinge.

Austausch ermöglichen

Damit gerade Gruppen und Schulklassen die Arbeit der Berliner Stadtmission noch besser erleben und erfahren können, hat das Jugendgästehaus in diesem Jahr den Arbeitsbereich „Bildung“ aufgebaut. Hausleiter Heiko Linke: „Unsere Bildungsprogramme sollen Gästen wichtige Anliegen der Stadtmissionsarbeit wie Obdachlosigkeit, Flucht oder Straffälligenhilfe anschaulich nahe bringen. Das ist eine gute Alternative zu herkömmlichen touristischen Berlin-Angeboten.“ Zurzeit werden z. B. Führungen in der Notübernachtung angeboten.

Blick auf das Jugendgästehaus

Jugendgästehaus Hauptbahnhof
Lehrter Straße 68 | 10557 Berlin
Buchung unter: ☎ 030 398350-0

www.jgh-hauptbahnhof.de 
Zimmer ab 25,- Euro p. P.

Leo-Holzwerkstatt

Holzwerkstatt und Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge in Haus Leo

In Haus Leo leben geflüchtete Familien, die von einem Team aus Sozialarbeiterinnen und Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt werden. Sie erleben, was den Menschen fehlt und engagieren sich dafür, Angebote zu machen. Quälend ist für viele Geflüchtete die erzwungene Untätigkeit. Bis ihr Bleiberecht geklärt ist, dürfen sie nicht arbeiten, auch danach ist es schwierig, eine Beschäftigung zu finden, etwa wegen Sprachbarrieren und fehlender Qualifikationsnachweise. Die Berliner Stadtmission trägt durch verschiedene Projekte und Angebote dazu bei, Geflüchtete auf den 1. Arbeitsmarkt vorzubereiten und in Jobs zu vermitteln, z. B. mit „Job-Navigation“ und „Ehrenamt mit Perspektive“.

Nachhaltigkeit wird groß geschrieben

Seit 2016 können die Bewohner in der „Leo-Holzwerkstatt“ unter Anleitung von René Otto Holzarbeiten ausführen. Der Tischler und Restaurator unterweist Geflüchtete im Umgang mit Holz. Er leitet die Werkstatt, in der ökologisch nachhaltige Materialien verarbeitet werden, oft in Zweitverwendung. Aus benutzten, hochwertigen Holzwerkstoffen und sogar Materialien wie Feuerwehrschläuchen oder alten Werbeträgern werden Kleinmöbel wie Falthocker, Stühle und Regalelemente hergestellt. Ungiftiges Spielzeug wird aus neuem Holz gebaut, Hölzer für Drechselwaren stammen aus Berliner Parks und Gärten. Auch unansehnliche oder defekte Möbel werden repariert und umgestaltet. Die Sachen werden in der Werkstatt im Zentrum am Hauptbahnhof und auf Weihnachtsmärkten verkauft.

Zwei Geflüchtete stehen neben dem Werkstattsleiterv.l.: Christopher unterstützt René Otto, Mohammed arbeitet in der Werkstatt mit

Willkommene Abwechslung ...

Geflüchtete können für sich selbst auch einfache Möbel und Alltagsgegenstände bauen oder aufarbeiten. Dafür werden Materialspenden gebraucht. Ein Bewohner baute sich eine beeindruckende Voliere aus Kleiderbügeln, Mikado-Stäbchen und Lattenrost-Streben.
Die Arbeit ist eine willkommene Unterbrechung des oft öden Alltags geflüchteter Menschen. „Es macht Freude, mit Menschen verschiedener Herkunft zusammen zu arbeiten“, sagt René Otto, den sein Mitarbeiter Christopher sowie ehrenamtlichen Helfern unterstützten.

... und praktischer Nutzen

Schöner Nebeneffekt der Werkstatt: Die Geflüchteten verbessern ihr Deutsch und erhöhen so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Geschenke und kleine Möbel aus unser Leo-Holzwerkstatt
Falthocker, Bespannung roter Feuerwehrschlauch, 50 Euro
Kubus als Regalelement 40/40/ cm, 50 Euro
Karten (Linolschnitt) 2,50/3,50 Euro; Dose mit Deckel 30 Euro; Kerzenständer 15 Euro
Holzspielzeug:
verschiedene Tier-Puzzle je 12 Euro; Holzauto/Boot je 12 Euro; Rollende Tiere je 20 Euro
Verkauf in der Werkstatt: mittwochs und donnerstags 15 bis 19 Uhr
Haus Leo | Lehrter Str. 67 | 10557 Berlin | ☎ 030 32304021

www.berliner-stadtmission.de/haus-leo

Auf den Spuren der Helden

Selbstgebasteltes in einer Kinderhand

Bildungsprogramm für Schulklassen im Schullandheim Gussow

Größer könnte der Kontrast zum hektischen Rhythmus der Großstadt kaum sein: Im Schullandheim der Gästehäuser Gussow am Dolgensee bei Berlin erleben Schulklassen mit Freude und Spaß die Natur. Der Erlebnispädagoge Joachim Zwingelberg trägt mit klug und phantasievoll ausgearbeiteten Angeboten dazu bei, dass die Kinder spielerisch wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstvertrauen oder Durchhaltevermögen entwickeln können.

Von der Natur lernen

„Die Helden vom Königswald“, heißt das Programm, das die Klasse in eine geheimnisvolle Geschichte einbindet: Wer lebte einst hier am Rande des Königswaldes? Welche Schätze liegen da verborgen? Welche Abenteuer sind zu bestehen und was machte die Bewohner von damals zu Helden, von denen man sich noch heute erzählt? Um das herauszufinden, müssen die Kinder gemeinsam Herausforderungen meistern, sich in der Natur zurechtfinden und von ihr lernen. Das geht nur mit Zusammenhalt und Teamgeist. So gelingt es, Unsicherheit zu überwinden und über seinen Schatten zu springen. Hier werden Helden und Heldinnen geboren!

Angebot riesig, Kosten gering

Joachim Zwingelbergs Programm umfasst rund 25 einzelne Angebote von Nachtschatzsuche, Brückenbau, Trinkwassergewinnung aus dem See bis zu raffinierten Konstruktionsaufgaben. Eine Besonderheit ist, dass die Lehrkräfte diese Module frei und selbständig kombinieren, dabei Schwerpunkte auf Lernziele, wie zum Beispiel Teambildung und Gemeinschaft, Stärkung von Selbstkompetenz und -vertrauen oder auch physikalische Inhalte legen und durchführen können. Zusätzliche professionelle Begleitung ist nicht notwendig, das hält die Kosten für die Klassen gering. Die Gästehäuser Gussow stellen ein großes Gelände mit See, Wald und einem Niedrigseilgarten, Unterbringung und Verpflegung und für die Lehrkräfte die detailliert beschriebenen Programmbausteine.

Informationen für interessierte Schulklassen: Gästehäuser Gussow ☎ 033763 98610

www.gaestehaeuser-gussow.de

Gemeinsam Leben retten

Porträt von Wilhelm Nadolny

Wilhelm Nadolny ist Mobiler Einzelfallhelfer im öffentlichen Nahverkehr

Wer in Berlin in U- und S-Bahn unterwegs ist, erlebt Obdachlose, die mit einem musikalischen oder rührseligen Vortrag um Spenden bitten. Das mag amüsant oder nervig sein. Aber wenn ein heruntergekommener, schlecht riechender Mensch im Waggon sitzt oder auf dem Bahnsteig steht? Weggehen und wegsehen ist oft die hilflose Reaktion.

Austausch und Vernetzung

Willi Nadolny schaut hin. Das ist seine Arbeit und seine Mission. Er ist als Mobiler Einzelfallhelfer für obdachlose Menschen unterwegs. Im Klartext: Willi wartet nicht, bis einer kommt und um Hilfe bittet. Er geht selbst los und spricht Obdachlose an ihren Plätzen auf der Straße an. Bei der Stadtmission macht die Bahnhofsmission am Zoologischen Garten dies Angebot seit 2013. Besonders ist, dass Willi Nadolny für Menschen da ist, die im Nahverkehr auffallen. Das Kooperationsprojekt wird von BVG, S-Bahn und der Deutsche Bahn Stiftung gefördert. Sie geben Hinweise, wenn z. B. an einem U-Bahnhof oder als Mitfahrer auf einer Bahnstrecke stark verwahrloste Obdachlose auffallen. Der 31-Jährige macht sich dann zunächst ein Bild: In welcher Verfassung ist der Mensch? Besteht Lebensgefahr? Dann reicht er jedem die Hand – ausnahmslos.

Ohne Eigeninitiative geht es nicht

Er begegnet Menschen, die sich vollständig aufgegeben haben, die mit faulenden Wunden oder seit Monaten in einer vollgekoteten Hose leben und immer noch behaupten „Mir geht’s gut.“ Nachhaltige Hilfe scheint dann schwer möglich. „Dafür muss der Mensch auch Eigeninitiative entwickeln“, weiß der Helfer. „Manchmal besteht der Erfolg unserer Arbeit darin, gemeinsam als Berliner Stadtmission ein Leben zu retten.“

Obdachloser

„Ohne euch wäre ich jetzt tot“

Der Sozialarbeiter begleitet derzeit fünf Obdachlose kontinuierlich. Marion* lebt vermutlich seit über zehn Jahren auf der Straße. In der Bahnhofsmission ist sie schon lange Gast, im Winter auch in der Kälte-Notübernachtung im Zentrum am Hauptbahnhof und fiel dort durch ihren schlechten Gesundheitszustand auf. „Das Beispiel zeigt, wie durch die enge Vernetzung innerhalb der Stadtmission die Arbeit besonders effektiv ist“, sagt der Sozialarbeiter. Marion wurde in der Ambulanz behandelt, konnte sich im Pflegezimmer einige Zeit erholen und war nun bereit, Hilfe anzunehmen. Mit Willi Nadolnys Unterstützung wurde ein Ausweis beantragt, die Voraussetzung für den Beitritt zur Krankenkasse und Bezug von Sozialhilfe.

Ein kostbares Stück Normalität

Mit dem ersten eigenen Geld kaufte Marion Blumen für ihre Helfer. „Ihr seid so nett zu mir“, bedankte sie sich. „Ohne die Stadtmission wäre ich jetzt tot.“ Der nächste Wunsch: Ins Kino gehen. Marion hat Hilfe angenommen und ein Stück Normalität zurückgewonnen. „Ob sie je in der Lage sein wird, wieder sesshaft zu werden, ist nicht noch abzusehen.“ sagt er: „Im Moment ist ihr Heimathafen die Bahnhofsmission am Zoo.“  

„Ihr seid erwünscht“

Im Berliner Hilfesystem fällt die Stadtmission positiv auf. „Menschen werden begrüßt, nicht verwaltet“, erlebt Willi Nadolny. „Ihr seid erwünscht“, ist die Botschaft. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter können sich bei der Stadtmission die notwendige Zeit für den Einzelnen nehmen. „Ein Luxus“, weiß er „aber wir retten Menschen.“

*Name geändert

www.berliner-stadtmission.de/mobile-einzelfallhilfe

Durch Sie - über uns - für die Menschen dieser Stadt

Zwei Teenager mit einer Betreuerin

Ferienspaß für Frischluftrebellen

Es ist Sommer und bald muss niemand mehr über Hausaufgaben brüten. Dank eines Teams von Ehrenamtlichen können wir den Kreuzberger Kids von Mitten im Kiez ein tolles Ferienprogramm anbieten. Um dies möglich zu machen, wollen wir unseren Mitarbeitenden z. B. die Fahrtkosten schenken.

Schon 55 € pro Person bringen uns diesem Ziel näher.

Handwerk für neue Perspektiven

Unsere Werkstätten sind regelrechte Integrationsmotoren. Hier können die Teilnehmenden aktiv Sprache und Handwerk lernen – gleichzeitig produktiv sein und sich weiter qualifizieren.

Pro Öffnungstag benötigen wir 120 € für betreuende Anleitung, Material und Miete.

Chancen gemeinsam schenken

Wir gehen verantwortungsbewusst mit den uns anvertrauten Spenden um. Die genannten Spendenzwecke sind Beispiele. Spenden werden darüber hinaus dort eingesetzt, wo sie am dringendsten benötigt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Berliner Stadtmission Ihre Spende zukommen zu lassen:

Überweisung auf unser Spendenkonto:

Verein für Berliner Stadtmission
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE63 1002 0500 0003 1555 00
BIC BFSWDE33BER

Geldspenden per Dauerauftrag oder die Einrichtung einer SEPA-Lastschrift reduzieren Verwaltungskosten und ermöglichen uns eine langfristige Planung.

Sofort helfen durch Online-Spenden

Auch mit Kreditkarte oder per Paypal unter: www.berliner-stadtmission.de/spenden

Bei Fragen melden Sie sich gern bei uns:
030 69033-405 oder
 

Kondolenzspende

Blumen oder Kränze? Vielleicht ist es im Sinne des Verstorbenen, etwas Positives zu bewirken und neue Perspektiven für andere zu schaffen.

Informieren Sie sich gerne über Anlassspenden telefonisch unter: 030 69033-405 oder nehmen Sie per E-Mail Kontakt mit uns auf:

Für Ihren Kalender

Blick von Schiff auf den Dom

Mit Gott auf der Spree

Herzliche Einladung zur etwas anderen Stadtrundfahrt:
6. August, 3. September, 1. Oktober (Erntedank)
90-minütige Schifffahrt, Start/Ende Anlegestelle Reederei Riedel „Haus der Kulturen der Welt“ (Nähe Kanzleramt).

Gussower Erlebniscamp 2017

Noch freie Plätze für Kids von 8 bis 13
GEC 1      24. bis 29. Juli 2017
GEC 2      31. Juli bis 5. August 2017
GEC 3      7. bis 12. August 2017
GEC 4      14. bis 19. August 2017

Jugendcamp

für Jugendliche von 13 bis 19 im Feriendorf Groß Väter See
26. August bis 2. September 2017
GEC Reloaded: 28. Oktober bis 4. November 2017
www.gussower-erlebniscamp.de
www.jkb-jugendcamp.de

Sommernachtslesung zugunsten der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo

Volker Braun und Gisela Oechelhaeuser lesen Texte von Volker Braun, anschließend Podiumsdiskussion.
Donnerstag, 31. August 2017, 20 Uhr im Pfefferberg Theater
Schönhauser Allee 176 | 10119 Berlin | Eintritt 15 Euro, Reinerlös zugunsten der Bahnhofsmission